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Buntes

Mars, Saturn und die geteilte Liebe

"Love should be multiplied, not divided..." (Kody Brown):

Auf den ersten Blick ist es nur eine Reality-Soap mehr. Auf den zweiten die ungewöhnliche Begegnung von Mars, Saturn und mormonischen Sitten und Gebräuchen. Das, was die neue TLC-Serie Sister Wives erzählt, begann 1820 mit einem Jungen namens JOSEPH SMITH. Damals hatte der 14jährige, der früh "Sehersteine" mit sich herumschleppte und damit Schätze fand, Neptun auf Steinbock-Sonne. Seinem schwärmerischen Jupiter im Schützen erschienen im elterlichen Wald Jesus - und Gott gleich mit. Was man zusammen beredete? 

Genug, um 1830 die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu gründen. Auch "die Mormonen" genannt. Später freundliche junge Männer im Anzug, mit Bibel unterm Arm, an Türen. Zu nett für diese Welt und beinah mitleiderregend überzeugt vom Klinkenputzen. Kody Brown dagegen ist ein Yuppie, als viriler Steinbock aber mormonischer Fundamentalist. Und Polygamist. Denn sein Hardcore-Zweig der letzten Heiligen darf sich aus religiösen Gründen für die Ewigkeit immer noch an viele Frauen "siegeln". Praktisch, wenn man einen Skorpion-Mars hat, der sich mit zweimal Steinbock-Mars von Stifter Smith und der "Kirche" bestens verträgt. Der steht ja in Saturns Zeichen erhöht, liebt das Bestimmen und macht aus dem Trieb leicht Gesetzes-Regeln. Wobei die Hauptkirche die Vielehe bereits abgeschafft hat. Trotz der romantisch entgrenzten Fische-Venus, die sie mit Kody Brown, dem Vierfach-Ehemann, teilt. Den populärsten Botschafter und die Lehre des einsamen, gläubigen Jungen aus Vermont verbinden überhaupt einige Rückbezüglichkeiten. Seit gestern kann man Kodys Sister Wives (Schwesterfrauen) Meri, Janelle, Christine und Robyn sowie die 17 (bald über 20) Kinder nun auch deutschsprachig in der Doku-Soap bewundern. Ein Mekka für astrologische Forschungen, wenn man die Geburtsbilder dieser Größt-Familie mit dem gelebten Leben vergleicht.

Alle meine Frauen heisst die überraschend kurzweilige, wenn auch gewöhnungsbedürftige amerikanische Saga um Neumond-Geburt Kody Browns eheliche Umtriebe hierzulande. In den Staaten, wo die Vielehe religiös Tradition hat, scheint sie immer dann zu funktionieren, wenn die Ladies selbst weitgehend aus Familien kommen, in denen Polygamie zur Norm gehört. Man kennt es ja nicht anders. Browns erste Frau, Meri, ist Steinbock wie er, Sonne auf seiner Sonne (siehe Fünfer-Vergleich rechts, ohne Zeiten), sein Saturn steht im Quadrat dazu. Sprich: Regeln sind da, um erst einmal akzeptiert zu werden, auch wenn es einem schwer fällt.

Diese Saturn-Sonne-Synastrie zieht sich dann auch heftig durch die gesamte Ehe-Hierarchie. Mit Janelle, der zweiten Frau, verbindet Meri nämlich ebenfalls synastrisch Saturn-Sonne, sogar in Konjunktion, und die wiederum genau dieser Aspekt neu mit der dritten Dame des Hauses, Christine. Alle quasi vakuum-verschweißt. Man teilt sich Kids, Aufgaben, nicht aber das Schlafzimmer. Es sind drei Beziehungen, die streng sexuell getrennt gelebt werden, wie bei der Apostolic United Brethren (AUB) üblich, dem fundamentalistisch mormonischen Zweig, zu dem Kody Brown übertrat, als es staatliche Probleme mit der lange heimlich gelebten Vielehe gab. Saturn regiert eben das, was Bestand haben soll und deshalb sind die vier auch bereits bis zu 20 Jahren (erste Ehe mit Steinbock Meri) engstens verbunden. Letztere formal die einzig "bürgerlich" Verheiratete. Die beiden anderen ebenso formal, nur nach den Sitten der AUB, spirituell vereint.

Eheliche Verantwortung ist bei Browns zuhause wegen Kodys Schlüssel-Verwalter-Radix so oder so ein gewichtiges Stichwort. Die Überzahl (zwei) der drei ersten Frauen hat Erd-Sonne, eine im Steinbock, eine im Stier. Dazu kommt Widder-Sonne Christine mit Steinbock-Jupiter, die den gesamten Haushalt erledigt. Auch die Monde fügen sich den Konventionen, mit Jungfrau, Steinbock und Krebs. Es funktioniert. Bis - ja bis nach 16 Jahren eine vierte Frau, Robyn, mit drei eigenen Kindern auftritt und Kodys vierte Gattin wird.

