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Denn sie wissen nicht, was sie tun...

Break, break, break/On thy cold gray stones, O Sea!/And I would that my tongue could utter/The thoughts that arise in me.

Alfred Lord Tennyson hatte Mars-Uranus, genau wie das Jahr 2014. Das allerdings nicht mit einer Konjunktion angefangen hat, wie beim Dichter, sondern mit der Opposition und dahin auch noch einmal zurückkehren wird. Beides spricht aber von radikalen Brüchen. Im Poem "Break, break, break" redet der große Lord auch von dem was wir Neptun nennen würden - der Mars-Uranus' Spaltungen am Ende immer beantwortet.

Nur leider nicht unbedingt so, wie man es sich wünschte, nicht "weich", nicht bereichernd. Die Geschichte hinter dem "Krim-Konflikt" schwelt. Sie ist eine sehr alte, die Story eines chaotischen Neptun-Transits, den vor genau 60 Jahren der große Nikita Chruschtschow hatte, der im Radix übrigens auch Mars-Uranus mitbrachte. Wie viele Widder rannte er mit dem Kopf Wände ein - und tat impulsive Dinge. Aber schon Lord Tennyson wusste, mit seinem Mond in 12, der in weiter Spannung zu Neptun lief (RADIX Astro-Databank), was so ein Break am Schluss bewirken kann. Mehr als Chaos. Manchmal Katastrophen. Der damalige, russische "erste Sekretär" folgte also dem üblichen, menschlichen Muster, als er die Krim an die Ukraine verschleuderte - übrigens zudem unter sehr heftiger Uranus-Beteiligung.

Auf Wassermann folgt immer Fische und ihnen folgt wieder der Widder, was zusammen einen eingekesselten, fehlenden Neptun zwischen Mars-Uranus ergibt. Der Ma-Ur-Aspekt zieht also die Fische und ihre Empfindungen von Verlorenheit immer mit sich - oder auch von Verrücktheit, wenn es bitter kommt. Dazu diese stillen Ewigkeiten. Die Pausen zwischen Ära und Ära, wo Saturns Herrschaft am Ende der Zyklen nicht mehr gilt, und der Herr der drei Zeiten, der sonst allem Struktur verleiht, kopfüber untertaucht in den Gefilden von Uranus, dem Schneider, und Neptun, dem Erlöser. Realitäts-Flucht beendet deshalb vielfach das Sein für die, die mit "Erleuchtung" (im ganz schlichten Sinn von Demut gegenüber dem Dasein) nichts anfangen können. Auch im Zodiak. In den Fischen, zwischen Wassermann und Widder, löst sich erst alles auf, was neu werden soll.

Da, wo Mensch selbst keine Lösung findet, steht dementsprechend auch politisch häufiger als Einsicht ein großes Fragezeichen. Wie konnte es nur soweit kommen? Die Verwirrung der Gefühle und Gedanken. Wer jetzt genau dorthin will, ins Namenlose der Wirrnis, soll deshalb einfach so weitermachen, wie es sich abzeichnet, seit Monaten. Offenbar hat diese Welt seit Chruschtschow nicht allzu viel gelernt. Damit ist nicht nur ihre eine Hälfte (Ost) gemeint, nicht nur also der - von der anderen Hälfte (West) - gerade als schwarzes Schaf ausgemachte Putin. Die Zeit zwischen West und Ost befindet sich jetzt in einer Droh-Spirale. Astrologisch eine sehr, sehr schlechte Entscheidung. Aber man macht weiter, dreht an den existenziellen Archetypen, fast biblisch, ahnt offenbar nicht, was das im Untergrund, verdeckt, bewirken kann. Denn sie wissen nicht, was sie tun.

Tennysons verlorene Poesie möchte man den Verantwortlichen der Welt ins Album schreiben, so kurz vor den harten Konstellationen ab Mitte April, deren Same jetzt schon ausgesät wird. Einem frisch erregten Amerika legen heute deutsche Medien das Wort "Vergeltung" hinsichtlich der russischen Politik in den Mund. Kriegs-Vokabular - wer auch immer es so sagt oder gesagt hat. Auch sonst droht man Putin zumindest mit "weiteren Sanktionen", die im Sinne von Strafaktionen gemeint sind. Was noch mal die Bühne freigibt für Saturn-Plutos Rezeptions-Drama - Rechthaben und halten und bekommen wird klar strukturiert und einseitig zugewiesen, sitzend zur Rechten des jüngsten Gerichts. 

Waage-Sonne Cameron (rund 15 Grad, also ebenfalls transitär aktiviert) meldet sich nach Syrien erstmals wieder mit Gebrüll, nichts Neues eigentlich beim erhöhten Löwe-Anteil, der unter Saturn nur kurzfristig stiller schwieg. Er denkt jetzt laut über einen gleich dauerhaften Ausschluss Russlands aus der G8 nach. All das wirkt inzwischen wie politisches Theater - oder besser, wie ein spezielles Mobbing. Alle gegen einen. Ob Putin nun ein Macht-Typ ist oder nicht (er ist einer, jedenfalls astrologisch!). Die Würfel sind so oder so gefallen.

Aber wenn man mit wachem Geist beobachtet, was hier gerade passiert (und vor allem, was dazu führte), spielt das Affentheater im uranisch-plutonischen Kokon, Vorstellungswelten. Unter fleißiger Mitwirkung aller, die guten Willens sind, keine andere Ausdrucksform für ihre Transite zu wählen und in Sachen Bewusstheit dem Zwang zum Reflex (auch Pluto-Uranus) dann immer die entscheidende Minute hinterherlaufen.

Auch Chruschtschow (Radix oben links, Astro-Databank, Rodden Rating DD, also wackelig) wusste es offenbar damals nicht besser, als er die Krim aus Russland fort gab und seinem Überlauf Neptun-Sonne ausgiebig frönte. Die Folgen waren seinerzeit unklar. Seit sein Nord-Knoten nun direkt von Pluto-Uranus bewegt wird (er weist eben immer in die Zukunft) tickt die Uhr laut - zwischen Gaga, Trauma, Donnern und Blitzen. Nur wenige der Hauptfiguren in diesem Show-Kampf um die Krim (Wir sind der starke Westen) begreifen wohl, dass sie hier mit einigem Aufwand und Sinn für politische Debatten auf der Ebene von Kneipen-Gesprächen einen Mann belagern, Putin, der in Kürze ebenso massiv Uranus-Pluto auf seiner Sonne-Saturn-Konjunktion in Waage hat und aktuell nur noch mühsam die Contenance behält. Dabei wirkt er immer verspannter, autonomer und kühler, was an sich bei einem ausgewiesenen Taktiker (Waage) schon ein Warnsignal ist.

Dass Deutschlands Radix außerdem vor roten Transit-Linien geradezu strotzt (unter anderem ein eher hintergründiger Mundan-Mars auf Süd-Knoten = agitierte Rückkehr in die destruktive Vergangenheit, bei einem großspurigen Jupiter auf DC für Berlin), wundert einen nicht. Genauso wenig wie die Tatsache, dass die USA-Sonne just im Pluto-Überlauf sitzt und den Uranus, Überraschungs-Ei der Welt-Bühne, ebenfalls erst erwartet. Manchmal entwickelt sich so etwas, bei allgemeiner Beteiligung der Nations-Horoskope, dann plötzlich immens schnell. Bis hin zu geschichtlich später kaum noch ein- oder rückholbaren Entwicklungen, wie alles, was in Uranus' Tempo gerät.

Hier dreht man damit also mehr oder weniger bewusst an einer Schraube, die weiter kreiseln wird, wenn nicht einer die Realität wieder in den Fokus rückt und alle Seiten sich mäßigen. Das haben die Langsam-Läufer im Transit so an sich. Sie finden ihre Protagonisten, die dann wie ferngesteuert zu handeln beginnen, auch wenn sie noch nie von Astrologie gehört haben. Nicht wegen der Planeten, sondern in deren Spiegel. Es braucht nur die entsprechenden Konstellationen in den Politiker- und Länder-Radix-Bildern. Die sich, das kann man nicht oft genug betonen, immer auch anders, konstruktiver, ausdrücken lassen. Nur ist das leider nie so bequem, wie sich einfach mitziehen zu lassen. Man muss hinschauen - und weise wähen.

Was geschieht hier eigentlich?

Man ist langsam doch versucht, bei den frei fließenden, aber immer massiveren Kategorien, die sich jetzt wieder stets um denselben "Gegner" drehen, von Kriegs-Treiberei zu sprechen. Als wäre der Kalte Krieg längst vergessen und auch Glasnost. Mit allesn Absprachen. Die schwarzen Kärtchen sind heute "ganz natürlich" verteilt. Im Sinne einer uralten Sage über geschichtliche Schuld, Schulden und schwarze Männer. Sie gibt der Teil der Welt, der für sich die Aufklärung gepachtet hat, darum auch allein diesem Putin, der sich mit dem Skorpion-AC, Pluto am MC und den Waage-Strategien immer auch astrologisch bestens für solches Geschacher anbietet. Er hat - wie kann es anders in diesem Kontext sein - die Krim annektiert.

Selbst wenn sich immerhin 95 Prozent der Bürger (davon ein Großteil jahrelang zwangsweise dort lebender Russen) für den Anschluss an die alte Mutter ausgesprochen haben sollen - für den Westen unmöglich. Sofort kommen Szenarien von vorgehaltenen Schießgewehren auf, ein eher naiver Kinder-Märchen-Kosmos, bei aller (richtigen!) Einschätzung von Russlands massivem Macht-Gehabe über die Jahrzehnte. Solche eindimensionalen Settings poppen immer wieder wie ein Ritual akut auf, wenn West gegen Ost steht und sagen letztlich heute viel mehr über den Erzähler und seine Lebenseinstellung als über das Geschehen aus. Der kalte Krieg lebt weiter. Vor allem in seinen Klischees. Und wir, wir leben wieder in den Geschichten. Die bringen nun mal Böse und Gute mit.

Nun wollen genau deshalb, auch wie im Märchen, die Guten mit Uranus das Universum vom Pluto befreien. Der Haken: Entweder ist man Uranus - dann aber jetzt im Widder, sprich, noch jenseits geltenden Gesetzes. Oder man fühlt sich als Pluto, den man aber dann nicht mehr ausschließlich dem anderen, da, hinter dem neuen eisernen Vorhang, zuschreiben kann. Geschichtlich wird das so niemals gutgehen.

Schauen wir uns an, was denn eigentlich faktisch damals passiert ist. "Geographisch und politisch ist die Krim ukrainisch, aber Kopf und Herz gehören Russland," schrieb NATIONAL GEOGRAPHIC schon 2011, also vor drei Jahren. Am 19.2.1954 nämlich, bei 0° Fische und Venus auf 5°, wo nun der Neptun wieder deren Wahrheit hinterfragt, schenkt Herr Widder Nikita Chruschtschow der Ukraine die Krim. Einfach so. Alles schön, weil dieser Mann selbst dort aufgewachsen ist und vielleicht denkt: Wieso denn nicht, ist doch eine tolle Sache!

Die Krim fand das alles nun jedoch gar nicht so lustig. Ursprünglich hatten die Russen (so sah man es dort) die Halbinsel ja von den Türken befreit. Der symbolträchtige Liwadia-Zaren-Palast befindet sich damit nun auch plötzlich im Ausland, die alte Sommerfrische, Jalta, verloren. Wegen Nikitas marsiger, tolldreister Schacherei unter seinem Transit von Neptun Opposition Sonne. Wo einem gemeinhin gern die Grenzen verschwimmen. Wenn dazu Uranus' Quadrat anlaufend kommt, ebenfalls zur Sonne, kann man schon mal völlig befreit von der Geschichte agieren. Den Sonne-Saturn teilt der damalige "Erste Sekretär" übrigens mit Putin, nur hat der die Konjunktion. Gefragt nach dem Grund für diese Aktion, sagen Krim-Bewohner:

"Weil er nicht alle Tassen im Schrank hatte".

Passt. Jedenfalls astrologisch. Vorübergehend erging sich Chruschtschow in Visionen und Illusionen.

Astrologisch interessant ist auch, wie aktuell, wo es in der Ukraine zur Sache geht, das Radix dieses Geschenks (links - ohne Zeit, mittags) reagiert. Saturn läuft im Quadrat zum Pluto, Neptun eben auf die Venus, in den Fischen Klassiker für trügerische, aber romantische Liebes-Gaben. Und jetzt geschieht das: Ausgerechnet am 60. Jahrestag dieses janus-köpfigen Nikita-Präsents, letzten Monat, befindet sich die Ukraine, das historisch noch neue Anschluss-Land der Krim in größten Kalamitäten. Man sieht wieder Orange oder Rot, alles schlägt sich, alles bricht. Unter anderem fragt sich zu diesem Zeitpunkt die Krim (FAZ), eine "Autonome Republik" und unter größtem Druck, was diese "Revolution" (unter anderem mit Boxer Klitschko) nun für sie bedeutet. Man erwartet, dass sich die Ukraine an Verfassungs-Änderungen beteiligt. Wenn nicht, und das Land auseinanderfällt, müsse man überlegen, nach Russland zurückzugehen. Jeder kennt das, dem Streit folgt Unsicherheit. Oder geht ihm voraus.

Daraufhin fährt sofort der Krim-Parlaments-Präsident nach Russland und fragt um Hilfe an. An dem Tag steht Mars übrigens knapp vorm Neptun des damaligen "Geschenks", vom aktuellen Mond (Bild für die Mutter) aktiviert. Die Frage wäre, was genau daran Putin zuzuschreiben ist? Ob der die Fäden im Hintergrund zieht? Kann sein. Aber kann auch sein, dass die Krim einfach genug hat, nach 60 Jahren nicht mehr im Land der Großeltern zu sein. Alles ist möglich, nur prioritär geht es hier eben um einen Landstrich, der nie mit der Ukraine glücklich war, erst recht nicht in deren politisch absolut wackelndem Umfeld. Ein Land, das - trotz seiner wilden Gegenwart - niemand europolitisch als Halsabschneider empfindet oder als völker- oder staats-rechtlich rechtsbrüchig. Revolution, Präsident weg, neue Regierung. Zweierlei Maß? Nein, wieso denn?

Und plötzlich führt sich auch Toute l'Europe auf, als wäre es der Sonnenkönig in Person und die Ukraine schon seit Jahrzehnten sein geliebter Besitz oder ein seiner Unschuld beraubtes, zu verteidigendes, armes EU-Voll-Mitglied. Man mischt sich also heftig ein. Entsendet Boten zur moralischen Unterstützung der Rebellen. Den Boxer Klitschko kennt Kanzlerin Merkel (Radix Rechts - Rodden Rating C, Astro-Databank) immerhin persönlich. Sie weiß, dass der ein lieber Kerl ist, und viel für die BRD getan hat. Was ja stimmt - ein Mit-Krebslein, Venus etwa 15 Grad, nächster Transit-Kandidat im Bunde.

Außerdem hat der Merkel-Merkur damals, als von der Leyen und Steinmeier die Peer-Group des Aktivismus ausrufen, gerade selbst Neptun auf Venus. Mag sein, sie ist von den neuen Verbündungen in ihrem Reichstag beeindruckt oder überrascht.

Manche sagen, sie sei benebelt davon, wie sich ihr neuer Außenminister und seine Verteidigungs-Kollegin (Steinbock und Waage, beide unter intensivstem Pluto-Einfluss) unvermittelt im Schulter-Schluss für strategische (auch gern mal militärische) Präsenz der Bundesrepublik einsetzen. Natürlich alles nur symbolisch. Was mehrere Nachkriegsabkommen ausschlossen, um Russland abzusichern. Aber auch solche Schübe von Image-Korrektur verelbständigen sich schnell. Da gerät man als Kanzlerin leicht unter inneren Zugzwang. Als Caput Germaniae, Kopf der deutschen Lande, hat man schließlich auch eine Geschichte. Diese Kanzlerin weiß genau, dass sie nicht in den Ruch geraten darf, als Kind des Ostens etwa immer noch mit Putin an einem Strang zu ziehen. Sie ist zudem eben jenem Transit von Uranus-Pluto über Merkur-Jupiter ausgeliefert, neigt zu härterem Ausdruck (und Denkweisen) und verliert gleichzeitig bei neptunisch umwaberter Jungfrau-Venus ein wenig die gewohnte Über- und Vorsicht. Also drückt sie mit, den Daumen, für den Boxer - wie bei den Boxkämpfen auch. Und heizt damit (gewollt oder nicht) den Konflikt in der Ukraine mit hoch.

Plötzlich sieht es allgemein so aus, als sei diese Nachbar-Landschaft jetzt zu so etwas wie eine Außenstelle Deutschlands im allernächsten Osten. Wobei es sich eigentlich bei der Ukraine um einen Puffer zwischen West und Ost handelt, dem Zünglein an der Waage, das jeder gern für sich hätte. Zum Maidan-Drama nimmt die Bundesrepublik erst mal die Rebellin Timoschenko zum Operieren und Diagnostizieren auf. Auch eine nette Person - tapfere Schützin, die nie ihre Vision verloren hat, trotz des immensen Drucks. Außerdem mit astrologischer Anbindung an die Kardinal-Truppe der BRD und Klitschko - durch ihren Krebs-Mars und den Aspekt von Steinbock-Venus-Saturn. Die nächste Kandidatin für einen zunehmend heftigen Pluto-Uranus-Transit. Dazu immer Abweisung fürchtend und tatsächlich hart gebeutelt von der Vergangenheit, da gibt es nichts zu missdeuten. Auch sie dreht den Putin-Puck weiter.

Aber während sie mit ihrer Geschichte einen emotional-logischen Grund hat, Putin als Feind zu sehen, wandert Deutschland letztlich begründungslos mit in den Konflikt. Was tut die Ukraine nun, nachdem sie den flüchtigen Janukowytsch konstatiert hat? Nein, sie sagt nicht: 'Nun, wir haben alle unter dieser Regierung gelitten, vor allem auch die Krim, die letztlich immer irgendwie mit musste, obwohl sie nie richtig wollte'. Stattdessen werden auch von der neuen Formation der Befreier wieder harte Bandagen eingezogen. Als man merkt, die Krim will endgültig weg, wieder dahin, woher sie kommt, heisst es: Nicht doch! Unsere Aktion war politisch und unanfechtbar. In der Liebe und im Krieg ist alles erlaubt. Eure dagegen ist völkerrechtlich fadenscheinig, also hiergeblieben.

Und nun dreht sich die Erzählung ins Ritualistische: Denn wer hat Schuld? Am besten der Herr Sowieso, der, der immer Schuld hat - an allem. Der Putin (Radix links oben, Rodden Rating C, Astro-Databank). Man weiß ja weltweit, wie er tickt. Und auch ganz sicher schon, wer dann als nächstes annektiert wird - alle. Findet Frau Timoschenko auch, Herr Steinmeier sowieso, mit seinem Skorpion-Mars plus Pluto-Quadrat, das nun per Pluto-Transit auch über seiner Sonne hängt und drängt. Und Frau von der Leyens agitierte Waage-Sonne unter Pluto-Druck fühlt sich stets leichter als andere einverstanden mit dem, was auch nur im Ansatz unter "Notwehr" fällt. Man will ja Harmonie. Aber wenn die anderen das nicht sehen... muss man Zähne zeigen.

