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MoFi: Kleiner Kurs in Wundern

Die kommende, totale Mondfinsternis bei Vollmond-Aufgang und extremer, leuchtender Mars-Näherung der Erde ist schon eindrucksvoll. Als längste des 21. Jahrhunderts gerühmt, ruft sie noch einmal alte Knoten in der Seele auf. Schon in den zwei Wochen vorher stellte man viel Unruhe fest. Oft werfen ja gerade Finsternisse einen Spot auf die Schatten, die mächtigen Verwirrungen und Verdrängungen ihrer Zeit. Besonders im Transpersonalen, im Steinbock, Wassermann oder den Fischen.

Hier nun, Freitag-Abend, in Haus 12 für Greenwich, steht der Abschluss eines Handlungs-Zyklus' an. Schuld und Verantwortung sind zwei Paar Schuhe. Das steckt auch diesmal darin. Die Sonne leuchtet ja schon seit gestern im selbst-bewussten Löwen und läuft in die Eklipse hinein. Gegenüber ein geballt ärgerlicher, großer, sehr heller r-Mars, dazu die Altlasten des Südknotens und Lilith als Konfliktpunkte - all das im vorletzten Zeichen des Zodiak, Wassermann. So viel Druck, Freiheitshunger, Ambivalenzen, Ärgernisse und Kämpfe. r-Merkur macht dann bereits ab Donnerstag das Gefühl der Konfusion komplett. Überdenken wir lieber alles noch mal. Wenn nicht, folgt eine neue Challenge.

 Der kleine Kurs in Wundern. Denn auch die können passieren, wenn man den Blickwinkel selbst kurz ändert. Bei der MoFi geht es astrologisch hier, im unbewussten, geheimen letzten Feld des Kreises, also auch um die vielen Wunden, die uns eigene Verdrehungen, das Verdrängte und Irrtümer schlagen. Dazu kommt Pluto Spitze 12. Die Tretminen. Schuld spielt damit auch ihre Rolle - die, die man empfindet, die, die man versteckt und die, die man kaum ertragen kann und deshalb als Recht oder Machtfaktor verteidigt. 

Das gesamte Gefühls-Universum bewegt sich, brodelt, schwankt unter der "Hilfe" des rückläufigen Mars' zeitweilig dann zwischen Narzissmus, Schwäche, Fülle, Leere, Täter, Opfer, Sühne. Denken, Denken, immer zurück. Das ist wie Verwerfungen, unter der Erde. Typisch dafür, dass Opfer und Täter (und ihre Schattenrollen, umgekehrt) jetzt sehr klar und schnell ausgemacht sind. Siehe den "Fall Özil", der nun für D gleich den Fussball zerstört haben soll.

Hinter solchen Zuweisungen stecken zwar kleine, reale Fakten, aber drumherum erhebt sich häufiger ein unglaublich riesiges Gebäude an Geschichten, die dann Geschichte schreiben. In Gesellschaften und Familien gleich. Zu solchen Zeitpunkten werden nun wieder die schwarzen und weißen Kärtchen verteilt. Fangen wir mit dem offenen Geheimnis an: Schuld ist gar kein Gefühl. Schuld ist ein Konzept (und kein konstruktives), eine Bastelei des Verstandes, das Erbe von Jungfrau und Zwillinge, Merkur und Merkur. Vom Kopf, der uns moralisch entlastet. Womit sich Fische und Schütze dann herumschlagen müssen. Und wieder wir. Was das Problem anderen aufpackt (man braucht Sündenböcke), die es nicht lösen können, falls es unseres ist. Delegation hat nichts auf den Altären der Bereinigung zu suchen. Ordnung machen dealt mit Verantwortung. Mit Saturn, der Neptun in die Zeit lässt. Wo das nicht begriffen wird, kann es natürlich immer neu um Wehes gehen. Um die subjektiven Täler des Nein. Wassermann will jetzt radikale Schnitte, aber kommt in 12 und mit r-Mars nicht wirklich in die Sichtbarkeit hinaus. Das frustriert.

