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Landung: Rosetta besucht Erdnuss

Allein die Namen! Eindeutig europäisch-ambitioniert: "Rosetta" (nach dem Stein, mit dem die ägyptischen Hieroglyphen übersetzt wurden) heißt die schicke, kleine ESA-Sonde, deren Botschafter heute in riskantem Manöver auf dem wilden, zerklüfteten Kometen mit Spitznamen Tschuri aufsetzen soll, natürlich einem edlen Mitglied der Jupiter-Familie. Ihre Mission: Geschichte machen (Kometen beflog man so noch nie) und damit auch die Erforschung aller noch unerforschter Ur-Suppe gleich mit, wofür sich das Mini-Lande-Labor Philae famos eignet. Das hat um 9.35 MEZ bei Schütze-AC (mit Jupiter in 8) immerhin schon erfolgreich von Mama Rosetta abgekoppelt.

Bis zu den vielen erhofften Entdeckungen über den Landeort Tschurjumow-Gerassimenko und den ganzen Rest des Universums (die europäische Kosmologen erhoffen), haben die beiden Gefährte(n) Rosetta und Philae nun aber zwischen den ziemlich problematischen Konstellationen Mars-Pluto und Mars-Uranus (Nacht zu Donnerstag) mundan noch Abenteuer zu bestehen. Denn dieser Tschuri, ein kosmischer Körper in Form einer etwas häßlichen, ungestalten Erdnuss, der bezwungen und erforscht sein soll, ist landungs-technisch ein harter Brocken. Weil Kometen wenig Gravitation haben, hat man sich ausgerechnet, dass Philae (heisst nach dem Obelisken, der die Zuordnung der Hieroglyphen damals erst ermöglichte) vermutlich wie ein Flummi von der Oberfläche abprallt, falls er zu schnell aufsetzt. Flucht-Geschwindigkeit auf dem Ziel-Objekt beträgt nämlich einen Meter pro Sekunde. Bedeutet:

Gibt es einen nur federleichten Rückstoßeffekt, ist das 70 Millionen Euro teure Labor-Teil auch schon auf Nimmerwiedersehen im Kosmos verschwunden. Und die Rosetta-Mission erst mal wieder umsonst. Wobei die astrologisch bereits ein echtes Trennungs-Risiko im Radix mitbrachte (Wassermann-AC), dazu jedoch gleichzeitig ein Bild für ihre "Klett-Füße" (Uranus und Sonne in 2). Nämlich Harpunen an drei Landebeinen, mit denen sich Philae blitzschnell im Boden verankern soll, sobald man Erdnuss Tschuri im Ansatz berührt.

Dabei kann es gerade durch diese künstliche Verwurzlung (Haus 2 mit Uranus rechts innen im Radix der Rosetta Mission - Zeit-Quelle ASTRONEWS) aber auch wieder einen Rückstoß geben = die ohnehin immanente wassermännische Trennung (oder zuweilen auch den plötzlichen Abschied von etwas), was ein anderes Puffer-System eigentlich verhindern sollte. Und genau das, mit Namen ADS (Active Descent System, nicht Aufmerksamkeits Defizit Syndrom) setzte gerade erst aus. Was also tun? Alles kein Problem für die ESA (europäisches Pendant zur NASA), eine Zwillinge-Sonne mit rückläufigem Merkur - weshalb sie vielleicht auch noch nicht zu allzu großen Ehren gekommen ist. Trotz des eroberungs-freudigen Mars' im Widder.

Aber irgendwie war ihr die große Schwester NASA (RADIX) mit Löwe-Sonne-Uranus und stofflicherem Stier-Mars sowie Merkur-Pluto am DC in all den Jahren immer mehr als eine Nasenlänge voraus - nicht nur bei den weniger schwülstigen Namen wie Challenger oder Eagle oder ColumbiaNach einigem Hin und Her kurz vor dem geplanten Aufhol-Event heute ließ man das Projekt nun doch wie vorgesehen zur Landung starten. Obwohl das die Risiken sogar noch erhöhte, die sowieso nicht klein sind. Da man Tschuri, den unbekannten Kometen, naturgemäß eben nicht kennt und sich erst von Rosetta und Philae Aufschluss erhofft. Unsicher also, was passiert, wo doch zwischen 16.30 h und 17.30 h die Nachricht aus dem All erfolgen soll, dass die Landung klappte.

