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Europa-Wahl: Unser Mann für Brüssel

Noch unschlüssig, ob Sie überhaupt morgen zur Wahlurne gehen sollen? Und wenn ja, wer denn Ihre Stimme verdient hätte? Das hat nur bedingt mit dem kommenden Quadrat von Sonne und Neptun zu tun, denn grob geschätzt geht es der Hälfte der fast 400 Millionen Wahlberechtigten genauso. Dabei gibt es diesmal, zumindest bei uns, einige Besonderheiten, die völlig neue Perspektiven eröffnen. Denn die berüchtigte Sperrklausel, alias Fünf- bzw Drei-Prozent-Hürde fällt weg. Und somit können endlich auch Parteien von den großzügigen Brüsseler Abgeordneten-Bezügen profitieren, die bisher immer nur „draußen bleiben“ mussten.

Ob das der Idee von Europa wirklich gut tut, ist eine andere Frage, demokratisch ist es allemal. Denn auch hierzulande gibt es echte Alternativen zum üblichen Parteien-Eintopf. Wer bisher eher CDU gewählt hat, könnte es ja auch mal mit der Familien-Partei Deutschland oder der Partei Bibeltreuer Christen probieren. Und wem die SPD zu wenig radikal ist, die Linken schon zu angepasst, für den gäbe es die Kommunistische oder die Marxistisch-Leninistische Partei Deutschlands als Alternative. Bisher waren solche Stimmen ja „verschenkt“, diesmal braucht es nur ca. 140 000 Willige und schon sitzt man im Brüsseler Parlament. Für 7000.-€ monatlich plus Spesen.

Da kommt man schon ernsthaft ins Grübeln, ob es denn nicht an der Zeit wäre für eine „Astro-Partei Deutschland“. Slogan: „Niemand kennt die Zukunft besser als wir…“. Nun, vielleicht in sechs Jahren, sollte es Brüssel dann noch geben. Bis dahin hat die Suche nach einem geeigneten Stellvertreter oberste Priorität. Und natürlich sollte der Spitzenkandidat dieser Gruppierung auch gewisse astrologische Voraussetzungen erfüllen.

Zum Beispiel wäre eine Jupiter-Stellung Anfang Zwilling gut, denn da steht ja morgen die Sonne und damit wäre ein gewisser Erfolg schon mal im Bereich des Möglichen. Außerdem sollte er oder sie mit dem aktuellen Großquadrat anlagemäßig in Verbindung sein, am besten also jemand aus der Generation, die eine Uranus-Pluto Konjunktion im Geburtsbild aufweisen kann. Wenn dann noch Mars involviert wäre, hätten wir eigentlich schon einen Traumkandidaten.

Gesucht-gefunden, Martin Sonneberg heißt unser Mann in Brüssel. Geboren am 15. Mai 1965 in Göttingen bietet er schon fast alles, was das astrologische Wählerherz begehrt. Eine Jupiter-Venus Konjunktion Anfang Zwilling, aber noch viel besser – Mars, Uranus und Pluto Konjunktion in der Jungfrau. Koordiniert wird das Ganze bei ihm von einer Stier-Sonne in Opposition zu einem Skorpion-Mond mit Neptun-Anbindung. Ein Vollmond-Kind also auch noch, was will man mehr.

Stiere gelten ja gemeinhin als besonders pragmatisch, vielleicht erklärt sich dadurch auch der außergewöhnliche Name seiner Partei: Sie heißt schlicht und ergreifend „DIE PARTEI“ (Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative). Da merkt man auch schon den neptunischen Einfluss, denn damit kann sich wohl jeder irgendwie identifizieren, ein Sammelbecken für alle, die einfache Hausmannskost lieben und schätzen. Und auch das Regierungs-Programm ist vom Feinsten, in den 14 Hauptpunkten findet sich für fast jeden Geschmack etwas. „Einführung der Faulenquote“, „Abschaffung der Sommerzeit“, „gegen die Verblödung der Innenstädte“ bis hin zum „Artenschutz für Grüne“ auf der einen Seite, klare Absichtserklärungen wie „Von Griechenland lernen“, „Merkel muss weg“ oder „Das Bier entscheidet“ auf der anderen Seite (zum Parteiprogramm).

Wer jetzt denkt, dass es sich hier nur um einen Scherz handeln kann, liegt absolut richtig. Sonneborn ist ehemaliger Chefredakteur der Satire-Zeitschrift „Titanic“, und taucht immer wieder in der „Heute-Show“ auf. Daneben bekommt er ab und an auch mal einen Grimme-Preis, gerade eben für seine dreiteilige Serie „Sonneborn rettet die Welt“. Was ihm jetzt noch fehlt ist der Einzug ins Brüsseler Parlament, dort könnte er dann als Abgeordneter völlig neue Dimensionen des politischen Kabaretts erschaffen, live vor dem Europa-Parlament. Zum Beispiel wie angekündigt beantragen, dass die Dortmunder Currywurst als Weltkulturerbe anerkannt wird.


Und das Beste, das ist jetzt kein Scherz, man kann ihn und seine Partei morgen tatsächlich wählen. Wenn sich also genügend Spaßvögel finden, dann könnte es am Sonntagabend bei der Verkündigung des Wahlergebnisses, zumindest etwas zum Schmunzeln geben. Richtige Lacher dürften einem, angesichts anderer Ergebnisse, wohl eher im Hals stecken bleiben.  

Titelbild: By Alexander Klink [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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Donnerstag, 5. Dezember 2019

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