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Neumond: Ein Gefühls-Gesetz?

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 "The world is perfect. It's a mess. It has always been a mess. We are not going to change it. Our job is to straighten out our own lives." (Joseph Campbell).

Und sie werden wieder jammern und klagen. Nein, wir, denn Monde haben wir alle. Auch dieser Neumond im Krebs, der überall Gefühle hochheizen wird, da er in die begrenzende, beengende, so unangenehme, formale, harte, kantige Steinbock Veranstaltung der Großen hineinfunkt, wird dabei gar nichts auf magische Weise ändern. Jedenfalls nicht das, was ist, wie es gerade ist. Das, was aktuell die Form der Welt ausmacht. Jupiter/Pluto/Saturn mit ihren Hindernissen, die ja kollektiv schützend wirken sollen/könnten. 

Manchmal wundere ich mich, mit wie viel Begeisterung bis Wut Leute gerade dann doch wieder (massiv emotional) gegen alles anrennen, was da draußen passiert. Was diszipliniert, einschränkt und einen tief trifft im empfundenen "Verlust" (von z.B. Freiheiten, aber es ist wahlweise auch alles andere "Genommene" einsetzbar). Und wie dabei der ganze Müll drinnen unangetastet bleibt, der einen dazu bringt. Ich nehme mich da nicht aus. Neumond in den letzten Krebsgraden steht auf meinem Mond. Ich bin die beste Empfindungsmaschine, die ich kenne, im Gefühl, von irgendwas oder irgendwem geopfert zu werden. Launisch wie Krebsmond nun mal ist, unglaublich heftig und schnell schwankend. Eben, ich kenne das in mir - und darum macht es mich so misstrauisch, wenn ich es draußen gespiegelt sehe.

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Daran, an diesem ewigen Ping-Pong der Achse Krebs-Steinbock, lernt sich aber etwas immer besser als sonst: Gefühl ist nicht alles. Es ist sehr, sehr viel, nur drumherum lebt sich das Leben weiter. Egal, was wir dazu fühlen. Egal, wie richtig wir liegen.

Es sind (mindestens) 2 Ebenen momentan stark getriggert, und: Man kann beide zusammenbringen. Sag das einem Krebsmond - ich habe Jahre damit verbracht, das elegant zu umschwimmen. Nun, bei und nach Krebs-Neumond (heute abends, kurz nach halb acht), spüren wir eine Weile zusammen mehr, was nur wir spüren und versuchen dann später doch oft wieder, eine "objektive" Wahrheit daraus zu stricken. Skorpion als Zeichen nach Krebs macht dann leicht den emotional ausgeklinkten Recht-und-Gesetz-Turn, Pluto spielt im Steinbock den mal rettenden, mal bösen Staatsanwalt für und gegen den Mond: "Aber ich fühle doch genau, dass der und die und die da auch...! Das heißt, ich habe Recht!" Nein, das heißt meist nur, du hast bald Riesenärger mit der Wirklichkeit.

Gefühl ist interpretierbar, aber kaum diskutierbar. Eine feste Grenze der Dinghaftgkeit draußen existiert. Trotzdem - oder gleichzeitig. Diese Anspannung kommt nun immer wieder. Nicht umsonst steht Saturn als Wächter der realen Welt und Herrscher von Steinbock diesmal doppelt stark dem Neumond gegenüber. Es ergibt sich neu der alte Kampf. Gefühle sind Krebs-Mond, nein, dem Mond überhaupt, ja hoch willkommen. Sie berühren erst, dann wollen sie faktisch bewegen. Das Credo ist parteiisch dabei: Aber bitte gebt mir nicht die unangenehmen Empfindungen! Da, wo uns Emotionen anderer oder ihre statischen, umgesetzten Folgen als geschaffene Fakten dann leider blockieren in unserem kleinen Empfindungskönigreich. Krebs ist von daher auch ein Sektierer. Wie alle kardinalen Zeichen. Wer nur fühlt, hat Recht? Manchmal. Manchmal nicht. Er schafft damit als Individuum unter Milliarden von anderen "Fühlern" bloß Chaos, wenn er diesen Kreislauf destruktiv betoniert (Krebs-Skorpion-Fische). Nicht schlimm. Nur anstrengend.

Was also steht an für die nächsten zwei Wochen bis Vollmond, als Grundton?

