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Hunger in Disneyland?

turpin2Mit Schubladen ist man ja schnell bei der Hand, wenn etwas Entsetzliches über Jahre passiert, ohne dass Menschen auch nur ansatzweise hinsehen. Neptun spielt mit - das nennt man persönlich dann Tarnung oder gesellschaftlich: Verdrängung. Umso mehr stehen später am Zaun und suchen als Beobachter einen Bannzauber für ihre eigenes Leben. Astrologisch ist das "Horror-Haus" in Kalifornien deshalb weitaus mehr als Warnung, ein Symbol nämlich für einen gesellschaftlichen Zustand.

Wie eine Waffe, die hinter einem prächtigen Heile-Welt-Aquarell hervorsticht. Zunächst jedoch war es eine Weile nur die Heimat von 15 Menschen - darunter 2, die unbemerkt einen Fehler nach dem anderen machten. Weil ihre Konstellationen und Transite wie Zahnrädchen einklickten und nach und nach eine harte Wirklichkeit erzeugten, die für unbeteiligte Zeitzeugen in dem Maß unerträglich erscheint, in dem lange Venusisches nach vorn gehalten wurde - Oberflächenglanz, Harmonien. 

000bannersystemDa war also der Mann namens David Allen, ein Vater, ein Händler, der seine unendlich vielen Kinder erst mit seiner Frau stolz herumzeigte, selbst beschulte und später hungern ließ. Eine Waage-Persönlichkeit mit Jupiter-Saturn Quadrat Sonne, dem Signum des neuen Königs. Er tändelte zwischen Vision, Härten und großen Schwächen. Vermutlich aber war er immer auch voller schöner innerer Bilder, die Waage wie Stier ja immer hat. Wegen des Skorpion-Mars-Neptun verhaftet aber auch einem Durchsetzungs-Verbot. Was sich dann rächte an der spröden Realität, die über einen introvertierten r-Merkur genau dort, im plutonischen Boot, auch noch eine Art Rutsche in sich, wo ihm das Unbewusste immer wieder durchs Bewusstsein schlitterte und das Leben beschönigte bis anders verzerrte. Unter solchen Labels der Vernebelung kann viel passieren - von unglücklicher Verkettung bis zu zwanghaftem Missbrauch als Ventil. 

Dazu kommt seine Frau, Louise Anna, Südstaatlerin und Löwe-Jupiter-Prinzessin, die Mutter. Zwillinge-Sonne-Mars, auch sie also mit dem Ticket zur Selbst- und Fremd-Verletzung (aktiv und passiv) schon im Radix-Gepäck. Dazu eine eindringliche Stier-Skorpion-Verlanlagung über die Illusions- oder Weichzeichner-Opposition Venus-Neptun, die den bohrenden Venus-Pluto via Zeichen in sich trägt. Wie wir unlängst schilderten, ist das ein Hunger-Signum, wie es oft bei Ess-Störungen oder Selbstwert-Konflikten vorkommt. Aber auf einer sehr tiefen Ebene außerdem die körperliche Grundlage eines seelischen Mond-Saturn sein kann. Versagung, Verzicht, Verdrängung des Versuchs, das Sein golden anzupinseln. Bevor das Sein gegen all die produzierte Kontrolle von Bedürfnissen zurückschlägt. 

