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Transite: Das ABC der inneren Arbeit

Wir sind, was wir denken.
Alles was wir sind, entsteht mit unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt.

Buddha Shakyamuni

Wir leben nicht, um zu glauben,
sondern um zu lernen.

S.H. Dalai Lama XIV.

Zwei wunderschöne Zitate, aber was hat das mit Astrologie zu tun? Könnte man fragen und meine Antwort wäre – die Verknüpfung beider Aussagen führt zum Kernpunkt der astrologischen Arbeit. Mit uns selbst. Zu ihrer unmittelbarsten Anwendbarkeit, jenseits von Glaube und theoretischen Modellen. Dort wo sich die Frage nach ihrer Gültigkeit nicht mehr stellt, weil die eigene Erfahrung im Laufe der Zeit eindeutige Antworten gibt.

Es geht um die innere Arbeit mit dem System Astrologie oder zumindest einem Teil davon. „The real Work“ wenn man so will, jenseits von Zukunftsprognosen und Eigenschafts-Zuschreibungen. Jenseits von Horoskop-Deutung und –Interpretation. Sei es auf einer äußeren, weltlichen oder auf einer inneren, psychologischen Ebene. Und es geht weniger um die Frage, was kann Astrologie und was nicht, sondern um die Frage „wie funktioniert der menschliche Geist?“ Und wie kann man mit ihm arbeiten. In anderen Traditionen nennt man das dann vielleicht schon Meditation und Geistestraining, ich nenne es erst mal „die kleine tägliche Übung um von A nach C zu kommen“.

Das ABC der Geistesverfassungen

A steht hier für eine geistige Verfassung, die man als Status Quo bezeichnen könnte. Wenn alles im Leben halbwegs gut läuft, ist A auch halbwegs aushaltbar. Allerdings – läuft es einmal nicht so gut, zeigt sich das eigentliche Gesicht von A. Alle erdenklichen und leidvollen Geisteszustände können gleichzeitig auftreten und zu einer eben solchen Anzahl von unangemessenen Verhaltensweisen führen. Nicht gut laufen heißt in dem Fall: Dinge entwickeln sich in eine Richtung, die mich ängstigen, mich einschränken, äußerste Abwehr hervorrufen. Inklusive aller damit verbundenen Empfindungen, je nachdem ob ich mich gerade im Flucht- oder Angriffsmodus befinde. Das sind in der Regel die einzigen beiden Alternativen, die Menschen wie ich im A-Zustand haben. Wenn Dinge aus dem Ruder laufen.

Das wirklich Bedenkliche bei A-konditionierten Menschen, ist die Vermischung zwischen Wirklichkeit (das was tatsächlich ist), Interpretation (wie ich das was ist einschätze) und der Dauer-Trance in bestimmten Situationen (das was ich aufgrund meiner Einschätzung als Wirklichkeit erlebe). Wobei sich Wirklichkeit hier auf ein inneres Prinzip bezieht, auf das „wer oder was wir wirklich sind“, „was wir glauben zu sein“, und „wie wir uns als Ergebnis dieses Glaubens dann tatsächlich erleben und verhalten“.

Dieses Prinzip ist jetzt auch durchaus übertragbar auf die Beziehungen zwischen Meta und Welt, aber das ist eine andere Geschichte, die erst sehr viel später kommt. Denn solange ich mir nicht sicher sein kann, dass ich mich nicht unter einer Art Dauernarkose oder –betäubung völlig anders wahrnehme, als ich bin, solange darf ich erst recht verunsichert darüber sein, ob ich „die Welt“ auch nur annähernd so wahrnehme, wie sie ist.

Das ist für mich die eigentliche Bedeutung von „mit unseren Gedanken erschaffen wir die Welt“. Darin liegt eben keine Negation von Welt an sich als Trugschluss und Täuschung, die Täuschung bezieht sich erst mal nur auf mich selbst. Und "Gedanken" bedeutet für mich in diesem Verständnis alles was ich als bildhaften Eindruck in mir trage. Solange ich das selbst nicht unterscheiden kann, ist eine Unterscheidung in Bezug auf alles, was nicht ICH ist, kaum möglich, oder? Soviel zu A wie Anfang der Übung.

