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Der kleine Weihnachts-Shift

weihnachten1Jetzt soll es mal kurz um Fluchten, Shifts und leuchtende Bilder von künftigen Zeiten gehen (Stichwort Jupiter). Die vermutlich normal sind, aber nicht zielführend, weil sie nicht funktionieren. Oder immer nur dann, wenn man gerade keinen Real-Kontakt mit einem anderen Alien aus der Menschenwelt hat, der soeben seinen schlechten Tag erlebt und darum alles tut, um einem den eigenen, auch eher durchwachsenen Tag endgültig zu schreddern (Stichwort Saturn). Dann ist von funkelnden Shifts und erleuchteter Menschlichkeit plötzlich nicht mehr die Rede. Aber erst mal: Fröhliche Weihnachten für alle! Und wenn sie nicht fröhlich sein können, dann wenigstens nicht bitter (woran man selbst ja eine Menge tun kann). Und falls sie doch bitter sind, dann hoffentlich gesund. So kann man sich weiter und weiter Richtung Akzeptanz hangeln. Wir haben ja jetzt Stiermond, und bei Stiermond ist es angeraten, sich auf das Greifbare mehr zu konzentrieren als auf das, was noch nicht da ist. Sprich, anzunehmen was ist. Dieses Jahr jedenfalls ist alles anders: Die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr begannen um 0 Uhr am Heiligabend ungewöhnlicherweise mit gleich drei Konjunktionen in 0° Orbis: Mond/Mars (4 Bogensekunden Abstand), Jupiter/Saturn (immer noch im demselben Grad) und Uranus/Lilith, ebenfalls im selben Grad. Wenn es da nicht irgendwo im Karton gerappelt hat, dann fehlt einem fast etwas.

0zeitFür mich war das Allerbeste an diesem Weihnachten (neben ganz viel Allerschlechtestem, das mir als Skorpionbetonter oft und gern zuerst auffällt) die Sammlung kleiner Momente. Eine Verkäuferin in der Drogerie hinter ihrer Plexi-Scheibe (ein Uranus/Neptun), die mir sehr gerade in die Augen blickte, als sie mir die EC-Karte zurückgab, "Schönes Fest!" sagte und mich ganz direkt anlächelte.

Mich, denn ich sah, dass sie wirklich mich meinte. Sie sah mit Bewusstsein hin. ich konnte das kaum glauben, so etwas war mir ja noch nie passiert kurz vor Weihnachten. Und ich lächelte, so gut ich konnte, über meiner Maske mit den Augen zurück. So freute mich das, wegen allem Stress, den man ihr auch ansah. Dann das Glockenläuten nach Heiligabend, das ich nach dem Feiern plötzlich zufällig gerade noch hörte, als ich über der Stadt durch mein Dachfenster ein paar Sterne ansah. Der Gedanke, dass die immer da sein werden und ich irgendwann nicht mehr. Dass alles gut wird, weil alles gut ist, selbst wenn es gar nicht gut ist. Und irgendetwas gar nicht Gutes ist ja immer. Die Wirklichkeit kann nicht bestritten werden. Nur interpretiert - und das ist unser spezifisches Muster, wie wir das sehen, worin wir leben. Den Kokon. Wissende nennen ihn: Die Matrix. Optiker: Die Brille. Ich habe mich jedenfalls gefragt: Wieso ist es immer das Licht - die Kerzen, die Sterne? Irgendwie wird es heller drinnen, wenn es draußen heller ist. Vielleicht ist das auch Uranus/Lilith. Die überraschende Klarheit und Freiheit VON etwas - wenn man in die Wüste geschickt wird, weil etwas anderes nicht passt, und alle Gewohnheiten eine Weile aufgibt. Ich will das gar nicht mehr "Chance" nennen, weil es sich so unangenehm anfühlt, weil ich vieles lieber anders hätte. Aber es ist eine. 

