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Dschungel Tag 5: Gruppendynamik

Elf Sternchen suchten einen König oder eine Königin. Im australischen Dschungel unter erschwerten, kosmischen Bedingungen. Seit gestern sind es nur noch zehn, den Krebs-Söhnchen Michael Wendler hat sich aus dem Staub gemacht. Nicht ohne der Gruppe noch ausgiebigst zu versichern, wie lieb er doch alle hat. Aber das aktuelle Quadrat zwischen Mars, Jupiter, Uranus und Pluto macht es Gruppen im Moment generell nicht so leicht damit, einen soliden Boden für Gemeinsamkeiten zu finden. Die Camp-Bewohner sind ein klassisches Beispiel dafür, selten kann man mehr oder weniger live so eindrücklich erleben, wie sich gruppendynamische Prozesse  astrologisch abbilden und verstehen lassen.

Zwei Methoden bieten sich dazu an, wenn man dieser Dynamik ein Gesicht geben will – das Multi-Composit zwischen allen Angehörigen des Stammes und das Multi-Combin.

Das Multi-Composit

Das Composit ist im Prinzip eine sehr theoretische Angelegenheit. Man nehme die Halbsummen der jeweiligen Planetenstellungen der Gruppenmitglieder und berechne daraus einen Mittelwert. Das Problem dabei ist, dass so mitunter Konstellationen entstehen, die es im wirklichen Leben nicht gibt (zum Beispiel Merkur in Opposition zu Venus und ähnliches). Daraus kann und darf man folgern, dass es sich beim Composit eher um ein ideeles Bild handelt (die Gedanken sind frei und losgelöst von irdischen Gesetzmäßigkeiten…). Auch, weil die Grundannahme, bei der sich zwei Körper quasi immer in der goldenen Mitte treffen, voraussetzt, dass beide (oder alle) Beteiligten die gleiche Anziehungs-Kraft bzw. Wertigkeit haben. Das ist eben nur im Idealfall richtig.

Im „wirklichen“, astrologischen Leben hat eine Löwe-Sonne im Trigon zu Mars oder ein Krebs-Mond im Sextil zu Neptun zumeist eine weitaus stärkere Ausstrahlung bzw. Anziehung im Sinne der eigenen Themenkreise, als zum Beispiel eine Fische-Sonne im Quadrat zu Saturn oder ein Jungfrau-Mond im Quincunx zu Merkur. Die Vorstellung, dass sich zwei Menschen (oder eben mehrere) immer gleichberechtigt auf halbem Weg begegnen, ist aber durchaus weit verbreitet, entspricht unserem Gerechtigkeits-Empfinden und wird so zu einem Ideal, dass eine große Rolle in Beziehungen spielen kann. Diese mehr oder minder utopischen, projizierenden Vorstellungen von Anfangs-Phasen der Liebe oder anderen Begegnungen findet man oft im Composit gespiegelt.

Das Multi-Combin

Das Combin dagegen arbeitet zumindest, was das Datum angeht, mit der Wirklichkeit von Raum und insbesondere Zeit. Die goldene Mitte liegt hier zwischen den einzelnen Geburtsdaten. Sie ergeben einen konkreten Zeitpunkt in der Vergangenheit, dessen energetische Grundstruktur die erfahrbare und gelebte Gemeinsamkeit zwischen den Beteiligten abbilden kann. Wie ein neues, drittes "Wesen". Dadurch ist einerseits gewährleistet, dass es sich um etwas Reales handelt, einen Augenblick, der tatsächlich so statt gefunden hat. Und somit wird dieses Bild andererseits auch immer nur Zusammenhänge und Konstellationen abbilden, die der Wirklichkeit unserer „normalen“ Erfahrung entsprechen. Daraus kann und darf man wiederum folgern, dass Combine mehr die wirkliche und tatsächliche Ebene einer Beziehung darstellen. Also das, was ausgedrückt und gelebt wird. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass tatsächlich auch Begegnung stattfindet, man also nicht nur im luftleeren Raum oder in einem virtuellen Vakuum in Verbindung tritt. 

Zurück zu den Dschungelbewohnern…

Das Gruppen-Composit – alles Waage, oder was?