Stattdessen wiederholen wir uns dann zu oft. Reproduzieren Haltungen, drehen das Rad und stecken immer mehr in Lösungen, die sowieso nicht funktioniert haben. Statt dass Ewigkeit etwas poetischer Ewigkeit trifft (wo das Ego nichts zu sagen hat und deshalb dann doppelt aufbegehrt), findet man bei 12/Fische-Dominanzen eben zu leicht in den Knoten der Verdrängung andere Menschen, die "es" für uns tragen sollen. Die Leid "verschuldet haben". Am besten ist man immer schuldig woanders, im anderen, der sich gut bekämpfen lässt.

Das ist menschlich und nicht wirklich abstellbar. Aber die Wunden der anderen fühlen wir ja trotzdem, ob wir wollen oder nicht, das heißt dann hermetisch "Wie oben, so unten". Auch noch abgespalten, selbst, wenn bei Fische-Dominanz Verschwörungs-Idee auf Verschwörungs-Idee folgt. Die Wellenkämme und Täler der Gefühle bleiben unangenehm diffus und können manchmal außer Rand und Band geraten. Merkur ist bei der MoFi wieder rückläufig, steht in 7 als Mit-Herr 7 (Jungfrau eingeschlossen = die Notwendigkeit Risiken abzuwenden, wird auch hier delegiert ans Gegenüber). Und dazu als Ursache = Herr Feld 4 Zwillinge. Hausgemachte Probleme sind wie homemade Cookies, sie schmecken am besten etwas mürbe. In dieser Woche melden sich noch einmal heftigere, ungelöste Verirrungen der Seele (in welchem Bereich individuell, zeigen die jeweiligen Radix-Häuser an, die diese Finsternis aktiviert). "Man müsste doch etwas tun" ist wie eine Überschrift. Darunter fühlt man sich vielleicht: unruhig, gähnend leer, unfüllbar, unstillbar, sehnsüchtig, sauer bis zornig. Wenn's schlecht kommt. Wenn's gut kommt, ist das wie ein Signal: Wer ist auch noch mitbeteiligt. Ich?

Die Welt aber ist verknotet. Nein, scheint es nur zu sein. Es ist ja Feld 12, das da wirkt, nicht die äußere Wirklichkeit. So verdreht, wie man sich empfindet, ist meist der eigene Zugang. Dann will etwas entknotet sein. Aber die Zeit ist noch nicht ganz reif, dass das von selbst ginge. Schütze-AC zeigt auf Jupiter, in Skorpion in 8. Die Vision einer absolut unanfechtbaren, anderen Ethik, die nun auftauchen müsste. Den anderen ihre Grenzen lassen und die eigenen mit Uranus in 2 als Herr AC im Stier radikal neu festlegen und auch umsetzen.

Nicht ständig nur ankündigen, drohen, posen, ohne Konsequenzen zu ziehen. Das wirkt nur erpresserisch. Sich selbst könnte man besser ins Spiel einbringen als verantwortlich Handelnde, zum Wohl aller (dahinter drückt ja der Wassermann mit seiner scharfen, geistig klaren Energie). Klare Grenzen sind letztlich immer sinnvoller, als aus Angst vor Liebesverlust hin und her zu eiern. Das gibt auch anderen Sicherheit. Alle Hilfs-Lösungen aus dem Projektions-Kosmos komplizieren die Sache dann nur. Wie auch immer sie speziell gelagert sein mag.

Indem wir versuchen zu leugnen, dass alles sich ständig ändert, verlieren wir den Sinn für den heiligen Charakter des Lebens. Wir neigen dazu zu vergessen, dass wir ein Teil der natürlichen Ordnung der Dinge sind. (Pema Chödrön, *14.7.1936, mit Neptun-Jupiter Jungfrau-Schütze).