Wir können vielleicht in der Ruhe um die Feiertage und die Rauhnächte die Dinge etwas auseinander basteln, mit Hilfe der Konjunktionen zu Heiligabend und ihrer Themen. Etwas weniger "spirituelle" Ideologie, etwas mehr Selbstkritik und auch Selbstlob auf der anderen Seite. Es geht ja auch eine Nummer kleiner. All diese Bewusstseins-Worte. Shift, Switch, Sprung. Alles soll anders werden. Die Erd-Frequenz, die Denk-Frequenz, die Bewusstseins-Frequenz, die Harmonie- und die Balance-Frequenz. Am besten auch noch die Liebes-Frequenz. Wie technisch das ist. Als wären wir Roboter. Im Wassermann wird alles windschnittig? Da kennen wir Uranus schlecht. Erst recht im Stier, wo er Anfassbares durchmischt - und leider nicht nur so, dass alle sich am Ende singend in den Armen liegen. Das kann auch mal vorkommen. Aber Tausende von Jahren Menschheitsgeschichte lassen uranische Phasen nicht gerade als Gütesiegel für ethische Umschwünge erscheinen, weil währenddessen oft alles so wirr und kaum nachvollziehbar aufspringt, dass man als Mensch erst später nachkommt mit seinem Denken. Die Herrscher des 4. Quadranten sind alle so schwierig begreifbar, weil sie jenseits der Zeiten und ihrer Vorstellungen operieren. Von oben herab. Jupiter und Saturn im Wassermann geben vielleicht gerade mal einen kleinen Anker - aber Uranus im Stier bringt Wirrnis in die Welt. Sie wird noch virtueller, das vielleicht, und die Legenden um die Erhebungen und Erleuchtungen gleich der ganzen Menschheit (ohne großes Handeln!) passen da wenigstens ganz gut. Als Hoffnungen. Mehr aber auch nicht.

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Die drei Konjunktionen vor Heiligabend sind insgesamt für mich wie drei helle Sterne, die auch das erleuchten, was bis Silvester noch zu tun und zu denken und zu fühlen ist. Konjunktion heißt vergröbert: Da kommt etwas zusammen, was man nicht mehr richtig auseinander kriegt. Es besetzt einen auch gern. Oft macht man es selbst und dann muss man es auch wieder entfernen aus dem "System". Mond-Mars ist ja die Austreibung. Impuls geht mit Gefühl. In 8 hierzulande für oder gegen die emotionalen Konzepte von Neuem, die uns so an das binden, was wir einmal erlebt haben und immer wieder dafür sorgt, dass wir Neues alt einordnen. Für oder gegen die fixierenden seelischen Muster. Wir kämpfen (Mars) und wir fühlen (Mond) wie wir kämpfen, weil wir etwas bezwingen wollen.

Am Ende immer uns, unsere Sicht, die gegen Realität, wie sie uns überkommt, keine Chance hat, wenn wir unsere Beurteilungen nicht anpassen. Nicht wie brave Kinder, sondern im Sinne von konstruktiverem Mitgehen neben den Erfordernissen einer Zeit her, die uns prüft (wenn man es mal wie in einem Märchen sieht) oder quält (wenn man es einfach nur durchstehen will) oder herausfordert. Denn das tut sie, sobald ihre Muster uns nicht passen. Wir können nicht alles haben und stampfen emotional mit dem Fuß auf. Und keiner hört. Bis wir im Stier-Uranus angekommen sind, dem intrinsischen, einverstandenen Bruch mit den begreifbaren Existenz-Grundlagen, kann es eine Weile dauern.

Aber wir befinden uns ja bereits mittendrin in der radikalen Veränderung der anfassbaren Wirklichkeit. Uranus, der uns in Distanz dazu setzt und in Erde auch Distanz als notwendiges Mittel des Seins beschreibt, lässt alles Stoffliche unsicher erscheinen. Anders. Kühler bis kalt und unberechenbar. Das passiert nur, wenn es in einer Entwicklung nötig ist - und nicht, um eine Entwicklung zurückzutreiben in die Sicherheit. Deshalb habe ich mich entschieden, im Laufe des Jahrs, diesen theoretischen Satz praktisch zu akzeptieren - oder, sagen wir mal, es zu versuchen: Das einzig Sichere ist die Veränderung. Wenn man das einfach mal als wahr annimmt, nicht nur oberflächlich denkt, vielleicht erst mal nur ein paar Minuten, kann es sein, dass man auch für ein paar Minuten spürt, dass alles wirklich richtig und gut ist, so wie es ist.

Mit aller Angst davor, was da wohl noch kommt, mit aller Wut darüber, was fehlt und mit aller Hoffnung darauf, dass alles doch - bitte - bald wieder beim Alten sein soll. Aber wer will das schon? Wirklich? Ich eigentlich nicht. Und eigentlich doch, weil, das, was am Alten wunderbar war (Ich will kein Covid mehr, ich will keine Maske mehr tragen, ich will, dass es wieder Zinsen gibt und ins Kino, ich will mein schönes Leben zurück!), könnte doch vielleicht mal schnell komplikationslos zurückkommen. Und gleichzeitig etwas ganz Neues mitbringen. Was noch wunderbarer ist als das Gewesene. Was ja an sich gar nicht so wunderbar war, wie man es nun oft findet. Immer im Kopf, dann, wenn es weg ist, wenn es fehlt. Vorher nicht. Und so dreht man sich im Kreis, immer wieder. Mond-Mars: Ich will/nicht! Am Schluss endet das oft sogar in Selbstverletzung, weil man nicht so spirituell ist, wie man sein möchte (was heißt das schon?) oder so entwickelt, so reif, so dizipliniert, so bewusst, so freundlich, was auch immer. Und man ist es nicht, weil man nicht als perfekte Spirit-Output-Maschine gedacht wurde, sondern als Mensch, der wie Millionen anderer seinen schwierigen Weg zwischen den wechselnden Momenten finden muss, ohne eine Sekunde in seiner Entwicklung stillzustehen - weil einen jeder Atemzug verändert. 

