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Die Amokfahrt von Nizza

Grauenhaft, schrecklich, kaum vorstellbar. Was gestern Nacht in Nizza passierte, sprengt wieder einmal, den Rahmen dessen, was man bisher für möglich gehalten hatte. Wie so oft in den letzten Monaten unter dem Signum von Saturn Quadrat Neptun. Bastille Day – der französische Nationalfeiertag. Militärparaden, am Abend Feuerwerk, große Menschenansammlungen. Natürlich weiterhin unter der höchsten Sicherheitsstufe, denn die Anschläge von Paris, waren und sind immer noch allgegenwärtig.

Trotzdem – gegen 22:40 Uhr, gerade als Saturn in Nizza an der Himmelsmitte steht, sind tausende von fröhlich feiernden Menschen auf der Strandpromenade unterwegs und gerade geht ein großes Feuerwerk zu Ende. Während am Anfang der Promenade Mohamed Lahouaiej-Bouhlel, ein 31-jähriger Franzose mit tunesischen Wurzeln, seinen weißen Miet- LKW startet. Erst langsam, dann immer schneller, rast er in die Menschenmenge und versucht so viele wie möglich zu überfahren, zu verletzen und zu töten.

Am Ende hat er 84 Menschen getötet und hunderte verletzt, von denen noch fast 50 um ihr Leben kämpfen. Er selbst wird letztendlich durch den Mut eines einzelnen Passanten gestoppt, als der sich auf den LKW wirft und den Fahrer solange ablenkt, bis Polizisten ihn erschießen.

Natürlich gibt es vom Attentäter keine Geburtszeit, aber jetzt zumindest ein Datum. Bouhlel kam am 3. Januar 1985 in M'saken/Tunesien auf die Welt (ursprünglich gab es auch die Angabe des 31.01, der 3.1. stammt von der Staatsanwaltschaft selbst) Und er passt auffallend gut in das Muster von Attentätern und Amokläufern, das wir hier schon mehrfach angesprochen haben:

Gibt es Anzeichen in ihren Horoskopen, die womöglich das Erstellen von zukünftigen Täterprofilen erleichtern könnten? Betrachtet man die Radixdaten der Selbstmordattentäter der letzten großen Anschläge, dann zeigt sich immer deutlicher, dass im Moment vor allem eine ganz bestimmte Generation betroffen ist. Es sind junge Menschen zwischen 21 und 31 Jahren, die hauptsächlich in Frage dafür kommen. Und nein – nicht weil dies der offiziellen Zahlenstatistik entspricht, sondern weil bei ihrer Geburt Pluto im Skorpion stand, zusammen mit Neptun im Steinbock. Selbstverständlich haben ca. 1,5 Milliarden Menschen, die zwischen dem 21. November 1984 (Neptuns Wechsel in den Steinbock) und dem 10. November 1995 (Plutos endgültiger Wechsel vom Skorpion in den Schützen) geboren wurden, ebenfalls dieses „Energiesignum“. Es entspricht somit einem kollektiven, inneren Hintergrund, weshalb bestimmte Themen für diese Menschen auch besonders relevant sind. Nachvollziehbar ist wohl, dass Neptun im Steinbock eine verstärkte Sehnsucht nach einem verlässlichen Ordnungsprinzip auslöst. Gerade in einer Zeit, in der sich die andere Seite eines Steinbock-Neptuns gezeigt hat, nämlich durch die Auflösung alter Systeme und Strukturen (der Fall des Ostblocks zum Beispiel…). Pluto im Skorpion betont nun ausgerechnet immer hauptsächlich das, was nicht in Ordnung ist, was verändert werden sollte. Bringt man beides auf einen einfachen Nenner, dann landet man bei einer ausgeprägten Prinzipientreue, oftmals verbunden mit entweder der absoluten Rebellion gegen oder dem fanatischen Befürworten von „Zucht und Ordnung“.

aus Brüssel: Pluto, Neptun und die Attentäter

Auch Bouhlel gehört zu dieser Generation und auch er stand in den letzten Jahren unter harten Auslösungen dieser beiden Planeten. Pluto war bis vor kurzem in engster Konjunktion mit seiner Steinbock-Sonne, sein Fische-Mars stand in der selben Zeit unter dem Einfluss von Neptun. Seit Ende 2013 stand Bouhlel also unter den Druck von Pluto (Konjunktion Sonne) Uranus (Quadrat Sonne) und Neptun (Konjunktion Mars). Ähnliches findet sich auch bei anderen Amokläufern und Attentätern, was wieder einmal bestätigt, dass es hier nicht um philosophische oder religiös motivierte Anschläge geht, sondern um einzelne Menschen, die mit ihrer persönlichen Situation und dem Druck diverser Auslösungen nicht umgehen konnten.