Es bewegt uns und wir bewegen. Eine natürliche Ordnung der Dinge kennt aber weder Schwarz oder Weiß, noch Urteile. Nur Ent-Wicklung. Sie ist. Es löst sich nichts durch reine Feststellung. Sondern höchstens da, wo die Ordnung immer wieder ordnungslos sein darf und auch mit dem fließt, was geschieht. Alles findet einen Ausgleich, nur oft nicht den, den wir uns vorgestellt haben. Speziell nicht, wenn die Widerstände des Verstandes Prozesse blockieren. Da der Kopf nun mal den Splitter im Auge des Bruders schneller sieht, als sich selbst in einer Verursacher-Rolle. Der ominöse Kosmos von Schuld, Tätern, Opfern, Rettern entsteht auch immer da leicht, wo Wasserzeichen oder Herrscher dominieren. Ron Smothermon, Lehrer und Therapeut, sieht Schuld als eine Art "Währung", mit der man unglücklich destruktiv reinen Tisch zu machen versuchen. Um sofort danach wieder das zu tun, dessen man sich eben noch schuldig fühlte. Die fadenscheinige Seite des Wassers. Es stützt (füttert) im Tierkreis immer das folgende Feuer-Element (Selbst/Impulse) und erzeugt emotional-geistig Täter-Opfer-Rituale. Gefühl folgt dem Denken. Wasser der Luft.

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Jupiter als MC-Herr der Mond-Finsternis schlägt andere Wege vor. Er läuft wieder ins Trigon zu Neptun in 1. Man kann also probieren, den Neptun mit seinen sehr feinen Wellen von Energie der Vernetzung anders zu empfangen. Etwas demütiger zu sein, den Erscheinungen ihren Lauf zu lassen und zu vertrauen, dass sich eine Lösung entwickelt. Mit reinem Regel-Pluto (der als Grund-Struktur im Steinbock zwar hilfreich ist, aber zu oft donnert), kommt man aus dem Schlamassel nicht heraus. Güte und Großzügigkeit können das Skorpionische mildern, aber nur soweit, dass nicht alle Grenzen eingerissen werden. Grenzen sichern nach innen und außen, man braucht sie oft, um sich wirklich zu erkennen und für andere erkennbar zu werden. Auch darum geht es jetzt.

Momentan ticken aber auch die Funktions-Muster des Merkur, Jupiter und Neptun prominent die Labyrinthe des beweglichen Kreuzes an. Gerade in Lieblings-Konflikten. 'Ich weiß, dass (Zwillinge), ich befürchte, dass (Jungfrau), ich sehe ein, dass... (Schütze)'. So konstruieren sich beide Merkure immer irgendwo Jupiter-Gründe für ihre Theorien vom Leben zurecht. Die können mal so und mal anders aussehen. Aber letztlich kommen sie aus dem Nichts und gehen ins Nichts zurück (zum Neptun). Das endet im Zweifelsfall in Kummer, Traurigkeit, kleinen Fluchten. Soviel zum Herzeleid der um ihre Wahrheit der Träume geprellten Fische-Zeiten, die anderswo Trost suchen. Im Höheren, im Heilen, Sehnsucht - und wenn es ganz übel wird, in der Lüge oder im Selbst-Betrug.

Diese Eklipse, die wir sehen werden, zeigt eine bleibende Tendenz zur Verdrängung im Greenwich-Bild mehrschichtig: Mars in 12 (mit den Erblasten der reflexhaften Muster aus Süd-Konten) bildet Neptun als aggressiveres Spiegelbild ab. Die innere Heimatlosigkeit, Ego-Tabus, was dann zum Beispiel zu der Besessenheit vom äußeren Flüchtlings-Thema führt. Wobei er die eigene Wut gern richtig beschönigt. Jupiter braucht aber in der Zukunft Standing, ethische Haltung, Maßstäbe, klarere Strukturierungen. Er ist nur in 8 Skorpion weiter am liebsten wortreich in fremden Angelegenheiten unterwegs. Wieder geht er danach ins Sextil zum hoch aktiven Pluto im Steinbock, der das Unbewusste noch mal richtig hochdreht. Jupiter-Neptun-Pluto- und Saturn-Fragen wären: Wie gehe ich mit dem Gegenüber eigentlich praktisch um? Was macht meine kontrollierende Vision mit mir? An welche meiner Regeln muss ich mich erst mal selbst halten? Wo drohe ich, Macht zu verlieren, wenn ich das tue? Was bedroht mich? Kommt das von Innen oder Außen? Was genau ist es eigentlich, was mich ohnmächtig fühlen und umso mächtiger handeln lässt? Alles der unglückliche Versuch eine Balance herzustellen - und darum verzeihbar.