Die beiden also lieben sich, seit sie halbe Kinder sind und sie werden ihr Eheversprechen so inflationär vor einem Elvis-Imitator erneuern, wie sie mit der Zeit mehr und mehrere Kinder als Fessel der Bindung und Verantwortung in die Welt setzen. Menschen, die sie zu Robots machen, die abgerichtet wirken, weil sie die Elternkontrolle übernehmen müssen. Vermutlich aus schlimmer Panik, denn auch sie spüren die ganze Zeit das bedrohte Dasein. Da die Ehe-Combin-Sonne im Wassermann am destruktiven Pol eigentlich von Anfang an das Wesen der Beziehung nicht mehr als frei, sondern als exzentrisch bis unsicher beschreibt, hat all das auch etwas von Überlebens-Technik. Beide verehren sie Disney, Schneewittchen, lassen sich verkleidet fotografieren. Und gebären selbst dann insgesamt diese 13 Zwerge, Abbilder des Selbst, in gleichen Kleidern, mit gleichen Frisuren. 13 - die Zahl der "bösen" Fee, im Märchen. Es verdichtet sich eine Geschichte von Gift und Liebe. Oder dem Gift der Liebe aus dem Hinterhalt. An der Eingangs-Tür ihres Hauses steht übrigens wie ein Wegweiser eine zischende Schlangen-Skulptur. Pluto und Lilith. Das also ist Familie Turpin, deren eine von 10 Töchtern am letzten Sonntag zur Morgendämmerung bei Sonne-Venus-Pluto und AC-DC Steinbock-Krebs (sic!) in 1 die Polizei alarmiert, dass sie und ihre Geschwister wie Tiere im Haus gehalten werden. 

Selbst die fast 30jährigen unter "den Kindern" wirken bei der Befreiung (der Vater hat gerade offenbar den letzten Übergang Uranus Opposition Sonne und die Freiheit wird konstellierbar) wie ausgehungerte Geister - nicht nur körperlich. Sie spiegeln damit das Elend der Eltern wider, die nicht in die Ambivalenz und den Ernst ihres Lebens hineingewachsen sind. Was da in der 350 000 Dollar-Villa unter kalifornischer Sonne geschehen ist mit diesem Paar aus West-Virginia, dem kann man sich als Astrologe nur behutsam annähern. Da, wo man verstehen und nicht verurteilen will. Es geht unter anderem um das Schöne, Gute und Wahre gegen das, was bitterböse als Besetzung daherkommen kann. Wobei das eine doch immer nur ein Teil des anderen bleibt. Marie-Louise von Franz, Jungianerin, Sonne-Mars-Konjunktion wie die amerikanische Mutter, nur im Steinbock, also beherrschter, bezeichnete einst den Kampf um Gut und Böse im Menschen mit dem Bild von Bär und Zwerg. Auch in dieser Familie ging es wohl um einen Animus-Anima-Konflikt, vielleicht seit Generationen übertragen, als Symbol für gesellschaftliche Vorgänge der Fesselung. Was sich selbst in "zeitlosen" Radix-Bildern der Familie aus Perris spiegelt.

elternturpinsynastrieBeide Eltern sind hungrig und durstig, seelisch wie körperlich, das zeigt bereits unter der geschmeidigen Luft-Maske eine gegenseitige Betonung der Existenz-Achse Stier-Skorpion und von Venus-Mars vielfältig (auch bei der Hochzeit). Was immer ein Fass ohne Boden nahlegt, wenn es so in einer Synastrie auftaucht (links - Daten-Quelle via Heiratsurkunde). Er, David, ist ein vorsichtiger, manchmal ängstlich-penibler Schöngeist (Jungfrau-Waage-Besetzungen) mit handfesten Traumata (die "aufgelöste" Skorpion-Konstellation als Mann = Mars-Neptun). David hat aber dazu auch noch einen Skorpion-Merkur. Wie Walt Disney, von dem man weiß, wie unglaublich zwanghaft er war.

Als Ausgleich zu all den wundersamen Harmonie-Bildern seines Waage-Mondes. Auch die Folge Waage-Skorpion bei David beinhaltet schon Venus-Pluto, den unglaublichen Hunger nach Erfahrung, nach seelischer Tiefe, die aber bei Waage-Anteilen nur schwer erforscht werden kann. Da sie "zu negativ" und bedrohlich wirkt. Wo jedoch dann etwas wegegschoben wird, kommt es an anderen Enden leicht erschütternd wieder heraus. Dann klettern die Gespenster aus den eigenen Schatten eben in der Dunkelheit in die Welt. 