Genau das. Die Einschränkungen durch die Zeitsituation (z.B. durch - aber nicht nur durch - COVID) passen ja niemandem. Wir müssen nun aber auch gar nicht lieben, was ist (Jupiter, Pluto, Saturn immer noch, bzw. letzterer schon wieder im Steinbock, als Hausherr tonangebend). Wir müssen es nur leben. MIT, unseren Gefühlen dazu, nicht gegen sie. Und auch nicht, indem wir sie an eine Situation delegieren. Es sind unsere, sie sind immer von uns abhängig. Keine Weltlage "macht" sie. Bei solchen Konstellationen wie jetzt wird ewiges Drama sonst zum Spießrutenlauf. Und die Langsamläufer sind so stark gerade, wir haben auf sie nur selten Zugriff wie auf die persönlichen Planeten. Denn sie regieren die Zeit und ihren Kurs und nur wir entscheiden, ob wir da mitgehen oder uns lieber eine blutige Nase holen, im hoch emotionalen Dauerkampf gegen Realitäten. Weil wir doch ganz sicher fühlen, dass..!

newmoon20720Saturn bleibt der Schlüsselverwahrer in seiner momentanen Dominanz. Dagegen können unsere kleinen Monde anrennen, wie sie wollen, wenn sie weiter das gemütliche Elend der internen Prozesse nach draußen verlagern möchten, weil das so schön bekannt ist. Und weil es - noch besser! - so viel Druck ablässt. Aber mehr passiert erst mal auch nicht. Das ist dann Ego pur. Und wenn Ego pur mal 1 Million genommen wird, beginnt sich auch Saturn aufzuplustern. Dann kracht es, denn dann haben wir das Theater eben nicht nur in uns, sondern stecken damit jetzt besonders schnell und gut auch noch das gesamte Umfeld, das Kollektiv an (hierzulande steht Neumond ja sichtbar im Beziehungsquadranten!). Weil alle es tun, nicht nur ich, auch du (wie gemein!).

Wie lösen? Und warum? Der gerade wieder sehr starke Saturn sagt als Archetyp: Halte dich noch eine Weile weiter an die Gegebenheiten. Es braucht gerade mehr Struktur in der Welt. Nicht weniger. Organisation. Verregelung. Dadurch wird alles leichter. Löse Dinge auf der Sachebene nach geltenden Gesetzen und Regeln. Triff Entscheidungen cool (auch wenn du sauer wirst, handeln kannst du anders) und suche übertragbare, nachvollziehbare Vereinbarungen statt Streit (Mars ist ja nun unglücklicherweise auch vom Widder aus bereits fröhlich zündelnd unterwegs in die Schere der Lichter-Langsamläufer-Opposition - bloß, zwischen Chiron und Lilith gibt das NUR neue Probleme).

Sobald man mit Saturns Vorgaben mehr als nur experimentiert und die Zeichen draußen (als Ordnungs-Notwendigkeit) nicht mehr zum Buhmann macht (das kann man immer, auch wenn an Zyklen an sich ja nichts falsch sein kann), wird alles sich step by step langsam auflösen, was noch behindert. Langsam, weil Saturn/Steinbock. Nicht heute oder morgen oder lieber schon gestern = Mond/Krebs. Es wäre also etwas angemessener, mit einem sachlichen Verständnis für Ordnungen, Saturn in den Wassermann zu entlassen. Bis dahin haben wir Übungszeit, auf jeder Ebene, weil aufgewühlt sind wir alle. Krebs erlebt generell seine "Leerstelle" dramatisch bis tragödisch dann, wenn gegenüber Übergewicht herrscht. Der eine Pol der Achse (Steinbock, jetzt besetzt) ruft ja immer den ansonsten leeren gegenüber mit auf. Per Neumond meldet sich Krebs aktuell noch mal anders. Mein Empfinden ist wichtiger. Wirklich?

Mit der Steinbock-Gesellschaft in 1 beim Neumond MÜSSEN wir noch langsamer werden als sonst (natürlich nur dann, wenn wir in Übereinstimmung mit der Zeitqualität kommen wollen). Wir werden es aber genau da nicht wollen - viele von uns nicht - wo wir Saturns Folgen buchstäblich fühlen. Die Einschränkung. Aber es wäre hilfreich, sich noch mehr dem Kollektivgedanken anzuvertrauen, statt Stier-Uranus' kleiner Dauer-Randale der Herden da unten, im Nationalen, am IC, unberechenbar nachzugeben. Mal ja, mal nein. Wo der geniale Narr immer mal wieder seine Witzchen macht. Dann denken alle plötzlich, jeweils die anderen seien "Schlafschafe, Muggels oder voll verpeilt". Und die ganze revoltierende Herde läuft währenddessen lemminghaft und krakeelend auf den Abgrund zu, im Glauben, dass es gar keine Herde gibt. Nur total wache Individuen, die überall allein die Boshaftigkeit der Welt entdecken. Das liegt übrigens auch daran, dass Uranus zwar schon im (zu den Steinbock-Mietern passenden) Freundeszeichen Stier steht. Aber in seiner Deklination gerade völlig allein auf weiter Flur wandert. Er befehligt sozusagen die Schäflein, die nun alle glauben, die einzigen Rebellen zu sein. Irrtum. Auch Schafe können crazy Party machen, Herdenparties. Es ist, wie es gerade ist - kein Fehler. Es sei denn, das Kollektiv würde dadurch beschädigt, nur dann wird Saturn eine riesige Mauer schaffen.