Dafür ist Uranus im Stier, jetzt, mit Lilith, der Ketzerin, übrigens die großartigste Versicherung. Mehr als sonst. Nein, es wird nicht wieder so, wie es war. Weil wir nicht mehr werden, die wir waren. Nicht die aus der letzten Minute, nicht die aus dem letzten Jahr. Denn jeder Gedanke verändert mich, verändert uns. Wir werden neu. Komme, was wolle. Und das war immer schon so und vielleicht verändern wir uns tatsächlich in den kommenden Jahren noch stärker. Aber nicht weil, wir uns so bemühen. Wir werden nicht besser oder schlechter, wenn wir uns - wie früher gegenüber unseren Eltern - nun einem gesichtslosen Universum gegenüber abarbeiten dabei, noch bewusster oder hingegebener oder erleuchteter zu werden. Wenn es kommt, kommt es, weil es sowieso gekommen wäre. Und wenn es nicht kommt, dann nicht. Jede Zeit hat ihren eigenen Atem und ihre eigene Art, das Leben umzuprägen. Nun wird es schneller, vielleicht. Aber auch abrupter. Auch spirituell sein wollen ist nur Wollen. Wille. Impuls.

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Dann sind da noch die Hindernisse. Über Jupiter/Saturn habe ich ja schon einiges geschrieben. Ihr Wackelmodus beim Kaltstart in den Wassermann wirkt wie einer, der mit voller Kraft die Bremse tritt, während er mit dem anderen Fuß auf's Gas steigt. Das kann auch noch etwas dauern. Der Motor stottert und der Wagen säuft immer wieder ab. Das gilt auch für's Emotionale. Man spürt 1000 Impulse und kann keinen davon richtig umsetzen, weil zeitgleich mit ihnen sofort ein Gefühl da ist, das in den Rahmen des momentanen inneren Konzepts fällt. Will ich. Oder: Will ich nicht. Jupiter und Saturn unterstehen ja Uranus jetzt, was bedeutet, dass sie gesellschaftlich ebenfalls der Veränderung zu Diensten sein müssen, aber erst noch ihr Tempo finden. Jupiter will wieder voraus, immer auf der Suche und heizt Träume an, Saturn macht die Mauer, damit die Träume nicht etwa ohne Bodenhaftung angeschoben und dann wieder und wieder doch nur viertelweise umgesetzt werden.

Mond/Mars, der kleine Häwelmann, schreit dabei das Leben an: "Ich will aber! Ich will aber!" Was heißt: immer noch dürfen wir das alles wollen. Natürlich - aber können nicht immer haben, was uns jetzt als seelisch zwingend erscheint. Solche Konstellationen reißen manchmal tiefe Leerstellen auf, wo man nur weiß, es muss nach vorn, alles. Weshalb einem dann viele andere Leute erscheinen wie die kleinen Kinder. Diese Saite in einem selbst kann aber nur schwingen, da, wo man eigentlich auch wieder im Kindheits-Modus ist. Das kann sich manchmal fantastisch anfühlen und manchmal - da, wo es, man, alles destruktiv wird, wie ein Lauf über glühende Kohlen. Dann tut's weh. Und hört auch wieder auf. Wenn es dran ist.

Die lange, langsame Reise des Mars dieses Jahr durch den Widder ist ja immer noch nicht vorbei. Die Wunsch- und Willensnatur ist in allen und allem überstark und bricht sich immer noch an den plutonischen Fesseln aus dem Steinbock. Bis Mars im Stier dann langsamer und übersichtlicher umsetzen kann und wird (ab 6. Januar), wäre es ganz gut, sich schon mal einen Plan zu machen. Was habe ich aus meinen Bedürfnissen in diesen Monaten gelernt über mich? Was brauche ich von mir, was mir die Außenwelt nicht geben kann - wenn sie sich weigert? Und dann zu überlegen, wie man Nägel mit Köpfen macht, wenn der Impuls zu Stoff werden soll, in die Realisierungs-Phase geht. Innere Arbeit ohne äußeres Tun bleibt ein Hirngespinst. Denn selten ändern sich auf einmal alle Umstände, nur weil man sich denkt, dass Gedanken die Welt ändern können. Manchmal tun sie's. Aber wenn das so ist, muss man, wie mal unser alter und kluger tibetischer Lehrer sagte, auch das Karma dafür haben. Und erkennen können, wodurch eigentlich die Veränderung möglich wird.