B steht nun für einen weiter entwickelten Zustand. In meiner B-Verfassung habe ich zumindest schon den Unterschied zwischen B-Täubung (meiner inneren geistigen Sinne) und B-Freiung davon erkannt. Ich bin also durchaus in der Lage zu unterscheiden, zwischen meinen inneren Bildern und der Wirkung, die sie letztendlich auf mein Erleben haben. Und genau deswegen auch in der Lage, ein angemesseneres Verhalten an den Tag zu legen, dass sowohl meinen individuellen Eigenheiten und B-dürfnissen entspricht, aber sich auch schon wesentlich effizienter und erfolgreicher an meinen Alltagserfordernissen orientiert. Effizient und erfolgreich meint hier – ich bin glücklicher und zufriedener als vorher. Auch in Situationen, die aus dem Ruder laufen.

B ist also auf jeden Fall ein erstrebenswerter Fortschritt.

C stellt die vorläufige End-Wicklung in diesem kleinen, überschaubaren Prozess dar. C steht zum Beispiel für Common Sense, ich bin hier schon in der Lage neben meinen eigenen Bedürfnissen und Eigenheiten auch den Bedürfnissen meiner Umwelt angemessen zu begegnen und darauf einzugehen. Frei nach dem alten Motto: „Erkenne dich selbst und du erkennst die Welt“. Oder wenn wir obiges Zitat von Buddha nehmen – sobald ich einen angemessenen Umgang mit meinen Gedanken(-Bildern) finde, erschaffe ich auch meine Welt anders und dementsprechend.

So weit so gut – nur was hat das alles mit Astrologie zu tun? Nichts, wie schon eingangs erwähnt, Astrologie spielt dabei nur eine Nebenrolle. Und trotzdem ist sie wichtig in diesem Prozess, sofern man auf sich selbst gestellt ist und niemand da ist, der a) diese Entwicklung schon durchlebt hat und b) die Kompetenz und Bereitschaft hat, einen selbst persönlich von A nach C zu führen. Dann, genau dann, wird das unscheinbare System der Astrologie zu einem kostbaren Juwel, dessen Licht auch finsterste, geistige Ecken erleuchten kann.

So viel zur Theorie, nun zur Praxis.

Das wirkliche Leben

Meta ist heute Morgen schon mit einer gewissen Dumpfheit aufgewacht, die aber sehr energiegeladen war. Als erstes waren da Gedanken und Bilder aus der Vergangenheit (etwas lief gestern nicht sonderlich gut und aus dem Ruder) und sofort fingen die inneren Beschwerden an. Wie schrecklich, wie kann das sein, das sollte nicht sein, ich muss etwas unternehmen.

Im Normalfall stehe ich also dann schon mit einem ziemlich festgefahrenen Weltbild auf, mein Kampfmodus ist eingeschaltet und ich bin zumindest gedanklich hoch aggressiv. Obwohl bisher rein gar nichts passiert ist. Ein paar Bilder, ein paar Gedanken dazu und eine Erinnerung. Das alles scheint auszureichen, um dem Tag eine klare Zielrichtung zu geben. Als Nicht-Astrologe hätte ich jetzt denkbar schlechte Karten, da ich rein menschlich gesehen, noch Lichtjahre davon entfernt bin, solch einen inneren Zustand durch Mitgefühl und reine Güte zu transformieren. Ich kann mich dann meistens nicht mal an die Worte erinnern.

Als Astrologe weiß ich aber – Meta hat heute Mars. Als Transit in Opposition zu was auch immer… Und nach ca. dreißig Jahren Erfahrung klingeln auch schon alle Alarmglöckchen. Ein "Mars", der sich schon morgens so zeigt, verlangt ein Rundumpaket an bewusster Fürsorge. Alles andere könnte böse enden. Entweder in Streit und Chaos mit mir selbst, oder in Streit und Chaos mit anderen. Oder zu Zahn- bzw. Kopfschmerzen führen, wenn der Druck sonst nicht abbaubar ist. Die immer wieder gern gelesene alternative Ausfahrt in Richtung – "heute fange ich viele neue Projekte kraftvoll und energiegeladen an" - steht erst gar nicht mehr zur Wahl. Mars bzw. ein Teil in mir hat sich schon lange entschieden, wohin die Reise gehen soll. Meta hat allenfalls noch den Status eines blinden Passagiers, auch wenn er höchst überzeugt davon ist, dass dies alles nur zu seinem Besten wäre.

