Kosmische Befindlichkeiten (1)
Wie es den Mächtigen unserer Welt
gerade geht
Sieht man sie im Fernsehen, kann man sich oft kaum vorstellen, dass hinter den ewig lächelnden oder auch „coolen“ Gesichtern echte Menschen stecken. Ob nun bei Krebs-Dame Angela Merkel, Waage-Sonne Wladimir Putin oder Löwe-Präsident Barack Obama.
Ja, sie unterscheiden sich auch optisch, gewisse Charakterzüge sind erkennbar, aber was nun wirklich gerade in ihnen vor geht, weiß eigentlich niemand so genau. Dem soll abgeholfen werden, denn schließlich handelt es sich hier um Entscheidungsträger, die über das Wohl und Wehe der halben Menschheit bestimmen können. Und wo wir bisher meistens nur in der Metagnose auf das kosmische Treiben geblickt haben, machen wir das ab jetzt auch schon mal mit einem kurzen Blick in die nähere Zukunft.
Angela Merkel im Juli
Bei ihr gibt’s gleich den ersten Volltreffer. Denn in den letzten Tagen hatte sie das zweifelhafte Vergnügen, wieder einmal die Segnungen der aktuellen Pluto-Opposition zu ihrem Radix-Jupiter zu erfahren. Alle, die auch schon mal durch diesen energetischen Fleischwolf gedreht wurden, können sicher nachempfinden, dass da wenig Freude aufkommt. Sämtliche Welt-Bilder samt Sinn-Inhalten, denen man bisher folgte und vertraute, stehen auf dem Prüfstand. Passend dazu jetzt die Neuigkeiten – Amerika hat bezahlte Spitzel in den Reihen des Bundesnachrichtendienstes.
Dass ihre Handy-Gespräche von der NSA abgehört wurden, hat Angie ja noch tapfer runtergeschluckt. Und ganz krebs-like reagiert, eher wie eine Mutter, die von den Streichen pubertierenden Kinder nicht sehr angetan ist, aber irgendwie auch versteht, dass die sich erst mal die Hörner abstoßen müssen. Aber dass die jetzt auch noch Geld für diesen Unsinn ausgeben, mag der promovierten Physikerin so abstrus und unlogisch erscheinen, dass sie jetzt ernsthaft ins Grübeln kommt. Ob es denn nicht an der Zeit wäre, sich generell mal neu auszurichten. Und schon sieht man sie Händeschütteln in China, wo beide Seiten bekräftigen, wie wichtig die gegenseitigen Beziehungen sind. Das ist die hohe Kunst der Diplomatie einer Krebs-Sonne mit Wassermann-Mond. Keine verbalen Ausfälle oder Angriffe, sondern man winkt mal fröhlich hinter der großen Mauer in die Kameras, nach dem Motto: wenn ihr (die vereinigten Infoholiker von Amerika) so weiter macht, dann werd ich jetzt Konfuzianerin und gründe eine Freihandelszone mit China. Ist zwar auch nicht das Gelbe vom Ei, aber besser als mit Putin oder Obama ständig diesen Ärger zu haben.
Denn auch ihr Jupiter ist ja krebsbetont und benötigt ab und an zumindest mal Ruhephasen. Zum Beispiel in der heimischen Küche, denn da darf die mächtigste Frau der Welt, nach eigener Aussage, auch wieder einfach sie selbst sein. „Wenn ich im Kochtopf rühre, denke ich nicht jede Sekunde: Die Kanzlerin rührt im Kochtopf,“ sagte sie auf eine entsprechende Frage in einem Interview, Im selben Gespräch offenbarte sie auch einmal kurz, wie Sonne-Uranus das Leben an sich betrachtet. Auf die Frage, worüber sie lieber reden würde, über Alltag oder Ausnahmesituationen, war die Antwort: „Lieber über Alltag, obwohl das beides ja oft identisch ist.“ Weiterhin teilte sie mit, dass sie kamel-artige Fähigkeiten habe, gerne über das Schweigen reden würde, und dass sie Männer nur um eines beneidet – sie könnten eben besser Holzhacken."
(Ausschnitte aus dem Interview gibt es HIER)
All diese kleinen philosophischen Eigenheiten stehen jetzt bei ihr wohl auf dem Prüfstand, und man kann davon ausgehen, dass das Leben gerade nicht wirklich einfach für sie ist. Zumal Jupiter selbst auch noch ins Quadrat zu ihrem Saturn läuft (28.07.) und auch heute Abend sieht es zwar nach jeder Menge Spannung vor dem Halbfinale der WM aus (Merkur in Opposition zu Mars pünktlich zum Anpfiff), aber das könnte auch nur bedeuten, dass ausgerechnet dann wieder irgendein anderes Staatsoberhaupt anruft, um dringend mit ihr über Wichtiges zu sprechen. Und sie deswegen das erste Tor verpasst. Dann ist der Abend wahrscheinlich eh gelaufen und den Rest lesen wir dann morgen in der Zeitung.
Mitte des Monats droht noch weiterer Ärger, Mars läuft zum letzten Mal in diesem Jahr ins Quadrat zu Uranus und Sonne und das ist in aller Regel zumindest mit Stress verbunden. Als Berater würde man ihr für diese Tage sämtliche Termine streichen, Anrufe nur von Dritten entgegen nehmen lassen und jede sportliche Betätigung verbieten. Vor allem aber - irgendwelche Anfragen der Verteidigungsministerin bezüglich des Leasings von israelischen Drohnen unbedingt abschlägig beantworten (wird ansonsten wieder ein ähnliches Desaster wie beim letzten Mal). Aber so schlimm wie Anfang des Jahres, als bei der Kanzlerin fast alle Planeten nur in Spannungsaspekten zu alle anderen standen, wird es Gottseidank nicht werden.
Am 17. Juli darf sie endlich Geburtstag feiern und der Eintritt ins neue Lebensjahr bzw. das zugehörige Solar verspricht auch Besserung. Jupiter ist dann gerade in den Löwen gewechselt, der Mond steht auf Null Grad Widder im Trigon dazu. Das klingt erst mal gut, allerdings steht Sonne und Jupiter in Haus 12, was darauf hindeutet, dass es sich dabei eher um innere Entwicklungen handelt und eine gewisse Sehnsucht nach Rückzug und Stille aufkommen könnte. Vielleicht nimmt sie sich ja mal eine Auszeit, verschwindet einfach über Nacht vom politischen Parkett und zieht sich ein paar Wochen ins Schweige-Retreat zurück. Bei einer Sonne-Uranus Konjunktion kann man nie wissen….
Putin und Obama
Verglichen mit Angela Merkel können sich die anderen beiden Staatschefs gerade nicht wirklich beklagen. Putin steht zwar nach wie vor unter dem Einfluss von Pluto-Quadraten und Uranus-Oppositionen, aber bei weitem nicht mehr so drängend, wie noch vor wenigen Monaten. Und Barack Obama erlebt gerade Jupiter-Jupiter Opposition (20. Juli exakt), aber das kennzeichnet vor allem einen durchaus normalen Zyklus, den wir alle durchlaufen. Hier sollten dann Ziele und Visionen nochmal überdacht werden. Ein gutes Thema wäre sicher: ob denn alles was technisch machbar ist (sein Jupiter steht im Wassermann), auch unbedingt gemacht werden muss.
(mehr dazu dann in einer der nächsten Folgen von „Kosmische Befindlichkeiten“).
Titelbild: By European People's Party (EPP Dublin Congress, 2014) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons