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Mit Steinen und Stöcken...

Am 1. September 1939 begann nach offizieller Lesart der schlimmste Krieg in der Geschichte der Menschheit. Ein Datum, das auch immer wieder astro-logisch unter die Lupe genommen wird, auf der Suche nach Zeichen und Inhalten, die ein solch schreckliches Ereignis kennzeichnen. Aber ist eine solche Sicht nicht etwas eindimensional? Braucht nicht jeder Krieg eine Zeit der Vorbereitung und sind die Pläne dazu nicht schon lange vorher geschmiedet worden? Und kann aus astro-logischer Sicht nur ein einziges, mundanes Bild alleine die Hintergründe aufzeigen, die dazu geführt haben? Ohne die Menschen mit einzubeziehen, die maßgeblichen Anteil daran hatten? Und ohne die Verknüpfungen aufzuzeigen, die innerhalb dieses Netzwerks von Zeit, Raum und Handlungen eine maßgebliche Rolle spielen?

Nein, vor allem dann nicht, wenn man aus der Geschichte lernen will. Denn ähnlich wie heute im Zusammenhang mit der Ukraine-Krise, gab es auch damals Vorzeichen und Entwicklungen, die absehbar waren. Und es gab Fehleinschätzungen und Entscheidungen, die dann letztendlich zu diesem Krieg führten. Unterwegs auf diesem Zeitpfeil gab es verschiedene Punkte, an denen man die Richtung dieses Pfeils hätte ändern können. Vor allem mit dem Wissen, dass in naher Zukunft ein energetischer Hintergrund entstehen wird, vor dem taktische Überlegungen, die sich nur an der Vergangenheit orientieren, nur an dem was man schon kennt, in die Irre führen müssen.

Aber noch wichtiger wäre ein fundiertes Verständnis gewesen, wie denn dieser „deutsche Führer“, ein ehemaliger Kunstmaler aus Österreich, innerlich „tickte“. Und wie seine energetischen Anlagen eingebunden waren in die Dynamik des Zeitflusses. Natürlich wissen heute alle, wer Adolf Hitler war und was er getan hat. Und in diesem Rückblick geht es nicht darum, für ihn in irgendeiner Weise „menschelndes“ Verständnis zu fordern. Sondern aufzuzeigen, daß es auch im Leben von Hitler Ursachen und Bedingungen gab, die letztendlich zu einer Katastrophe für die gesamte Menschheit führten. Manche davon hätte man nicht ändern können, andere schon.

Adolf Hitler

Das Geburtsbild von Adolf Hitler zeigt auf den ersten Blick nichts wirklich Außergewöhnliches. Jedenfalls nicht in dem Sinne, dass irgendjemand daraus alleine ableiten hätte können, wie sehr dieser Mann die Weltgeschichte negativ beeinflussen würde. Es gibt natürlich Auffälligkeiten wie die starke Betonung des siebten Hauses mit drei Stier-Planeten, sowie dem gleichzeitigen Waage-AC. Ein Venus-Signum, im Grunde also jemand, der danach strebt, Harmonie zu erfahren und notfalls auch zu erschaffen (die Waage-Variante der Venus). Und für den andererseits die Zugehörigkeit zur Herde, zum eigenen Stamm oder dem eigenen Volk eine wichtige Rolle spielt (die Stier-Variante).

Schon hier zeigt sich aber das erste Dilemma zwischen Anspruch und erlebter Wirklichkeit. Für den Menschen Adolf Hitler war „die eigene Herde“ immer etwas, dass ihm nur „die Anderen“ geben konnten. Das Gefühl der Zugehörigkeit, die Akzeptanz, die Einbindung.

So jedenfalls manche der klassischen Deutungen, bezogen auf Stier-Planeten in Haus Sieben.

Generell kann man also davon ausgehen, dass er Zeit seines Lebens auf Resonanz angewiesen war. Ganz im Gegensatz zum üblichen Bild des „Führers“ scheint Hitler nicht jemand gewesen zu sein, der forsch alleine voran ging. Ohne den Zuspruch Dritter, ohne eine breite Unterstützung von anderen. Es gibt bei solch einer Betonung nur eine Ausnahme – wenn die benötigte Resonanz ausbleibt oder negativ ist. Dann werden diejenigen, die einem den Zuspruch verweigern, oft zu Feinden erklärt und wenn dann noch, wie im Falle Hitlers, Mars in engster Konjunktion mit Venus interagiert, und Widder das siebte Haus beherrscht, dann erkämpft man sich diesen Zuspruch eben. Wird begegnungsaggressiv und fordernd,  oder bestimmt die Regeln der Gemeinschaft selbst.

