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Karfreitag - der Himmel über Golgatha

Und es sind himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen Körper und eine andere die irdischen. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern übertrifft den anderen an Klarheit.…

Die Bibel, Korinther 15, 40-41

Die obigen Zeilen stammen nicht etwa aus einem alten, weisen Almanach, in dem die astrologische Bedeutung der Sonne, des Mondes und der Sterne im Allgemeinen thematisiert wird. Nein, sie stammen aus dem Buch der Bücher – der Bibel (Korinther 15, 40-41). Verwundern kann das aber eigentlich nur, wenn man sich von der offiziellen Ablehnung der Astrologie durch den Kirchenstaat hat blenden lassen. Denn wer das Buch der Bücher aufmerksam und vorurteilsfrei liest, wird auf unzählige solcher Hinweise stoßen, die in ihrer Gesamtheit den Eindruck vermitteln können, dass das Wissen um die Zeit und ihren kosmischen Ausdruck durch die Wanderung der Planeten vor dem Sternen-Hintergrund, schon immer fester Bestandteil des christlichen Glaubens war.

Das beginnt schon im Alten Testament und den verborgenen Hinweisen auf unterschiedliche, astro-logische Zeitalter. Denn während die Ägypter eindeutig noch als Herrscher des Stier-Äons galten, war Moses, der große Prophet, der sein Volk ins gelobte Land führen wollte, ebenso eindeutig eine Manifestation des Widders. Klassisch ist in diesem Sinne die Geschichte über „den Tanz um das goldene Kalb“ oder auch der Umstand, dass Moses in früheren Zeiten oft als „der Gehörnte“ bezeichnet und dargestellt wurde.

Jesus dagegen war wiederum sehr eindeutig und zweifelsfrei der Prophet des Fische-Zeitalters. Und benutzte ganz offensichtlich astrologische Inhalte, um seinen Jüngern Ratschläge für die Zeit nach seinem Übergang zu geben.

Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird euch ein Mensch begegnen, der trägt einen Wasserkrug; folget ihm nach in das Haus, da er hineingeht,

Die Bibel, Lukas 20-10

Menschen ohne astrologische Grundkenntnisse werden diese Passage als einfachen Hinweis deuten – in einer Stadt begegnet man einem Wasserträger, dem man in ein bestimmtes Haus folgen soll. Der astrologische Kontext bezieht sich aber eindeutig auf das Zeichen Wassermann, dem die Jünger nachfolgen sollen. Warum dieser Rat so verblüffend ist, wird sich im Laufe dieses Artikels noch zeigen.

Man könnte ganze Bücher schreiben, wollte man die gesamte Bibel Absatz für Absatz auf solche Aussagen hin untersuchen und sie dementsprechend neu deuten. Heute, am Karfreitag, soll aber eine andere Frage gestellt werden: gibt es womöglich auch Hinweise in der Bibel, die richtig gedeutet, den genauen Tag und womöglich sogar die genaue Zeit der Kreuzigung kennzeichnen? Denn erst durch dieses Leiden mitsamt der nachfolgenden Auferstehung wird Christus zudem, was er auch heute noch für Milliarden Menschen ist –zum Messias, dem Sohn Gottes.

Historisch gesehen bietet die Kreuzigung wesentlich mehr Anhaltspunkte auf konkrete und berechenbare Daten, als die Geburt Jesu. Sein Kommen wird zwar ebenso ausführlich beschrieben und auch hier gibt es viele Stellen, die man astrologisch deuten und verstehen kann. Trotzdem bleibt der zeitliche Rahmen weit gesteckt, sicher scheint heute nur das Jesus vor dem Beginn unserer Zeitrechnung geboren wurde, höchstwahrscheinlich in den Jahren 7 bis 3 „vor Christus“. Was nun genau durch den „Stern von Bethlehem“ symbolisiert wird, ob eine seltene Planetenkonstellation, ein Komet oder eine Supernova, darüber gibt es bis heute noch keine allgemein anerkannten Forschungsergebnisse. Lediglich in der Feststellung, dass es sich bei  den Weisen aus dem Morgenland, um astrologisch-versierte „Sterndeuter“ handelte, stimmen die meisten Historiker überein. Allerdings – dass es sich lediglich um drei „Magoi“ handelte, ist erst seit dem 5. Jahrhundert offizielle Lehrmeinung. Zuvor war immer die Rede von 12(!) Weisen aus dem Morgenland.