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Oder anders gesagt (6 der Faktoren zu Weihnachten standen im Begegnungsquadranten): Was will diese Zeit von mir (nicht, was will ich von dieser Zeit)? Was brauchen die anderen? Der gute Rat, doch endlich mal an sich selbst zu denken, gilt dann, wenn man ihn sich selbst gilt, meist umgekehrt genauso. Neptun im Quadrat zur Mondknotenachse zeigt ja, dass die Themen dieser Zeit (pure Vision als Automatismus versus intellektuelle Behandlung/geistiges Dealen mit den Phänomenen der Materie - Südknoten/Nordknoten) sich nicht gerade fließend in Mitgefühl umsetzen lassen. Soweit, so unangenehm. Wenn Weihnachten vorbei ist mit seinen lichten Momenten, kippen wir alle ganz gern wieder ab, in den alten Trott des Ablehnens von Wirklichkeit. Man rettet sich dann, je nach persönlicher Lagerung, entweder in Science-Fiction-Vorstellungen von der Zukunft als dem Moment, wo endlich entweder der Mensch (also ich) alles erreicht, weil er alles endgültig "richtig" macht (spirituell, ethisch, sozial oder wirtschaftlich, ganz egal, es bleibt eine Legierung von Pluto/Jupiter).

Oder man tritt eben ein ins passivere Winter-Wunderland der großen Beschenkung. Für den Fall dass eben der besagte, von vielen schon angekündigte, vermutete Shift eintritt (was immer das sein soll), bei dem sich ominöse kosmische Mächte dem allgemeinen Bewusstsein eröffnen und "die Energien" fließend in eine neue Zeit eintreten. Das hört sich super an. Das wäre natürlich auch phänomenal. Aber diesen Shift zu "wissen" (tief innen) grenzt an spirituelle Arroganz. Man kann sich aber auch grottenolmig und tief frustriert vom Leben zurücklehnen und sagen: Hab ich's doch gewusst. Nie geht was, wie ich will. Vielleicht kommt wenigstens bald eine neue Regierung! Dann geht man auf die Straße und wird zum Schicksalsbezwinger, in dem man einen anderen Schuldigen dingfest macht. Alles prima, alles ok, alles engagiert. Nur irgendwie nicht so erfolgreich im Sinne des erwarteten, puren mentalen Bewusstseinssprungs, ohne große innere Eigenleistung. Denn wenn mal es mal weiterdenkt, heißt Veränderung ja auch anderes Denken. Selbst wenn man gerade überzeugt sein sollte, der einzige Mensch weltweit zu sein, der zufällig alles richtig denkt. Weil er ein Checker ist.

Grundsätzlich ist Hoffnung wunderbar. Sie zeigt, wie berührbar wir sind vom Leben. Sinnvoll, wen man ihr als tätiger Anteil des Erhofften beisteht - denn ohne mich wird's nie leuchten in mir. Und wenn es da tiefer leuchtet, als immer nur in eigene "richtige" Richtung, springt wirklich etwas. Wenn man mich fragt, würde ich sagen: Der funkelnde, untätige Shift ist zur Zeit ungefähr so wahrscheinlich, als würde "der Kosmos" demnächst die kleine Erdkugel zu einem platten Bestandteil einer Parallelwelt zusammenhämmern, in der alle alles bestimmen dürfen, was wir an unterschiedlichen Wünschen nun mal so haben und was dann alles gleichzeitig als Ergebnis eintreten soll. Auch wenn sich Bedürfnisse gegenseitig ausschließen. Was ein geshiftetes Paradies ins Reich der Engel verschiebt. Solche Shifts sind irgendwie schöne Märchen - so wie Klein-Sven sich offenbar gern die Segnungen der spirituellen Welt vorstellt - will sagen: Zutiefst menschlich und zutiefst erfunden und ein Beleg für die große Verzweiflung vieler an dem, was ist, was sie haben, und vor allem, was sie nicht haben. Das ist bittersüß und sehr, sehr vielsagend. Und ein Aufruf, was zu unternehmen. 

