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Widder-Ingress: Tor & kosmische Spalte

Prost astrologisches Neujahr! Heute am Mittag tritt die Sonne endlich in den Widder ein und markiert damit das diesjährige Äquinoktium (die Radices für Berlin 2013 und 2012 weiter unten). Über das erste Feuerzeichen ist viel geschrieben worden - es steht nicht nur für jeden Anfang und energetischen Neubeginn, sondern auch für ungerichtete Energien, die noch keine physische Form haben und sich bei der Wanderung durch den Zodiak immer wieder stark verändern. Mit der Zeit kurz vor und nach der Sonnen-Wanderung über den Frühlingspunkt 0 Grad Widder - dem Ingress - hat es aber auch noch eine ganz spezielle Bewandtnis.

Diese Phase gilt auch als eine Art Niemandsland, wo der alte Zyklus mit den Fischen gerade erst abgeschlossen wurde und der neue mit einer ganz anderen Art von Kraft völlig neu beginnt. Auf ihrer Seite ASTROLOGISCHE PSYCHOLOGIE und dem Blog ASTROPSYCHOLOGIE hat Gabriele VIERZIG-ROSTEK die Bedeutung dieser "kosmischen Spalte" aus der Sicht verschiedener Autoren beleuchtet. Es lohnt sich, ihren Einsichten, die wir im Folgenden im Original cross-posten, bis morgen einfach noch selbst nachzuspüren. Solange steht das Tor aller Anfänge noch auf: 

"Nachdem wir uns mit dem Eintritt in das Tierkreiszeichen Fische am Ende derselben beim Übergang in den Widder der 'kosmischen Spalte' nähern, wollen wir diese näher betrachten. In der Astrologischen Psychologie (API) wird die Zone von 29 Grad Fische bis 1 Grad Widder als "die kosmische Spalte" bezeichnet - die Stelle, an welcher der Körper in die Seele schlüpft. 

Louise Huber zur Grenze Fische-Widder

"Lange Beobachtungen haben gezeigt, daß es mit einer bestimmten Stelle im Tierkreis etwas Besonderes auf sich hat. Es ist die Grenze Fische/Widder, ein Punkt, der im Häusersystem dem Aszendenten entspricht. Bei 0 Grad Widder (oder 30° Fische) haben wir den Anfang und das Ende des Zodiaks, beim Aszendenten den Anfang des Lebens. Das Leben beginnt gewissermassen im Dunkeln, in dem wir noch kein Licht sehen. Aus dem Nichts, dem Unsichtbaren taucht ein Mensch auf und beginnt seine Reise ins Leben. Man könnte sich gut vorstellen, an der Grenze Fische/Widder hat der Kreis eine «Nahtstelle», wo sich die beiden Enden des Kreises berühren.

Mit ein wenig Phantasie lässt sich eine Lücke vermuten. Gleich einem Tor zur Inkarnation steigt die Seele aus ihrer geistigen Sphäre durch diese Öffnung in das Reich der Menschen hinab. Hier beginnt sie einen neuen Manifestationszyklus und am Ende geht sie wieder durch diese Lücke zurück in das Seelenreich, aus dem sie gekommen ist. Leben und Tod berühren sich hier in einer geheimnisvollen Weise."

[Links die Bilder der Tierkreiszeichen Fische und Widder des holländischen Künstlers Johannes Franciscus Gijsbertus van den Berg, genannt JOHFRA, der den Zodiak als Vorlage später berühmter Poster malte.]

 

Öffnung zur Transzendenz?

Aus einer anderen Sichtweise entsteht an diesem «Nullpunkt des Zodiaks» eine Öffnung zur Transzendenz, eine Lücke, die von 29 Grad Fische bis 1 Grad Widder reicht. Hier existiert eine «Nichts-Sphäre», eine «kosmische Spalte», die uns mit kosmischen Einflüssen und transzendentalen Welten verbindet. Interessant dabei ist, dass beim um den Zodiak gelegten Farbkreis entsprechend dem Lichtspektrum, an dieser Stelle die Farbe Purpur entsteht. Diese hat eine eigenartige Beziehung zur geistigen, ungeoffenbarten Welt. Wie sich diese Farbe im Zusammenhang mit dem Nullpunkt auswirkt, zitiere ich aus dem Buch «Transformationen, Astrologie als geistiger Weg».