Als Gegengewicht zu dieser Abhängigkeit von der Umwelt steht eine enge Konjunktion von Mond und Jupiter im Steinbock. Mond als Symbol des inneren Spiegels und des eigenen Selbstempfindens wird durch Jupiter unterstützt. Man selbst erlebt sich also als etwas Großartiges, ein Mann mit Visionen, die aber vor dem Steinbock-Hintergrund unbedingt eine konkrete Umsetzung benötigen. In Haus drei ist dabei die Sprache, der Selbstausdruck als Kommunikationsmittel, ein geeignetes Medium. In diesem Bereich wird Hitler dann zu jemand, der über sich selbst hinauswächst. Spricht er vor Publikum (je größer, desto besser) kommt für ihn alles zusammen, die Resonanz der Zuhörer und das Aufgehen im eigenen Selbstempfinden, das spiegelt dann den Hitler, den man auch aus historischen Filmen kennt.

Der Anspruch des Waage-AC und des gesamten Venus-Themas zeigt sich schon in Hitlers Jugend, er verstand sich selbst mehr als Künstler, als Freigeist und bewarb sich dementsprechend im Oktober 1907 an der Wiener Kunstakademie. Leider erfolglos, denn man darf sich durchaus fragen, was aus ihm geworden wäre, hätte er die Prüfung bestanden. Womöglich hätte er im Laufe seiner Entwicklung die Bildhauerei entdeckt oder die Architektur, um seine großen Visionen umzusetzen. Und wäre ganz damit zufrieden gewesen, in späteren Jahren als Kunstdozent eine gewisse Reputation zu bekommen.

So aber kam alles ganz anders. Denn die Ablehnung erfolgt unter Uranus Konjunktion Mond-Jupiter, ein Bruch im Lebenslauf und in Bezug auf die eigene Vision. Hitler weigert sich einen anderen Beruf zu ergreifen, lebt von einer erschwindelten Rente und versucht sich mit dem Malen von Postkarten über Wasser zu halten. Was aber immer schlechter gelingt, Hitler wird obdachlos und landet in einem Männerwohnheim. Ein Mitbewohner beschreibt ihn damals, unter dem Übergang von Saturn über Radix-Sonne als „schmächtig, schlecht genährt und schäbig gekleidet“, der den ganzen Tag nur in einer Ecke saß und malte. Dieser Übergang von Saturn auf Sonne wird auch am 01. September 1939 wieder eine große Rolle spielen.

Seine Bilder verkaufte er dank der Hilfe von jüdischen Mitbewohnern und Kaufleuten, trotz diverser Schwierigkeiten im Umgang mit anderen findet sich aber absolut nichts, was den späteren Hitler auch nur ansatzweise beschreiben würde. Auch sein Gewaltpotential scheint sehr eingeschränkt zu sein, um einer möglichen Einberufung ins österreichische Heer zu entgehen, zieht er 1913 von Wien nach München. Dort wird er aber 1914 aufgegriffen, zurück nach Salzburg gebracht, aber wegen Untauglichkeit ausgemustert. Alles unter dem Einfluss des aktuellen Neptuns im Quadrat zu Hitlers AC und seinem Merkur im Widder.

Dann kommt der erste Weltkrieg.

Hitler beantragt seine Einberufung in ein bayerisches Regiment, am 01. September 1914 wird er zugeteilt, auf den Tag genau 25 Jahre vor Beginn des Zweiten Weltkriegs. Sonne steht an diesem Tag im Trigon zu seiner Mond-Jupiter Konjunktion, es muss ein erhebendes Gefühl für ihn gewesen sein,  endlich Teil einer Gemeinschaft zu werden, die für ein gemeinsames Ziel kämpft.