Irgendwie, scheinen alle zu finden, ist das doch eine eindeutige eine Unverschämtheit, dass man uns nun auch noch unsere Ukraine nehmen will. Unsere Ukraine? So leicht verschieben sich unter Drohungs-Erwartung klare Positionen, Grenzen und Europa-Karten. Wo der Putin seinen Stiefel stehen hat, ist klar. Wer im Recht ist, auch, weil Recht immer hat, der Schrecken kommen sieht, wenn wir es sind. So ähnlich muss es sich, in den Fantasien der Mandats-Träger, zugetragen haben. Am Punkt A fängt eine Befürchtung an, an Punkt B ist sie plötzlich schon angenommene Wirklichkeit, was zwanglos zu Punkt Z führt, dem dicken Ende. Durch Annahmen, die sich ab da ganz zwanglos realisieren - wie das, was man befürchtete. 

Das Diktat der flachen Schablonen

Und so vervielfältigen sie sich, die alten Bilder, flachen Schablonen und Schubladen und werden zu Diktaten und selbsterfüllenden Prophezeiungen. Ohne dass einer es wirklich will, ein Strickmuster, aus dem die Tragik jedes Geschichtsbuchs stammt. Ohne dass einer wirklich anders nachdächte, obwohl alle ständig über Recht und Unrecht grübeln. Und zudem viel Geld genau dafür bekommen, Konflikte über die eigenen Grenzen hinaus zu lösen und ausgewiesen nicht zu verschärfen. Transite von Uranus und Pluto sind aber wie eine Drücker-Kolonne, die gen Klischee zieht, um sich das nächste einzuverleiben. So lange nicht einer das Riesenrad anhält, bricht dann auch die Schwarm-Intelligenz plötzlich los, um Schuldige zu finden. Weg vom Tellerrand des Eigenen. Alles menschlich. Und gefährlich. Man nagelt hier eine "Wahrheit" fest, die auch nur wieder in den Kellern der Angst vorm schwarzen Mann wohnt, die mit Pluto immer durchs Universum geistert. 

Putin ist aber nicht nur Machtmensch mit Skorpion-Ac und Pluto am Löwe-MC, Taktiker und Stratege (Sonne, Merkur, Saturn und Neptun in Waage), sondern begreift offenbar auch reflexhaft (Merkur/Neptun) die Zeichen der Zeit. Man mag es nicht glauben, aber aktuell vielleicht sogar genauer, als die Kollegen von der West-Fraktion. Er tut nämlich etwas Unübliches und zieht mehrfach los, um seine Haltung zu erklären, um Verständnis zu werben und andere Lösungen anzubieten. Ein dickes Pfund für einen Plutonier. Als weclher er zweifelsohne unzählige Tücken hat - aber nun regelrecht hineingeredet wird in die Aktionen, die man ihm inständig zutraut. 

Die Antwort derer, die immer schon vorher genau wissen, mit wem sie es zu tun haben, auf jede der feindlichen Aktionen in einer problematischen Umwelt, ist meist schlicht. Sie ähnelt dem, was heute hier passiert: Kann gar nicht sein, er ist und bleibt ein Russe, Zar oder - wenn es ganz schlimm kommt - "Affe". Seit Steinmeier Putins Landsleute aufforderte, von den Bäumen zu kommen, bleibt an dieser Sicht nun wirklich keinerlei Zweifel mehr. Die Muskeln spielen eben überall, wobei sich mancher schon völlig verhoben hat.

Nun hält Putin seine "Eisrede" und veranstaltet ein großes Flugmanöver, womit er den Nerv der großen Furcht vorm unbekannten, kulturell immer noch fremden Nachbarn trifft. Auch wenn die USA schon sonstwo probt und fliegt. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung des Westens trägt erste Früchte. So haben übrigens Kriege, ob im Privaten oder zwischen Ländern, häufig angefangen. Es kommt die Zeit, da kann der Ton allein nicht noch schärfer werden. Dann klicken Taten ein. 