Die Farbe Purpur

Purpur ist eine Farbe, die aus einer Mischung 50% : 50% von Rot und Blau entsteht. Purpur ist eine besondere Farbe. Wer trägt Purpur? Höhere Kleriker, Könige und Kaiser, also diejenigen, die über allem oder ausserhalb von allem stehen. Ein König ist unantastbar, dem normalen Alltag entrückt, desgleichen ein Kardinal. Er steht ausserhalb normaler menschlicher Massstäbe und trägt daher Purpur. Purpur und Violett (das dem 12. Haus entspricht), haben tatsächlich in der Farbpsychologie mit dem Nichts zu tun; wenn wir Violett in Zeichnungen oder Bildern finden, so hat es eine Nichtsfunktion. Etwas, was nicht existent oder so transparent ist, dass es vom Irdischen aus nicht greifbar ist.

Purpur ist ja eine irreale Farbe, die das Licht nicht produziert. Eine mehr diesseitige, mehr verständliche Auswirkung von Purpur sind Illusionen. In Zeichnungen von Geisteskranken findet man diese Farbe besonders häufig, weil diese in einer illusionären, einer nicht vorhanden Welt leben.

Purpur stellt also farbpsychologisch einen unrealen Geisteszustand dar und deutet darauf hin, dass der Betreffende mit mindestens einem Teil seines Wesens in einer Welt lebt, die «nicht von dieser Welt» ist, vielleicht auch in einer Phantasiewelt. Wenn wir einen Planeten auf dem «Nullpunkt» des Zodiaks (0° Widder) vorfinden, dann hat dieser Planet auch etwas von dieser Qualität; er ist nicht voll inkarniert, ein Teil verharrt noch im jenseitigen Bereich … " ('Astrolog' Nr. 113/1999)

HANS MARTIN DOMKE (ASTROLOG'-ARTIKEL):

"…einige grundsätzliche Überlegungen zur kosmischen Spalte: Der Schritt in das Widderzeichen stellt den abruptesten Wechsel innerhalb des Kreises der kosmischen Energiequalitäten dar. Aus einem veränderlichen Wasserzeichen erfolgt gleichsam ein Quantensprung in das kardinale Feuerzeichen. Nach einer Phase des stillen Suchens und Sehnens ist nun aktives, sichtbares Handeln angesagt, um in der eigenen Entwicklung einen kräftigen Schritt nach vom zu tun. Vergleichbar steht der Äquinoktial- oder der Frühlingspunkt auf der Ekliptik für den Neubeginn in der Natur. Die Kraft, die sich - gleichsam in sich gekehrt und neptunisch unsichtbar - in die Wurzel zurückgezogen hatte, wendet sich mit marsischem Impuls wieder nach außen und führt die Pflanze buchstäblich zu neuer Blüte! Wenn das keine elementare Wendung ist! Eine Wendung, die mit dem kosmischen Plan übereinstimmt und den Beginn eines neuen Kreislaufs darstellt!

Auch der Mensch steht in ständigem Bezug zu inneren Welten, auch wenn er es nicht immer wahrnimmt. Bestimmte Ereignisse können nun innere Wandlungsprozesse bedeutenden Ausmaßes auslösen, die mit geistigen Einflüssen in Zusammenhang stehen. Der eine fühlt sich solchen "geballten Ladungen" vielleicht hilflos ausgeliefert, der andere versucht, eine innere Beziehung zu transzendentalen oder geistigen Welten herzustellen, bewußt den Kontakt zu erhalten und auf diesem Wege eine "einschneidende" Lebenssituation zu bewältigen. Der Nullpunkt steht für die Möglichkeit, solche Wandlungskrisen, eben die Nullpunkterfahrung durchzumachen.