Aber am Horizont drohen damals schon Saturn und Pluto, die beide zu Kriegsbeginn gerade in den Krebs gewechselt waren. Vor allem aber auch Neptun, der am 23. September 1914 zum ersten Mal vom Krebs in den Löwen wechselt. Und damit auch ins Quadrat zu Hitlers Stier-Sonne.

Neptun und Sonne sind in Hitlers Horoskop zwei Dominanten, deren Bedeutung sich nicht sofort erschließt. Aber transferiert man seine Planetenstellungen in die erste harmonische Resonanz (siehe auch Harmonische Resonanzen) zeigt sich ein Bild, dass man durchaus mit ihm in Verbindung bringen kann. Beide stehen in engster Konjunktion auf 10° Widder zusammen. Im Hintergrund schwingt also eine Persönlichkeits-Oktave, die vieles mit sich bringt. Großartige, dimensionsübergreifende Visionen, aber auch ein völlig ambivalentes Selbst-Empfinden, der eigene Wesenskern ist nicht greifbar. Was in Haus sechs durchaus auch zu einer krankhaften Störung führen kann, einer Art Dauerdepression bis hin zu einer Persönlichkeitsspaltung. Aber eben nur als atmosphärischer Hintergrund, der sich an der Oberfläche nie konkret zeigen muss. In gewisser Weise hat man damit aber auch die Fähigkeit, sich immer den  Gegebenheiten anzupassen, vor allem (da im Widder) auch in einer aggressiven Umgebung, das Marsische definiert einen mehr als alles andere.

So wird Hitler zum Vorzeige-Soldat, immer ein Untergebener, der Befehle ausführt und sich in seiner Freizeit wieder zurück zieht, liest und malt. Selbst seine erste, schwere Verwundung ändert wenig an seiner Haltung, er geht zurück in die Schützengräben, wird mit einem Orden belohnt.

Dann kommt der 15. Oktober 1918, Hitler wird durch den Einsatz von Senfgas verletzt und erblindet infolge einer Kriegshysterie vorübergehend. Vom 21. Oktober bis zum 19. November wird er in der psychiatrischen Abteilung des Reservelazaretts von Pasewalk behandelt. Pluto steht an diesem Tag exakt in Opposition zu seinem Mond, aber dies ist kein einfacher, einmaliger Übergang, denn Hitlers Mond steht auf 6°38 im Steinbock, Pluto ist seit dem 3. Oktober auf 6°39 im Krebs stationär. Bleibt also wochenlang in der Opposition zum Radix-Mond stehen.

Und wenn es eine Zeit im Leben Hitlers gab, wo sich etwas in ihm „umschichtete“, wo Weichen in ein anderes Leben gestellt wurden, dann wohl in dieser Phase. Denn der Begriff „Kriegshysterie“ verharmlost das Trauma einer ganzen Generation. Es geht um hysterische Angstzustände und Wahnvorstellungen, die mit Selbstzerstörungshandlungen und körperlichen Symptomen wie Bettnässen, Erbrechen und Durchfall einher gingen. Dies alles noch in völliger Blindheit zu erleben, entspricht den Auswirkungen eines solchen Pluto-Transits absolut. Nur wurde dies damals weniger als Trauma, als nachvollziehbare psychische Belastungsstörung behandelt, sondern eher als soziales Phänomen einer Kriegsangst, die bekämpft werden musste, damit der Krieg weiter gehen konnte.

Hitler wird vermutlich wie Tausende andere auch mit den damals üblichen Methoden geheilt – Elektroschocks, Hypnose, Isolation, Nahrungsentzug, Scheinoperationen und ähnliches aus dem Gruselkabinett einer Weltkriegs-Psychiatrie. Bisweilen wurden die Patienten auch in sogenannten Bettnässer-Kompanien wieder zurück an die Front geschickt, um „sie zu heilen“.

Alles nur, damit der Krieg am Ende doch noch gewonnen werden kann. In diese Zeit platzt dann die Nachricht vom Waffenstillstandsabkommen von Compiegne. Hitler bezeichnet das Jahre später als größte Schandtat des 20. Jahrhunderts, damals hätte er den Entschluss gefasst, in die Politik zu gehen.