Auch seine Frau, Louise Anne, die auf Bildern ein sanftes Mädchen-Bild geradezu zelebriert, hat durch Venus-Neptun im Stier-Skorpion eine unterschwellig wirkende Mentalität von Venus-Pluto-"Hunger-Geistern". Innere, kollektive Gestalten, wie sie zwischen Gier und Abweisung einen Menschen seelisch-körperlich auszehren können, wenn dazu systemische "Aufträge", Erbschaften oder Verengungen durch Partnerschaften kommen. Im Wesen ist sie zuerst flexibel und schnell, Luft, wie er, aber darunter drückt auch bei ihr mit dem fixiert-fixierenden Merkur-Pluto/Uranus ein tiefes Bedürfnis nach Absicherung und gleichzeitig ambivalenter Aufregung bei penibler Routinierung von allem, was irgendwo übersteht. Sie dient nervös. wie sie ist, den eigenen Gedanken mehr als den wirklichen Herausforderungen. 

Ein bohrender Durst nach Mehr, der aus Opferungen entsteht, ist bei ihm mit dem skorpionischen Trieb, aber auch bei ihr vorhanden. Sie, wahrscheinlich mit Stier-Mond, taucht immer wieder mit sichernden, substanziellen Koordinationen als körperlich zwingend im Leben der Kinder als Mutter auf. Aus ewiger Existenzangst. Nur wenn die Kinder ihr physisch nah und unterworfen sind, sind sie aus ihrer Sicht auch kontrollierbar und stabil. Auf einem Bild heißen die 10 Mädchen und 3 Jungen unglaublicherweise "Ding 1 bis 13" eine klassische Stier-Verstofflichung oder Reduzierung. Hier, im Bereich des Überlebens, ist man ja metaphorisch erstmal noch gefühllos, weil Krebs erst zwei Zeichen weiter vor kommt. Aber Pluto sickert, aufgerufen als Achs-Gegenpol, immer schon seelisch panisch in den gesuchten Frieden ein. Zerstörung ist für Stier immer nah, wo er nicht "sicher sicher" ist - darum auch der große Wert im Schutz der Herde. Man erzeugt ein Bild, davon als ein Teil verwurzelt und stark zu sein. Daher kommt auch ein Hang zu bildlichen Identifikationen.

elternturpincombDarunter brechen oft unsichtbar bereits die psychischen Höllen los (Venus Stier-Herrscherin steht ja in den Fischen erhöht und ist anfällig für geschickte Tarnungen), sobald die Sicherheit in welcher Form auch immer bedroht scheint. Das ist die mentale Unterlage, mit der das Ehepaar seine vielfachen Herausforderungen bewältigen muss. Denn zusammen sind sie wackeliger als allein. Das Wesen ihrer verbindlichen Partnerschaft (Combin-Sonne) uranisch. Zusammen schaffen sich nun diese beiden Bilderstürmer vermutlich einen Gedanken- und Geschichten-Kosmos (Luft), behindern sich aber gleichzeitig gegenseitig in einer immensen Konzept-Fixiertheit (Skorpion- oder Pluto-Anteile in beiden Horoskopen).

Sie heiraten ebenfalls bei einer er-lösenden Wassermann-Sonne, als sie 16 ist und er nicht mal Mitte 20 - der Stand entspricht damit der sprunghaften Schnelldenker-Combin-Sonne (rechts, übrigens mit der Venus genau da, wo auch Disney sie hatte). Unter solchen Konstellationen hätte man sich eigentlich eher eine Weile voneinander distanzieren sollen, denn Uranus steht gerade im Quadrat zum gemeinsamen Mond-Chiron in den Fischen. Der eine Garantie für sehr viel Durchwobensein voneinander und sehr viel Schmerz miteinander ist. So sieht die Zukunft also aus: Man hat gegenüber dem anderen kaum eine Grenze in der Beziehung.

