Zeitzeichen: Mars im Stier
Der Mars hat wieder einmal ein Zeichen gewechselt, so würde man das üblicherweise im klassischen "Astrologen-Sprech" ausdrücken. Man könnte aber auch sagen, eine der Hauptströmungen im Fluss der Zeit hat jetzt endgültig eine andere Dynamik bekommen, fließt etwas ruhiger als vorher, dafür aber sehr kraftvoll. Oder man könnte sich an das Zeitalter kurz nach dem Urknall erinnern, als sich immer mehr einzelne Teilchen zu Strukturen sammelten und verbanden, die schließlich das hervorbrachten, was wir jetzt Materie nennen. Etwas das fest erscheint, obwohl es das gar nicht ist.
Betrachtet man das astrologische Modell hierarchisch, dann ist jetzt der junge Prinz und Feldherr schon mal in ein Land einmarschiert, bevor der eigentliche König, die Sonne, in ca. 3 Wochen nachfolgt. Und ein wenig Hierarchie-Denken kann nicht schaden, sonst läuft man Gefahr, all die diversen Veränderungen, die sich tagtäglich am Himmel zeigen, nur noch als chaotisches Zufallsszenario mißzudeuten. Nein, nein, es ist alles „in Ordnung“, gerade jetzt, da Mars auf den Anfangsgraden des Zeichens Stier steht.
Hier sollte ich nun die üblichen Phrasen genüsslich auszubreiten, ein bisschen Wellness für die Seele in Worte fassen, diesen Zeichenwechsel mit hübschen Bildern garnieren. So etwas kommt heutzutage bestens an, dafür gibt’s immer gleich ein paar Extra-Likes auf Facebook. Und es ist ja auch nicht wirklich falsch, solange es sich am Richtigen orientiert. Nur das ist eben genau die Frage, was genau drückt denn dieser Zeichenwechsel eigentlich aus? Ist das wirklich spürbar und lebendig? Oder nur eine philosophische Phrase, mit der man den Wandel der Jahreszeiten früher etwas poetischer umschrieben hat? Als man noch nicht wusste, dass zur selben Zeit, wenn es bei uns frühlingshaft grünt, auf der anderen Erd-Halbkugel herbstliche Farben dominieren.
Endgültige Antworten darauf habe ich persönlich noch nicht gefunden. Aber es zeichnen sich nach fast 40 Jahren der Beobachtung gewisse Tendenzen ab, um es mal vorsichtig zu formulieren. Und es gibt immer wieder Überraschungen und Aha-Erlebnisse, wenn diese Beobachtungen anhand erweiterter Methoden vertieft werden.
Die Astro-Geographie ist eine davon. Im Prinzip ist sie nur eine Vereinfachung und spart jede Menge Rechenzeit. Man nehme einen beliebigen Zeitpunkt und erstelle ein Horoskop dafür. Statt dann lang und breit immer wieder neu berechnen zu müssen, wie sich dieses kosmische Ereignis an verschiedenen Orten der Welt zeigen würde, reicht ein Blick auf die Weltkarte und man sieht sofort, wo sich dieser energetische Augenblick besonders kraftvoll manifestieren könnte. Dort, wo wichtige Planeten an den Hauptachsen stehen. Erweitern könnte man das auch auf die entsprechenden Häuserspitzen, wodurch Deutungen noch einmal mehr Bodensatz bekommen würden.
Aber alleine die Verbindung der einzelnen Planeten mit dem jeweiligen Aszendent, Deszendent, der Himmelsmitte und der Himmelstiefe zu beobachten, bringt schon genügend Erstaunliches hervor. Man kann das Prinzip ja auf alles anwenden, nicht nur auf das eigene Radix (um zu sehen, an welchen Orten der Welt man welches Energie-Prinzip am deutlichsten erleben wird), sondern auch zum Beispiel bezogen auf den Zeichenwechsel eines Planeten. Also auch den letzten Wechsel, als Mars in sein eigenes Reich, den Widder, nach einer 2 ½ jährigen Reise zurück kehrte. Dies geschah am 20. Februar kurz nach Mitternacht und das astrogeographische Bild weist hat einige bemerkenswerte Zusammenhänge auf. Auffallend in den letzten Wochen war ja zum Beispiel der politische Schulterschluß zwischen Berlin und Paris, quasi als neuer neuer Impuls zur Bewältigung diverser Krisen. Passend dazu der Stand von Sonne und Mond jeweils am IC der beiden Hauptstädte zum Wechsel.