Ob er zu diesem Zeitpunkt in der Lage war, überhaupt irgendeinen Entschluss zu fassen, mag man getrost anzweifeln. Dass hier aber zumindest ein wesentlicher Anstoß für seine zukünftige Entwicklung liegt, halte ich für absolut nachvollziehbar unter den gegebenen Auslösungen. Dieses Trauma wurde niemals behandelt oder aufgelöst, Hitler suchte selbst einen Weg, um sich aus den andauernden Angstschüben zu befreien. Und wenn es sich um plutonische „Initiationen“ handelt bleiben meist nur zwei Alternativen: Macht oder Ohnmacht. Entweder ergibt man sich, oder man sucht mit aller Macht nach Strukturen, Ordnungsprinzipien und Fixpunkten, nach absoluter Kontrolle.

Dass es ihm dabei anfangs noch nicht um ein spezifisches Weltbild ging, zeigt auch seine Beteiligung an der kommunistischen Münchner Räterepublik 1919. Pluto steht immer noch in Oppositionsspannung zu Hitlers Mond, als er nach der Niederschlagung der Räterepublik im Mai seine Kumpanen verrät und die Seiten wechselt. Am 19. Oktober wird er das 55. Mitglied der Deutschen Arbeiter-Partei, einer kurzlebigen Vorläufer-Organisation der späteren NSDAP. Jetzt endlich ist die Opposition von Pluto zu Mond auch vorbei, stattdessen steht der jetzt in der Opposition zu seinem Jupiter. Während Jupiter selbst in Konjunktion mit Radix-Saturn steht.

Weltbilder werden umgeformt und gleichzeitig gefestigt.

Passend dazu trifft Hitler auf Dietrich Eckart, eine Widder-Sonne auf den Anfangsgraden mit einem großem Fische-Anteil (u.a. vermutlich auch eine Mond-Jupiter Konjunktion), der Hitlers verborgene Sonne-Neptun Konjunktion somit bestens bedient. Eckart wird zum Mentor Hitlers, zu seinem geistigen Ziehvater und übernimmt bestimmte Teile seiner aktuellen Auslösungen. Eckarts Venus-Pluto Konjunktion steht auf der Mars-Venus Konjunktion von Hitler, sein Uranus in Opposition zu dessen Jupiter, sein Neptun im Trigon zu Hitlers Saturn. In diesem Zusammenhang muss dann auch die mysteriöse Thule-Gesellschaft genannt werden, eine ominöse Vereinigung von Akademikern, Aristokraten und Geschäftsleuten, für die die mythische Insel Thule eine Art ariosophisches Atlantis darstellte. Eckhart führt Hitler in diese Kreise ein und hier darf man dann auch die Keimzelle für Hitlers zukünftige, geistige Ausrichtung vermuten.

Betrachtet man die Entwicklung des späteren Führers unter astrologischen Gesichtspunkten bis zu diesem Zeitpunkt, dann zeigt sich wieder einmal, dass die Anlage alleine nicht ausschlaggebend für das spätere Verhalten oder die innere Ausrichtung ist. Es gab viele Möglichkeiten, wie sich Hitlers Individualität auch anders ausdrücken hätte können. Die Zeitphase von Pluto Opposition Mond-Jupiter darf man in diesem Zusammenhang als nachhaltig prägend sehen, hier wurden wirklich innere und schließlich auch äußere Weichen gestellt. Zum einen durch die traumatischen Erfahrungen des Krieges, zum anderen durch die Nachkriegswirren und den Einfluss bestimmter Personen und Organisationen.

Am Ende dieser Phase hat Hitler seine Gemeinschaft, seine Herde gefunden und gleichzeitig auch eine neue Vision, ein neues Idealbild von sich selbst. Er wird der neue Heilsbringer für ein ganzes Volk werden, aufgebaut von mächtigen Drahtziehern, die in ihm ein perfektes Werkzeug sehen. Denn Hitler hat tatsächlich eine besondere Gabe, er kann seine eigenen Erfahrungen auf sein Gegenüber projezieren. Das Trauma des Gefreiten Hitlers wird in seinen Reden zum Trauma des deutschen Volkes, seine eigene Niederlage zur Niederlage einer ganzen Nation. Und um sich selbst zu retten muss er im Umkehrschluss dann eben auch dieses Volk retten, egal wie und unter welchen Opfern.

