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Es gibt ein wahres Leben im falschen

Glückwunsch, Frau Merkel! Joachim Gauck ist nun doch ihr persönlicher Herzenskandidat. Was war das für eine Zitterpartie. Bundespräsident darf er werden. Diesmal hat die Kanzlerin mit dem sonst so geschickten Händchen für Wackelfiguren politisch klug agiert und eine Scheidung der Koalition verhindert. Dabei hatte sie sich alles so schön ausgemalt: Ein weiterer Bruchpilot sollte kommen. Alles würde gut und beherrschbar sein.

Doch da schlug Herrn Rösler, dem sonst redlichen, aber schwachen FDP-Fisch, unvermittelt die große Stunde. Er richtete ein Veto mitten ins Gesicht der Koalition und Nation. Pluto peitscht eben seinen sonst schwerfälligen Steinbock-Mars auf: Halt! So nicht. Nicht mit uns, Westerwelles Nachfahren. Wir wollen keinen anderen, als diesen mutigen Pfarrer und Demokraten (wenn auch nicht Freien Demokraten!). Denn:  Nur zusammen sind wir alle stark. Zeichen der Zeitenwende: Exakt unter Sonne-Neptun auf Null Grad Fische vollführt Merkel danach doch noch den unglaublichen Loop. Und trifft allen Ernstes eine astrologisch und besonders menschlich schlüssige Entscheidung.

Merkels Dreh, ausnahmsweise dem kleinen Traum der meisten Bürger zu entsprechen und dem gemeinsamen Kandidaten der Parteien - außer ihrer - nachzugegeben, war ein Knalleffekt. Wieder bricht ihre Plötzlichkeit durch. Der überraschende Uranus-Faktor, mit dem sie schon mal das Hausfrauen-Image zum Müll gab. Samt ein paar überflüssigen Kernreaktoren. Diesmal mussten die Herren ihres Herzens dran glauben, das nun mal für weniger rebellische Naturen als Joachim Gauck schlägt. Die Krebsin ist da eigen. Selbst Herr Rösler (Das wird ihm noch leid tun!), den andere nicht ernst nehmen (Das wird denen noch leid tun!) kommt Schützemars am Schütze-AC mehr als eine Nummer zu keck. Die Vison, die gehört doch sonst ihr. 

 


 

Insgesamt war die Entpuppung des Kandidaten fast mythisch. Neptuns Wunderkerze. Aber auch ohne jede diesbezügliche Poesie hört man erleichtert, wie aus Gauck unvermittelt ein Normalmensch mit anderen Normalmenschen spricht: Bundespräsident calls Erde. Ein bisschen zerrupft und atemlos von der vielen Zeitgeschichte, die um ihn tobt. Wie seine Kanzlerin ihn im Taxi erreichte. Dass er danach noch nicht mal die Minute hatte, sich anständig zu waschen. Und vielleicht erst in tiefster Nacht Platz ist, wirklich richtig glücklich zu sein. Ein Gefühlsradikaler. Krebs und Wassermann und eine Dosis Neptun für's Drüberstehen.

So sind sie eben, die Wassermänner mit Pluto-Opposition und Fische-Venus. Anders. Der hier ein Mensch, der Schlimmeres durchzustehen hatte, als eine Berufung in ein Spitzen-Staatsamt. Der das auch weiß. Und es sich gönnt, völlig frei von den üblichen Formen über seine Gefühle zu reden. Verwirrt sei er. Das darf man sich unter so wunderlichen Entwicklungen auch leisten. Neptun-Sonne stand übrigens bei der Bekanntgabe fast exakt im Trigon zu Gaucks Aszendenten. Eine Glanzstunde, die jetzt schon den Glanzaspekt Jupiter-Uranus-Uranus-Jupiter ahnen lässt. Der kommt, wenn er's dann wird. In allen Ehren.

Auch dann kann man wahrscheinlich die Bundespräsidenten-Manieren vergessen. Die Uranus-Pluto-Gauck, dem lebendigen Symbol der mundanen Konstellationen, egal sind. Alles Fassade. Wenn die Kanzlerin am Ende der Pressekonferenz in Positur geht, für das Bruderkuß-Foto, trinkt er erst mal einen Schluck Wasser. Puh. Ja. So eine Aufregung. Staatsmann? Das ist ja ein Ding! Was soll's? Egal, Durst. 

