Loop!

Astrologie + Zeitung

Zufalls-Artikel aus "ASTRO-LABOR"

GZ: Mama Magna ist nicht weiblich

Am Anfang war das Wort, und das Wort hieß "GZ", übersetzt "Galaktisches Zentrum". Groß, edel, magnetisch. Wie die lyrische blaue Blume, nur schneller - mit einem Schimmer Raumschiff Enterprise auch eine astrologische Verführung, als hätten Captain Kirk und Spock zusammen gekocht. Der Punkt, zu dem die Galaxien in Licht-Geschwindigkeit zerren und ziehen. Halb Göttin, halb schwarzes Loch. Ein bisschen astrologische Attention-Whore und Neuzeit-Ikone, halb schwarze Madonna unter alten Bekannten. "Beam us up, Scotty!", zwischen die UFOs der klassischen Planeten und jüngere Brüder unter den Langsamläufern bis Pluto. Auf zur entgrenzten, riesigen… weiterlesen ~>

Zufalls-Artikel aus "MIND MAPS"

Wieso der Kopf die Wand braucht

Weh! Weh! Wär’ ich der Gedanken los, die mir herüber und hinüber gehen. Wider mich! Dies irae, dies illa*. (Faust I). Kosmischer Wetter-Wechsel: Wenn Mars - wie in den letzten Tagen - mit Sonne läuft und schnelle, hohe Aktivitäts-Pegel von Ärgerlichkeiten anzeigt und Saturn fast gleichzeitig in das alte Zeichen des Mars' zurückkehrt (heute kurz nach Mitternacht in den Skorpion), geht es wieder leicht mit dem Kopf gegen die Wand. Auch eine Lektion in Sachen Zorn und Disziplin. Zusammen mit dem Dritten im Bunde, Merkur, der jetzt aus der Rückläufigkeit abdrehte, prägen Mars und Saturn nun tatsächlich deutlicher das Astro-Wetter. Dies Irae,… weiterlesen ~>

Zufalls-Artikel aus "DAS THEMA"

2013 - Aufbruch: Teil 1

Liest man die astrologischen Prognosen für 2013, taucht immer wieder eine Konstellation auf: das mundane Quadrat zwischen Uranus und Pluto. Meist verbunden mit Assoziationen wie Umbruch, große Veränderungen etc. In der Öffentlichkeit werden astrologische Prognosen häufig immer noch dargestellt, als handle es sich dabei nur um einen kurzen Blick in die geheimnisvolle Glaskugel der Zukunft. Eine Vision also, die der Astrologe hat, und für die der astrologische Hintergrund nur eine Art metaphysisches Medium bildet. Viel weiter entfernt von der Wirklichkeit kann diese Einschätzung nicht sein, wenn man sich einmal praktisch mit dem… weiterlesen ~>

Zufalls-Artikel aus "BUNTES"

4 Babies und das 70-Millionen-Wunder

Mehr über Mehrlinge: Ace, Blaine, Cash und Dylan mit ihrem Widder-Aszendenten und der Sonne an Spitze 12 waren der Jackpot. Eins zu 70 Millionen beträgt die Chance für eine medizinische Sensation wie die dieser Wassermann-Babies. Die Jungs aus Texas, geboren am Valentinstag 2013, kamen nicht etwa als Vierlinge zur Welt, sondern als doppelte, jeweils eineiige Zwillings-Paare. Eine der seltensten Geburts-Konstellationen überhaupt, vor allem so, ganz natürlich. Mutter Tressa Montalvo hatte keinerlei Nachhilfe aus dem Labor. Mit Blick auf astrologische Marker gehen die A-B-C-D-Kids in den Schuhen anderer "Wunder-Mehrlinge". Auch bei unüblichen… weiterlesen ~>

Zufalls-Artikel aus "NEWS"

Zeitungs - Horoskope funktionieren doch

Das wäre jetzt mal eine typische Bild-Zeitung Überschrift, ein griffiger Aufmacher. Beim weiteren Lesen stellt man dann aber fest, dass etwas anderes gemeint ist, als der Titel auf den ersten Blick vermittelt. Es geht um das Radix der FRANKFURTER RUNDSCHAU, die gerade Saturn und einiges mehr an kosmischen Dissonanzen hat und heute INSOLVENZ anmelden musste. Wenn ich ehrlich bin, wundere ich mich immer wieder darüber, warum das astrologische Modell nicht nur bei lebenden und empfindungsfähigen Wesen funktioniert, sondern auch auf Geschäftsgründungen, Amtsantritte und sonstige Ereignisse bezogen werden kann. Also auch diese durch bestimmte… weiterlesen ~>

