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Buntes

Alptraum in Neptun-Pink

beautyOh Gott, sie hat's doch geschafft und ist heimlich 60 geworden. Am 9. März, im Nachklapp zum Frauentag, ließ Fische-Frau Barbie (Mutter aller exzessiv-zwingenden Weiblichkeits-Träume) die Wechseljahre endgültig hinter sich und wandert seitdem Richtung Rente. Jung wie immer, denn sie hat gerade den Neptun als ewigen Weichzeichner im Zulauf auf Sonne (und Mond = Neumond-Geburt). Weiter gefragt (weil Träume nie aussterben und ein Mythos eben auch nicht altert). Es muss ja keine Wirklichkeit folgen. Nur Versuche - was Fische aufrufen, will Jungfrau erzeugen. Saubere Verwirklichungen.

Und: Neptun fällt sowieso aus der Zeit. Er tröstet, wenn irgendwo ein Defizit herrscht an Befriedigung, seelisch. Auch an diesem, daraus entstandenen, hellsichtigen Erfolgs-Vorbild für alle Plastic Surgery (und einige Magersuchts-Traumata - gut wissenschaftlich erforscht!) lässt sich das Zeitklima für das Geburts-Ereignis und sein gesellschaftliches Umfeld ablesen. Überläufe hat Barbie als Ventil für Selbstwert-Probleme viele ja schon hinter sich: Pluto und Uranus über Widder-Merkur/Venus und Steinbock-Saturn (die hierarchisch vermarktete und nur oberflächlich hart in form gepresste und kosmetisch gezügelte, aggressiven Weiblichkeits-Feldzüge).

So wie sich Weiblichkeit vielleicht ein Mann vorstellt, der selbst auch seinen Männlichkeits-Klischees verhaftet ist. Was prima wirkende, offensive Markt-Strategien mit sich brachte und bringt. Da die Barbie in der Manga-Ära einerseits moderner und andererseits altmodischer ist denn je. Eine Dinosaurierin aus Zeiten, als wir alle noch mit Puppen spielten und nicht nur Puppen bei virtuellen Spielen am PC bewegten, per Klick. Barbie, die Frau der Formen, mit Venus-Uranus-Trigon im Feuer eine ahnungsvolle Fahnenträgerin der noch nicht eingetroffenen Virtualität. Darunter der Steinbock-Saturn. Maßstäblich, prägend. Ein Alptraum in Rosa, der den zukünftigen kleinen Botox-Benutzerinnen alle Illusionen über Frau-Sein und -Selbst immer noch in Gestalt der venusischsten aller Konzept-Figuren nahbringt.

Dabei kommt viel Murks heraus. Man könnte Barbie auch durchaus völlig belanglos finden, hätte sie nicht so viel gesellschaftliches Formbewusstsein in Köpfe und Körper eingeprägt. So musst du aussehen, später! Damit Mann dich dann auch richtig liebhat. Was für ein Anspruch für ein noch zielloses, kindliches Gehirn. Jupiter-Pluto-Quadrat in Barbies Natal. Es wird zusammengerührt, was nicht zusammen passt: Kindheit und erwachsene Erotik. Der Fische-Neumond-Geburt legen sich solche Scheinwelten ja immer mal wieder gern unter - Illusionen. Erlaubt ist, was Irreales schafft. Barbies "Mutter", die Amerikanerin Ruth HANDLER, war nicht umsonst Skorpion mit Skorpion-Merkur im Quadrat zum Neptun (auch hier das Händchen für Träume). Ästhetisiert durch Waage-Venus und 7. Sinn für verkäufliche Systeme. Astrologie funktioniert mit allem, auch mit, für und bei Puppen.

Diese Skorpionin Ruth ist die graue Eminenz hinter der Firma Mattel, die eben am besagten 9. März 1959 den ungewöhnlichen Erfolgs-Prototyp in New York vorstellte. Eine Puppe, die wie eine Frau aussah und Brüste hatte. Was für ein Skandal, welch sofortiger, grandioser, nicht abreißender Verkaufserfolg. Zeitlos eben, Neptun.

Mrs. Handler (rechts Mittags-Radix) war nun mal der Meinung, kleine Mädchen brauchten zur Entwicklung weiblichen Selbstwerts nicht nur quäkende Baby-Puppen, sondern nun endlich auch eine, die daran erinnert, dass Frau nicht nur Mutti, sondern auch Darling sein soll. Jene Zeiten eben, da fiel das unter Befreiung. An sich mit Ruth Handlers Sonne-Uranus-Quadrat persönlich gar keine schlechte Idee, die ein visions-hungriger Schütze-Mars ihr dann in die Tat umsetzte. Natürlich auf dem Boden der damals gültigen plutonischen Konzepte und venusischen Bilder: Doppel-Skorpionin Grace Kelly war doch auch blond, sie hatte mit Mond einen Fische-Anteil wie Barbie. Marilyn Monroe mit Fische-Mars bediente ebenso die Länder der Männerträume. Wo, überhaupt, schmale Taillen sowie größere Oberweiten immer und überall gern gesehen wurden. Nun bei diesem Ding also. Barbie. 

Damals stand eben Lilith auch im Stier und man nahm wahrscheinlich an, diese neue Sicht auf brave Spielgewohnheiten erzeuge eine andere Marschrichtung in der weiblich ackernden Herde.