Bei diesem neuen Staatsmann-Typus sieht man unter dem Eindringlichen eher den Effekt des Neptunischen, den Flow. Etwas vergesslich, aber immer "in tune". Er ist weder manieriert, im Elfenbeinturm, noch den Hauch von opportunistisch. Vielleicht ließ gerade das Angela Merkels lange Reise durch die eigene Abwehr entstehen. Diagnose: Gauck-Allergie. Aber mit offensichtlich durchscheinendem Hang zum kumpeligen Schulterklopfen vor Journalisten und Weltöffentlichkeit. Sie ist auch stolz auf sich. So zeigt eine Emotionale, die cool ist, ihre Sympathie. Die eine, kleine Ebene. Krebs-Sonne meets Krebs-Mond. Mit Gauck wird sie trotzdem nicht so Fahrrad fahren wie mit den abgehalfterten Kandidaten, die sie sicher durch die Landschaft schob.

Denn jener Mann "der uns neue Impulse geben kann" (Merkels elegante Umschreibung ihrer etwas zwanghaften Hoffnung auf alleiniges Weiterregieren = Merkur unter Pluto) bleibt jemand, der aus dem Herzen spricht. Ganz ohne Herumlarvieren oder die manchmal so bemüht offizielle Tapete, mit dem der polterige Krebs-Merkur der Kanzlerin sich so oft tarnt. Gaucks Wassermann-Sonne entspricht ihrem Sonne-Uranus. Aber bei ihm ist das mehr aus einem Guß. Er hat es, dieses immense Bewusstsein für Verantwortung, Demokratie und die Freiheit des Einzelnen im Sinne aller. Schon in sich drin, ganz ohne draufgesetzten Planeten.

All das ist für die Astrologie nicht wirklich eine Überraschung. Schon in der ersten Januarwoche merkte Loop! an, dass sehr wahrscheinlich sehr bald im Land wieder eine Gauck-Behörde installiert wird. Nur diesmal eine viel größere (siehe: BRD von Herzen). 

In den letzten Tagen zeigte sich, dass Joachim Gaucks Radix-Chart tatsächlich exakt auf die Planetenlandschaft reagiert. Seit Neptun in den Fischen steht, hat seine Venus Ahnungen. Seinerzeit sahen wir zwei mögliche Zeitpunkte für seine Benennung: Einerseits das aktuelle Zeitfenster, falls Wulff sich doch endlich in sein Schicksal "ergibt". Was menschlich für den neuen Kandidaten belastend wäre. Andererseits den Sommer. Wie zur Bestätigung meinte Gauck vor ein paar Tagen, dass er gerade eigentlich ein sehr, sehr glückliches Leben lebe. Und man mal sehen müsse, wie schwierig eine so plötzliche, druckvolle Herausforderung für jemanden wie ihn jetzt wäre. Wenn man ihn denn berufe. Jupiter läuft ins Quadrat zu MC-IC.

Kein Wunder. Mit dem Krebsmond als Herr 9 in 9 - analog zu Merkels Sonne und dem Deszendenten der BRD - kann und will Gauck sich Gefühle nicht vom Hals halten. Erst recht nicht die des "Volkes", für das Krebs klassisch steht. Da IST Emotion die Vision. Eine Ausnahme in der politischen Landschaft. Sonne-Neptuns Zauber kurz vor Neumond sei Dank. Das ist zunächst nur eins: Prima für Deutschland. 

Anfang der Bürgergesellschaft?

Angela Merkel setzt bei ihrem Schwenk - bei aller Verschiedenheit von Joachim Gauck, wie sie selbst sagt - auf ein sicheres Pferd. Nach Wulffs vorbewußter, sachlicher Teflon-Oberfläche mit Merkur am AC braucht die Öffentlichkeit wieder starke Bilder, die ein Bewusstsein anders prägen. Besonders, wenn Saturn dann in den Skorpion läuft und mit Pluto in Rezeption steht. Hier kommt Gauck, die nötige Ethik hat er. Und zwar nicht aus Kalkül, sondern aus Überzeugung. Wegen seiner schwierigen Kindheit mit dem Vater im Lager in Sibirien und einer Mutter, die ihn zu absoluter Aufrichtigkeit bis hin zu Widerstand erzog, geht ein Fenster auf in der Regierung. Eine neue Visitenkarte des Staates, der von Pluto-Uranus schwer gebeutelt ist. Eine Bürgergesellschaft wünscht sich Hildegard Hamm-Brücher zum Antritt von Gauck.