Der alte Mann, die Rede und die Scham

Reich-Ranickis Disziplin, nicht zu urteilen

Dies ist die Geschichte einer kleinen Rede. Eigentlich wurde sie an einem gleißenden Sommermorgen 1942 geboren. Um Punkt 8 Uhr 30 lief die Himmelstiefe damals in den Schützen. Fast zeitgleich wurde dessen Herr, Jupiter im Krebs, von der 11. Häuserspitze ausgelöst. Ein Zuhause in der Fremde, das plötzlich zerstört wird. Oder anders: Die Trennung von der Heimat auf dem Boden von Größenwahn. Es gibt so viele Analogien. Jedenfalls war es heiß in Warschau.

Die Kälte der Angst darunter brach möglicherweise wenige Minuten später durch, als die Himmelsmitte den großen Spalter Uranus überlief und in die Bestimmung brachte. Herr 6 sprach wieder von Trennung, Separierung, einer faktischen Mutation des Alltäglichen.

In diesem Jahr, 1942, war der Wassermann-Herr - kurz zuvor - in Konjunktion zu Marcel Reich-Ranickis Venus gelaufen. Damit schärfte er deren zwei Quadrate zum Radix-Uranus und Saturn an, die sich wiederum genau gegenüber standen. Immer schon hatten die beiden Langsamläufer dafür gesorgt, dass der damals noch sehr junge Mann zwischen allen Stühlen saß. Herumgereicht. Nicht hierhin und nicht dorthin gehörig.

Diesmal, an jenem schlimmen, schönen, warmen Bilderbuchtag im Warschauer Ghetto, in dem er leben musste, war die Spannung schon morgens so greifbar, dass sie einen weniger starken Menschen als ihn vielleicht zerrissen hätte.

Dies ist die Geschichte der Rede, die dieser Mann jetzt über jenen Tag, den dieses Land verschuldet hat, hielt. Den Tag, der über das Ende der Warschauer Juden entschied. Wann die Worte wirklich geboren wurden? Wer weiß das schon. Wen sie angehen? Alle, die guten Willens sind. Wer sie so lange aufbewahrt hat? Ein über 90 Jahre alter Mann, den viele wegen seiner schnellen Urteile später fürchten sollten. Einer, der damals und immer im Spannungsfeld von Flüchten oder Standhalten überlebte. Einer, der blieb. Einer, der kam. In jenes Land zurück, das für seine Toten verantwortlich war. Der nun Schuld berichtet, ohne von Schuld ein einziges Mal zu sprechen.


Am 22. Juli 1942, als die Deportation der Juden aus dem Warschauer Ghetto nach Treblinka begann, war Reich-Ranicki gerade 22 Jahre alt geworden. Seit einiger Zeit liebte er Tosia, seine Teofila. Sie starb erst vor einem Dreivierteljahr, nach einer langen Ehe. Damals, im Ghetto, muss es eine Liebe unter Strom geweisen sein, im Schwebezustand, den ein Uranus-Transit auf Venus eben mitbringt.

Für den "Judenrat" sollte Ranicki an jenem Morgen, der auch sein plötzlicher Hochzeitstag wurde, die neuen Pläne der SS mitschreiben. In ihnen ging es nicht um Zukunft. Sondern nur um eines: Tod. Den Tod derer, die er liebte, zu denen er gehörte und deren Todesurteil er damals auf Anweisung aufschrieb. Damit es am selben Tag noch unter die Ghetto-Bewohner gebracht werden konnte.

In diesem Jahr stand Ranicki, der Zwilling (Sonne, Venus und Merkur), unter Uranus und Saturn. Einer Kreidekreiskonstellation, die schon in seinem Geburtschart angelegt ist, und mit der er sich später immer wieder genauso viele Freunde wie Feinde machte. Sonne-Venus im Quadrat zu beiden. Das zerrt und zehrt. Lebenslang. An Maßstäben, Besitztümern und Ideen. Wenn eine mundane Konjunktion als Transit dazukommt, entsteht die berüchtigte Situation, in der einer mit angezogener Handbremse Gas gibt. Nach draußen kann das funktionieren. Drinnen entsteht unglaublicher Druck.