Kein stabiler Boden

Die Themen-Kreise sind bekannt, und man gewöhnt sich doch nicht daran. Es ist manchmal, als wäre man unfähig, seine Lektion zu lernen. Nun steht auch noch Widder-Chiron bei der MoFi in 1. Der Höhepunkt der gespürten Verwundungen durch Egozentrik. Man darf nicht vergessen, dass auch Wassermann mit dem alten Herrscher Saturn ja eher in Richtung Verantwortung will. Um Schuld geht es nur bei einem missverstandenen, destruktiv benutzten Neptun mit Pluto, der Ermächtigung sucht. Saturn braucht aber andere Mittel als vorher, wenn Uranus ihn nun am Wickel hat, indem er ein Ereignis wie die Finsternis bestimmt. Es wird also langsam wirklich Zeit für eine Wende. Es bestimmen nur leider oft auch wieder nur wir Menschen in unserer Blindheit, ob die erfolgt. Oder versuchen zumindest, uns Welt zurechtzudrehen. Unglücklicherweise erzeugt aber ein abgewiesener Neptun, der wirklich ein Bekenntnis zu tieferen, kulturübergreifenden Wahrheiten benötigen würde, Nebel, Schwächungen und neue Opferungen (wegen vermeintlicher Demütigung) im allgemeinen Klima. Eine Art seelischer Luft-Verschmutzung. Der rückläufige Saturn, der auf Chiron oppositionär zuläuft, verspricht da auch nicht gerade den starken Boden durch eine stabile Grundstruktur. Auch um Organisation des Chaos wird es also weiter Probleme geben.

Immer noch kippt gesellschaftlich und individuell der Fische-Spiegel nach Widder um: In maßlosen Zorn, der sich im Empfinden eigener Schwäche haltlos über noch Schwächere ergießt. Fische kann auch feige sein - da, wo man vor Wahrheiten flieht und nicht sieht, was das Gerede um Schuld oder wahre Opfer alles zudeckt. Eine neptunische Botschaft kann man sowieso nur spüren, nicht erklären. Es ist die Kraft des Miitgefühls, das man besser im Ganzen schluckt und nicht filetiert. Ein Finger zeigt auf andere, 4 auf mich selbst. In jedem von uns hat sich ein anderer versteckt, der immer wieder denselben Fehler macht.

Man kann das konfrontieren, statt es wegzudrücken und damit Jungfrau-Perfektion vorzuspiegeln. Die gesellschaftlichen Opferungen sind manchmal nur der bequemere Abzweig an einer wichtigen Kreuzung. Man nimmt ihn aus Gewöhnung. Mitgefühl der Fische hieße, in der Identifikation meiner Fehler mit anderen Fehlern ruhig bei diesen anderen zu sein. Nicht missverstehen: Das bedeutet nicht, alles ertragen zu müssen. Denn der Fische/Widder-Spiegel ruft auch zu Taten auf. Venus in Fische erhöht zeigt die Bedeutsamkeit guter Grenzen, bevor alles verschwimmt. Das heißt auch: Die Energie zu nutzen, die unter Ärger steckt. Weshalb es sich lohnen könnte, diese ganze marsische, plutonische Last der Finsternis zu heben und aktives Gestalten durch Mars für sich UND andere anzugehen, bevor es zu Zornes-Anfällen kommt. 