Der größte Fehler, den ich jetzt machen könnte, wäre aber diese Grundenergie zu ignorieren oder zu bekämpfen. In gewisser Weise ist sie tatsächlich ein Teil des Wegs, lediglich sollte sich der Kampfmodus nicht gegen mich oder andere richten, sondern auf das eigentliche Problem. Was ist das eigentliche Problem? Meine Empfindungen. Ich fühle mich schlecht, ich empfinde die Welt als Gegner, gegen den ich mich wehren muss. Selbst wenn weit und breit niemand anwesend ist. Es ist alles ein Spiel meines eigenen Geistes.

Was ja nicht bedeutet, es gäbe keine Ursachen samt Wirkungen, die durch meine Interaktion mit Welt entstanden sind und jetzt dominant an die Oberfläche drängen. Natürlich gibt es die. Nur dagegen kann ich nichts tun, das kann ich in diesem Moment nicht außer Kraft setzen. Die Bilder, die einströmen und sich verfestigen, das Unrecht, das mir womöglich wirklich widerfahren ist. All das sind Selbstläufer, selbstentstehende Gedanken und Gefühle, auf deren Entstehung mitsamt ihrer Verknüpfung zu vorgestellten Handlungssträngen ich keinen Einfluss in diesem Augenblick mehr habe.

Lediglich in einer Beziehung – ich muss ihnen nicht nachgehen und sie künstlich füttern. Durch Zustimmung zum Beispiel. Oft ist es ja so, da entsteht ein inneres Bild mitsamt allen Inhalten. Aber erst mal ist das wertfrei. So ähnlich als würde man einen Film anschauen. Manchmal eine romantische Komödie, manchmal eben einen Horrorfilm. Im nächsten Schritt erzeugen diese Bilder Zustimmung oder Ablehnung. Zustimmung bedeutet im Ergebnis meist positive Empfindungen wie Glück, Zufriedenheit, Entspannung usw., Abwehr zeigt sich als Angst, Panik, Verzweiflung, bis hin zu Aggression. Dazwischen gibt es noch jede Menge Ambivalentes, das nicht eindeutig zu zuordnen ist, sich früher oder später aber in eine der beiden Richtungen entwickelt.

Im Unterschied zum „Dämonen füttern“ (einer sehr effektiven Praxis um negative Geisteshaltungen in positive, hilfreiche Energie zu transformieren), wirkt hier das Prinzip des „Konzepte füttern“.
„Ja mein Freund meine Freundin hat mich schlecht behandelt. Ich sehe dieses Bild vor mir. Das ist nicht gut, das darf nicht sein. Ich will das nicht, ich muss ihn/sie davon abhalten das weiter zu tun.“
Es gibt das Bild und darauf eine aktuelle Reaktion, die ein Ausdruck des eigenen Willens ist. In der Regel verläuft dieser Ausdruck aber ebenfalls „automatisiert“, wenn der entsprechende Reiz kommt, entsteht der entsprechende Willensausdruck.

Willkommen im Heimkino

Das Ganze gleicht dem Ablauf beim Betrachten eines Fernsehfilms:

1. Ich schalte ein (das entsprechende Bild entsteht und wird wahrgenommen).

2. Es gibt eine innere Reaktion auf das Bild (ich finde den Film gut, schlecht, interessant etc., habe aber immer noch eine Distanz, es gibt mich als Betrachter und den Film als Objekt getrennt)

3. Ich entscheide mich (mehr oder weniger unbewusst) der Handlung des Films weiter zu folgen. Oder ich schalte auf ein anderes Programm um (falls das möglich ist).