David und Louise Anna verpflichten sich einander daher vermutlich also auch aus Angst um den Verlust gemeinsamer Träume und Sehnsüchte ohne einander. Zusammen ist Fische-Jungfrau jedenfalls massiv betont. Alles vage, alles erhofft und erahnt. Gegenseitig Erlöser. Die Hochzeit bei Sonne-Saturn-Quadrat mundan, also einer Bremsung des Uranischen in ihnen, bestätigt noch weitere gegenseitige Aspekte der Synastrie: Louise Anna engt ihren zukünftigen Mann fortan durch Saturn Opposition zu seiner Waage-Sonne ein und bebildert ihm damit nur das eigene Sonne-Jupiter/Saturn-Quadrat von draußen. So muss er nicht allein dauernd seine Impulse hemmen. Die Notwendigkeit, sich in seiner Selbstauffassung als "guter Hirte" einzuschränken und mehr Wirklichkeit zu leben, bekommt durch sie ein Bild. Tut er das nicht, holen ihn immer wieder seine Skorpion-Komponenten ein. Mit Impulsdurchbrüchen des verletzten Jungen einerseits und dem tabuisierten Eigenen durch Mars-Neptun andererseits. Dann tritt er aus, keilt gegen das, was ihn verletzt, auch sie, in ihrer Forderung, aufgeladen durch systemische Tabus der Ahnen. Mars-Neptun ist da schwierig, anfällig für den Altar, auf dem man mit anderen auch den wunden Teil des Selbst opfert.

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Sprich: Du darfst keinen eigenen Willen haben. Du darfst nichts erkämpfen. Dir soll nichts gehören. Der Mann geht - dieser Rollenzuschreibung zufolge, die vermutlich eine väterliche ist - denn auch als Kaufmann mehrmals in Konkurs (gestützt durch Behinderung der Venus-Qualitäten). Seine Welt ist danm voller Spielverderber. Was daraufhin zwischen ihnen beiden passiert, lässt synastrisch auch sein Pluto im Quadrat zu ihrem Mars ahnen.

Beide geraten existenziell in Not-Szenarien und erleben und erzeugen gegenseitig in Folge immensen seelischen Druck und Erpressbarkeit. Der weitergegeben wird an die nächsten in der Reihe. Weil jetzt die harmonischen Konzepte brechen. Disneyland wird überflutet. Stier-Skorpion und die ewige Angst vorm Sterben regt sich in jeder materiellen Not - neben der Furcht, als unethisch aus der Herde ausgestoßen zu werden, wenn dann nicht stabilisierend gehandelt werden kann. Oder: Besitze und du existierst. Fessle dich und andere dagegen - und du wirst sogar von rostigen Nägeln leben können.

Hiermit stoßen wir vermutlich astrologisch auf den schwerwiegenden Kern der in dieser Familie spukenden Archetypen. Kontrolle. Macht, die einer gegen die überall frei flottierende innere Ohnmacht setzt. Die Notwendigkeit, gesellschaftlich nützlich und anerkannt zu sein (steckt immer in Erde). Angeblich sind ihrerseits die Eltern der Eltern (mit denen Jahre kein Kontakt bestand) ja später, jetzt, nach Offenlegung "entsetzt" über das, was ihre Kinder mit den Enkeln angestellt haben müssen. Die 13 Kids, die wie produziert aussehen als Stellvertreter, bleiben - außer dem Baby - dabei auf Bildern seltsam schemenhaft. Genauso verschattet wie das, was geschah. Figuren aus einer Geschichte. Nicht nur wegen ihrer sonderbaren, spooky Verkleidungen, die jedoch lange den Applaus der Herden auf Facebook einfahren.

