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Die lange Nacht des Brexit

Heute also entscheiden die Engländer, Schotten, Waliser und Nordiren darüber, ob „Great Britain“ in der EU verbleibt oder lieber wieder eine eigenständige Großmacht sein soll. Zwei Tage bevor das aktuelle, mundane Trigon zwischen Jupiter und Pluto exakt wird. Die Spannung ist groß, laut den letzten Umfragen wird ein Kopf an Kopf Rennen erwartet, Ausgang ungewiss, das endgültige Ergebnis gibt es erst am Freitag Vormittag.

Aber es wird wohl genau dieses Trigon sein, dass letztendlich den Ausschlag geben wird, wohin die Reise geht für das Insel-Königreich und den Rest des alten Kontinents. Insofern ist das Ganze auch wieder ein Paradebeispiel dafür, wie genau und exakt astrologische Auslösungen funktionieren, wenn die Grunddaten stimmen und bekannt sind. Und eben nicht nur bei Menschen, sondern auch auf Organisationen, Firmen und Länder bezogen. Es ist aber auch ein gutes Beispiel dafür, wie komplex die astrologischen Verbindungen in Wahrheit sind, auch wenn es oft auf den ersten Blick so scheint, als wäre das Ganze ziemlich eindimensional.

Nehmen wir als Ausgangspunkt das Gründungshoroskop der Europäischen Union, die Verabschiedung des Maastrichter Vertrags.  Und um nicht in den Verdacht zu geraten, man würde  jetzt wieder nur schnell die astrologischen Inhalte an aktuelle Themen anpassen, hier vorab zwei Zitate aus früheren Artikeln:

Eine Erneuerung muss kommen und diese sollte tatsächlich auch eine gewisse Radikalität beinhalten. Wenn man das uranische Prinzip als Ausdruck einer Dezentralisierungs-Tendenz versteht, die jetzt im Quadrat zum Seins-Prinzip der EURO-Idee steht und seiner Weiterentwicklung steht (Sonne-Jupiter), dann muss mit den halbseidenen Bekenntnissen und dem Pochen auf absolute staatliche Autonomie Schluss sein. Entweder kommt der Schritt in eine politische Union, oder das Schiff wird auf Grund laufen. So oder so wird es alten Pfründen an den Kragen gehen (Pluto), da helfen keine panischen Notpflaster. Jedenfalls nicht auf Dauer.

Aus Quo Vadis, Euro-Land? vom 18. September 2012

Denn jetzt kommt Pluto und wird auf die eine oder andere Weise dafür sorgen, dass die falschen Sichtweisen und hinderlichen Muster laufend neue Spannungen kreieren, die dann in der Konsequenz Veränderungen unabdingbar machen.

Kann das im Zweifelsfall auch bedeuten, dass die EU in ihrer bisherigen Form auseinanderbricht?

Ja, zum Beispiel dann, wenn man mit solchen Herausforderungen wie der Griechenland-Krise überheblich und naiv umgeht. Wenn man meint, es könne einem ja nichts Schlimmes passieren und man deswegen weiter pokert, statt die Hilfe zu geben, die wirklich helfen würde. Das darf man jetzt ruhig als eine Prognose nehmen.

Aus Offener Brief: Liebes Europa... vom 3. Juli 2015

Selbstverständlich war aus astrologischer Sicht schon vor etlichen Jahren absehbar, dass irgendwann einmal dieser Planeten-Archetyp namens Pluto über die Venus-Uranus-Neptun Konjunktion des Maastrichter Vertrags-Horoskops wandern wird. Und wer Pluto kennt, weiß dass dies immer mit schwierigen Umbrüchen verbunden ist. Oder aber mit kleinen und großen Katastrophen, besonders dann, wenn man die Zeichen der Zeit nicht lesen kann oder will. Denn Grund zu berechtigter Kritik an den EU-Strukturen gibt es allemal.

Ein häufig genannter Vorwurf der EU-Gegner bezieht sich darauf, dass kaum ein Entscheidungsträger in Brüssel demkratisch gewählt wird. Daraus entstehen dann solch unheimliche Gremien wie die sogenannte Troika, die ganze Staaten quasi aus dem Hintergrund mitregieren. Nur ist der Weg, den jetzt viele Nationalisten als den heilbringenden verkaufen wollen, natürlich der falsche. Das Gegenteil wäre richtig:

Die Probleme, die sich also immer wieder innerhalb der EU zeigen, entstehen quasi aus einem Anspruch und einer gestellten Aufgabe, die scheinbar Unmögliches verlangt.

Einerseits muss die Individualität und die Eigenständigkeit der einzelnen Partner gewahrt bleiben (Mars/Uranus), andererseits soll diese Beziehung alle Grenzen überwinden und die einzelnen Partner sollen Teil eines gemeinsamen, großen Ganzen werden (Venus/Neptun).