Wenn das einer schafft, dann er. Gauck kann anschieben. Mit der Wassermann-Sonne im Trigon zur BRD-Sonne und der neptunischen Venus, die so fein abgestimmt ist auf die Schwingungen und Schwierigkeiten, die im Transit kommen. Das Land hat ein Neptun-Sonne-Quadrat vor sich. Da kann der neue Mann ausgleichen. Und mahnen, warnen, das Zünglein an der Waage sein. Kein Wunder, dass mundan auch Sonne-Neptun herrscht, als Gauck berufen wird. Unglaublich fast, wenn man dazu eine dritte Sonne-Neptun-Konjunktion in seinem Combin mit der Bundesrepublik ausmacht. Der Coup von der Fische-Sonne Rösler aktiviert. Passender könnte man es sich nicht mal in Romanen basteln. 

Gaucks Rolle als Mensch und gesellschaftlicher Arbeiter war allerdings nun immer eine aktive. Wassermann hat seine eigenen, manchmal sehr exzentrischen Ideen. Umso mehr, wenn Pluto gegenüber jede politische, weltferne Machtpose anderer auf's Korn nimmt. Dass dieser neue Bundespräsident offiziell eine Bugfigur-Funktion hat und ab heute für eine ganz ungewöhnliche Gemeinsamkeit und parteiübergreifende All-Liebe steht, ist einerseits ansprechend. Und elegant. Gerade das mag ihm andererseits auch nicht schmecken. Denn Gauck mag keine Beschönigung. Er bezieht immer Stellung. Der frühere Bürgerrechtler will sich mit Widder-Mars, -Jupiter und -Saturn einmischen. Gesellschaftlich, zum Besseren. Nicht in fremder Leute Vorgärten. Da soll Frau Merkel in Ruhe die Rabatten schneiden. Allerdings kann Joachim Gauck sein gerader Gang nach vorn weitaus mehr Einfluß verschaffen, als allen Bundespräsidenten zuvor.

Auch aus der Ecke stammt also Merkels Gauck-Allergie. Einer, der mit seiner aufrechten Art selbst einen windschnittigen, alerten, wendigen Nerd-Typus wie Philip Rösler fast gerührt in Lobesreden ausbrechen lässt. Man konnte sich nur wundern. Gauck wird also seiner Bundeskanzlerin Alleingänge nie einfach abnicken. Falls ihre strategischen Entscheidungen gegen seinen guten Glauben verstoßen. Sie musste denn auch tatsächlich eine Kröte schlucken, gemeinsame Herkunft und gemeinsamer Glaube hin oder her. Will man sich denn wirklich Kampfgeist ins Haus holen, wenn es gerade so gemütlich ist und der Zwilling in 12, der haltlose Wulff, just sicher ins Land der Niedersachsen zurückgeschickt? Was könnte schöner sein, als da jemanden zu verhindern, der doch nur Ärger am Horizont aufziehen lässt? Hier will die Kanzlerin ihre Ruhe. Der Krebs-Effekt: Nur ich und die Kerze. Drumherum ist's dunkel (Döbereiner).

Aber was tut man mit einer pragmatischen Jungfrau-Venus, wie die Kanzlerin eine hat, nicht alles, um Gefahren abzuwenden. Man dient. Bevor die Koalition vollends auseinanderbricht. Und Herr Rösler gar seinen Pluto-agitierten Mars tatsächlich geistig Amok laufen lässt. Politisches Denken unter Aufgabe des politischen Stolzes kann man Merkel nicht mehr absprechen. Sie weiß unter Pluto Opposition Merkur, der von Staatsseite (Steinbock) das persönliche Fühldenken (Krebs) in die Zwangsbox einweist, welches Konzept sie für ihre Kinder stricken, aber auch, welches sie gegen die "Lieben Bürgerinnen und Bürger!" nun gar nicht mehr durchsetzen kann. Das System "Ich, Mutter, ewig, Om".