Der kleine Kunstmaler aus Linz wird jetzt zum Schöpfer geistiger Allmachtsphantasien, erschafft aus seinen zwanghaften Ängsten Feindbilder für eine ganze Nation. Aus Narzissmus wird Nazismus, unter einer Runenflagge, die zwar Heil und Glück verspricht, aber in Tod und Zerstörung führt.

Zeitsprung – das kosmische Klima 1939

Der Aufstieg Hitlers fällt unter das Zeitsignum des Durchlaufs von Pluto durch die Krebs-Phase des Zodiaks. Hier findet sich auch der Nährboden für die „völkischen Ideale“ der Nazis, für ihre gesamte Blut und Boden Ideologie. Solange aber Neptun im Löwen stand, war Hitlers Stieranlage eingeschränkt, erst durch den Wechsel in die Jungfrau (1928) wurde diese, zusammen mit Mond-Jupiter im Steinbock, unterstützt. Jetzt entsteht seine absolute Machtfülle, die Jahre 1937 und 1938 markieren den Höhepunkt seiner persönlichen Lebensvision. Aus dem Niemand Adolf Hitler ist der Führer geworden, absolute Ohnmacht wurde zu absoluter Macht.

Vielleicht wäre es auch dabei geblieben, aber im Herbst 1937 ändern sich die kosmischen Gegebenheiten wieder. Pluto wechselt zum ersten Mal vom Krebs in den Löwen. Der Zeitgeist muss neu bedient werden.

Gleichzeitig wird Pluto nun auch ins Quadrat zu Hitlers Sonne laufen, nicht nur einmal, sondern in der Zeit von Oktober 1937 bis Juni 1940 wird diese Spannung zum Dauerthema. Das alte Trauma bricht wieder auf, und wenn die Kriegsplanungen der Nazis bis dato vielleicht nur als Planspiele existierten, mit der Option auch andere Lösungen zu finden, drängt Hitler selbst jetzt vehement auf eine Umsetzung der geplanten Expansionen. Österreich kommt heim ins Reich, Sudeten-Deutschland genauso und auch Danzig soll von den Polen zurück gegeben werden. Die aber weigern sich, gehen auf keine Forderungen ein.

Und somit setzen sie auch eine Grenze. Ausgerechnet 1939, als nicht nur Pluto zum vierten Mal ins Quadrat zu Hitlers Sonne läuft, sondern auch Saturn in die Konjunktion damit kommt. Beides zusammen kann nur eines bedeuten:

Hitler hat Angst, unter dieser Doppelspannung, muss sein altes Trauma wieder aufbrechen. Und in diesem Trauma ist kein Platz für Verhandlungen und Kompromisse, auf der Flucht vor sich selbst darf es kein Stocken geben. Plutonische Negativ-Kompensation kennt keine Grenze, es ist ein bodenloser Abgrund und die Dynamik, die Hitler in Gang gesetzt hat, verselbstständigt sich jetzt. Er, der immer um sein eigenes Leben gebangt hat, ständig Krankheiten befürchtet und im innersten Kreis laufend von einem frühen Tod spricht, der alle Hinweise auf seine Herkunft (die mit Uranus in zwölf ungeklärt bleibt) beseitigt, der ein permanentes Doppel- und Dreifachleben führt, muss jetzt einen nächsten Schritt wagen. Jede nur denkbare Bedrohung durch Andere muss ausgeschaltet werden, bevor sie wirklich wird.

Und der nächste Schritt zu absoluter Macht heißt eben Krieg. Am 25. August um 05:05 h gibt er den ersten Angriffsbefehl für eine Invasion Polens. Um 20:00 h widerruft er ihn. Aber mittlerweile stehen über eine Million Soldaten an der polnischen Grenze, der Druck ist zu groß. Und am 01. September 1939 verkündet er, dass fortan „zurückgeschossen wird“. Fingiert zuvor noch ein paar halbseidene Vorwände, um das Gesicht als gerechter Führer zu wahren. Als Frankreich und England am 03. September Deutschland den Krieg erklären und der wirkliche 2. Weltkrieg beginnt, steht Saturn exakt auf Hitlers Sonne und Jupiter exakt im Quadrat zu seinem Mond.

