Loop!

Astro-Labor

Share Yourself: Teile dein Ego!

Ich kenne Leute, also bin ich. Oder: Ich bin nur, wenn du mich siehst. Share Yourself. Seit Saturn durch Waage lief, ist vieles anders. Er verschob, zusammen mit Uranus und Pluto in zwei weiteren Zeichen der Initialzündung, die Bedeutung hin zum Prinzip des Veröffentlichens, der Erscheinung des Ich im Außen. Zur bestimmenden Idee vom Selbst, das unter die Leute gebracht werden muss. Ich als Wert, als Gebot, als Gesetz und Wellenbrecher, dessen Wirksamkeit sich an meiner sozialen Reichweite oder der Austauschbarkeit meiner Ideen misst.

Irgendwann endete das dann in bewegenden Botschaften wie dieser: Stand um 9 Uhr auf. Frühstückte. Ja und? Das fragt man sich zeitweise voller Verzweiflung. Saturn im 7. Prinzip erhebt Bezüglichkeit und Beziehung, die sie herstellt, zur Regel. Das Gebot der Salami-Taktik von Uranus im Widder kommt dazu. Pluto stellt das Ermächtigungsgesetz im Steinbock dar. Ergebnis: Bin besonders, habt mich lieb! Wir wollen all das teilen, vor allem in guten Zeiten.

Und dann geschieht, was geschehen muss: Ich kippe meinen (sonst für mich vielleicht unsäglich nichtssagenden) Mikrokosmos wie einen Kübel Dünger in die Welt. Mache mich zum Makro, was wiederum schriftlich dem Universum mitge-teilt werden muss: Mein Facebook-Freund X hört gerade mit Spotify "One Day" von Asaf Avidan. Wie gut, das endlich zu erfahren. Freundin Y outet, dass sie just den biologisch aufgezogenen Truthahn aus dem FoodieSquare Paket isst. Auch was Feines. A und B sind gemeinsam "in der Nähe von Berlin" unterwegs. Was sie da vorhaben, wird leider keinem verborgen bleiben. Schluß mit Privat. Her mit den edlen Bildern dessen, was ich bedeutsam finde und mich daher gleicher als gleich macht. Schon leben wir in einer ideellen Inflation des Besonderen, das Gemeingut wird. Lauter fragwürdige Kopfgeburten, da nun die astrologischen Weichen durch Saturn-Pluto-Rezeption in Verbindung zu Uranus wieder auf Divide et Impera stehen. Teile und Herrsche. Ein kosmischer Patt steht für die Zeit der gegenseitigen Zeichen-Dominanz ins Haus. Die Frage ist: Was ist eigentlich noch die Frage bei solchen Zuständen nach Waage-Saturn?  

Die Explosion des Persönlichen, das öffentlich wird, hatten wir ansatzweise ja schon mal: In den frühen 80er Jahren, als "Personal Computer" plötzlich für Einzelne populär wurden. Erste Schritte ins Jetzt. Auch damals stand Saturn in Waage, zusammen mit Jupiter und Pluto. Begegnung als Leitbild fängt stets mit den "geistigen", den Luftzeichen an. Die leider immer auch etwas Instrumentales haben. Tool-Boxen für Anwender. Zwillinge, der Gedanke, der in Waage ausgetauscht und vervielfältigt und im Wassermann bestenfalls ent-subjektiviert wird oder - schlechtestenfalls - zu einem künstlichen Golem mutiert. Nun, genauso kam es dann ja auch: Inzwischen teilen wir uns auf dem kleinen Planeten noch zu Tode. Nach Time-, Burden- und Job- ist Self-Sharing angesagt, aber statt dass faszinierende Selbste in die Bedeutung kämen, jedes nach seiner Anlage, und ein schräges Konzert mit notwendig bereichernden Dissonanzen entsteht, herrscht wieder nur Gleichmacherei. Uranus im Widder hebt virtuell die Polarisierung des "Anderen" auf, Milliarden ähnlich geschalteter, neuer Götter aus der Maschine, die von der Idee des Besser-Seins aber die Finger nicht lassen können. Schere mal probehalber aus und erlebe, was Mobbing heisst. Das kann einem schon auf die Nerven gehen. Was ich hiermit teilen möchte.