Solche Wandlungskrisen fördern entscheidend das Bewußtsein eigener Identität. Sie führen zu einer neugefaßten mentalen Einstellung sich selbst und dem Leben gegenüber, so wie es der Saatgedanke des WidderZeichens klarer nicht ausdrücken kann: "Ich trete hervor, und von der Ebene des Denkens aus herrsche ich." Eine derartige "Neugeburt" erinnert uns an den vergleichbaren Punkt auf der Häuserebene. Schließlich sehen wir dort im Aszendenten den Beginn eines Lebenszyklus - bezogen auf den Menschen ein Leben, das aus der Transzendenz kommt und sich inkarniert. Im psychologischen Farbkreis kennzeichnet die Farbe Purpur den Nullpunkt. Sie symbolisiert die Verbindung zu der für uns nicht sichtbaren geistigen Welt. Paradigmatisch für solche Verbindungen stehen Tod und (Neu)Geburt. Daher verwundert es nicht, wenn in dem einen oder anderen Fall von schweren Erkrankungen oder gar Nahtoderfahrungen in Verbindung mit der kosmischen Spalte berichtet wird ... " (Aus: "Die kosmische Spalte - Nullpunkterfahrungen" (mit Horoskop-Besprechungen) – 'Astrolog' Nr.9/1995

Die Astro-Psychologin BIRGIT BRAUN (Starfish-Astrologie) charakterisiert die Kosmische Spalte kurz:

0° Widder = Kosmische Spalte. "Nullpunkt". Wandlungskrisen. Stirb- und Werdeprozesse. Geistige Einflüsse. Sich hilflos irgendeiner Macht ausgeliefert fühlen. Wandlung der Lebensmotivation durch Berührung mit geistigen Welten."

GABRIELE VIERZIG-ROSTEK '-> (ASTROLOG' 177/2010)

Ich-Motivationen werden überprüft.

Die kosmische Spalte im Tierkreis ist die Zeichengrenze zwischen Fische und Widder. Da beide Zeichenenergien Ich-orientiert sind (Fische introvertiert, Widder extrovertiert), werden die Ich-Motivationen von Planeten überprüft, die diese Zone durchlaufen.

Nirgends ist der Übergang so drastisch, wie zwischen Wasser und Feuer. Hier geht es um Neuorientierung der Ich-Kräfte, den Neuanfang (Widder) mit vollem Elan, wobei jedoch alte, verinnerlichte Ich-Identitäten, alte Muster, Glaubenssätze und Lebenseinstellungen auf ihre Zukunftstauglichkeit untersucht werden müßten. Wenn Uranus die kosmischen Spalte durchschreitet, kann er die Qualität dieses besonderen Orts kosmischer Einbindung nutzen, um Neuland zu betreten, Neuorientierung, Neuordnung und geistigen Durchbruch zu bewirken. Die ideale Zeit für geistige Pionierarbeit! Wir sollten unbedingt beachten, daß alle noch so «schwierigen» Konstellationen nichts «bewirken», sondern für eine Qualität der Zeit, als Symbol für mögliche Entwicklungschancen stehen. Katastrophenszenarien werden immer dann inszeniert, wenn es an Visionen oder an Realitätssinn mangelt.

Beginnen wir endlich selbst mit Besserung. Suchen wir nach neuen Lösungen, schärfen wir unsere Wahrnehmung (Jupiter steht in Konjunktion mit Uranus). Alles kann gut werden, wenn wir die Augen öffnen. Meditieren wir für die Heilung des Planeten. Arbeiten wir an unserer eigenen geistigen Heilung. Nutzen wir die Erkenntnis, daß unsere intakte Matrix energetisch im Universum gespeichert ist und zapfen wir sie an, um heil zu werden! Diese Arbeit eines jeden einzelnen wird sich für alle auszahlen…" ("Uranus auf der kosmischen Spalte – Wie können wir den Planeten global im Zeitgeschehen verstehen").

Mehr von Gabriele Vierzig Rostek auf ihrer Seite ASTROLOGISCHE PSYCHOLOGIE oder dem Blog ASTROPSYCHOLOGIE.

Bilder (bearbeitet): Sidney Hall [Public domain], Chaouki Kamboua (Own work), Buch-t (Own work) via Wikimedia Commons

 

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