Das Trauma des ersten Weltkriegs führt zum Trauma des zweiten.

Das hätte man wissen können, hätte man das Phänomen Hitler aus einer anderen Perspektive betrachtet. Nicht erst am 01. September, sondern Jahre und Monate vorher. Man hätte wissen können, dass dieser Zeitpunkt kommen wird. Wenn bis dahin keine Lösungen gefunden werden, dann wird dieser Mann, der von seinen Ängsten und Zwangsvorstellungen getrieben ist, auch das Undenkbare tun. Einen Weltkrieg beginnen. An diesem Tag, in diesem Moment, hätte niemand ihn mehr aufhalten oder beschwichtigen können, aber in den Monaten und Jahren zuvor hätte man Weichen stellen können, die die Katastrophe womöglich verhindert hätten. Wenn man denn die Zeichen der Zeit gelesen und verstanden hätte.

Denn letztendlich sind es niemals ominöse Organisationen oder gesichtslose Parteien, die über Krieg und Frieden entscheiden. Es sind immer einzelne Menschen, die auf Grund ihrer Anlage und der aktuellen Situation handeln. Im Guten wie im Schlechten. Menschen, die nicht als Diktatoren oder Massenmörder geboren werden, aber im Laufe ihres Lebens zu solchen mutieren können. Im Hintergrund ticken aber weiter dieselben, unbestechlichen Uhren. Wenn Pluto kommt, dann entsteht Verletzung und unmittelbare, tiefgreifende Erfahrung. Wird diese nicht verarbeitet, sondern nur kompensiert, dann wird bei Plutos nächster Rückkehr, selbst wenn völlig andere Prinzipien betroffen sind, das Thema erneuert. Und häufig selbst inszeniert. In welcher Position man sich dann befindet, entscheidet darüber, ob und in wieweit auch andere davon betroffen werden.

Natürlich liegt die Verantwortung dementsprechend immer auch bei denen, die handeln. Aber im Sinne einer konstruktiven „Real-Politik“ müssen eben alle anderen, die noch halbwegs klaren Geistes sind, Lösungen innerhalb gegebener Voraussetzungen finden, die nicht in einer Katastrophe enden. Selbst wenn man es mit geistesgestörten Psychopathen zu tun hat, die marodierend durch die Welt laufen, ihrem eigenen Größenwahn huldigen und sich Arier nennen.

Und das gilt heute immer noch.

Die Krise in der Ukraine

Manchmal mag man es kaum glauben, aber es scheint auch in dieser Zeit noch kluge Köpfe zu geben, selbst wenn sie ansonsten für Organisationen tätig sind, denen man eher skeptisch gegenüber steht. Wie dem „Council on Foreign Affairs“, einem der vier großen Think Tanks unserer Zeit, deren Mitgliederliste sich liest wie ein „Who is who“ der westlichen Politiker.

Jetzt erscheint in der September-Ausgabe des Hausmagazins „Foreign Affairs“ ein Artikel mit der Überschrift: „Why the Ukraine Crisis Is the West’s Fault.“ (LINK)

Ja, tatsächlich zeigt der Autor John Mearsheimer nachvollziehbar auf, dass nicht Putin der Verursacher dieser Krise ist, sondern diejenigen, die sich von allen Grundlagen einer bisherigen „Real-Politik“ verabschiedet haben. Die die berechtigten Sicherheitsinteressen einer Weltmacht ignorierten und anschließend, als alles aus dem Ruder lief, ein absurdes Feindbild aufgebaut haben. Und nein, hier wird nicht nur die EU angeprangert, sondern auch der eigene Auftraggeber, die USA selbst. Wer also bisher der Meinung war, das nur diejenigen Verständnis für die Position des „Bösen“ aufbringen können, die politisch fremdgesteuert oder naiv sind, hat ab sofort ein ernsthaftes Problem. Denn das CoFA als Putin-freundlich abzukanzeln, wird schwer werden.

In diesem Zusammenhang sei also auch noch einmal nachdrücklich darauf hingewiesen, wovor wir hier seit über einem Jahr warnen. Lange bevor die Krise in der Ukraine begonnen hat.