Bisher hat man versucht diese Mammutaufgabe zu lösen, in dem man quasi auf alle Befindlichkeiten der einzelnen Länder eingegangen ist und immer wieder die gemeinsamen Ziele dementsprechend angepasst hat. Daraus ist der berüchtigte Brüsseler Bürokraten-Filz geworden, ein Wust an Gesetzen und Vorgaben, der kaum noch überschaubar ist und bisweilen auch in seiner Logik und Nützlichkeit äußerst fragwürdig bleibt. Aber damit hat man immerhin einen Teil der Aufgabe erfüllt, nur der andere Teil, die Zusammenführung, ist nicht erfolgt. Genau deshalb hat zum Beispiel jedes Land unterschiedliche Steuergesetze, was dann auch zu solchen Krisen wie der Gegenwärtigen führt.

Der Vertrag von Lissabon sollte hier einen weiteren Meilenstein setzen, aber da der Gegenwind aus einzelnen Ländern ziemlich groß war, wurde aus einem Sturm der Erneuerung, lediglich ein angepasstes, laues Lüftchen der Kompromisse. Anders ausgedrückt – die EU leidet heute unter einem massiven Reformstau, während andere Länder wie China in den letzten zehn Jahren große Veränderungen herbeigeführt haben, tritt Europa auf der Stelle.

aus Offener Brief: Liebes Europa...

All das hat man aber wieder einmal versucht auszusitzen und nun könnte es sein, dass auch noch die Briten das angeschlagene Boot verlassen. Heute, an dem Tag, an dem Pluto, exakt (=auf die Bogenminute genau) auf der Maastrichter Venus steht. Genau so sehen Beziehungskrisen aus. Hinzu kommt eine fast exakte Opposition von Neptun zum EU-Jupiter, gleichzeitig natürlich dann auch das entsprechende Quadrat von Saturn.

Aber nicht genug damit – als die Briten am 1. Januar 1973 nach vielem Hin und Her der Union beitreten, steht Jupiter in Konjunktion mit dem Nördlichen Mondknoten. Und beide stehen ebenfalls auf 16° bzw 17° Steinbock. Dort wo jetzt Pluto seine Kreise zieht und wo heute Abend um 22:00 Uhr Ortszeit, dann wenn die Wahllokale in Großbritannien schliessen werden, auch der lokale Aszendent stehen wird.

Fast wie beim Fussball also, ein bisschen zu viele Übereinstimmungen, um noch von Zufällen reden zu können. Aber was nun auf den ersten Blick wie eine absolute Hiobsbotschaft anmutet, erweist sich beim zweiten Hinsehen als durchaus mehrdimensional. Denn da ist ja heute eben dieses Trigon von Jupiter und Pluto. Gleichzeitig wird der Jupiter des britischen Beitritts damit unterstützt und ebenfalls die EU-Venus. Es ist also beides, die Umwälzung (Pluto), aber auch der Fortschritt bzw. die Erweiterung. Dann gibt es da eben die genannten Spannungsaspekte von Saturn und Neptun, die wiederum sehr genau die allgemeine Unsicherheit über die Zukunft der Union einerseits (Neptun Opposition Jupiter), sowie den Wunsch nach Abgrenzung andererseits (Saturn Quadrat Jupiter) spiegeln. Aber es gibt eben auch noch das Trigon des aktuellen Jupiters zur EU-Venus bzw. zur gesamten Konstellation im Steinbock.

Um es auf den Punkt zu bringen – eigentlich ist es egal, wie die Briten heute abstimmen werden, es wird so oder so zu einer grundlegenden Veränderung der politisch-europäischen Landschaft führen, was aber im Endeffekt viel hilfreicher sein wird, als man heute glauben mag. Kommt der Brexit, dann wird das natürlich ein Beben in der Union auslösen und womöglich auch weltweit. Aber alles was da einstürzen könnte, sind eben diese überkommenen Strukturen, das was gut und richtig war und ist am europäischen Gedanken, wird dadurch nicht verloren gehen, sondern eher gestärkt werden.

Entscheiden sich die Briten aber für den Verbleib, dann ist endlich Schluss mit britischer Eigenbrödelei, denn kaum jemand wird in den nächsten Jahren nochmal ein solches Referendum im Königreich durchsetzen können. Damit wäre dann ebenfalls der Weg frei für Erneuerungen, die Europa so dringend braucht.

Insofern also kein Grund um in Panik zu geraten, sollte der Brexit wirklich kommen. Aber im Grunde hat Pluto ja schon durch all die Aufmerksamkeit auf einen möglichen Austritt der Briten, seinen Zweck erfüllt. Und wenn die Damen und Herren in Brüssel dann jetzt endlich auch aus ihrer Lobbyisten-Starre aufgewacht sind und den Weg zu Ende gehen, wie er von den Gründungsvätern einmal angedacht war, dann könnte genau das ja die große Veränderung bringen, die Pluto so vehement einfordert. Und damit würde ein Brexit, Grexit oder sonstiger Exit überflüssig werden…

Titelbild: By Mtaylor848 (Own work) [CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

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Dienstag, 9. August 2022

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