Teilen, damit war nun aber gemeinhin früher keineswegs ein Ausverkauf des Ich gemeint, sondern qualitativ Gutes, was quantitativ gerecht vergeben wird. Damit auch alle etwas davon haben. Es heisst also weniger, ein geschöntes, kommuniziertes Abbild meines Ego einen windschnittigen öffentlichen Eindruck machen zu lassen. Das alte Teilen legt vielmehr (siehe auch St. MARTIN VON TOURS mit seinem zerschnittenen Mantel) die Idee von Fische und Neptun zugrunde. Gib den Armen, weil du Mitgefühl hast. Nicht, um dich dem Kosmos überzuheben. Dieses Teilen geht ganz gut auch ohne exzentrische Vegan-Rezepte, Musikgeschmäcker oder Privatlebens-Events, die du zwanghaft (Steinbock-Plutos Anteil, der den Saturn in Waage beherrschte) veröffentlichst. Auch, wenn man sich kaum noch an die Zeiten erinnert, wo man schenkte, statt Schenken nur als Gag zu zitieren, ironisieren und irgendwie unter die Leute zu streuen. Motto: So bin ich. Ich tue.

Nun bietet Jupiter im Zwilling leider aber auch eine tolle Unterlage für den "KÖNIGSMECHANISMUS", der durch die neuen Sitten des Potenzierens auf Teufel komm raus mehr und mehr greift. Gruppen werden im Gleichgewicht gehalten, indem man individueller Scheinstärke und Glanzhunger Ventile (Uranus) schenkt. Zum Beispiel soziale Netzwerke, die zu Egomanie geradezu auffordern, ohne die Herde zu sprengen, die einen in Sicherheit wiegt. Was soll schon passieren? Wir schreiben uns doch alle noch. Vereinzelung? Nein, alle machen ja mit. Das schützt letztlich vor Aggression und Rebellion gegenüber denen, die wirklich etwas ändern könnten. Kurz: Der Irrtum des selbst-regierten sozialen Networkings, das eigentlich nur die fettere, weil verborgenere Version des Egotrips ist, zeigt sich als riskante Neptun-Variante, wenn man dabei die seelische Vernetzung aller mit allen vergisst. Von Seele zu Seele, in Echtzeit. Diesen alten, empfundenen Ruf, sich um Welt zu kümmern, der baden geht, wo ein Facebook-Herzchen beginnt, einen zu Tränen zu rühren und lebendigen Trost ersetzt. Dann schleicht sich Fische-Herr von hinten an und das, was mitmenschlich sein könnte, wird zum alten Muster von Brot, Spielen, Träumen fürs Volk, das sich elitär (Waage) vor Schwarm-Mechanik durch Intelligenz gefeit sieht. 

Letztlich bleiben wir aber alle anfällig für solche Irrtümer. Als Atome (A = nicht, Tom = teilbar) sind wir Menschen nun mal eigen, und vermutlich ist das auch gut so. Wir können uns zwar ausdrücken, Zwillinge, als verbunden erleben, Waage, und ideologisch und physisch auch wieder trennen, Wassermann, wenn wir entdecken, was an der Teil-Menge unserer Gedanken zu unterschiedlich war. Aber die ewige Verschmelzung von Ich und Du, die gerade die virtuellen sozialen Netzwerke auch untergründig suggerieren, gibt es real unglücklicherweise ja gar nicht. Dass Venus als Planet der Liebe wie der Sippe, die das Überleben sichert (Stier), einen so großen Anteil am Populistischen dieser Zeiten hat, wundert bei der ewig neptunischen Sehnsüchtelei nach dem Unerreichbaren allerdings keinen. Aufgehen in etwas erfolgt höchstens im Tod, physikalisch. Und ansonsten eher intellektuell. Weil nun mal - machen wir uns da nichts vor - vor Gefühl (Krebs) Gedanke (Zwilling) kommt.