Der von Pluto-Uranus-Saturn angegriffene Fische-Mond im Eltern-Combin weist aber - zusammen mit möglicherweise sogar doppelter Mond-Neptun-Synastrien der Eltern auf ein deutliches Problem von übertragener, vererbter Geschlechts-Konkurrenzen hin. Die Mädchen stecken dann leicht im Kokon von Mutters unauflöslichen, weil nie angegangenen seelischen Problemen (Venus-Neptun verkleidet sich lieber als Schneewittchen, das selbst nur halb vergiftet aus Rollenvorschreibungen der eigenen Ahninnen heraus gelangt). Die Jungs gehen unwirsch oder getrieben in den Schuhen des Vaters. Werden "klein" gehalten, wo sich Widerstand regt. Auch darauf weist die Maskierung durch merkwürdige Kleidung hin. Ihr seid unsere internalisierten Objekte und wir verlangen Unter-Ordnung, wo auch wir unsere Bedürfnisse zurückstellen MUSSTEN (so sieht es ein Langsamläufer). Weshalb Schuld leicht bei neptunischen oder plutonischen Anlagen verdrängt wird: Was ich mir selbst antue, ist auch gegen dich als meinen geschluckten, hervorgebrachten und wieder gebundenen Teil kein Verbrechen. Horror der Spiegelung, aus denen solche Horror-Häuser entstehen. Nicht nur Skorpion-Mars ist da traumatisiert durch Kindheits-Erlebnisse, die ihn ähnlich verzweifelt zurückließen. Auch eine verletzte Stier-Venus im Anpassungs-Zwang (Nur wenn du bist, wie ich dich haben will, habe ich dich lieb) bleibt ein beunruhigender Faktor der Fortsetzung. Denn nicht liebgehabt zu werden, ist für sie manchmal Tod.

Die Scham vor der Herde

Was ist da also nun eigentlich passiert, als das Aquarellbild zersplitterte, zwischen David Allen und Louise Anna Turpin, in diesem großen, stillen Haus zwischen Pluto und Neptun, Jupiter, Saturn, mit der bissbereiten, skorpionischen Schlange vor der Tür, dem Ouroboros, der sich selbst verschlingt, und den sieben Zwergen in gleichen Kleidern hinter den Wänden?

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Man könnte sicher noch mehr sagen, wenn man die Geburtszeiten hätte. So bleibt vieles diffus und ein Versuch einer leisen Annäherung an einen unendlichen Schmerz, den nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern erlebt haben müssen. Niemand kommt als Kinder-Fessler auf die Welt. Es ist darum anzunehmen, dass von erfolglosen Kontrollversuchen des Nicht-Kontrollierbaren in sich und außerhalb des Mannes die Eskalation losbrach. Er hat den deutlicheren Radix-"Besitz"-Anteil aus den Zeichen des Begegnungs-Quaddranten, die öfter schon Eskalations-Stufen in die Gewalt anhezeigt haben.

Aber sie, die Frau, Mutter, Schneewittchen, als Mit-Auslöserin, dürfte eine ebenso mächtige Rolle gespielt haben - denn sie ist neben allem anderen eben auch eine Lilith mit Venus-Lilith-Sonne-Konjunktion und organisiert ihn, den Mann und Vater, ja genauso - mit ihrem Saturn in Opposition zu seiner Kernanlage. Danach, im Transit als erste in der Organisation gebrochen durch Uranus, eine Hülle. Während sie - mit Neptun Quadrat Mars (gerade abgelaufen = verdoppelt seinen Mars-Neptun) und Sonne - durch endlose Konfusionen geht. Vielleicht hat sie das auch in gewisser Weise ver-rückt.

Die Frau kennt vermutlich ihr Ziel nicht mehr und ersetzt es durch wirre Geistes-Reflexe. Saturn tickt zudem beider Fix-Betonungen in den Vorjahren Stufe um Stufe ab, wo sie geschändete, traumatisierte, unreife Herrscher über Tod und Leben sind. Sie mit Venus-Jupiter-Neptun die eitel-kindliche Königin, er mit Merkur-Mars-Neptun der bettelarme Prinz. Etwas fast Dämonisches gerät da jedenfalls ofensichtlich aus dem Ruder, als er Uranus-Sonne in der Opposition bekommt (ja, da sind es immer die anderen, die rebellieren) und etwas in ihm will/muss sich trotzdem oder gerade darum frei machen. Pluto rückt dahinter bereits Schritt umd Schritt, Grad um Grad, auf seine Kardinal-Stellungen an. Auf die Erkenntnis, das Outing. Nicht er, sondern "es" in ihm wird dann aber von ihm gefesselt, buchstäblich. Bevor es ihn fesselt, wahrscheinlich ein selbst erlebtes Trauma. Man fesselt die Kinder, die zur Brücke ans Ufer der wahren Wirklichkeit werden könnten.