4. Wenn ich der Handlung folge, wird eins von drei Dingen passieren.
a) ich finde die Handlung positiv und bin angenehm aufgeregt (mit allen dazu gehörigen Empfindungen)
b) ich finde die Handlung negativ und bin unangenehm aufgeregt (mit allen dazu gehörigen Empfindungen)
c) weder a noch b, ich verbinde mit der Handlung im Prinzip erst mal nichts und schlafe höchstwahrscheinlich ein.
Kommt es zu a oder b, entsteht schnell eine Art Trancezustand. Ich habe mich geistig so auf die Filmhandlung eingelassen, dass ich nicht mal mehr weiß, dass ich nur einen Film betrachte. Dass ich in einem Sessel sitze und der Film in einem technischen Gerät abläuft. Alles hat sich miteinander verbunden, so scheint es, aber für einen außenstehenden Beobachter hat sich nichts geändert. Diese Verschmelzung ist also eine rein geistige, subjektive Erfahrung.

5. Mit dieser Verschmelzung entsteht ein tranceartiger Zustand (Neptun), ich bin der Handlung vollkommen ausgeliefert. Ich kann nicht mehr unterscheiden, was immer jetzt in der Handlung passiert, erzeugt automatisch heftige emotionale Reaktionen in mir. Wird der Held verfolgt, habe ich Stress. Wird er verletzt, habe ich Angst. Wird er gerettet, bin ich froh.
Der Held im Film bin immer irgendwie auch ich. Ähnlich wie im Traum gibt es also mich als Träumer und Beobachter (das ist die Wirklichkeit), gleichzeitig in meinem Erleben bin ich aber als Hauptdarsteller ein Teil der Filmhandlung. Identifikation mit den Bildern findet statt, bis hin zu einer Bewusstlosigkeit, die nicht mehr weiß, dass es den Beobachter noch gibt.

6. Irgendwann ist der Film zu Ende, der Abspann läuft und ich wache wieder auf aus meiner Trance.

7. Kurze Pause, nächster Film.

Dieser Ablauf bezieht sich jetzt hauptsächlich auf eine Situation, in der ich keinen weiteren Umweltreizen ausgesetzt bin. Um diesen Ablauf überhaupt bewusst wahrzunehmen, benötige ich über eine gewisse Zeit einen geschützten Raum. In dem nur ich und meine eigenen Bilder das Objekt der Übung sind. Das nennt man anderswo auch Meditation (und mag einer der Gründe sein, warum auch heute Teil der Ausbildung von buddhistischen Mönchen ein dreijähriges Einsamkeits-Retreat ist).

Allerdings kann man dabei auch Dinge tun, herum laufen etc., wichtig ist immer nur den Fokus auf die Abläufe auszurichten und zu wissen, in welcher Phase man gerade ist. Solange man noch unterscheiden kann zwischen Beobachter und Filmhandlung, hat man noch alle Möglichkeiten, die Wirklichkeit unabhängig von dieser Handlung zu gestalten. Ist man erst mal in Trance, verringert sich die Chance dazu erheblich. Bis jetzt ist das aber ein ganz normaler Ablauf, das erlebt mehr oder weniger jeder Mensch, ohne dass dabei Astrologie eine Rolle spielen müsste.

Das segensreiche Werkzeug

Das Problem, dass wir aber alle haben ist - diese Zustände kommen unregelmäßig, scheinbar zufällig und überraschend und in unterschiedlicher Intensität. Manche „Filme“ haben eine sehr kurze Halbwertszeit, dauern nur ein paar Sekunden, andere bauen sich langsam über Wochen auf und halten einen monate- oder jahrelang in der entsprechenden Trance gefangen.
Dieses Prinzip zeigt sich über das astrologische System der Transite. Zumindest, wenn wir es im ersten Schritt auf unsere geistigen Erfahrungen beschränken. Als astrologisch „Übender“ habe ich also den Vorteil, schon vor Beginn des Films zu wissen, welche Art der Handlung mich erwartet. Bei Mars-Transiten kann ich in der Regel davon ausgehen, dass alles sehr schnell geht, ein Actionfilm laufen wird, in dem alle Marsthemen auftauchen können. Bei Spannungsaspekten werden wohl eher die negativ besetzten Inhalte die Hauptrolle spielen, bei Trigonen und Sextilen gibt’s dann meistens eine entsprechende Handlung mit Happy-End.