Vielleicht kommt sie, vielleicht nicht. Obwohl Venus-Saturn mundan eng heute nicht schlecht steht für allgemeine Festigungen wäre, die Rosetta mit Venus-Saturn (aber viel weiter) auch potenziell im Chart hat. Nur läuft leider trotzdem der schwierige Chiron gerade rückwärts nah und näher auf Rosettas Sonne zu. Das würde Verletzungen bedeuten, vor allem, wenn um rund 17 Uhr hiesiger Zeit für Paris (Sitz ESA) ausgerechnet das MC auch noch auf Rosettas Chiron selbst im Seinbock in 12 steht. Zunächst noch nicht sichtbare und nur schwer wahrnehmbare Anfälligkeiten, die zu Verletzungen führen können (was immer das technisch heißen mag), legt diese Konstellation unterschwellig nah. Das macht die Sache noch einmal spannend. 

Die ESA (Radix links, Mittagszeit, ohne Häuser) hat ja momentan auch nicht gerade die Aussichten auf chronische Erfolge gepachtet. Selbst wenn heute das Lande-Manöver doch gut gehen sollte, mit Mars-Jupiter Opposition Pluto und Quadrat Saturn über die kardinalen Zeichen in der Anlage wird manche Aktion zwar sehr feurig geschoben, wird aber auch letztlich gern durch Übereile (wie jetzt beim Landen, trotz nicht ganz funktionierender Systeme) abgehemmt. Das Jupiter-Saturn-Quadrat, das nun bald unter noch schwierigerem Uranus-Pluto steht, macht dazu dann zwar immer allerlei her, ist aber auch keine Eintrittskarte in wolkenlose Weltraumflüge. Dagegen sieht die Nasa mit ihrem weitem Sextil Jupiter-Saturn, letzterer zusätzlich in 10 im Schützen am MC, doch von den glücklichen Fügungen her etwas besser aus.

Auch wenn ihre Sonne-Uranus-Mars-Neptun-Quadrate immer wieder mal für befremdliche Situationen sorgen können. Für's Fliegen sind sie beide mit dem Sonne-Uranus-Aspekt gemacht, den Jupiter haben sie auch beide in Bezug dazu - man fragt sich nur, wer dauerhaft öfter heil herunter kommt. Weil der Saturn maßstäblicher ist. Da sitzt er nah dem GZ bei der Nasa in 10 vermutlich sicherer, als bei der ESA, wo er vorn in 6 ständig mit den Tücken der Umstände zu kämpfen hat.  

Wann genau und wie nun das kleine, europäische Landelabor Philae deshalb heute aufschlagen wird (oder besser: vorsichtig auffedern), weiß man sowieso nicht. Berechnen lässt sich vieles (Wunschzeiten eben ab 16.30 h), aber in den unwegsamen Gegenden, in denen Tschuri und Konsorten behaust sind (und für die man kein genaues Radix kennt), wird die Sache komplett unübersichtlich. Ungeteilte Missions-Freude hat das irdische Radix der anspruchsvollen Mission auf ihrem langen Flug durch den Kosmos jedenfalls durchaus verdient, ist aber mit Saturn als Blockade in 6 nicht ganz zu erwarten. Schon der Start im Weltraumzentrum Kourou in Französisch-Guayana musste damals verschoben werden, und so wurde aus Rosetta, dem Steinbock von 2003, Rosetta, der Fisch von 2004. Alles etwas nebliger als ursprünglich gedacht. Und angreifbar von unbekannter, unsichtbarer (neptunischer) Seite. Neptun oder Fische in 2 verneint ja ohnehin die Welt der Dinge - Schwerelosigkeit könnte da zum Problem werden, da Herr von 2 fast exakt auf der Häuserspitze steht. Wenn Saturn mit seinen Harpunenfüßen stark genug ist und das ausgleicht - alles gut. Wenn nicht, ist die Reise eines mutigen Labors namens Philae damit auf einer Erdnuss namens Tschuri beendet.

Kommt ganz drauf an, wann letztlich die Berührung erfolgt. Und ob die Erdsicht mit dem irdischen Achsen-Kreuz hier überhaupt noch eine Bedeutung hat oder nicht. Viel Glück, Rosetta und Lande-Baby!    

Bilder (bearbeitet): IanShazell (Own work) [Public domain] + ESA/Rosetta/NAVCAM, CC BY-SA IGO 3.0 [CC-BY-SA-3.0-igo (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0-igo)], via Wikimedia Commons

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Freitag, 27. November 2020

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