Klar sein, wahr sein, ohne zu entwerten. Ein Versuch ist zumindest drin. Wenn man allerdings wie die Grottenolme "irgendwie" unter der Oberfläche eines zivilisierten Bildes von sich selbst in seinen Verdrängungen paddelt, gibt das bestenfalls neuen Ärger. Und das spielt sich dann häufig so ähnlich ab:  

Ein destruktiver Neptun-Mars-Kreislauf: 

  • 1. Fische: "Ich bin schlecht" oder: "Die anderen sind schlecht". Man fühlt sich entweder schuldig (Täter) oder unfähig (Opfer) 
  • 2. Widder: Heftige Wut auf Wiederholung alter Situationen - bei einem selbst oder anderen (Ärger wird stofflich im Feld 2 ab Fische).
  • 3. Stier: Man bellt kräftig, aber beißt nicht (nennt zwar Grenzen, ohne sie aber durchzusetzen = Ego-Verbot der 1. Phase).
  • 4. Zwillinge: Man handelt "Lösungen" aus, die jedoch im Kopf steckenbleiben.
  • 5. Krebs:  Lebenskraft ist gefühlt kindlich schwach und die Fahndung nach Müttern beginnt, die einem das Problem abnehmen.
  • 6. Löwe: Alle Kreativität fließt in Anpassung an (auch unpassende) Lebensbedingungen oder man verhindert nötige Anpassungen durch Stolz.
  • 7. Jungfrau: Man beneidet das "geordnete Du", das in seinem Leben funktionaler auftaucht und bei dem alles viel besser läuft.
  • 8. Waage: Dessen scheinbar harmonische Außenwelt (hier wirken Schöner-Leben-Katalog-Bilder aus sozialen Netzwerken) wird zum fixierenden Konzept, es tauchen Feindbilder auf (die, die es besser haben).  
  • 9. Skorpion: Die dem Opfer-Status förderliche Anschauung, man wäre durch schicksalshafte Zwänge für Traumata gemacht, negative Besonderheit.
  • 10. Schütze: Retter- oder halbgöttliche Größen-Fantasien, um aus dem Problem ein akzeptables Ergebnis zu machen.
  • 11. Steinbock: Regeln werden knallhart verändert, man wird vom Opfer zum Täter, Behinderung setzt ein.
  • 12. Wassermann: Man verdrängt die Autonomie und "närrische" Wege, die allen nützen würden, sondern kehrt als Opfer ins Dramadreieck zurück. 

Mumm zu klaren Cuts, die für eine wirklich Änderungen nötig weren, schenkt ja Uranus lieber den Narren und Exzentrikern als den Vergrübelten. Samt der Gabe, sich selbst radikal als rollenlos zu sehen. Dadurch entsteht erst der freie Raum, in den eigentlich die Finsternis führen könnte. Wo sich die Leere der Fische (eingeschlossen in 1 und darum nicht leicht erreichbar) hell entfalten könnte. Danach - ein neuer Ansatz. Aber wo man schon vorn unklug einkreuzt, wird eben auch hinten nichts wirklich gut. Eine gute Adresse als Stop des endlosen Schuld-Vergebungs-Schuld-Kreislaufs, wie er bei Mond-Pluto-Neptun-themen in Gang kommt, ist Erde. Wie Uranus' Gebot in Stier 2 der MoFi zeigt. Erde wird fruchtbar, wenn man sie mit Wasser benetzt. Wasser erhält Form und Wirklichkeit erst durch Erde. Deshalb bietet sich Stier konstruktiv für die Probleme an, die diese Eklipse anreißt (Auflösungen, Verluste, Depressionen, Fluchten, Traurigkeiten, Infektionen, Schwächungen). Eigentlich ein wunderbar einfacher Ansatz. Verändere WIRKLICH etwas. Sag es nicht nur.

Wenn du konfus, verwirrt, schläfrig, desillusioniert, schwach wirst, begreif Dinge anders. Fass etwas an (Stier). Tu etwas Nützliches (Jungfrau). Müh dich an etwas ab (Steinbock). Der Erdkreislauf.