turpinheiratDie tatsächliche, innere Problematik zwischen Anspruch und Wirklichkeit, des unglaublich frustrierten und verwundeten Gefühls, das zB in Filmen oder Bildern leicht Derivate findet, ist durch die Achse Krebs-Steinbock oder Mond-Saturn (und vermutlich Haus 4-10, wenn die Zeiten vorlägen) immer wieder beschrieben. Eine Achse, wie sie auch Sonntag in der Früh, bei der Aufdeckung, aufgeht. Dazu lag ein Mond-Saturn, die Gefühls-Blockade, bei der Heirat zulaufend im Ekorpion vor (links, Mittags-Radix), nah der Skorpion-Konstellation Davids, auf die damals auch Pluto zulief, der bereits auf dessen Retro-Merkur stand. Was wiederum die Fesselung dort schon einbrachte.

Wie eine Besetzung, die sich danach fortsetzte. Vater und Mutter ließen sich ja selbst in ihren Abziehbildern hungern, fast verdursten. Weil es wahr war, seelisch. Übertragene Wirklichkeit. Neptunische Sehnsucht, wie sie zwischen den beiden Menschen entstand, ist ja nie zu verwirklichen, es sei denn in einem Gefühl für das Göttliche, das dann manchmal in Sucht und süchtige Bilder abrutscht. Immer wirkt das Sein darum besonders kantig und falsch.

Auch die Träume wurden an Betten gefesselt. Wie die Kinder, die  nicht vor Hunger in der Herde Alarm schlagen sollten und/oder über die Existenzbedrohung berichten. Damit spiegelten die Nachfahren vermutlich den viel größeren, schier endlosen Hunger der Vorfahren ab, der systemisch in dieser Familie schon Generationen zuvor gewirkt haben muss. Man weiß von den Großeltern nichts. Aber Pluto und Neptun zeigen in synastrischen Verwicklungen immer schon an, dass hier nicht ein isloliertes Zeit-Problem bei einem Einzelnen vorliegt. Die Kinder werden, genetisch-plutonisch gefesselt, ja auch zu Mitwissern der Zustände und müssten potenziell tödlich für das eingespielte System handeln, um die Vorspiegelung der heilen Welten (Stier-Waage) aufzubrechen. Bis der Pokal dann nicht mehr weitergereicht wird. Das Horoskop des alarmierenden Mädchens, das das Tabu letztlich kappte, wäre vermutlich eine Aufklärung. In der Tochter dreht die Wassermann-Sonne des Eltern-Combins hohl und sorgt für Ausgleich, wie sie soll - gegen die Diktatur der Löwe-Selbste als Prinzip.

turpinnotrufMars steht an dem sehr frühen Morgen, der tatsächlich graut (rechts Notruf-Radix) fast exakt am Skorpion-Südknoten der Heirat und sprengt die automatischen Handlungen des kollektiv verordneten Verzichts einfach weg. Jupiter über der Jupiter-Neptun-Opposition, dem Geschichtenerzähler-Aspekt des Combins (und gleichzeitig Abwehr des Fremden!), wird durch Jupiter selbst "eingeholt" und so überhöht, dass die skorpionischen Traumata aufbrechen. Herr 1 in 12 ist unverstanden im Mundan-Horoskop, und gleichzeitig bebildert er die "verborgenen Härten". Herrin 5, Stier-Venus, ist jetzt in 1 überaus sichtbar und steht gleichzeitig als Symbol für den Venus-Pluto-Hunger, die Kontrolle.