Dieses Composit sollte man erst auf sich wirken lassen. Lediglich Neptun im Schützen lockert die Waage-Betonung etwas auf (Mond in der Jungfrau ist mangels genauer Geburts-Zeiten bei den Teilnehmern mit Vorsicht zu bewerten. Er könnte durchaus auch noch in der Waage stehen). Klassisch geht es also um Begegnung, wobei das süßliche und blumige Image, dass der Waage so gerne übergestülpt wird, ja nur eine Seite der Medaille ist. Die Seite, die sich zeigt, wenn alles gut läuft, man sich quasi gefunden hat und tatsächliche Begegnung zwischen Individuen statt findet. Getragen von Toleranz, Kompromiss-Bereitschaft und dem Wissen, dass die Anderen eben anders sind und man genau das als bereichernd und belebend erfährt. Oder eben nicht.

Denn die andere Seite zeigt sich genau dann, wenn Begegnung zum Aufeinander-Treffen unvereinbarer Gegensätze und die Individualität des Anderen als störend für die eigenen Kreise empfunden wird. Dann entstehen genauso schnell und heftig Feindbilder, wie im Idealfall bunte Schmetterlinge durch gefühlte Bäuche schweben können. Im Falle unserer Dschungelkandidaten lässt die Massivität dieses Ideals der Begegnung eher auf schwierige Findungsprozesse schließen. Selbst was das gemeinsame Ideal angeht. Hier toben gleich die Klischees. Eine Sonne, Merkur, Venus, Jupiter – Konjunktion ist für sich schon ein echter Knaller, aber das noch angereichert mit Mars und Pluto entspricht dem, was man bisher sehen konnte. Emsiges Bemühen um ein Ideal der Scheinharmonie (Wie sollte man sein, was sollte man tun, wie sollte man sich verhalten?), chronisch unterbrochen von marsisch-plutonischen Querschlägern.

Gleichzeitig verkörpert die Gruppe als ideelles Sinnbild das, was uns der Zeitgeist kollektiv gerade um die Ohren haut. Sie wird zum Symbol einer Selbstfindung - unter den Transiten des Großen Quadrats, das diesem Waage-Moloch nur Probleme bereitet. Nichts ist einfach, nichts funktioniert von allein, außer in der Vorstellungswelt der Teilnehmer. Es könnte doch alles so schön sein, wenn da nicht die nervige Larissa, der übel gelaunte Winfried, der arrogante Wendler, die trashige Melanie, der langweilige Marco (usw. usw.) wären. Im Grunde würden sich alle gerne einfach nur lieb haben, aber leider steht dem die harte Wirklichkeit im Weg.

Das erste Gruppen-Combin (mit allen Teilnehmern)

Das Combin der anfänglichen Gruppe entspricht dem 10. Januar 1975. "Im wirklichen Leben", da wo das Combin über die Ebene verbindlich (weil vertraglich) zusammen gepferchter Kandidaten spricht, fand sich bis gestern nichts mehr in der Waage, außer Pluto selbst. Wobei der aber ebenfalls gerade hart durch die aktuelle Uranus-Opposition ausgelöst wird. Am Wochenende dürfte das dann ganz exakt werden. Bis dahin nervt das aktuelle Quadrat von Waage-Mars zur Gruppen-Sonne im Steinbock gewaltig. Vor allem, da auch der Saturn der Gruppe (in Opposition zur Sonne) mit ausgelöst wird.

Gelebtes Grundthema ist deshalb auch hier zum einen Entbehrung. Man leidet unter zu wenig Nahrung, Luxus und Annehmlichkeiten. Leben wird reduziert auf Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken und Ausscheidungs-Prozesse.

Und was der Gruppe als Ganzes fast noch mehr Angst macht, sind Gefühle, Stimmungen und Launen (Saturn im Krebs). Die sollten am Besten reguliert werden, statt ungebremst zum Ausdruck zu kommen. Funktioniert aber nicht, denn Saturn ist zwar Herrscher der Sonne, aber wird selbst wiederum vom Mond beherrscht. Der steht im Schützen und besteht vor allem darauf, sich selbst frei und unbehindert auszuleben. Das ganze Drama dann noch in wahrscheinlicher Konjunktion mit Mars, was die Eigenheit der auszudrückenden Gefühle etwas einschränkt oder bei Ausdruck ahndet. Entweder empfiehlt sich da ausgiebigse, sportliche Betätigung als Kompensation. Oder es gibt richtig was auf die Mütze.