Und das kam so: Ruth Handler entdeckte bei einer Europa-Reise (siehe Schütze-Mars) eine Lilly-Puppe (nach einem BILD-Comic). Da regte sich in ihr gleich ihr Fische-Mond, den sie in seiner traum-schöpfenden und -erkennenden Qualität ihrer neuen Spiel-Tochter vererbte (Mittagsradix Barbie-Vorstellung links). Intuition paart sich bei Fische-Neumond sowieso mit Instinkt und einer hellsichtigen Qualität (wenn auch einer schlecht steuerbaren). So entstand die neue Puppentochter, die nach Ruths echter Tochter Barbara getauft wurde. Natürlich war die Vorstellung der Debütantin auf der Toy Fair in New York nicht astrologisch durchgeplant, aber bei der unbewussten lunaren Anbindung der Erfinderin geschickt gewählt.

So bekam Barbie genau die Anlagen als Projektionsfläche mit, für die sich die große Fische-Leere so eignet, wenn drumherum viel Schmerz und Depressionen (nicht nur im Weiblichen) toben. Lilith Stier bedeutet ja auch: Nötiges Bewusstsein für die Defizite im Selbstwert. Das schwarze Loch des neptunischen Dunkel-Mondes schluckte und reproduzierte in Barbie dann alles, was an Wünschen, Träumen und Hoffnungen in der Gegend herumflog. Motto: Mach den Mythos draus. 

Eigentümliche Koinzidenz, dass ausgerechnet Barbie-Mutter Ruth (mit Mond-Mars-Quadrat und Waage-Venus-Sinn für initiative Geschlechts-Vermarktung) in den 70ern Brustkrebs bekam und sich aus ihrem Lieblings-Projekt zurückziehen musste. Sie überlebte die Bitternis und fing nach der Krankheit mit der Produktion lebensechter Brust-Prothesen an. Tochter Barbie als Kult der Jahrzehnte wurde zur heiligen Kuh und jede Veränderung des Prototyps zur Staatsaffäre. Alle drei Sekunden wird noch weltweit eine der Fische-Neumond-Puppen verkauft. Das muss man erst mal nachmachen. Dabei fährt die kleine, dünne Barbie immer auch jede Menge Kritik ein (Sonne-Mond Quadrat Mars), die aber an ihrer zynismus-abweisenden Teflon-Oberfläche abperlt. A Star Was Born. Und eine Lagerung in Millionen Mädchen-Hirnen, die mit dem Körperkult einherging. Pluto in Jungfrau. Wir säubern die Konzepte.

Inzwischen wirkt sie sogar ein auf die wirkliche Welt, wo nach der Puppe eine Krankheit benannt wurde. Das Barbie-Syndrom. Ja, es gibt immer wieder Frauen, die nicht nur grob, sondern genau wie sie aussehen wollen. Was die Fortschritte der plastischen Chirurgie leichter machen denn je. Zwischen Mythos und Monstern ist in der kosmischen Spalte eine Menge Platz für Fantasien. Cindy Jackson aus Kentucky (rechts Radix) hat einst Guinness-Rekorde durch Höchstzahlen an Schönheits-OPs eingeheimst. Mit Barbie hat die Stierfrau u.a. eine besondere Mondphase gemeinsam (allerdings Vollmond), das Mond-Mars-Quadrat (Operationen) sowie den Jupiter-Pluto (die Glaubens-Konzepte). Widder- und Zwillinge-Venus folgen zuweilen auch äußerlich vorwiegend den Wünschen eines männlichen Feuer-Luft-Archetyps.

Mit offensichtlich ausgeprägten besonderen Kennzeichen, perfektem Kindchenschema (Babyface) und Wespentaillen.Aber dann muss man zu seinem yang-geistigen Bild dessen, wie eine Venus auszusehen hat, eben auch stehen. Es erkämpfen, eher männlich gelagert. Yang. Ursprünglich entsprach bei Barbie die Körpermitte daher sogar utopisch dürren 46 Zentimetern faktisch. Was aber schon früh die kleinen Mädchen im Selbstverständnis gedemütigt haben soll und falsch einnordete. Barbie glich damit noch weniger realen Körpermodellen als ohnehin in ihrem durchweg kosmetisierten Grobschema. Also wurde sie mit der Zeit taillenwärts ein wenig nach oben korrigiert und bei der Brust ein wenig nach unten. Politische Korrektheit, den Forderungen des Feminismus geschuldet, der ja bei Stier-Lilith als konstruktivere Variante auch immer mit drin ist im Barbie-Radix. Und sei es auch nur als chronischer Gegner der angeblichen Errungenschaft des Selbst-Seins (Lilith/Uranus-Quadrat).

Archetypische Figuren wie sie lassen sich ja auch nicht einfach aus dem Kosmos streichen. Genauso gut könnte man Märchen verbieten. Auch neptunische Fehltritte machen erst das Leben lebendig und verstehbar. Ah - so wollen wir also sein? Perfekt und wohlgeformt in jeder Hinsicht? Ja oder Nein? Ein bisschen wenigstens? Was sagt das über unsere Seelen? Wie viel des (immer sehnsüchtigen, nie erfüllbaren) Fische-Traums gönnen wir uns? Solange es Pluto-Neptun-Saturn-Sextile gibt, wie sie Barbie im Natal hat, wird es jedenfalls auch überdauernde Selbstkonzepte und deren Abbilder geben. Neptun lädt ein, Neptun dankt. Neptun spielt Wahrheit. Und die Firma Mattel vermutlich auch, die sich mit ihrem Zugpferd gut verkaufte. Sehen wir es so: Es ist nie wirklich schlecht, auch mit pinkem Grusel an die Unwirklichkeit mancher Träume erinnert zu werden. 

Bilder/Image by Alexas_Fotos from Pixabay 

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