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Newtopia - ein Herz für Astrologen

Kaum zu glauben, aber wahr: es gibt seit gestern endlich ein Fernsehformat, das sich bestens für astrologische Feldstudien eignet. Newtopia heißt das neue Projekt von SAT1, eine Mischung aus Big Brother und Dschungelcamp, nur ohne B-Promis und ohne Dschungel. Dafür aber mit Utopia, dem fernen Land in dem Träume wahr werden, vor allem der Traum von einer besseren Gesellschaft. Utopia liegt in der Nähe von Königs Wusterhausen in Brandenburg,und dort haben 15 Menschen, die einen repräsentativen Querschnitt durch unsere Gesellschaft darstellen sollen, ein Jahr lang Zeit, um aus dem Nichts eine Vorzeige-WG zu erschaffen. Oder eben genau an diesem hohen Anspruch zu scheitern.

Bei unseren Nachbarn in Holland ist die Sendung mittlerweile ein Quotenhit. Kein Wunder, denn dort fand die Erstausstrahlung schon vor einem Jahr unter dem Titel "Utopia" statt – pünktlich zum Stelldichein des Großen Quadrats, in das neben Uranus und Pluto „damals“ auch Mars und Jupiter eingebunden waren. Und wenn man sich das Chart der Erstausstrahlung ansieht, dann kommt man nicht umhin, der Idee ein gewisses Potential zu zugestehen.

Natürlich geht es aber wie immer erst einmal um das voyeuristische Element, Big Brother und die halbe Nation sieht zu, wie sich ganz normale Menschen unter erschwerten Bedingungen verhalten. Und natürlich möchte der Zuschauer vor allem Drama und Konflikte sehen, und wenn besonders harmoniesüchtige Kandidaten partout keinen Streit anfangen wollen, sacken die Quoten meistens schnell in den Keller. 

Da das ganze Projekt aber auf ein Jahr angelegt ist, dürfte auch jenseits von gewollten Dramen genügend Stoff für Krisen aller Art entstehen. Denn, davon darf man als Astrologe ja ausgehen – die Kandidaten haben auch innerhalb ihrer halbwegs abgeschotteten Welt immer noch Transite und Auslösungen aller Art, die sich dann auf die eine oder andere Weise zeigen werden.

Bei anderen Formaten wie dem Dschungelcamp, bekommt man dann aber als Zuschauer leider nur das zu sehen, was aus Sendersicht auch sendefähig ist. Da bleiben zwar immer noch einige Assoziationsmöglichkeiten in Bezug auf schwierige Transite, wenn es denn mal zwischen den einzelnen Bewohnern kracht, aber eben nur im Rückblick. Bei Newtopia kann man das Ganze dagegen live erleben - 24 Stunden an 7 Tagen der Woche, rund um die Uhr sozusagen. Und genau hier lacht natürlich das astrologische Forscher-Herz lauthals auf.

Denn wann hat man schon einmal die Gelegenheit in einem solchen Feldversuch ein ganzes Jahr lang „Freiwillige“ zu beobachten, wie sie sich entsprechend ihrer Anlagen unter bestimmten Auslösungen verhalten? So eine Studie war bisher nicht finanzierbar, jetzt liefern SAT1 und John de Mol die Basics dafür quasi fast frei Haus.

Fehlen nur noch die Daten der einzelnen Bewohner und schon kann der Spaß losgehen. Natürlich ist das mit Arbeit verbunden und vor allem ein Langzeitprojekt. Es wird also bei unserer geplanten Berichterstattung weniger um die üblichen kleinen und großen Katastrophen dieser Formate gehen, sondern um die Verifizierung bestimmter astrologischer Aussagen. Denn von einem darf man ausgehen – die Kandidaten wissen nichts von unserem Feldversuch und haben auch keinerlei Kenntnis von ihren Transiten oder sonstigen Auslösungen. Was immer sich also zeigen wird, ist aus Forschersicht hieb- und stichfest und kann live von Millionen Menschen beobachtet, überprüft und verifiziert werden.

Die Kandidaten in Newtopia nennen sich Pioniere, was ein wenig an die Zeiten vor dem Mauerfall erinnert und hoffentlich kein böses Vorzeichen für ein totalitäres Camp-Regime ist. Im Moment besteht die Gruppe aus 15 solcher Pioniere und von den meisten haben wir heute, an Tag 1, noch keine gesicherten Daten. Wer also in den nächsten Tagen über solche im Netz oder anderswo stolpert, ist herzlich eingeladen, sie an uns weiter zu leiten, damit wir die Chart-Galerie baldmöglichst komplettieren können.

Ein paar gibt es aber schon, zum Beispiel von Aurica. Geboren unter einem Neumond im Wassermann war ihr Leben geprägt von vielen kleinen und großen (Um-) Brüchen, vor ihrem Einzug arbeitete sie schiesslich als Kassiererin bei Aldi und ist nach eigenen Angaben darauf auch sehr stolz. Schon der erste Blick in ihr Geburtschart zeigt die Verbindung mit dem Sendeformat – Aurica´s Mars auf 15° Steinbock in Opposition zu Krebs-Saturn und im Quadrat zu Pluto-Waage passt bestens zum aktuellen Stand von Uranus und Pluto, aber fügt sich auch gut ein in das Chart der Erstausstrahlung von 2014. Von ihr darf man also einiges an marsischen Schüben erwarten, denn in Kürze wird das letzte Quadrat zwischen Pluto und Uranus ebenfalls auf den 15-er Graden von Widder und Steinbock ablaufen.

Hans, ein anderer Pionier, mit Löwe-Sonne und Stier-Mond eckte gleich zu Anfang in der Gruppe an, als er beim Packen einer Kiste, in die man alles Überlebensnotwendige für sich und die Gruppe stopfen sollte, erst mal an seinen Jogginganzug und seine Sportschuhe dachte. Insofern – das kann wirklich unfreiwillig heiter werden, was sich da zwischen den Bewohnern der schönen, neuen Welt in den nächsten 12 Monaten abspielen wird. Freuen wir uns also auf Andre (27) aus Augsburg, Aurica (40) aus Krefeld, Candy (44) aus Berlin, Christian (28) aus Bad Bentheim, Conny (45) aus Potsdam, Derk (26) aus Frankfurt/Main, Diellza (26) aus Siegburg, Hans (30) aus Hamburg, Isolde (55) aus Böblingen, Karolina (26) aus Berlin, Kerstin (38) aus Nabburg, Lennert (26) aus Wiefelstede, Steffen (61) aus Gelbensande und Tatjana (19).

Lenny (29) aus Essen ist dagegen schon das erste Opfer des neuen Formats. Nachdem er sich in der ersten Folge noch mit Löwe Hans angelegt hatte, verliess er gestern um 22:01 h Newtopia. Auf solchen Schwund muss sich SAT 1 wohl in Zukunft öfters einstellen, denn in Deutschland steht die Erstausstrahlung mit einer Sonne-Neptun Konjunktion im Quadrat zu Saturn nicht wirklich unter „einem guten Stern“. Aber es gibt ja immer einen Weg und wenn doch alles gut geht, haben die restlichen Teilnehmer in knapp einem Jahr nicht nur eine neue Gesellschaftsform entwickelt, sondern ganz nebenbei auch mitgeholfen, astrologisches Gedankengut zu verifizieren.

Mehr zu Newtopia in den nächsten Tagen, dann werden wir hier auch nach und nach die Geburtsdaten der Teilnehmer veröffentlichen.

Titel-Foto: ©  SAT.1/Thomas Pritschet

 

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