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Der mächtigste Mann der Welt

Wer ist eigentlich Xi Jingpin?

Noch vor einigen Jahren wäre fast jedem beim Thema "mächtigster Mann der Welt" nur der Präsident eines Landes eingefallen – Amerika. Die Namen der Präsidenten der USA - ob nun Reagan, Clinton, Bush oder Obama - waren stets verbunden mit absoluter, globaler Machtfülle.

Doch die Zeiten ändern sich und schon in naher Zukunft wird man sich vor allem einen Namen einprägen müssen: Xi Jinping. Denn er wird aller Voraussicht nach der neue starke Mann in China werden und damit wohl auch der mächtigste Mann zukünftiger Welten.

Xi Jingpin wurde am 1.6.1953 geboren (Uhrzeit unbekannt). Und er steht am Ende einer noch relativ jungen Machtstruktur: Er wird der vierte Nachfolger Mao-Tse Tungs im Amt des chinesischen Staatspräsidenten werden.

Nun rätselt die Welt, wer dieser Xi Jingpin ist, welche Absichten er womöglich verfolgt und wie er in das bisherige Profil der alten chinesischen Führung passt.


Der Blick zurück - Mao Tse-Tung

China, wie wir es heute kennen, ist untrennbar mit der Person Mao-Tse Tungs verbunden. Er war das Gesicht der chinesischen Revolution und gleichzeitig auch der Begründer einer neuen Politik-Religion, in der die kommunistische Partei mitsamt ihren Führern Gott und die himmlischen Gefilde ersetzten.

Dass sich der Mythos Mao auch bis heute gehalten hat, mag vor allem mit seiner Steinbock-Sonne in Haus 12 zu tun haben. Während dies auf einer äußeren Ebene auch die jahrzehntelange Flucht vor den Truppen Chiang Kai-Sheks  symbolisiert und den versteckten und heimlichen Guerilla Kampf in den Bergen, war es nach seiner Machtübernahme auch sein Talent, große Gedanken in einfachen Worten auszudrücken, das ihn zu einem geistigen Idol machten.

Dies hätte sicher auch fernab vor den Augen der Welt in aller Stille passieren können, ein einsamer Eremit in den Bergen, der dann und wann hervor kommt und große Worte gelassen ausspricht. Aber mit Maos Löwe-Mond ließ sich kaum verhindern, dass er schnell in den Fokus anderer geriet und das eigene Selbstbild auch gern aufmerksamkeitsträchtig inszeniert. Zudem wurde er in eine Zeit mit einer höchst seltenen Signatur geboren: Neptun in Konjunktion mit Pluto. Dieser Generation war der Krieg quasi in die Wiege gelegt, das Erreichen eines letztendlichen Zieles blieb in der Eigenwahrnehmung dieser Generation immer auch mit Umsturz, Kampf und dem Marsch durch die Unterwelten verbunden.

Aber Mao hat eben nicht nur China als Land und Staat geprägt, sondern offensichtlich hat er auch seine astrologische Signatur über lange Zeiträume an seine Nachfolger vererbt.

 Deng Xiao-Ping

Denn wo sich bei Mao Steinbock-Sonne und Löwe-Mond finden, zeigt sich dies bei seinem Nachfolger Deng Xiao-Ping umgekehrt: Er hat die Löwe-Sonne und den Steinbock-Mond. Ein energetisches Traumpaar sozusagen. Hier musste nichts aufgezwungen werden, hier gab es eine natürliche Fortführung des Grund-Themas.

Einerseits findet sich beim Steinbock-Saturn ja ein klarer Pragmatismus, der die politische Botschaft des Kommunismus alter Prägung sehr schön bebildert. Es geht letztendlich um für alle gültige Prinzipien, Gesetzmäßigkeiten, die das Zusammenleben regeln sollen. Gleichzeitig und fast zwangsweise aber auch um die Beschneidung persönlicher Wünsche und Bedürfnisse zugunsten dieses Prinzips (als Opposition zu Krebs-Mond).

Andererseits tragen beide, Mao und Deng, durch ihre Löwe-Betonung auch dem Stolz und dem Gefühl der Besonderheit Rechnung, die von Anfang an Teil des chinesischen Modells waren. Mitsamt der entsprechenden Propaganda. Und im Zeitrahmen ihres Wirkens (1954 – 1993) entsprach das auch durchaus dem Bild Chinas in der restlichen Welt.

Ein Land, geprägt von einer unflexiblen Ideologie, die lauthals und mit großem Getöse verkündet wird. Und gleichzeitig unbarmherzig die Einhaltung der selbsterstellten Maximen und Gesetze durchsetzt, wobei der Kampf um die Existenz immer im Vordergrund steht. 

Jiang Zemin

Mit Jiang Zemin wurde das Steinbock-Löwe Thema zum ersten Mal variiert. Zwar findet sich auch bei ihm eine Löwe-Sonne, aber in Konjunktion mit Neptun. Das Steinbock Thema zeigt sich hier dann über Mond im Skorpion in Konjunktion mit Saturn. Beide Themen im Quadrat zueinander.