Die Hinweise auf den Zeitpunkt der Kreuzigung sind dagegen sehr viel eindeutiger und konkreter. Alle Evangelien stimmen überein, dass die Kreuzigung während der Amtszeit des Pontius Pilatus statt gefunden hat. Pilatus war römischer Statthalter von Judäa in den Jahren 26 bis 36 nach Christus. Weiterhin wird übereinstimmend behauptet, dass es ein Freitag war, drei Evangelisten sprechen vom 14., einer vom 15. Nisan. Nimmt man das als Grundlage, dann bleiben nur die Jahre 31 und 34 (15. Nisan) sowie 30 und 33 (14. Nisan) übrig.

Folgt man dann noch der angewandten Berechnungsformel, mit deren Hilfe das Datum für Ostern ermittelt wird, bekommt man den entscheidenden Hinweis: Ostern fällt immer auf einen Sonntag nach dem ersten Vollmond, der auf das Frühlings-Äquinoktium folgt.

Gehen wir für einen Moment davon aus, dass der ausdrückliche Hinweis auf den Vollmond nicht willkürlich ist, dann suchen wir nach einem  Vollmond mit Sonne im Widder und Mond in der Waage, der möglichst an einem Freitag stattgefunden hat.

Diesen Tag gibt es – es ist der 3. April 33 (im alten Kalender der 1. April). Nicht genug damit, dass an diesem Tag auch eine Mondfinsternis stattfand, die ebenfalls in den Überlieferungen angedeutet wird, wird gleichzeitig eine seltene Opposition exakt: Pluto und Jupiter stehen sich an diesem 3. April genau gegenüber. Tod und Wiederauferstehung als ein kosmisches Grundthema an diesem Tag, unterstützt und verstärkt durch einen Vollmond, ein äußerst seltenes Zusammentreffen, dass der Bedeutung dieses Ereignis durchaus gerecht wird.

Aber wir können noch einen Schritt weiter gehen, denn auch über den Todeszeitpunkt gibt es relativ eindeutige Angaben. Christus ist demnach zur neunten Stunde am Kreuz gestorben, auf jeden Fall vor Einbruch der Dämmerung, also vor Sonnenuntergang. Ursprünglich wurde diese neunte Stunde von sechs Uhr morgens an berechnet, was drei Uhr nachmittags entsprechen würde.

Es könnte aber durchaus sein, dass hier wiederum eine versteckte, astrologische Methode gemeint ist. Denn nach einer anderen Berechnungsgrundlage entsprechen die einzelnen Tagesstunden dem Übergang der Sonne über die entsprechenden Häuserspitzen. Ausgehend von einem Beginn um Mitternacht wäre dann die neunte Stunde gleichzusetzen mit der Sonnen-Konjunktion der achten Hausspitze.

Zudem sollten bei einem Ereignis von solcher Tragweite zumindest die wichtigen Planeten auf einer der Hauptachsen stehen, und ebenso andere Häuserspitzen mit weiteren Planeten besetzt sein.

All das ist gegeben, nimmt man als Todeszeitpunkt 16:14 Uhr am 3. April 33 in Jerusalem an.

 

Auch andere Szenarien unterstützen diese Angaben, denn kurz nachdem der Leichnam Jesu entfernt wurde  und zum Grabmal des Josef von Arimathäa gebracht wurde, ging im Osten ein sogenannter Blutmond auf, der immer noch teilweise durch die anhaltende Mondfinsternis verdunkelt war. Während der Kreuzigung soll auch die Erde gebebt haben und der Geologe Jeffrey Williams hat 2012 zusammen mit seinen Kollegen vom Deutschen Geo-Forschungs-Zentrum herausgefunden, dass es am 3. April 33 tatsächlich solch ein Erdbeben in der Region gegeben hat (Link).

Trotz allem bleibt das aber nur eine Vermutung und ist keineswegs gleichzusetzen mit einem letztgültigen Beweis, dass Jesus an diesem Tag gekreuzigt wurde. Allerdings, aus der Sicht eines forschenden Astrologen, würde dieses Datum mitsamt den äußerst beeindruckenden Konstellationen die Bedeutung eines solchen Ereignisses nochmals unterstreichen, ganz unabhängig davon, welcher Religion man selbst angehört. Und die Aufforderung Jesus an seine Jünger „dem Wasserträger zu folgen“, könnte ein Hinweis auf den Wechsel von Neptun, dem Herrscher des Fische-Zeitalters, ins Zeichen Wassermann gewesen sein. Denn auch der erfolgte in diesen Tagen, rund um den Blut-Mond im Jahr 33.

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