Meine Lieblingsfrage an Leichtgläubige lautet darum auch gerade an solchen Tagen wie Weihnachten: Warum sollte der Kosmos das für uns tun? Uns unseren Job abnehmen? Wo sich die Menschen auf unserem blauen Planeten normalerweise wirklich noch etwas zu oft gesammelt so schlecht benehmen, wie man nur kann? Unabsichtlich meist, weil wir einfach natürlicherweise Leute sind, die ihre Erfahrungen haben und sich spontan oft selbstbezogen entscheiden. Gerade jetzt, wo so viel virtuell ist - selbst die Kontakte zu den anderen um uns herum. Wassermann, Distanz. Das ist ja, wie es ist - richtig, angesagt, im Ton des Seins. Ob durch Zoom, Handy-Gespräche oder Masken. Einfach dran und drin. Die Zeit will das so, auch wenn sie keine Person ist, die Lebewesen schulen möchte. Ethiklos, letztlich, aber voller Rhythmen. Es tut ganz gut, sich daran ab und zu zu erinnern. Keiner will uns was. Das Schicksal ist das, was geschickt ist. Akzeptabel oder nicht.

Female icon black.svgDas zulaufende Venus-Neptun-Quadrat heißt für mich auch, sich der Endlichkeit des Wirklichen gegenüber der Unendlichkeit aller erlaubter kleinen Fluchten in uns bewusst zu werden. Auch wenn das wehtut. Den Shift wird es nur geben, wenn wir alle unser Mögliches dazu tun und ändern. Was immer anstrengender ist, als ein paar schöne, lichte Gedanken über die leuchtende Zukunft der Menschheit für sich weiterzuspinnen. Das hat was - klar. Man kann viel Zeit damit verbringen, ganz ungestört von anderen Seelen, die einen ärgern. Ein Shift kann kommen, ja.

Aber wenn, dann wird er nicht passieren, weil irgendein Planeten-Frequenzton sich ändert, sondern weil wir alle immer öfter etwas anders machen, als uns unser Impuls des Eigen-Sinns spontan eingibt. Erledigen müssen es viele von uns, die sich dazu auch selbst überwinden, mit ihrem Mond-Mars. In ihren Schmerzen, in ihrem Mangel, in ihrer ganzen nicht vorhandenen Perfektion. Venus, die Liebe, die man an Tagen wie diesen so stark spürt, wird zu Merkur oder zu Pluto, (Stier -> Zwillinge/Waage -> Skorpion), wenn die nächste Phase dran ist. Man kann dann Gedankenprozesse bewusst "haben" oder sich von ihnen haben lassen. Oder die Welt wieder mal ein bisschen zu irgendetwas zwingen (falls sie einen nicht zufällig doch zum spirituellen Superman oder Superwoman transformiert hat). Diese Stadien sind durch den Tierkreis besser zu verstehen. Dann wird's auch leichter, sich darin freundlich zu begleiten.

Ich weiß noch, wie ich dem besagten tibetischen Lehrer im Jahr, bevor er starb, einmal in einer Aufwallung von Größe ankündigte: "Ich werde in Zukunft seltener laut werden, wenn ich Konflikte mit jemandem habe!" Mir war dabei schon ganz flau. Er sah mich lange an, bis es mir peinlich wurde, lächelte geduldig und meinte nach einer Weile: "Dann hoffe ich, dass du dich daran erinnerst, wenn es soweit ist." Ich wusste in dem Moment, dass ich mich nicht erinnern würde. Und ich wusste, dass er das wusste und dass es für ihn keinen Unterschied machte, weil die Absicht immerhin der erste Schritt zur Verwirklichung ist. Und manchmal der letzte bleibt. Aber manchmal auch nicht. Und das ist es auch, was mir die drei Konjunktionen zu Weihnachten sagen: Es geht vielleicht am meisten um die Bereitwilligkeit, sein TUN einfach ganz langsam, dafür aber stetig, mehr in Einklang mit seiner Ethik zu bringen. Mit seinen Gedanken und Hoffnungen. Damit, was für ein Mensch man gewesen sein will, wenn man irgendwann diese Welt verlässt. Diese Art von "Shift" geht nur in Millimeterschritten. Aber entweder man verändert sich oder es verändert einen. Für Letzteres gibt es allerdings keine Garantien, in welche Richtung es geht. Ob man es selbst macht oder nicht, das kann man sich immerhin aussuchen, wenn man in diesen Zeiten lebt. So viel Bewusstsein zu haben, ist wirklich schwierig und eine richtige Anforderung. Aber allein eben auch schon ein großes Geschenk. Fröhliche Weihnachten noch mal! 

Bilder (bearbeitet): Pixabay + PublicDomainPictures

 

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Dienstag, 20. April 2021

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