Das mag auch die Zwiespältigkeit von Jiangs Amtszeit bebildern. Einerseits war er es, der weitreichende Reformen in China auf den Weg gebracht hat, andererseits ging er auch mit unerbittlicher Härte gegen Regimekritiker und -gegner vor.

Aber während bei beiden Vorgängern mit Jupiter im Stier der Begriff des Volkes eher den Beigeschmack einer funktionalen Zweckgemeinschaft hatte, die es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt, verfolgte Zemin mit Jupiter im Wassermann wohl tatsächlich das Ideal, eine neue, wassermännisch geprägte Gesellschaft zu erschaffen. Die Opposition zur Sonne und das Quadrat zu Mond-Saturn zeigen die Widersprüchlichkeit und Schwierigkeiten auf, die er dabei auch auf einer persönlichen Ebene überwinden musste. 

  Hu Jin-Tao

Hu Jin-Tao schließlich ist der noch amtierende Staatspräsident Chinas seit März 2003. Bei ihm findet sich nur noch das Steinbock-Thema in einer Saturn-Mond Konjunktion wieder. Zusätzlich in Verbindung mit Uranus. Das Löwe-Thema tritt fast ganz in den Hintergrund, die Person selbst wird also immer weniger zum staatstragenden Ausdruck.

Stattdessen ist die Achse Schütze-Zwillinge betont. Wen wundert es, dass in seiner Amtszeit bis heute China mehr und mehr zu einer Wissens- und Handelsgesellschaft ausgebaut wurde und heute ein perfekter Abdruck des Charts seines Noch-Präsidenten ist. Zwar ideologisch immer noch auf Linie, aber das saturnische Hardlinertum verbirgt sich jetzt perfekt hinter merkurischen Listigkeiten. Handel und Wirtschaft wurden als Machtfaktor eingesetzt und vorangetrieben, der Welt über olympische Spiele etc. ein buntes und farbenfrohes China präsentiert.

Ein Land, das nichtsdestotrotz keinen Millimeter von seinen Herrschaftsansprüchen abgewichen ist.
JinTao darf sich rühmen, als erster chinesischer Führer schon 2010 zum mächtigsten Mann der Welt gekürt worden zu sein, noch vor Barack Obama.

Xi Jin-ping

JinTaos designierter Nachfolger wird zumindest große Teile von dessen Politik weiterführen bzw. sie perfekt verkörpern. Denn mit Xi wird eine Zwillings-Sonne auf den Himmelsthron gesetzt. Deren Jupiter-Konjunktion übernimmt den Schütze-Anteil des Vorgängers, der Steinbock-Mond bleibt dem alten Empfinden treu. Jinping mag also leicht und unbeschwert wirken, vielleicht sogar elegant bis weltoffen. Im Selbst-Empfinden wird er sich aber als Erbe des großen Vorsitzenden sehen.

Neu ist bei ihm die Neptun-Saturn-Konjunktion im Quadrat zum Steinbock-Mond, aber auch Trigon zu Mars-Merkur in den Zwillingen. Hier könnte sich tatsächlich eine Änderung der bisherigen Linie zeigen, ein Aufweichen der alten Hardliner-Positionen. Ebenso möglich wäre aber auch, dass sich über Jinping China nicht mehr nur innerhalb der alten Grenzen definieren will. Und Zug um Zug auch neue territoriale Ansprüche stellt.
Die USC (United States of China) als Gegenmodell zu den USA?

Xi Jinping ist jedenfalls ein Global Player der eleganteren Art. Mit Sicherheit wird er die wirtschaftlichen Interessen Chinas ebenso elegant weiter verfolgen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn sich China nach und nach in alle wichtigen Wirtschaftszweige der westlichen Welt einkauft. Jinping wird den Investmentbankern und globale Seilschaften ein ebenbürtiger Gegner sein. Klug, nach außen flexibel, bisweilen sogar nachgiebig, aber wenn es um Kerninteressen geht, dann auch schnell und initiativ handelnd. Mit Mars-Merkur dabei durchaus auch fordernd und zumindest verbal aggressiv.

Seine Haltung zur Tibetfrage hat er schon vor einiger Zeit deutlich gemacht. Keine Gnade, hartes Durchgreifen. Man mag die Hoffnung haben, dass dies nur seinen Aufstiegsabsichten geschuldet war und er, wenn er erst mal an der Macht ist, auch hier eine neue Richtung einschlägt. Und damit die Interessen seines Landes mit den Interessen der übrigen Welt in Einklang bringen kann.

Frei nach dem Motto des großen Vorsitzenden: „Ein Dogma ist weniger wert als ein Kuhfladen.“

(meta - 15.2.2012 - 8.30 h)

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Montag, 29. November 2021

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