Das splitternde Klischee

Soviel Einklang ist eben zuviel Einklang. Auch wenn das astrologisch wohl kaum so geplant war: Die Neue hat eine Waage-Sonne mit Pluto im Koffer, eine Konjunktion, die sie Meri und Christine leider an den Uranus setzt. Das System wankt plötzlich vor sich hin. Stoff für viele Folgen Doku-Soap. Als einzige hat Robyn damit deutlich Luft um ihr Licht, bringt aber immerhin bereits den dritten Steinbock-Mond in die Eltern-Ebene der Groß-Familie ein. Manchmal ist es schon seltsam, wie schlafwandlerisch sicher sich solche Zeichen-Cluster in Gefügen zusammenfinden. Rund um den Zuzug verwickelt sich der ganze Verband, um sich danach neu zu formieren. Eine andere Chance hat das Saturnische ja selten.

Die Browns sind bei all dem hoch amerikanisch vorzeigbar und (vor allem wichtig für den Sender) auch werbewirksam anzuschauen. Keine sozialen Ab- sondern Aufsteiger, mit einem Riesen-Haus und drei trennbaren Bereichen für jede Unter-Familie. Deshalb splittern die gewohnten Klischees über kinderreiche Ehen. Die Kinder besuchen spezielle "Polygamisten"-Schulen (Browns sind wegen gesellschaftlicher Ächtungen in einen anderen Staat gezogen) und geraten darum auch weniger ins Abseits. Solange sie in der Familie leben, haben die Kids wohl ohnehin kaum eine Chance, andere Lebensformen tolerierbar und bereichernd zu finden. Drum überschlagen sich auch ihre positiven Meldungen über die Segnungen der Polygamie.

Sieht man sich Kody Browns Horoskop im Vergleich mit dem der ursprünglichen Kirchen-Gründung der letzten Heiligen von 1830 an (links, beide ohne Zeit), wird schnell klar, wieso er sich mit zwanzig Jahren zu Joseph Smiths merkwürdiger Visions-Religion hingezogen fühlte. Venus-Venus in den Fischen (die spirituelle Verschmelzung), Saturn-Sonne synastrisch (wie Kody mit seinen drei ersten Frauen), sein Neumond auf Mars-Neptun-Jupiter der Kirche im Steinbock. Bleibt die Tatsache, dass es für ihn als Skorpion-Mars auch noch eine Menge anderer Gründe geben kann, sich nicht mit einer einzigen Ehefrau zu begnügen.

Ab und zu verläuft sich Kody sowieso in den Wohnungen, geht einmal pro Woche abends, streng nach Plan, mit jeweils einer seiner Frauen aus und begrüßt morgens manchmal versehentlich doppelt die, bei der er gerade übernachtet hat. Meri, die erste "Haupt-Frau", kommt ebenfalls mit einem Skorpion-Mars daher, der sich mit Neptun des Gatten verbindet (ebenfalls ein "mormonischer" Aspekt, siehe oben). Janelle setzt ihm den Schütze-Mars ins Quadrat zur Venus und Christine hat denselben Aspekt von der anderen Seite durch Zwillinge-Venus-Mars. Skorpion-Venus-Mars bringt wiederum Sisterwife Robyn, der Neuzugang, in die erotische Seite der Verwicklungen mit.

Ob Joseph Smith sich das damals alles so ausgemalt hatte, 1820, als Gott hinter einem Baum im Wald hervorkam? Man weiß es nicht. Am 21. September 1823 jedenfalls soll ihm erneut ein himmlisches Wesen (diesmal nur ein Vertreter, namens Moroni) begegnet sein, der ihn beauftragte, das Buch Mormon aus goldenen Platten zu übersetzen, das sich in einem Hügel nah New York befände. Quasi die Mormonen-Bibel. Alles nachzulesen in der kanonischen Schrift KÖSTLICHE PERLE.

Neptun-Sonne war zwar damals bereits abgelaufen, aber nun stand Pluto am MC des 17jährigen Smith und die laufende Venus auf seinem Uranus. Der astrologische Scheidungs-Klassiker brachte denn auch vielleicht die Vielehe in Smiths Gedanken-Kosmos ein. Oder, wie es gerade in der Leserpost (siehe Kommentare) zu diesem Aspekt hieß: 'Manche "Ehe" wurde durchs Fremdgehen sogar aufrecht erhalten.' Selbst, wenn man es kaum glauben mag, Kody Browns Geschichte spricht wenigstens formal dafür. In Fortsetzung kann man sie auf TLC auch im Netz jederzeit betrachten. Janelles Mutter hat übrigens nur Monate vor deren Heirat mit Kody dessen Vater polygamistisch geehelicht. So setzen sich auch ungewöhnliche Steinbock-Traditionen familiär fort.

Bild (bearbeitet): TLC via Facebook - Sister Wives 

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