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Der Moor hat seine Schuldigkeit getan

Wenn der Moor seine Schuldigkeit getan hat, kann der Dieter gehen. Der heisst jetzt nämlich Max. Wer in letzter Zeit dachte, er hört nicht mehr ganz richtig, beruhige sich: Der Schweizer Stier-Moderator Moor (früher Dieter, heute Max) von titel-thesen-temperamente und vielen anderen Sendungen im deutschsprachigen TV, hat sich bei Saturn-Transit Opposition Sonne kurzerhand umbenannt. So kann man Überläufe auch leben, indem man einfach eine neue Identität annimmt. Neptun in 1 oder mit Mars bedeutet sowieso, kein Ego haben zu sollen - und damit hat der neue Max Moor womöglich genauso ein Problem wie der alte Dieter. Fische-Mars und jetzt zusätzlich Herrscher selbst im Transit fordern immer: Schluss mit Revier-Pinkeleien. Da kann man dann auch mal schwankend werden, in der eigenen Identität. Auch wenn der Dieter - pardon - Max Moor sagt, er tut's nur, weil er "ändern will, was die Altvorderen bestimmt haben".

Ob das eine gute Idee ist, wenn Saturn in Spannung zum Standort läuft? Da erscheinen sie einem dann nämlich besonders gern bedrückend, die Väter, vor allem der echte, Großväter, Behörden, Hierarchien oder Gesetze. Was eine Sonne-Uranus wie Herrn Moor, dem Widerspruchs-Geist, mit dem eigenen Setting konfrontiert, das man nicht einfach abwerfen kann wie einen Namen. Dann folgt die Mühe eines saturnischen Transits eben anders auf dem Fuße. Denn viel Arbeit fordert er nun mal immer. Nicht neu für den Mann, der sich gern mal als einer mit den vielen überwirft.

Dieter, der passte dabei eigentlich zu Herrn Moors Anlage sehr gut. Der Name kommt nämlich aus dem Althochdeutschen und bezieht sich einerseits auf Volk (was Herrn Moors Waage-Mond im gleichen Zeichen mit Jupiter) hübsch bebildert und die Beliebtheit bei eben dem Volke schon prognostiziert. Die andere Bedeutung ist Heer, das nicht nur zu Widder-Merkur und dem Mars passt (zur Zeit dampf-gegart), sondern auch zum Übergang in den Sonnezeichen Stier mit der Her-de. Der neue Max dagegen will mehr Jupiter, denn er kommt von Maximus, dem Größten. Mit 1.90 Metern stimmt's nicht ganz, aber wenn man gerade ein zulaufendes Jupiter-Sextil auf Merkur durchlebt, kann man durchaus gedanklich übertreiben. Möge der Max dem Dieter nach abflauenden Transiten nicht plötzlich leid tun!

Wie auch immer, wenn Stier-Sonne sich etwas in den Kopf setzt, kann der Weg in die Umsetzung auch mal 55 Jahre dauern, allerdings nur, wenn es um die Fesseln der Anbindung an die Herde geht. Denn sonst ist das Fix-Zeichen ja eher ein Verwirklicher. Mehr als fünf Jahrzehnte jedenfalls hasst Herr Moor den Namen Dieter schon. Wie man an dem Moderator sieht, kommt aber selbst bei den anhänglichsten Venus-Kindern der Bruch mit den Sippen-Traditionen langsam und - wenn schon - gewaltiger als bei anderen Zeichen. Ein neuer Rufname ist ja durchaus kein Pappenstiel. Und gemeinhin fühlt sich Stier im Schoß und Dogma der Sippe selten wohl, aber doch viel sicherer als mutterseelen-allein unter fremden Etikett. Saturn aber tendiert dazu, der Sonne aus dem Skorpion einzureden: Deine Einbindung in die Herkunft ist zu beschwerlich, wobei der aufgelöste Fische-Mars die Mission gegen Anpassung unterstützt. Immerhin ist er nicht ganz durchgedreht, sondern hat wenigstens seinen Nachnamen behalten. Was auch keine Selbstverständlichkeit ist, wenn Neptun das Ruder übernimmt.