Mars wandert jetzt unaufhaltsam auf das Quadrat mit den üblichen Verdächtigen zu, die das Zeit-Klima der letzten Jahre so prägten. Uranus und Pluto. Die haben beide ihr kosmisches Händchen auch ganz nah am bislang reibungsloser funktionierenden Beziehungs-Alltag zwischen Merkel und Putin, dem russischen Kopf der Feinde. Ihr Combin zeigt, dass die mundane Spannung sehr direkt ihren Widder-Mond auseinander nimmt. Auch der gemeinsame Skorpion-AC steht nun deutlich unter Bann-Vater Saturns Maßregelungen, der die Frage der gegenseitigen Wertschätzung stellt. Von der man (Steinbock eingeschlossen in 2) sowieso nie so recht wusste, wie weit es damit her war. Saturn "gräbt" regelrecht den gemeinsamen Löwe-Cluster von Mars und Merkur-Pluto aus. Das kann bitter werden, wenn dieses Konflikt-Potenzial richtig getriggert wird. Beiden würde man in der Paar-Beratung empfehlen, sich entweder ganz warm anzuziehen, oder mit äußerster Sachlichkeit zu versuchen, die "Bomben" der Beziehung zu entschärfen, bevor jemand zum Messer greift. Oder, wenn das nicht geht, sich eine Auszeit zu nehmen und sich solange anderen Themen, Lagen, Menschen zu widmen.

Auf keinen Fall würde man aber hergehen und den Trägern einer solchen Sollbruchstelle, die zeitlich aktiviert wird, raten, doch unbedingt auf ihr Recht zu bestehen. Das "Kind" Krim wurde von Opa weggegeben, adoptiert und will nun zurück zum Vater (Putin), auch, weil die Zeit günstig ist, da die Adoptiv-Eltern (Ukraine) in Scheidung leben. Geht nun irgendein Nachbar her und sagt mit der Waffe in der Hand: Hör mal, ich will jetzt, dass das Kind im Scheidungs-Krieg der Adoptiv-Eltern bleibt, weil mir deren Nase besser passt als deine, kann Vater auch für ellenlange, jahrzehntelange, kaum noch auflöslbare Streitereien aufrüsten.

Auch die Kanzlerin hat noch einige harte Runden Saturn (über Mond-Pluto Wassermann-Löwe) zu gewärtigen und Uranus-Pluto, uranisch betont, direkt vor sich. Besser also, das Macht- und Angst-Problem dahinter gleich zu lösen. Da hiesse es, lieber die eigene Panik vor Image-Verlusten, dem geahnten, frisch erwachten Trauma des FDJ-Hemdchens und vor Diebstählen welcher Art auch immer an der Wurzel zu packen. Statt politisch da unentwegt mitzumischen, wo es nicht mehr zu überblicken ist.

Angela Merkel hat einen eingeschlossenen Wassermann-Mond, so wie es aussieht. Sie könnte ganz anders, wenn sie denn wollte. Auf dessen Integrität und Erfindungs-Gabe wäre vielleicht zu setzen, aber er steht eben immer auch unter dem Dogma der Steinbock-Spitze 2. Eines "Mach es richtiger"-Saturn im Skorpion. Dass sie am Ende oft überrascht, hat sie dennoch selbst politischen Gegnern schon bewiesen. 