Ein etwas konstruktiverer Neptun-Mars-Kreislauf

  • 1. Fische: Steh zu deinem Chaos (selbst angerichtet, vergessen, verdrängt, verloren oder verwirrt).  
  • 2. Widder: Wenn du andere verletzt/geschädigt hast oder selbst verletzt oder geschädigt wirst, kannst du praktisch die Trümmer wegräumen und sofort neu gestalten. 
  • 3. Stier: So erfährst du "wirklich", wer du bist, was du wozu brauchst und was nicht, wie du was verwenden möchtest und wie nicht (Funktionen). 
  • 4. Zwillinge: Erkenne das Konstrukt des Schuld- oder Opfer-Gefühls als Kopfgeburt und ursächliche Fata Morgana.
  • 5. Krebs: Aus jedem zugelassenen Empfinden (auch "negativer" Gefühle) entsteht ein vitaler Lebensimpuls. Zugelassen heißt nicht ausagiert!
  • 6. Löwe: Den eigenen Fehler zu finden, ist keine Majestätsbeleidigung, sondern nützlich, wo es die Risiken der Umstände verkleinert, weil es ins Handeln bringt. 
  • 7. Jungfrau: Die Beziehung zu anderen wird ehrlicher, wenn sie Opfer-Täter-Retter-Rituale erkennt und als gegenseitige Schwächung sieht.
  • 8. Waage: Bindung an andere wird stärker, wenn wir unserer Schuld(en) in ihrer/(n) Schuld(en) wiedererkennen. 
  • 9. Skorpion: Die Vision von Schwarz und Weiß beinhaltete eine Wahlmöglichkeit, ethisch verbindlich zu werden. 
  • 10. Schütze: Wer sein Weltbild auf das Unangenehme (die Härten) in sich erweitern kann, stellt neue Regeln auf, die für sich selbst UND die anderen gelten. 
  • 11. Steinbock: Verantwortung zu übernehmen, heißt, sich zu verändern. 
  • 12. Wassermann: Wenn du immer mit dem Unberechenbaren der Veränderung rechnest, erfährst du erst das, "was noch nie da war". Befreiung.

Diese Finsternis ist eigentlich genau das: Ein End- und Anfangs-Punkt. In ihrem Bild, wie etwas den Mond verdunkelt, zeigt sich etwas in uns, was wir nicht fassen, (noch) nicht begreifen können. Es ist auch ein Symbol für die Rätsel in jeder Seele. Die Unbegreifbarkeit macht das Leben ja erst aus. Nicht das Verständnis. Wir sind als Menschen wie die vielen, bunten Fische, die im Dunkeln wohnen. Zusammen ein Schwarm, der in gemeinsamen Impulsen und Bewegungen eine gemeinsame Lebenspanne erlebt. Haus 12 vermittelt vielleicht: Jeder Mensch hat die Aufgabe, das, was er unerlöst im 12. Haus, den Fischen oder Neptun-Aspekten mitbekommen hat, zu entzaubern und uns verfügbar zu machen.

So nähert sich das kleine Selbst, das im Widder auf die Reise durch den Kreis geschickt wird, den Fischen mit ihren großartigen, funkelnden Erweiterungen ins Heilige hinein an. An zeitlich-räumlichen Kreuzungen wie denen der Finsternisse wird das Große manchmal klein und sichtbar. Und das Kleine groß. Dann geht oft auch der Bann der seelischen Komplikationen für kurze Zeit überraschend in die Knie.

Pema Chödrön, buddhistische Lehrerin, eine Krebs-Frau mit Sonne-Venus-Pluto und Stier-Mond, die eine Menge an Leben erlebt und viel daran gelernt hat, hält Angst für eine natürliche Reaktion darauf, sich der Wahrheit zu nähern. Darum ist Panik vor der Zukunft in schwierigen Zeiten vielleicht wirklich ein hilfreiches Signal: Geh dahin, wo das Dunkel ist. Geh durch deine Angst. Am einfachsten lässt sich der Alltag selbst ändern, statt sich immer wieder erfolglos an den anderen und ihren "Schulden" abzuarbeiten. Dazu, sagt der Uranus jetzt, musst du deine Grenzen kennen, formulieren und erst einmal selbst einhalten und umsetzen, statt dich zu beschweren, dass andere es nicht tun. Oder auch:

"Du bist der Himmel - alles andere ist nur das Wetter!" (Pema Chödrön) 

Bilder (bearbeitet): Pixabay

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