Und Anfang voriger Woche rückten dann genau diese beiden Hauptstädte nochmals in den Fokus der Welt – beim Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen, wohl das prägendste Ereignis während des Mars-Durchlaufs durch den Widder. Das ist aber noch nicht alles an Auffälligkeiten, denn im Chart des Wechsels gab es ja eine weite Sonne-Mond-Neptun Konjunktion. Und während Sonne – IC auf Paris fiel, Mond - IC auf Berlin, stand Neptun entlang einer Linie, die gleich drei Orte durchläuft, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Unglück stehen.
Einmal durch den Absturzort selbst (Barcelonette), dann durch den Geburtsort des Co-Piloten (Montabaur)und schließlich noch durch den Ort, an dem die Maschine landen sollte und wo der Co-Pilot ebenfalls eine Wohnung hatte (Düsseldorf).
Also wir haben die beiden Lichter bezogen auf die beiden Hauptstädte der am stärksten involvierten Nationen, und wir finden Neptun gleich an drei verschiedenen Orten, die stark mit dem Unglück in Verbindung stehen. Das alles bezogen auf den Wechsel von Mars(!) in sein eigenes Domizil. Am Ende wundert es einen dann auch nicht mehr wirklich, wenn ihm Ereignis-Horoskop des Unglücks Neptun am MC steht.
Auch im neuen Übergangschart finden sich nun wieder jede Menge Linie in Übereinstimmung mit Schauplätzen, die man für die nächsten Wochen als wichtig erachten würde. Teheran zum Beispiel, hier stand Mars beim Übergang genau am Deszendent und die Verhandlungen mit dem Iran über die Nutzung der Kernenergie schienen ja schon fast abgeschlossen zu sein. Sinnigerweise wurde eine Einigung angekündigt, nur wenige Stunden vor dem Übergang. Dann plötzlich trat das berüchtigte Energievakuum auf, das sich häufig vor Zeichenwechseln in unterschiedlicher Ausprägung finden lässt und nun müssen alle Beteiligten das Ganze unter Stier-Voraussetzungen nochmal neu ausdiskutieren.
Anfangs mag man da als Unterhändler frustriert nach Hause fahren wollen, aber im Sinne einer Einigung, die auch belastbar ist, konnte eigentlich nichts Besseres passieren. Mars im Widder ist eine hervorragende Zeit, um „Dinge auf den Weg zu bringen“, neue Impulse zu setzen und sich mutig den damit verbundenen Herausforderungen zu stellen. Aber im Stier gibt eigentlich erst die Möglichkeit, diese Impulse dann so zusammen zu fassen, dass sie einer gelebten Wirklichkeit entsprechen können. Fruchtbarer Boden wird bestenfalls dann jetzt aufbereitet, und das ist anfangs etwas mühsam, aber letztendlich durchaus lohnenswert.
Jetzt hier alle Schauplätze aufzuzählen, die ebenfalls „rot“ markiert sind (wie zB die Türkei und Ägypten, aber auch wieder einmal die Ukraine) in Bezug auf Mars-Angelegenheiten unter dem Zeichen des Stiers, würde wohl eher langweilen. Andererseits ist dieses neue Zeitklima eben auch bestens für solche Forschungen geeignet, wenn man denn vor hat, diese dann auch dauerhaft weiter zu führen. Dominiert wird Mars bis zum 12. Mai von Venus, die im Moment ja ebenfalls im Stier steht. Und was sich da im Moment global abzeichnet, die Auseinandersetzungen und Verhandlungen zwischen einzelnen Ländern, die sich eigentlich als Partner sehen möchten, aber noch nicht so recht wissen, wie das dann aussehen soll, das kann man ohne Probleme auch auf sich selbst und das eigene Umfeld übertragen. Mag sein, dass all diese Annäherungen und die Suche nach gemeinsamen Grundlagen erst einmal mühsam sind, aber die Zeit dafür sollte man sich ruhig nehmen. Zumindest solange bis Herrscherin Venus dann am 11. April in die Zwillinge wechselt, spätestens dann sollten sich etwaige Staus auch wieder auflösen und ein frischer Wind für neue Ansätze sorgen.
Wers gerne etwas praktischer hätte und braucht (was ja durchaus dem Thema entsprechen würde), der besucht einfach einen Töpfer- oder wahlweise auch einen Kochkurs. Am besten beides zusammen („Veganes Kochen in selbstgemachten Töpfen“), das sollte dann ein unmittelbares Erleben dieser Grundenergie wirklich fördern.
Und nein, das war jetzt nicht wirklich ernst gemeint…