Dass nämlich auch der Präsident Russlands unter sehr starken, inneren Spannungen leidet. Pluto wird in den nächsten Wochen und Monaten ins Quadrat zu seiner Waage-Sonne laufen, Uranus in die Opposition dazu. Und das ist erst der Anfang einer Entwicklung, die bis ins Jahr 2020 wirken könnte.

Mit anderen Worten – wer ihn jetzt als Feindbild aufbaut, erschafft genau die Wirklichkeit, vor der man sich jetzt schon fürchtet. Aber es gibt einen gravierenden Unterschied. Putin ist nicht verrückt oder so traumatisiert, wie es ein Hitler war. Ihm geht es um reale Größen, um die Interessen des Landes, dem er sich verpflichtet fühlt. Insofern wäre er vermutlich auch bereit, auf konstruktive Vorschläge einzugehen, wenn diese Interessen angemessen berücksichtigt würden. Und würde man ihn jetzt aus dem Feindbild-Kosmos entlassen, könnte das durchaus dazu führen, dass die plutonischen Wirkungen von ganz anderer Seite kommen. Aus den eigenen Reihen zum Beispiel.

So aber übernimmt der Westen dankenswerter Weise den plutonischen Part, in Russland selbst verstummt unter diesem Affentheater selbst die bisherige Opposition.

Was aber noch weitaus wichtiger, weil gefährlicher ist: die Opposition von Uranus zu seiner Sonne birgt tatsächlich die Gefahr einer unkontrollierbaren Reaktion. Es mag ein Punkt kommen, wo sich Putin veranlasst sieht, handstreichartig Wirklichkeiten zu schaffen. Die dann kaum noch Spielraum für Entspannung bieten.

Das muss und wird nicht bedeuten, dass es schon morgen einen dritten Weltkrieg gibt. Oder das jemand ernsthaft einen solchen plant. Dazu sind die aktuellen Konstellationen zumindest aus meiner Sicht nicht „aufgeladen“ genug. Aber in dieser aufgeheizten Stimmung können Fehler passieren, Mißverständnisse zu Handlungen führen, die nicht mehr rückgängig zu machen sind.

Und eines ist sicher, in den nächsten Monaten werden Weichen gestellt, die die globale Landschaft verändern. Entweder in eine Richtung, die die Welt zu einem sichereren und besseren Ort macht, oder aber einen neuen Kalten Krieg als Vorbereitung für den wirklichen erschaffen wird. Ob dieser Krieg dann morgen, nächstes Jahr oder vielleicht auch erst in zehn Jahren kommt, macht nur einen kleinen Unterschied, was den Fortbestand der menschlichen Rasse angeht. Denn wie es Albert Einstein einmal so treffend formulierte:

„Ich bin mir nicht sicher, mit welchen Waffen der dritte Weltkrieg ausgetragen wird, aber im vierten Weltkrieg werden sie mit Stöcken und Steinen kämpfen.“

Nun, vielleicht nicht einmal mehr damit, denn wo niemand mehr ist, kann auch niemand mehr kämpfen.

Aus Fehlern lernen zu können, ist eine der besten menschlichen Eigenschaften. Und im Andenken an die vielen Millionen Opfer des letzten Weltkrieges kann man von Politikern aller Richtungen wohl verlangen, dass sie für einen kurzen Moment in sich gehen und sich fragen, ob sie solch eine Entwicklung wirklich wollen. Was genau dabei helfen könnte, um diese Entwicklung umzukehren, darüber kann man verschiedener Meinung sein. Aber eines kann man den Verantwortlichen aus astrologischer Sicht absolut sicher sagen.

Wann denn der richtige Zeitpunkt wäre, um einen völlig anderen Ansatz im Umgang mit dieser Krise für alle erkennbar an den Tag zu legen. Einen konstruktiven und deeskalierenden, der sich wieder an Real-Politik orientiert, statt an Parolen.

Dieser Zeitpunkt ist jetzt. Genau jetzt, hier und heute.


 

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Bilder: Hitler als Soldat - By Unknown  derivative work: Prioryman [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons; Germania: Bundesarchiv, Bild 146-1986-029-02 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons; Hitler-Wagen: Bundesarchiv, Bild 137-004055 / CC-BY-SA [CC-BY-SA-3.0-de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons; Neandertaler- By Yuliya S. (panoramio) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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