Saturn in Venus' Luftzeichen schafft auch sogenannte "Sozialdiener", genauso im persönlichen Venus-Saturn-Aspekt wie mundan. Als solche funktionieren die Herden von Nerds und anderen unaussprechlichen Kategorien der neuen Austausch-Gesellschaft prima. Uranische Absonderung bei Anschein von Vernetzung statt des sprichwörtlichen Altruismus' des Wassermanns gewinnt die Oberhand. Wo eines aufkommt, zieht das andere den Kürzeren. Wobei die Funktionalität des Sich-Auslebens den eigenen Kopf auch nur für die Masse verbraucht. Im Uranischen wohnt ja sonst die Weltverbesserung, aber die wird eingestampft, sobald sie sich auf Selbst-Mitteilung herunterbrechen lässt. Nicht, wie der neptunische Mensch es täte, wenn er zu sich gekommen ist und begreift, dass es ihm selbst zugute kommt, anderen Gutes zu tun und danach dann handelt. Das neue Spiel klebt vielmehr noch an saturnisch-venusischen Klischees, die immer auch staatlich-gesellschaftlich entlastend sind. Das 7. Prinzip des Zodiak im Verein mit dem 10. kreiert dann solche bunten Rollen-Darstellungen, wie sie momentan als Ausläufer des Transits gehyped werden. Jede Mode bekommt ihren Namen und das joviale Mehr-Davon lässt ein Weniger-Davon woanders verdeckt stecken. Armut, wirtschaftliche Schräglagen, massive Probleme, die durch neue Hypes weggedrückt werden. Frust? Lieber nicht.

Die Waage mit ihren mehrheitsfähigen Maßstäben als das 3. Zeichen ab Löwe ist buchstäblich Ausdruck von dessen egoistisch-höfischer Verspieltheit, die für so viel guten Wumm in der Kreativität sorgen kann. Aber unter Umständen eben auch Symbol des egoistischen Ergreifens der Umräume. Wenn man, wie zur Zeit öfter mal, keine sinnvolle Funktion des Selbst für den Umraum mehr findet, was natürlich schöner, konstruktiver und mehr dem positiven Zeichenspektrum entnommen wäre, muss etwas anderes her. Deshalb befremden mich letztlich auch dieses endlose Sich-Vervielfältigen und der Kampf ums Ego und noch mal Ego nicht allzu sehr, mit dem Uranus Widder ununterbrochen in Sachen Selbst-Durchsetzung weiterzündelt. Ob nun in Kriegen, wie sie gerade wieder losbrechen, oder im Facebook-Account. Ich mag das alles nur nicht so gut leiden.

Um das Prinzip hinter dem Sharing von allem und nichts besser zu verstehen, habe ich ein Stunden-Horoskop erstellt, mit der Frage, worum es eigentlich geht bei der verzweifelten Teilungs-Wut, die ganze Lebenswelten über die Theke einer mehr oder weniger interessierten Öffentlichkeit schiebt. Besonders bei den auch nicht mehr blutjungen, aber mitnichten älteren Semestern mit Pluto im Skorpion = Verneinung des Existenziellen. Wenn es schlecht läuft. Und so (links) sah mein Antwort-Radix aus, das ich besser "Das mitgeteilte Selbst" hätte nennen sollen:

Wie zu erwarten, steht Herrscher 1, Jupiter für Erweiterung und Optimierung der Selbstdurchsetzung, exakt in den öffentlichen Außenwelten, auf dem Deszendenten. Man muss sich schon wundern, wie griffig das immer wieder fuktioniert. Dort tauscht er sich aus, bis Tastaturen locker geschrieben sind, in den Zwillingen überaus flexibel und thematisch zerstreut. Hauptsache, mitteilen, öffentlich. Sonne auf Spitze 12, die Herrscherin der Verbindlichkeit und Konzepte dahinter, steckt immer kurz vorm Sprung vom Unbewussten in die Bewusstheit. Aber sie bleibt versteckt, heimlich und wartet egomanisch auf ihre Entdeckung. Ihre verdrängte Macht kommt über Pluto (mit Mars in 1), der Durchsetzung im Verhalten, an den Tag. Reviere werden verletzt, Grenzen angegriffen dabei. Ein Aspekt der Auto-Aggression, der letztlich Mensch selbst schadet. Seht her, ich bestimme meine kleine Welt, die ich über Saturn in 10 zum Maßstab mache und per Jupiter-Vehikel dir aufdränge. Wenn du an mich glaubst, musst du sie schlucken.