Natürlich hängt das immer auch mit meiner energetischen Grundkonstitution zusammen, habe ich im Radix meist nur Spannungsaspekte mit Mars, dann wird auch eine trigonale Auslösung eher eine entsprechende Negativspannung in der „Film-Handlung“ auslösen. Aber vielleicht gibt es zumindest ein paar angenehme Zwischensequenzen als Zugabe.
Der Unterschied ist also: mit dem astrologischen System der Transitauslösungen weiß ich oft schon Wochen im Voraus, was mich demnächst im eigenen, geistigen Heimkino erwartet. Und da diese Filme ja allesamt in vollkommener 5-D Technik ablaufen (alle Sinne sind eingebunden), kann ich mich durch entsprechendes Training auch entsprechend darauf vorbereiten. Oder falls ich schon längere Zeit damit übe, auf meine alten Erfahrungen zurück greifen und mich mit anderen austauschen, um ihre Erlebnisse mit einzubeziehen.

Ohne dieses Werkzeug bleibt immer nur die Live-Erfahrung, unmittelbar und meist überfordernd. In der Regel werden dadurch nur die alten Muster bzw. Filme verstärkt, eine Veränderung geschieht selten während der akuten Phasen. Einfach ausgedrückt: man sammelt noch mehr negativen Stoff sprich Erfahrungen, Argumente, Gründe etc. an, und verleiht damit auch der X-ten Wiederholung eines hausgemachten Serienschinkens neue Lebenskraft.

Die Praxis

Als Anfänger in der Arbeit mit Transiten sind die Mond-Filme am besten für einen Einstieg geeignet. Sie dauern in der Regel nur 1-2 Stunden, sind also überschaubar. Auch ist die Intensität meist nicht allzu groß, die Chancen aus der Trance auch inmitten der Handlung aufzuwachen sind dadurch relativ hoch. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel, dann nämlich wenn ein großer Transit (zum Beispiel Saturn im Quadrat zur Sonne) durch die aktuelle Mond-Auslösung noch verstärkt wird.

Natürlich könnte man es einfach auch dabei belassen, sich diese Filme nur anzuschauen und dann wieder zu vergessen. Sehr effektiv ist das nicht. Denn meistens wiederholen sich Handlungen unter bestimmten Auslösungen. Da wir aber fast immer in eine Trance verfallen, können wir uns daran nicht erinnern. Und beim nächsten Transit sehen wir den selben Film (vielleicht mit anderen Schauspielern und Hintergründen, aber der Handlungsablauf ist gleich), glauben aber immer wieder, dass es sich um eine Premiere handelt.

Die beste Art anzufangen, ist eine Art Trance-Transit-Tagebuch zu führen. Man sucht sich einen bestimmten Mond-Transit und nimmt sich für die beiden Stunden vor der Exaktheit nichts vor. Bleibt möglichst alleine und beschäftigt sich mit unverfänglichen Dingen. Sobald man das erste Mal feststellt, dass sich die Qualität der Bilder verändert, und womöglich schon eine Handlung erkennbar wird, hält man inne und beobachtet nur noch. Wie die inneren Bilder beginnen, sich mit den äußeren Wahrnehmungen und dem eigenen Verhalten zu verknüpfen. Vielleicht sieht man gerade eine Szene, in der der Hauptdarsteller beschimpft wird. Und stellt fest, dass man die Kaffeetasse ziemlich auf den Schreibtisch knallt, statt sie normal hinzustellen.