Aber auch für die Kinder, die als Phänomen einer Hyperbeherrschung gesellschaftlich ans Licht geführt werden. Saturn-Pluto, einer der Archetypen in der Geschichte der Turpins (mehrfach, auch indirekt, über die Felder-Beherrschunen!) weist damit auf ein generelles Versklavungs-Problem hin (wie Saturn-Pluto auch im Combin schon auftaucht). Und dazu als Umrahmung des Notruf-AC. Das, was Zeitungen dann sofort das "Horror-Haus" nennen, bietet somit ein Bild für all die eigenen Emotionen, die in diesen Zeiten behindert, gefesselt, ausnutzbar und nicht positiv plutonisch oder saturnisch gewandelt und umgesetzt wurden. Nun steht jedoch eine Phase vor Pluto-Saturn 2o2o bevor, in der wir uns der machtvollen Konzepte in uns, die uns erstarren lassen und binden, bewusst werden sollten. Was letztlich noch vorm Erreichen des Uranischen befreit - weil es kontrollierbar erzeugt wird. Wer selbst stark wird, lässt sich nicht mehr gut schwächen.

Darum ist diese Geschichte einer Aufdeckung indirekt auch eine Geschichte des Bösen in und außerhalb von uns, wie es sich in allem spiegelt, was wir "for granted" nehmen. Als Teil von uns, den wir besitzen, und deshalb bestrafen und versklaven, als hätten wir ein Recht auf Super-Kontrolle. Die Not, die meist dahinter steckt, all die unbearbeiteten Gefühle (Krebs); Traumata (Skorpion) und verdrängten Verschmelzungs-Sehnsüchte (Fische) aus dem Drama Dreieck von Retter-Täter-Opfer müssen/können nun, bei Pluto und Saturn im Steinbock, doch endlich anders transformiert werden. In eine neue, andere Wirklichkeit als Rahmen für größere Selbst-Bestimmung der autonomen, bewussten Gesellschaften. Oft muss man seine Fesselungen, Fixierungen, Opfer und Opferungen aber individuell erst aktiv und passiv wahrnehmen. Das heißt, die Kinder spüren, die in uns an lange verschlossene Türen klopfen und Gehör suchen, weil sie hungern.

Wenn wir das konfrontieren und an unserer Seite sind, statt uns zu kolonialisieren oder einzudämmen, wird am Ende vielleicht wirklich, wie im Märchen, alles wieder gut. Nur ganz anders, nach diesen schwersten der überstandenen Prüfungen, den Tauchgängen nach innen, als wir erwarteten. Wir schauen mit Ereignissen wie denen um das schreckliche Haus doch nur immer wieder In die dunklen Ecken dessen, wo wir selbst manipulativ, steuernd, gottähnlich, brutal oder schlangenhaft taktierend sind. Voll der destruktiven "Gaben" des Begegnungs-Quadranten, die uns darum in voller Pracht auch nur dort so leuchtend falsch begegnen. Wo wir sie abweisen, kommen sie wieder und fallen uns und anderen in den Rücken. Wo wir sie befreien, machen sie uns stark.

Wenn wir uns so kontrontieren, ent-wickelt unser Dasein sich. Ja, anders als bei Disney, Familie Turpin und den Bären und Zwergen in uns, die uns lange quälten, durch ihre Vorgaben. Den verwundeten Kindern, die noch immer irgendwo frustriert, klein, aber mächtig auf das Erkennen ihres wirklichen Selbst mit all unseren Defiziten, Wünschen und Fähigkeiten warten. Dann werden wir die Zeit-Qualität nutzen, statt nur immer neue Qualitäts-Zeiten für unsere Kinder zu erfinden. Sie brauchen nicht mehr, als dass wir unsere ganze Realität sehen und so bereits die messerscharfen Seiten in uns durch Wahrnehmung entschärfen, die verborgen waren und Opfer suchten. Die Welt braucht uns als vollständige Personen. Fehlerhaft, aber sehr lebendig. 

Bilder (bearbeitet): Facebook-Account Familie Turpin, jetzt offenbar gelöscht.

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Sonntag, 18. Februar 2018

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