Ranicki hatte bei all dem einen großen Vorteil vor anderen mit ähnlichen Aspekten: Mars (Waage) und Merkur (Zwilling) trigonal zueinander, in Luft. Antrieb und Denken Hand in Hand, stets bereit, eine neue Idee, These, Lösung zu entwickeln. Dazu Pluto, der aus der Komfortzone (Krebs) die Opposition zwischen Fische-Uranus und Jungfrau-Saturn phasenweise entspannt. Immer wenn er ein Konzept fand. Ein System ausmachen konnte. Ein Urteil. Dann wurde die Zerrissenheit plötzlich zum Anschub. Durch Anpassung oder umgekehrt auch die Auflösung jeder Anpassung. Dann ließ sich ein Weg finden. Sekt oder Selters. Daumen hoch. Oder eben runter. Eine balancierfähige Achse Fische-Jungfrau kann äußerste Klarheit und Wahrheit schaffen. Bei Ranicki durch Vertrauen in sein Gefühl. 

Seine Anlage muss in dem jungen Mann schon damals zu dem immensen Biß geführt haben, jener bekannten Denkpeitsche mit Hang zum Dauerzynismus, die ihn auch später zum Dauerrisiko für litarische Karrieren machte. Ein Talent zur Abstraktion, zum Fokussieren auf das Gedankliche, das selbst äußerste Gewalt (die man sich oder anderen oder die andere einem selbst antun) zum Phänomen vereinfachen kann. Vielleicht war dieses Sein als Kopffüßler auch ein Teil des Bodens für sein Überleben in Warschau. Das in gewisser Weise Erscheinungen protokollierte. Mensch und Welt als Ereignis, das es zu berichten gilt. 

Marcel Reich-Ranicki war und blieb ein Denker. Der Vater und die Mutter - Pole und Deutsche - besaßen (typisch für Uranus-Saturn) kaum zu vereinbarende Wurzeln. Ein solcher Zwiespalt findet sich immer im Kind wieder. Das entwurzelt wird, wo es andockt. Und doch stets da andockt, wo Entwurzelung stattfindet. Es gibt unter diesen Aspekten wenig Solidität.

Die ersten Auswirkungen dieser zerbrechlichen Gabe, die sich genauso im Plus wie Minus zeigen kann, hatte Ranicki in jenem Juli bereits hinter sich. Schon als Kind verschickt. Zur Bildung. Wieder heim gezwungen. Von Polen nach Deutschland nach Polen, später nach England nach Polen nach Deutschland. Hin und her. 

Ein Wanderer, der in sich selbst am meisten Druck ertragen musste. Dabei neugierig und flexibel blieb. Und bei einem Schützemond Dauer und Berührung nur in einem fand, seiner Liebe zur Literatur (Merkur-Saturn-Rezeption, die nahezu alle Faktoren des Charts über die Herrscherkette regiert). Obwohl die Sehnsucht nach Festigkeit so groß ist, gelingt sie im Clinch zwischen Saturn und Uranus nie. 1942, als es zur letzten Konjunktion der beiden Langsamläufer im zweiten Weltkrieg kam, auf dem letzten Stiergrad (und schon im Orbis von Ranickis Venus), schoß dieser Aspekt mit all seinen Folgen hoch. Nicht nur persönlich, auch auf das große Ganze bezogen. Ein Zeittrend findet seine Protagonisten. Als die unendliche Tragödie um die "ererbte Ausstattung" verschiedener Bevölkerungsgruppen in Deutschland auf dem Höhepunkt steht.

Natürlich trifft sie auch den, der das Zeitsignum Saturn-Uranus so prominent in seinem Radix hat. Einen wie Marcel Reich-Ranicki. Beim Völkermord des Holocaust, der viele Mitglieder seiner Familie vernichtet, geht es um genetische Wurzeln, die ebenfalls in Stier enthalten sind. Um die Unvereinbarkeit mit dem "Völkischen", das ein Mann mit drei Stierplaneten und einem Pluto auf Ranickis Venus (und folglich wiederum zwei Quadraten zu dessen Saturn/Uranus) rund um Saturn-Uranus ausruft. Um Abstammung, die er entweder verdammt oder anbetet. Die eiserne Herden-Heiligung eines Adolf Hitler, der als Führer zum stierhaften Besitz selbst der Genetik verführt, verknüpft sich mit dem Schicksal derer, in denen er Anderssein und Wurzellosigkeit auch nur wittert. Die er dann unter dem Applaus der Herde aus dem Verband der Gleichen tritt.