Auffallend auch das Gesamtbild: Saturn steht bzw. stand einsam den restlichen Planeten mehr oder weniger gegenüber, wurde also nicht integriert, sondern eher abgespalten. Gruppendynamisch bietet sich da immer die stillschweigende (oder auch öffentliche) Ernennung eines schwarzen Schafes an, das den Saturn-Part übernehmen soll. Am besten jemand, der dort die Sonne stehen hat, sich quasi per eigener Anlage selbst anbietet. Und tatsächlich es findet sich eine, die wunderbar in dieses Konzept passt. Nennen wir sie einfach Larissa…

Ihre Krebs-Sonne steht der Gruppen-Sonne genau gegenüber in unmittelbarer Nähe zum Gruppen-Saturn. Sie wird stellvertretend gemaßregelt, und sie ist es auch, die der Gruppe Angst macht. Das allein wäre noch halb so wild, aber Larissa umgekehrt setzt ihre Neptun-Uranus Konjunktion auf die Sonne der Camp-Gemeinschaft. Und macht stellvertretend auch die Gruppe verrückt. Topf findet also Deckel und umgekehrt. Dass Paulchen Glatzeneder zum Sprachrohr dieses Verdrängungsmechanismus wird, ist ebenfalls astrologisch nachvollziehbar. Schließlich steht sein Saturn wie der Gruppen-Saturn im Krebs, er darf und muss also den strengen Richter geben. Nun liegt in solch einer Gruppendynamik ja auch eine Chance, wenn sich ein Mitglied quasi per se als Verkörperung eines Hauptthemas der Gruppe anbietet.

Allerdings sind die bisherigen Versuche, Larissa wieder „auf Kurs“ zu bringen, allesamt gescheitert, weil an der Wirklichkeit vorbeigedacht. Wenn es um saturnale Ausrichtung geht, hilft in der Regel nur Klares und Eindeutiges, Gelebtes und Unmittelbares. Statt sich also von Neptun-Uranus ebenfalls irre machen zu lassen, um dann aufbrausend und sogar gewalttätig zu werden, müssten die restlichen Gruppenmitglieder ihre eigenen Regeln konsequent umsetzen. Sich ohne Abweichungen genau an das halten, was sie vom schwarzen Peer-Group-Peter verlangen. Vorgelebtes sozusagen, statt nur Vorgedachtes.

Das neue Gruppen-Combin

So jedenfalls stellte sich die Situation bis gestern dar, vor dem Auszug der „Wendlerin“. Wieviel ein einziges Gruppen-Mitglied am Gesamtbild ändern kann, sieht man im neuen Chart. Die Combin-Sonne springt jetzt in den Widder, das Klima dürfte gereizter werden, aber die Gruppe als Ganzes auch aktiver. Saturn bleibt im Krebs, steht jetzt allerdings im Quadrat zu Jupiter und Pluto. Nachdem der gefühlte Platzhirsch weg ist, gehen die internen Machtkämpfe los. Ziel wird wohl weiterhin Larissa bleiben, aber auch Tanja, deren Sonne jetzt näher an diesem Saturn steht, könnte mehr abbekommen. Womöglich zieht sie sich noch mehr zurück als bisher und muss die Bühne Glatzeneder überlassen (dessen Sonne den geringsten Abstand zur Combin-Sonne hat). Als neuer Guru darf sich Julian fühlen, dessen Jupiter in Konjunktion zum Gruppen-Jupiter steht, was andererseits natürlich auch Segnungen von Pluto (Opposition) und Saturn (Quadrat) bringt. Soweit jedenfalls die Theorie.

Larissa dürfte nicht mehr allein auf weiter Flur - im Vordergrund - stehen, wie in den Tagen zuvor. Ihre Neptun-Uranus Konjunktion wirkt sich nicht mehr als zentrales Thema aus. Sie muss sich entweder jetzt anpassen, oder macht ebenfalls „den Wendler“ und zieht in den nächsten Tagen "freiwillig" aus. Um das zu klären, hilft der Blick in die persönlichen Auslösungen der Kandidaten. Der folgt im nächsten Teil unserer Astro-Dschungel-Studie. 

Zum Dschungelcamp-Special mit allen Artikeln -> LINK 

Titel-Bild: (c) RTL - alle Infos bei RTL-Spezial Ich bin ein Star - holt mich hier raus 

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