Warum diese Analyse bezüglich eines offensichtlichen Massenmörders, der anscheinend im Auftrag von ISIS und Co. handelte? Denn so liest es sich und so wird jetzt schon in den meisten amerikanischen Nachrichtensendungen darüber gesprochen – wieder einmal wurde die freie Welt von radikalen Islamisten angegriffen. Und in den USA mehren sich die Stimmen, die einen offenen Krieg fordern.

Aber wenn man die Fälle zugrunde legt, bei denen ein islamistisches Motiv nicht von der Hand zu weisen ist, dann zeigt sich eben fast immer die Beteiligung Plutos als Auslöser unmittelbar um den Zeitpunkt der Attentate herum. Bei Bouhlel gibt es das aber nicht, bei ihm sind vor allem Mars (zusammen mit Mond in Konjunktion zu seinem Saturn) und Uranus (Quincunx zu seinem Saturn) die auslösenden Kräfte. Und das deutet eher auf ein persönliches Motiv hin.

Das zeigt sich auch, wenn man den heliozentrischen Hintergrund mit einbezieht. Hier steht Mars gestern Abend in engster Konjunktion mit dem heliozentrischen Radix-Neptun von Bouhlel, gleichzeitig stand Saturn, der zum Zeitpunkt der Amokfahrt über den lokalen MC herrschte, in engster Konjunktion mit seinem Uranus. Das würde aus meiner Sicht den persönlichen, individuellen Hintergrund nochmals bestärken, denn Mars-Neptun birgt in sich schon einmal die Gefahr einer generellen Verwirrung, die auch leicht als  Wahnvorstellungen ausgelebt  werden kann.  Besonders dann, wenn durch den saturnalen Druck auf das innere, uranische Prinzip daraus womöglich eine Art  Persönlichkeitsspaltung entstanden ist, die niemand im engeren Umfeld bemerkt hat. Gerade letzteres könnte auch dazu geführt haben, dass diese Tat relativ kurzfristig geplant und umgesetzt wurde.

Natürlich wäre  so jemand auch ein leichtes Opfer von Propaganda, aber die bisherigen Informationen über den Täter schliessen eigentlich einen religiös motivierten Hintergrund aus.

Was nichts daran ändert, wie viel Leid dieser Mensch über andere gebracht hat. Aber womöglich ist dieser Aspekt wichtig, wenn man jetzt wieder nach noch mehr Schutz und Sicherheit ruft. Denn auch das Anschlagshoroskop weist mehr in die Richtung eines Einzeltäters, der nicht mehr Herr seiner Sinne war, und sich von der aktuellen Stimmung des Augenblicks leiten lassen hat.

Und auch die anfänglichen Meldungen, dass in dem LKW Unmengen von Waffen gefunden wurden, wurden heute relativiert, es handelte sich hauptsächlich um Attrappen. Ist das die Handschrift von ISIS oder irgendeiner anderen, terroristischen Gruppe?

Falls nicht, dann würde auch eine Verschärfung von Sicherheitsgesetzen oder ein offener Krieg gegen ISIS keinen Sinn ergeben, denn vor einem verrücktem Einzeltäter, der einen gemieteten LKW als Waffe gegen wehrlose Menschen an einem Feiertag einsetzt und in seinem Wahnsinn einfach nur töten will, gibt es keinen absoluten Schutz. Da nützt es auch wenig, die Grenzkontrollen zu verschärfen, denn Bouhlel lebte seit vielen Jahren in Nizza, war verheiratet und hatte drei Kinder. Gesetzt den Fall, diese Einschätzung wäre richtig, dann gehört Nizza zu den Tragödien im Leben, die einen fassungslos und relativ ohnmächtig zurück lassen, ähnlich wie nach einer Naturkatastrophe. Natürlich bleiben Fragen, auch danach, warum die Umgebung des Mörders nichts von seiner Anlage oder Veränderung wahrgenommen hat? Aber solange die Welt sich nicht als soziales Netzwerk versteht, in dem jeder für jeden Verantwortung übernehmen möchte, werden solche Fragen keine befriedigenden Antworten finden.

Was bleibt ist die Trauer, ist die Fassungslosigkeit ob solch einer Tat. Die sich bestenfalls in Mitgefühl mit den Opfern wandeln kann. Wer aber in sich entdeckt, dass aus der Ohnmacht wiederum Hass und Rachegedanken entstehen, der muss wissen, dass man sich so im Grunde mit den Tätern solidarisch erklärt. Und im Nachhinein deren Motive zu den eigenen macht, wenn auch mit einer anderen Begründung.

Solch eine Haltung lässt sich aus ethischer Sicht nur noch durch ein Verhalten negativ steigern:  wenn man das reale Leid der unschuldigen Opfer benutzt, um eigene, egoistische Interessen zu propagieren oder durchzusetzen, sei es aus wirtschaftlichen, politischen oder religiösen Gründen. Und es steht zu befürchten, dass genau das wieder passieren wird, wenn der erste Schock über dieses unglaubliche Verbrechen nachlässt.

Titelbild: By Hermes from mars (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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Dienstag, 9. August 2022

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