Das Größte aber ist wie immer die Liebe. Venus als Herrscherin MC (plus von Feld 5, des Sonnenhauses, und 6, des Alltagskrams) wiederum in Waage 10 spiegelt die vergangene Saturn-Transit-Phase. Hier wird sie bossy, fordert, geliebt, gesehen, beantwortet zu werden, mit all ihren geistigen Maßstäben und physischen Begrenzungen. Wir erinnern uns: Gerade habe ich ein Reis-Pilav gegessen. Hm, lecker. Share. Höre mir soeben "Fake Empire" von The National an. Share. Sitze im Zug zur Arbeit. Share, share, share. Bin wichtig. SHARE. Sollst mich liebhaben. Ich. Bin. Doch. Wie. Du. Ätsch, stimmt ja gar nicht, möchte man sagen, wenn man weiß, dass alles Saturnische - im Gegenteil - Hierarchie, nicht Gleichwertigkeit, bedeutet. Hier zeigt sich auch der Konflikt der Kommunikations-Besessenheit im Austausch. Sie will ja in 10 gültig, bestimmend, zur Regel werden. Organisierte Lockerheit, sozusagen. Dazu muss wer oben und wer unten stehen - mit Venus als Anteilseigner des Problems noch einmal doppelt, denn die zeigt über Waage auch stets die Eliten an.

Die Sonne, das Selbst, ist sich der Tiefen, in denen es ums Überleben geht, des Existenziellen, hier gar nicht mehr bewusst, verdrängt Endlichkeit, Tod und Leben in 12, zugunsten der Moden dieser massiven Venus in der Himmelsmitte. Zugrunde liegt dem eine sehr persönliche Wut (Widder am IC) und der verhinderte "Wert" (über den eingeschlossenen Mond in 2) des Gefühlten, das sich in Distanz begeben hat und ausgerechnet über die eigene Exzentrik und Unberechenbarkeit stabilisiert. Die wiederum kann nun nur über Uranus in 3 heraus, die Power des Ausdrucks, der Wände zerreden kann, ohne zu hören, ob jemand antwortet. Beherrscht wiederum von Mars-Pluto in 1, dort Wolf unter Wölfen, maßstäblich in der Durchsetzung. Ein geheimes Super-Ego also, zu dem wir alle das ständige Teilen, Mit-Teilen, Urteilen über unseren bequemen Herdenalltag (Spitze 6 im Stier) konstellieren. So werden Bedingungen geschaffen, die später auch alles aus der Gemeinschaft heraustreten, das diesem Bild, der Larve (Mond-Neptun) nicht entspricht. Eigentlich tragisch.

Was? Heute noch keine DaWanda-Bestellung getätigt? Keinen Teekurs besucht? Nicht mit X in Y gewesen oder wenigsten ein kleines Bildchen vom Tafeln im Kreise echter Freunde gemacht, die sich dann über Facebook gegenseitig in den Bildern markieren und liken? Gegenwart, organisiert und erst bei Darstellung echt. Oder, wie oben: Herr 2 Saturn in 10 bringt Selbst-Wert real (über festlegbare SACHEN) in die Bedeutung. Bei Äsop gibt es die Fabel vom LÖWENANTEIL, die gut zu dem passt, dem das dienlich ist: Löwe, Esel und Fuchs jagen zusammen. Danach teilt der Esel die Beute in drei gleiche Teile. Sofort frisst ihn der Löwe auf. Dann ordert er beim Fuchs eine neue Aufteilung. Der schenkt dem Löwen seinen Anteil. Als der Löwe fragt, was das nun wieder soll, antwortet der Fuchs: 'Das Missgeschick des Esels hat mich gelehrt!'“. Im fixen Kreuz, wo der Löwe wohnt, geht es immer um Macht. Nur ist im obigen Frage-Horoskop der Löwe im Haus des Selbstkonzepts eingeschlossen. Ich herrsche, sagt das 5. Prinzip. Mit Sonne in 12 aber nur insgeheim. Ich teile, sagt das 11.

Das Konzept des Selbst als König darf nicht mehr sein, setzt sich aber rücklings (Sonne 12, Merkur retro) doch durch. Indem ich mir beim Gegenüber Rückhalt für meine Denkwelten und Maßstäblichkeiten hole, mache ich mich vermeintlich gleich. Das wirkt verspielt, heiter, aber was davon bleibt, kann man ausprobieren, indem man probehalber mal einen der Super-Kommunikatoren aus den IT-Bereichen beispielsweise die Fragwürdigkeit ihrer Lebensansätze diskutiert. Ironie als Grundeinstellung, die oft mit dem Austauschwahn einhergeht, kann nämlich einen absoluten Mangel an Humor und bierernste (saturnische) Schlachtfelder verbergen.