All das wird aber anfangs nur beobachtet, nicht bewertet oder unterdrückt. Natürlich wird man, sobald man sich über etwas bewusst wird, aus der Trance kurzzeitig erwachen. Aber keine Angst, die Bilder kommen wieder und damit auch der gesamte Prozess. Solange jedenfalls bis dieser Mond-Transit „vorbei“ ist. Erst danach sollte man sich eine halbe Stunde Zeit nehmen, um alles was einem noch in Erinnerung geblieben ist, aufzuschreiben. Vor allem die Handlung des Films ist wichtig. Worum ging es, wer waren die Hauptdarsteller, welche Themen sind häufiger als andere entstanden?
Gab es einen Trigger-Moment, also eine Schlüsselszene, die die Trance ausgelöst hat? Wie hat sich das auf mein Verhalten ausgewirkt? Auf mein Empfinden?
Und schließlich – was bleibt übrig? Wie fühle ich mich jetzt? Gibt es schon erste Einsichten in das Wesen dieses Films und meine Verstrickung darin?

Dieses Buch sollte man anfangs als eine Art Brainstorming betrachten. Alles, wirklich alles, kann festgehalten werden. Vielleicht möchte man ein Bild dazu malen, oder ein Gedicht schreiben. Vielleicht ein passendes Foto einkleben oder ein Musikstück benennen, das als Filmmusik dienen könnte (oder es oft auch tut).
Alles ist okay, die Sortierung findet viel später statt.

Der nächste Schritt

Nehmen wir an es handelt sich bei unserer ersten Session um einen bestimmten Mond-Transit, zB Mond Konjunktion Saturn (oft sehr eindeutige Handlungsstränge). Dann gäbe es jetzt zwei Möglichkeiten weiter zu machen.

Die erste wäre vier Wochen zu warten, bis derselbe Transit wieder ausgelöst wird. Und man genau dasselbe macht wie anfangs beschrieben. Das hat den Vorteil, dass man sich einem Thema erst mal ausgiebig widmet. Und langsam ein Gespür für dieses Erleben bekommt. Vor allem ist der Aha-Effekt grösser, wenn man nach einigen Monaten sein Tagebuch durchforstet. Und feststellt, wie sehr sich das Thema unseres Mond-Saturn Films doch immer wieder gleicht. Obwohl so viel Zeit vergangen ist, und obwohl wir jedes Mal der Meinung waren – diesmal ist es echt, berechtigt, hat mit Wirklichkeit zu tun. Aber es gab völlig andere Auslöser in der „Wirklichkeit“, andere Menschen, die scheinbar dafür verantwortlich waren. Der einzige Faktor, der immer gleich blieb, waren wir. Unsere Reaktionen, unsere Trancezustände, pünktlich immer zur selben „Mond-Zeit“.

Spätestens dann hat sich die Frage nach der „Wirksamkeit“ von Astrologie erledigt. Was da nun genau womit zusammen wirkt, wissen wir zwar immer noch nicht, aber wir können das System im besten Sinne anwenden und es funktioniert. Das reicht in der Regel für den Hausgebrauch.

Wer schneller sein will, nimmt die anderen Aspekte zwischen Mond und Saturn innerhalb eines Monats als Gelegenheit zur Übung wahr. Die Empfehlung wäre aber, sich erst mal nur auf die drei großen Aspekte zu beschränken, also Quadrat, Trigon und Opposition, dann wieder Trigon und Quadrat. Bis zur nächsten Konjunktion hätten wir also schon fünf weitere Erfahrungen mit diesen beiden Energien (Mond als Auslöser, Saturn als Anlage) gemacht. Später kann man dann auch noch andere Aspekte hinzunehmen, was sich aber in aller Regel als überflüssig herausstellen wird, wenn es um die Bearbeitung der Grundthemen geht.

Vor allem muss man auch den Zeitaufwand bedenken, denn es warten ja im Prinzip noch ALLE Auslösungen darauf, bearbeitet zu werden. Allein sämtliche Mondübergänge innerhalb eines Monats zu beobachten, erfordert da schon einen immensen Zeitaufwand. Aber zur Beruhigung sei gesagt – das ist ja nur ein erster Schritt. Außerdem - nicht alle Auslösungen haben denselben Effekt. Es gibt Verbindungen, die diese Trance-Zustände nicht zwingend auslösen, die also für diese Art der inneren Arbeit nicht relevant sind. Als Anfänger wäre es deswegen auch hilfreich mit fortgeschrittenen Praktizierenden zusammen zu arbeiten, die einem Hinweise auf Auslösungen geben können, die anfangs mehr Erkenntnisgewinn bringen.