Unter diesem Transit siegt schlicht das erfolgreichere, staatstragendere System. Selbst wenn der Kanzlerin bei Gaucks Vorstellung anzumerken war, dass hinter ihrer Schlappe, nun ausgerechnet einen Second-Hand-SPD-Kandidaten zu recyclen, tatsächlich auch persönliche Achtung versteckt liegt. Der Schütze-Mars in 1 will alles. Aber alles geht eben nicht. Also: Zack - die Entscheidung sitzt. Zur Not auch gegen eigene Interessen. Das muss man - bei aller Häme, sie habe nicht anders gekonnt - erst mal bringen. Da kann Frau Nahles, Wullfs Mit-Zwilling, aus den hinteren Rängen kurz danach buhen, wie sie will. Auch eine erzwungene Kehrtwende ist eine. Die soll man mit Nahles' launischem Krebs-Mars und Löwe-Venus einfach kurz nachmachen. Und dann noch mal anbringen, wie einfach das doch alles ist. 

Gauck sagt, Merkels habe ihm vertraut. Das war ihr irgendwie sichtlich peinlich. Nur deshalb ist er aber direkt aus dem Flieger in die Pressekonferenz gestürzt. Alles ein bisschen wie bei Lassie. Zu schön, um wahr zu sein. Vielleicht ist das nur am Tag vorm ersten Fischeneumond auf Neptun möglich. Das Kanzlerinnen-Vertrauen aber hat den Kandidaten aus der Unsicherheit gefischt, in die Menschen wie er geraten, wenn sie sich als politischen Spielball begreifen. Das will er nicht. Kann er nicht. Mit Mars auf Mond der BRD und Uranus auf Mars-IC, der die deutschen Altlasten so heftig beildert. Damit ist klar, er wird auch stören. Gut dem Dinge! Wie Walter Kempowski, ein Rostocker Stier mit Mars-Pluto immer sagte.

Die Zeiten von Kevin allein zu Haus, Merkel ohne irritierendes Regulativ, sind also vorbei. Auch wenn so viel Gemeinsamkeit und Verschmelzung zu so ungewöhnlicher astrologischer Stunde ein durch Uranus-Pluto rund um den Ac kirre gemachtes Land kaum erträgt. Schon tönen sie wieder. Bei Jauch heisst es: "Merkel und Gauck. Hm. Zu viel protestantischer Osten?" Und Heiner Geißler (zur Zeit unter Pluto Quadrat Mond-Uranus) ergeht sich gar in Fantasien, er vermisse den politischen Katholizismus. Nun, der wäre auch durch den Neumond-Bischof Huber (im Löwen) nicht unbedingt in die deutsche Führungsriege eingezogen. Wir sind Papst. Das reicht doch.

Joachim Gauck ist insgesamt jedenfalls ein politischer Mensch, ein Idealist und ein Pragmatiker. Der Double-Whammy zwischen Sonne und Jupiter mit der BRD garantiert dabei eins: Hoffnung. Die bringt einer, der wirklich weiß, was Unglück, Druck und Zwang politisch und menschlich bedeuten. Was Sonne-Pluto erlebt, wenn sich in der ersten Klasse schon der Neptun ins Quadrat dazu schiebt, muss man nicht gesondert auswalzen. Gauck steht gegen Willkür. Ziemlich gerade. Auch gegen eigene. Dass ein Bundespräsident kein Kaiser sein darf, der einer Regierung die Handschellen anzulegen versucht, hat er mal ganz klar gesagt. Plutos Ethik, mal anders.

Also wird er vermutlich einfach wirken. Am besten ein-. Das Combin mit der Kanzlerin zeigt Sonne-Mond, den Ehe-Aspekt, aber auch den bissigen Merkur-Mars im Widder, das Ticket für einiges an kurzweiligen Umtrieben zwischen seiner und ihrer Arena. Insofern kommen faszinierende Zeiten. Etwas Neues. Zumal dieser gemeinsame, schöne Strittigkeits-Aspekt schon bald unter Uranus-Pluto-Einfluß steht. Gaucks  Wassermann-Sonne Opposition Pluto entspricht der Zeitsignatur. Vielleicht wird er damit einiges abfangen, was sonst der Republik droht. Also ist doch ein kleines Wunder passiert. Auch ohne gleich rührselig zu werden oder zu viel Hoffnung in den neuen Bundespräsidenten zu setzen. Neptun, wie schon so oft gesagt, bringt Wahreres an den Tag als zuvor. Das macht sich an Menschen fest. Oder, um mal mit dem zukünftigen ersten Mann selbst zu reden: "Es gibt ein wahres Leben im falschen!"

(sri - 19.2.2012 - 22.39 h)

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