Und so heisst Dieter jetzt eben Max, ist aber mit Venus und Mars in den Fischen immer noch ein intuitives Kunst-Talent, was sich in den Jahren, als er noch Dieter hieß, dem Publikum auch vermittelte. Seit Neptun-Mars-Sextil moderierte er beim ORF Kunst-Stücke, 1993, bei Neptun-Uranus Sextil Venus und Quadrat Merkur ging er dann aber weiter in die weite Welt hinein. Weg aus Österreich, zum gelobten Medien-Magazin Canale Grande beim deutschen Vox. Noch später kam Satire dazu, die man mit Saturn im Schützen besonders Ernst nimmt. Und dann wurde Herr Moor zu einer Art Schweizer Harald Schmidt, da er bis kurz vor Saturn Konjunktion Sonne die Talkshow Night-Moor moderierte. Aber es gab, ach!, Krach mit den Vorgesetzten, weil der Stier an sich eben mitnichten so einfach ist, wie man ihm manchmal nachsagt. Die Zeichen mit Hörnern haben auch metaphorisch welche. Zumal, wenn Uranus in Bezug zum Aszendenten oder Sonne steht - letzteres beim Herrn Moor. Unruhige Geister eben, die ihre Füße nicht stillhalten können und ständig gegen die Traditionen aufstehen, gerade weil sie doch so abhängig von ihnen sind.

Darum machen sich Sonne- und AC-Uranus auf dem Boden der fixen Zeichen auch nicht unbedingt immer Freunde. Stier mit starkem Uranus lässt einen auch rastlos und zerrissen angesichts der Welt zurück. Denn analog dazu ist Venus-Uranus in der Münchner Rhythmenlehre ein sogenannter "Schott", der zwei Spiegel-Zeichen aufeinander setzt. Einerseits eine Blockade, wo die Inhalte des Uranus nicht spielend über Venus heraus können, andererseits aber die große Chance, die Unterschiedlichkeit von Trennen und Binden irgendwann doch zusammenzubringen. Aber wenn Sonne im Venus-Zeichen mit dem Wassermann-Herrn trifft, erfolgt eben manchmal auch der Kurzschluss wegen unterschwelliger Ängste. Dann kann es durch Druck zu solchen Possen kommen wie der mit dem Dieter, der zu Max mutiert und damit den Vater (Sonne) scheinbar überwindet. Eine Lösung ist das allerdings nicht. Genau wie die einstigen Ausrutscher, seine Landsleute, die Schweizer, als Idioten zu bezeichnen, und dann, bei Neptun Quadrat Sonne, als bestseller-schreibender Bio-Bauer ins auch nicht gerade aufregende Brandenburg überzusiedeln. Das Herr Moor aber als "arschlochfreie Zone" bezeichnet. Neptun-Transite wirken eben stark auf die Urteilsfähigkeit.

Der Stier-Teil von Herrn Max Moor ist seither in einer generalstabsmäßig aufgezogenen Öko-Idylle zufrieden, nur der Uranus, der randaliert in solchen Fällen doppelt los. Zwischen den Fronten des Quadrats zerrieben, betäubt der Moderator seine Nervosität, indem er Wasserbüffel namens Gandhi zu Buchfiguren macht und ein Dorf namens Hirschfelde zum Bio-Mekka stilisiert (SPIEGEL). Uranus erlebt er, wenn es zu friedlich wird, dann als Gegenwehr der Eingeborenen gegen den Moor-Trubel, Sonne, wenn es zu unruhig wird, als Anschub zur Super-Herden-Show. Saturn wird es richten. Das tut er ja immer. Herr Moor hat noch einige Zeit den Transit, der Entscheidungen fordert, irgendetwas ganz stabil zu machen, statt alles immer nur ein bisschen. Ein Max macht eben astrologisch aus einem Dieter auch keinen unkritisierbaren Mega-Jupiter. Mal sehen, wie er nach den Überläufen heisst. 

Bild (bearbeitet): Klaus Mueller (Own work) [CC-BY-3.0] via Wikimedia Commons

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Sonntag, 21. Juli 2019

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