Zudem wird man im Laufe der Zeit auch feststellen, dass es so etwas wie ein Hauptprogramm gibt, sogenannte Blockbuster. Ihre Handlungsstränge ziehen sich durch viele Einzelfilme, sind zwar immer leicht abgewandelt, aber es gibt einen Grundtenor. Das sind die wichtigen, diejenigen mit denen jede Art der Arbeit lohnenswert ist. Nebenschauplätze und –stränge werden dabei meistens automatisch mit bearbeitet, bei einer Lösung der Hauptkonflikte fallen die anderen quasi von selbst in sich zusammen. Aber wie schon erwähnt – das ist erst der Anfang. Es gibt einen nächsten Schritt und eine nächste Phase. Die heißt „Alltagsintegration“. Kein Retreat mehr, sondern mitten rein ins Leben. Und dann kommt die nächste Phase. Aber eins nach dem anderen.

Zurück in die Zukunft

Angefangen hatte das Ganze ja mit einem schrecklichen Morgen für Meta. Mars-Transit und so weiter…

Mittlerweile sind einige Stunden vergangen und ganz im Sinne von B wie befreit, rödelt diese Mars-Energie immer noch über die Tasten und möchte schreiben, schreiben und schreiben. Die Bilder (der alte Film, Meta als Terminator) tauchen dazwischen immer wieder mal auf, haben aber wenig Spielraum und bekommen kaum Aufmerksamkeit. Wir kennen uns ja mittlerweile zur Genüge, deswegen weiß ich auch, dass der alte Gladiator listig auf seine Chance wartet. Dann, wenn Meta aus der Schutzzone hinaus ins wirkliche Leben gehen wird. Und sämtliche Sinne durch Input von Umwelt und anderen Menschen mit Infos befüllt werden. Dann kommt die Interpretation und schließlich der Hauptfilm. Schnell wird alles graue Theorie (unter Mars-Einfluss blitzschnell) und ich merke wieder mal, wie lang der Weg noch ist.

Von A über B nach C.

Ach ja, D hatte ich eingangs nicht erwähnt, aber das ist eine komplett andere Baustelle, da sollte man dann am besten Buddha persönlich konsultieren. D steht für Dauerhaftes Glück und Dienst an allen anderen. Wer es schafft damit anzufangen, kann sich den mühsamen Weg von A nach C sparen, sollte sich dann aber auch unter die Obhut von jemand begeben, der das schon verwirklicht hat.

Wenn so jemand im Moment nicht zu finden ist, dann kann man ja schon mal zumindest die ersten Schritte von A nach B machen. Schaden wird es nichts, im Gegenteil. Und wer es ernst damit meint, ist herzlich eingeladen auch Fragen zu stellen (am schnellsten gehts über die Kontakt-Seite). Denn dieser Weg ist quasi ein Open Source Projekt. Da gibt es keine Berater mehr, sondern nur andere Menschen, die schon ein wenig länger unterwegs sind. Und deswegen ein paar Tipps geben können. Aber jede Erfahrung ist wertvoll und gleichwertig, irgendwie schreibt man das große Buch der Transit-Arbeit mit allen anderen zusammen: diejenigen, die schon länger unterwegs sind, klinken sich ein und teilen ihre Erfahrungen. Und diejenigen, die noch nicht wussten, dass es so einen Weg gibt, finden dann dadurch womöglich den Mut, ihn einmal auszuprobieren.

Titelbild (Loop-Collage bearbeitet): Horizont - Karin Beate Nøsterud/norden.org [CC-BY-2.5-dk (http://creativecommons.org/licenses/by/2.5/dk/deed.en)], via Wikimedia Commons; Andere Bilder: Camerashake - By Suwatch (originally posted to Flickr as define camera shake) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons; flickernoise - von Sebastien Bourdeauducq (http://www.milkymist.org/flickernoise/sailing5.png) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; Golem - By Amos Gitai (Amos Gitai) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; By Miszatomic (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons;

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