Als Primus inter Pares, Erster unter Gleichen, ist der typische Kommunikator dieser Zeiten umso optimistischer gestimmt (Jupiter) und weltläufiger, je mehr (Jupiter) er sich multipliziert und je stärker (Jupiter) der Applaus, je zahlreicher die Likes und Shares seiner "Freunde" werden. Das Tragische: Wie die Sonne in 12 im Frage-Chart zeigt, bleibt er dahinter einsam. So heftig er auch teilt. Damit hat der trügerische, neptunische Charakter der chronischen Selbst-Eröffnung von Lapidarem auch einer saturnalen Schnittmenge: Oben auf dem Berg der eigenen Maßstäbe, die eisern perfekt (Waage) verteidigt werden, ist man genau so allein wie in den Tiefen der Sehnsucht nach Berührbarkeit, die sich im eingeschlossenen Wassermann-Mond mit Neptun spiegeln. 

Gerade die Generation mit Pluto im Skorpion und der großen Angst vor Macht und Ohnmacht ist da eingebunden. Aus ihr stammt auch die Elite der Facebook-Erfinder. Hier wohnen all die schönen, stolzen Namen (per Saturns Klischee-Taufen in Waage popularisiert), die sie gern für sich gebrauchen. Wie GEEKS (von Freiheit besessen...), Nerds oder Internet-Freaks. Mich gibt's eigentlich nur als Gruppen-Kategorie. Ich strahle technisch-virtuell. Zu aller Nutzen. Objektiv. Wassermann. Ja, schon klar. Indem auch noch der letzte Panzer des persönlichen Separees durch Zurschaustellung von Neuem, Wertigen oder des eigenen Rebellentums geknackt wird. So geht der große Ernst, den Saturn nicht umsonst mit seinen Notwendigkeiten auch noch symbolisieren kann, als konstruktiver Faktor des Überlebens zugrunde. Habe heute geduscht. Habe mein Kind Darth Vader oder Neo genannt. Schenke mir ein iPad zum Geburtstag. Alles Zitate, Ironie. Inflation des Unwichtigen. Share.

Der Witz am durchaus überraschend uranischen Anteil des Lebens, der sich da nach Saturn-Waage austobt, ist ja, dass er überraschend bleiben sollte. Stattdessen wird aus dem Neuen doch nur wieder Kategorie, wenn es sich zu Saturn rückentwickelt. Es ist aber auch davor so, dass einen die Objektivierung immer wieder ins Subjektive zurückführt. Von Wassermann zum Löwen und zurück, keine Einbahnstraße. Vor dem Ego kann man also nicht davonlaufen. Gerade nicht, wenn Neptun in den Fischen dann irgendwann den Spot auf den versunkenen Selbstbetrug richtet.

Wieso nicht gleich etwas selbstkrtischer, eingeschränkter, fokussierter? Erst denken, dann reden, riet meine Oma immer. Und: Freunde sind nicht Freunde, wenn sie klatschen. Freunde trauen sich, dir ehrlich zu sagen, was du falsch machst. Die Stille danach ist für Neptun erholsam. Dahin geht am Ende eh alles, wie das letzte Zodiak-Zeichen schon andeutet. Besonders jetzt, da Saturn und Pluto als Helfershelfer in Rezeption stehen und sich irgendwann herausstellen wird, was am Ende von der virtuellen Herrschaft der geheimen Egos übrigbleibt. Bin gestern gestorben. Share. So funktioniert es ja leider nicht. Nur mal angenommen, es ginge danach irgendwie weiter, dann garantiert ohne iPhone. Schlecht, wenn man sich dann nicht an andere Umgangsweisen mit sich selbst gewöhnt hat.

PS -> Einen sehr schönen Artikel aus dem Dunstkreis dieses Zeitklimas postete gerade THE OXFORD ASTROLOGER auf Facebook. Wenn es nicht immer so viele wären, hätte man auch wieder mehr Lust sie zu lesen. Sonst entgeht einem vieles bei all der Beliebigkeit. Wie diese Perle aus der New York Times, deren Redakteure vermutlich wenig Ahnung von Astrologie, aber das kosmische Fenster doch ziemlich gut bewortet haben. HIER heißt es: "Ironic living is a first-world problem". Oder anders: Diese neue, teilwütige Art, Welt anzugehen, muss man sich erst mal leisten können. Sie kommt an Orten, wo es ums nackte Überleben geht, auf die Art selten vor. Und handelt darum schlicht und einfach auch von Arroganz. Share (...falls du dich etwa gerade ein bisschen von dir selbst ablenken möchtest!)

 

Bilder (bearbeitet): Lettera27 Foundation, Kathy Simon via Wikimedia Commons

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