Wie lange es dauert, bis die Eskalation in ihrer ganzen Tiefe durchdringt, hinter diese Grenze und den Wunsch, immer im Empfinden loyal zu den rechten Leuten zu sein, ist fraglich. Im Grunde ist sie astrologisch ja ein "Freak", der sich brachial mit Traditionen anlegen kann. Die 50er-Jahre-Hausmutti-Schürze, mit der sie sich gern bewehrt, passt Sonne-Uranus gar nicht. Ihr stellt sich als Mensch und Krebs aber letztlich die Frage, wo denn nun eigentlich die eigene Familie sitzt. Die Belagerung durch Pluto-Uranus markiert auch hier gerade nicht sehr geschickt die Wende. Hüftring angebrochen. Der Jupiter schmerzt. Aber mittlerweile eilt es mundan doch ein wenig. Am Ende will ja selten jemand etwas gewusst haben. Diesmal wäre es angeraten, man sähe ganz genau hin.

Mit den Wölfen zündeln

Denn wie lange es sich der russische Präsident umgekehrt noch antun wird, als Watschen-Hansel für ein Europa herzuhalten, das sehr unvermittelt ein mutiges Herz für die Ukraine entdeckt, ist fraglich. Denn dieses Land, das zufällig der Zacken des Reißverschlusses zwischen West und Ost ist, wirkt wie ein Wanderpokal und kann am Ende zum Bauernopfer der Machinteressen werden. Dann rücken beide Seiten in punkto Einfluss-Gewinn geographisch beinhart auf Los vor. Die Ukraine wird beim Shoppen flugs anprobiert, die Krim kommt auf den Leergut-Zettel. Soll. Pluto. Und Haben. Stier. BRD Berlin, mit Neptun als Herr 2 in 8 in Waage. Von Uranus und Pluto überlaufen. Dazu der Stier-Mars am IC, im Quadrat zu Pluto im Radix. Darüber kann man lange, gemütlich und folgenlos nachdenken, wenn man im Land der Dichter und Denker mit einer flexiblen Zwillinge-Sonne identifiziert ist. Wer in solchen Zeiten aber weiter den virtuell angewöhnten Mechanismen des politischen Mobbings frönt, ohne es merken zu wollen - denn wir reden hier von intelligenten Menschen - muss sich über die Folgen im Klaren sein. Und über das Risiko, dass so etwas nie lange gut geht. 

Jeder Hans Mustermann mit Sonne-Saturn-Neptun und engem Pluto-Uranus-Überlauf auf so einer Putin-Konstellation wäre beim Gartenzaun-Streit unter Buhrufen der Nachbarn längst ausgerastet. Insofern ist der russische Präsident gerade fast schon automatenhaft geduldig oder strategisch. Wie viele Soldaten die Ukraine wo hat, ist deshalb auch gar nicht mehr die Frage. Gedanken machen Wirklichkeit. Stalken, Mobben und Verurteilen, daran sei erinnert, werden ihr Werk immer überall tun. Wenn nicht langsam Augenmaß hinzukommt. Die Zeit des Kräfte-Messens ist ja im skorpionisch-wassermännischen Seilzug mit Saturn-Gewürz noch längst nicht wirklich vorbei.

Vielleicht müssen sich die vielen Länder mit angespannten Kardinal-Positionen aber auch wirklich erst ihre Packung abholen, wenn irgendwann ein endgültig genervter Putin losschlägt. Vielleicht lernt man irgendwann auch endgültig aus, versteinert in alten Bildern und bewegt sich gar nicht mehr. Diplomatie, Takt und Anstand jedenfalls stellt man sich heutzutage anders vor. Nicht, dass man erst gründlich mit den Wölfen zündelt, wie Deutschland, und dann die OSZE herbei zitiert. Unter "Zur-Hülfe"-Rufen. Hören wir nicht hin. Haben wir eine eigene Meinung. Seien wir anders. Fragen wir besser Neptun oder Lord Tennyson, mit seinem Break, break, break-Gedicht, was bleibt, wenn wenig sonst bleibt. Dann nämlich wissen wir Bescheid: 

And the stately ships go on/To their haven under the hill/But O for the touch of a vanished hand/And the sound of a voice that is still!

Bild: (bearbeitet): Vasily Vereshchagin (LINK) via Wikimedia Commons

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Mittwoch, 29. Juni 2022

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