Auch diesen Mann erwähnt Ranicki vor dem Bundestag in seiner Rede mit keinem Wort. Diesmal tut er nicht das, was Menschen wie ihn vor dem Wahnsinn retten kann. Den das saturnisch-uranische Stahlbad per Jungfrau-Fische (die Opfer-Täter-Szenarien der Achse) oft genug provoziert. Er urteilt nicht. Er schenkt sich den Pluto, der es ihm leicht machen würde. Kein Wort von Schuld. Kein scharfes, anklagendes Konzept einer Ethik, die Pluto als Ausweichpunkt der Saturn-Opposition als Lösung im Laufe seines Lebens so oft anbot. Kein Ventil des unendlichen Drucks. Diesmal nicht.

Seine Eltern sind tot. Gestorben damals. Seine Frau, die er im Warschauer Ghetto heiratete und rettete, lebt auch nicht mehr. Gestorben jüngst. Vor diesem Deutschland will der alte Mann trotzdem heute nur eines: Berichten. Und so entrollt sich dieser Tag, im Sommer 1942, wie ein Film. Kameras klicken im Bundestag, während einer über die klickenden Kameras der SS-Männer berichtet. Damals. Die Soldaten, die unter dem offenen Fenster die schöne, blaue Donau hörten. Für den Zwilling gibt es nur das. Den Bericht, die Erzählung. Das Protokoll einer Hinrichtung. Man kann den Sommer fast riechen.

Wie der Junge, der am schnellsten von allen schreiben kann, von einem SS-Offizier in den Block diktiert bekommt, dass ab jetzt täglich mehrere Tausend Juden nach "Osten", nach Irgendwo, nach Nirgendwo "umgeschlagen" werden. Das Todesurteil über die Juden von Warschau. Aufgenommen von einem späteren Literaturpapst. Aber das ahnt jene Zeit noch nicht. Wie der Junge am selben Tag begreift, dass er sofort seine Freundin heiraten muss. Wie er das vorm Rabbiner tut. Wie er nicht weiß, ob er die Tosia dazu überhaupt küsst.  

Dass am Tag seiner Rede, die in jenen Ereignissen als Möglichkeit schon enthalten ist, Merkur in Opposition zur damaligen Warschauer Sonne steht, weiß Reich-Ranicki nicht. Genauso wenig, dass auch Saturn im Quadrat dazu hoffentlich die so zwillinghaft neutralisierend berichteten Ereignisse neu im Gedächtnis einer Gegenwart festhämmert, die es nötig hat. Weil inzwischen wieder ein Fünftel der Deutschen latent antisemitisch denkt.           

All das sagt der alte Mann nicht. All das muss er nicht sagen. Es genügt zu erzählen. Wie ein Zwilling, ein Berichterstatter, das tut. Im Zeitcombin hat Marcel Reich-Ranicki an diesem Tag seiner Rede einen rückläufigen Merkur auf Saturn-Chiron in den Fischen. Die Boten der physischsten Schmerzen, die ein Mensch nur erleiden kann. In Opposition zum exakten Uranus-Pluto in der Jungfrau. Der Explosion eines Drucks in der Zeit.

Solche Reden so zu halten ist schwer. Solche Reden wirklich zu hören auch. Zumal an einem Tag, wenn drei Planeten auf 29 Grad stehen. Kurz vor einem Übergang, an dem man Notwendiges begriffen haben sollte. Es gibt mehr und Schlimmeres als literarische Tode. Es gibt mehr und Schlimmeres als Rezensenten-Urteile. Manchmal merken selbst die erst sehr spät, die einen Mann namens Reich-Ranicki verflucht haben, weil er stets so hart war. Dies ist die Geschichte einer kleinen Rede. Von der Mensch wieder lernen kann, sich zu schämen. 

(sri - 27.1. - 22.10 h)

Freitag, 4. April 2025

Suche

 

 

Translate

Sponsoring

sponsoring

Mit eurem Sponsoring helft ihr uns, auch nach 9 Jahren mit Loop! weiter hochwertige astrologische Information möglichst kostenlos zur Verfügung zu stellen. Wer unsere Arbeit mit einem Betrag seiner Wahl unterstützen möchte, kann das einfach und sicher per Klick auf den Button oben tun. Der Direktlink lautet: PayPal.Me LoopAstro. Herzlichen Dank! 

Login

Loop! verwendet Cookies, Google Analytics sowie einige Social Media Buttons. Um Ihre Privatsphäre zu schützen, benutzen wir als Like & Share Buttons nur Plugins, die ein höchstmögliches Maß an Datensicherheit bieten. Mit einem Klick auf den nebenstehenden OK-Button stimmen Sie der Verwendung von Cookies und der Datenverarbeitung zu, die in unserer Datenschutzerklärung (Direktlink unten auf jeder Seite) nach der neuen EU-DSGVO ausführlich erklärt ist.
Weitere Informationen Ok Ablehnen