Die Welt ist perfekt. Es ist ein Durcheinander. Es war schon immer ein Durcheinander. Wir werden das nicht ändern. Unsere Aufgabe ist es, unser eigenes Leben zu klären." (Joseph Campbell)

bogen1saturnAber bevor das hier nun doch wieder politisch wird, werde ich meinen Krebsmond als Herrn 9 in 9 zügeln: Was hier vorgeht, im Steinbock, ist so überpersönlich und massiv als Taktgeber der Ära. Dass ich dazu immer etwas fühle, heißt nicht, dass dieses Gefühl, so sensitiv ich auch sein mag, mit der Faktenlage übereinstimmt (ich meine echte Fakten, die auf die man sich früher mal geeinigt hatte, um Leben etwas reibungsloser zu gestalten). Dass ich ein fühlendes Wesen bin, heißt auch nicht, dass ich ein Recht auf mächtige Durchsetzung allein meiner Sicht hätte. Saturn wird nur immer härter geschmiedet, wenn man ihn einer endlosen Welle von Mond aussetzt.

Setze Grenzen, respektiere Grenzen, würdige das Formale. Das macht dich nicht zum Weichei, was "sein Gefühl nicht lebt". Gut, ich kann das weiter in dem Gang versuchen, der gegen größere und oft kollektiv sinnvolle Strukturen seine Emotion durchsetzt, werde aber damit immer mal wieder gegen Saturns Ecken und Kanten stoßen, was empfindlich wehtut. Was dann, wenn das Gefühl weg ist (weil Mond sich ständig schnell bewegt), auch durchaus wirken kann wie ein merkwürdiger Traum (Neumond steht im Fischegrad des Krebses jetzt besonders anfällig dafür). Während die echten Wände drumherum vielleicht schon längst durch die Emotionswellen eingestürzt sind. Nichts schafft leichter Fakten (Steinbock spiegelt sich auf Zwillinge) als ein überproportional durchgesetzter Krebs. Wieso? Es fühlt sich so wahr an. So richtig! Dann zieht man durch, was man fühlt. Und alles wird so schnell wie ein lunarer Zeitraffer, ohne die Ordnungen der Dinge zu respektieren. Das rächt sich immer.

Venus (hier in der Mondphase Herrin 9 für die Perspektiven und Herrin 5 für die Egozentrik) aber befindet sich zum Neumond auch noch in 6 - Anpassungen an die Umweltbedingungen sind wissentlich (Zwillinge) und wesentlich jetzt als Balanceakt gefordert. Dann geht's auch nicht so schief. Sonst begreift man die (eingeschlossene) Zeigefinger-Konstellation der Langsamläufer in Feld 1 vielleicht nie. Das wäre schade. Es ist wirklich = real an der Zeit, sich zu bescheiden. Ja, auch - nicht nur - wegen COVID, das sei wiederholt. Da eine 2. Welle leider nicht ausgeschlossen ist. Selbst wenn der Mars zuhaus im Widder (bei Neumond hier im Ausdrucksfeld 3) für 2 Wochen vermutlich weiter seinem Zorn und Durchmarsch-Trieb ordentlich Luft machen wird. Gefühle eignen sich allerdings (als Empfindungs-PRINZIP des Krebses) erst mal allgemein besser dazu, sie am Anfang nur zu fühlen und selbst in sich mit ihrer unangenehmen Komponente fertigzuwerden. Bevor man dann, nach Abwägung mit Saturn, handelt, wie auch immer. All das benötigt diesen Ausgleich in sich selbst und am besten entschieden - jetzt.

Es ist nicht die Zeit, den großen Zampano zu spielen. Jetzt nicht. Besser nicht, wenn man auch ergebnisorientiert und sachlich draußen etwas für's und im Sinne des Gemeinschaftlichen tun kann, wie der Hausherr des Steinbocks es aktuell so sehr will. Warum? Weil er es besser weiß (bzw. zeigt, als Symbol), was für das Leben, wenn es sich denn fortsetzen soll, jetzt dran ist. Was gerade schützt. Darüber wacht er nun mal. Er ist immer die Ampel, die sagt: Langsam. Nachhaltig. Sachlich. Spiel nach den Regeln. Sonst kommt nichts dabei heraus. Wenn wir uns konstruktiv einschwingen, läuft Krebs-Skorpion-Fische ebenfalls konstruktiver. Fühlen, Wandeln, Auflösen. Aber wer jetzt die Regeln entwertet, ob privat oder gesellschaftlich, bekommt die Quittung und dreht am Crash mit. Denn dann fehlt jedes Stützkorsett des Wirklichen. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Und ich wünschte es mir anders, weil alles Saturnische so gnadenlos mühevoll ist. Wie auch immer man es dreht und wendet, mit Krebsmond oder nicht.

Bild (bearbeitet): Pixabay

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Mittwoch, 30. September 2020

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