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Buntes

Merkur-Neptun: Schlaflos im All

Ein ungewöhnlich lang dauerndes mundanes Quinkunx und sein Ausdruck

Ich hatte einen Traum. Dass die Welt schlecht schläft in diesen Nächten, dass ich die Welt bin und meine Träume wirklicher als die Wirklichkeit. Halbschlaf, wirre Träume, aufwachen, wieder einschlafen, Träume, aufwachen, Halbschlaf. Dazwischen die Unruhe. Wichtige Erkenntnisse, die sich immer um dasselbe drehen, was ich nicht greifen kann. Jetzt dreht sich die dunkle Seite der Welt, in Spiralen, im Kreis. Immer, wenn das Licht gelöscht ist. Immer, wenn Neptun-Zeit ist, Unschärfe, Dunkel. Fassen und nicht geifen können. Einschlafen, aufwachen. Schwimmen, mich auflösen. Im Schlaf, wenn er sich einstellt, träume ich von Walen, Delfinen oder den Wellen, in denen sie schweben. Ein Tropfen Farbe, der in einem Nichts verläuft. Ich hatte einen Traum, in dem alles gut war. Ich habe von Merkur und von Neptun geträumt. Der eine war ein Dieb, der andere ein Wahrheitsfinder.

Morgen (Samstag) wiederholt sich zum letzten Mal ein ungewöhnlich lang dauernder Merkur-Neptun-Aspekt. Seit dem 26. Juni hat Merkur schon zweimal im Quinkunx zum anderen Herrn der Achse Jungfrau-Fische gestanden. Das Quinkunx ist wegen seiner Fusion nicht zusammen passender Elemente bei den einen gefürchtet, wegen seiner Dynamik von den anderen geliebt. 

Vorlauf, Rücklauf. Leben ein Film, den einer nach rechts und einer zurück nach links spult. In der Welt ist ein seltsames Klirren. Schemen tauchen auf, die Menschen sind, die ich kenne. Und täglich grüßt das Murmeltier. Wieder neu anfangen. Aufhören. Die ewigen alten Themen, die um mich kreisen, weil ich um sie kreise. Wie war dein Name? Zauber, antwortet ein bekannter Mund. Zauber. Ich frage nach einem Weg, dessen Anfang ich schon sehe. Da hinten, unter den Wolken, verschwindet er im Nebel. Ich kenne seinen Beginn, das Ende kenne ich nicht. Nie, sagt Neptun. Ich habe einen Merkur-Neptun in meinem Chart. Vom 6. ins 12. Haus. Ich habe Wahrnehmungsprobleme, sagt die Astrologie. Ich finde, dass meine Wahrnehmung die genauste der genauen ist. Auch wenn ich sie kaum ausdrücken kann. Ich kann in Bildern reden.

Wenn Merkur rückläufig ist, brechen viele Dinge ein. Jetzt ist er vorläufig geworden. Vorläufig bedeutet nicht endgültig. Es bedeutet, dass man sein Ziel sehen und benennen kann. Aber wer weiß, ob es sich nicht wieder auflöst? Dann, wenn man es gerade greift? Nach diesen, solchen, Tagen und Nächten? Wie heißt du? Zauber, sagt Merkur, der 150 Grade entfernt von Neptun steht. Ich verhülle das Leben, das du kennst mit einem Schleier aus Nicht-Sein. Ich bin. Kannst du das hören? Was antwortet eine im Traum, die sich träumt? Ja. Was jetzt passiert, unter der scharfen Dynamik, die einen Weichzeichner wie Neptun ins Denken, Sinnfinden, Benennen, zieht, nennt man Illusion. Oder Wahrheit. Dies sind besondere Nächte. Kommt ganz auf den Standpunkt an.

Manche verirren sich jetzt, manche, die schwimmen und dabei denken können, finden einen anderen Weg nach Hause. Einige verlassen sich auf die alten Muster der Logik und heiligen dabei, mehr als sonst, eine Illusion, die sie ins Niemandsland führt. Unter Merkur-Neptun - so - verdrehen sich die Maßstäbe. Du rauchst, du trinkst, du träumst, aber du weißt, dass du nicht sicher bist. Feuer schläft nicht. Und Merkur steht im Feuer. Dann verwickelt sich Dasein, auch am Tage, der Merkurs Domäne ist, wie die Nacht, der Schlaf, der Traum, der Bereich des Merkurs. Das eine kommt plötzlich, flimmernd und schwirrend, mit dem anderen zusammen. Zischt, erlischt. Wasser löscht Feuer aus. Entzündet, bródelt. Feuer bringt Wasser zum Kochen.

Unter diesen mundanen Konstellationen sind die Verwirrten noch verwirrter und die Verlorenen noch einsamer als sonst. Es muss doch zu lösen sein. Ach ja? So nicht. Nicht so. Löwe ist das 6. Zeichen ab Fische. Und Fische das 8. Haus des Löwen. Die Lebenskraft wird zum Alltag, zur Funktionalität des Verdrängten, nicht Geschehenen, nie Dagewesenen. Die Auflösung zum Schlusspunkt und Neubeginn jeder Individualität. Alles fängt immer wieder am Anfang an, nachdem es aufgehört hat. Endlose Schleifen. Quantenschaum, nennen es die einen, die immer benennen müssen. Sein, die anderen, die eigentlich vieles besser wissen, weil sie heftiger fühlen. Feuer und Wasser, der Funke, der sich der Wahrheit hingeben muss. Die Wahrheit, die sich dem Strohfeuer der Intelligenz, der Zuschreibung von Bedeutung, beugt.

Merkur-Neptun-Quinkunx ist kompliziert, so lange man es nur von einer Seite aus sieht. So lange man darüber nachdenkt. Wie in diesen Tagen. Wie in diesen Stunden, weit nach Mitternacht. Bevor die Chance vertan ist zu spüren, was irgendwo darunter, schwebend, schwimmend, diffus, mit seinen ausgefransten Kanten der Welt eine andere Idee von sich selbst mitgibt. Allein der Charakter des Aspekts macht seine Einmaligkeit aus. Eine Opposition könnte abspalten, die Konjunktion unmerkbar, weil zu stark verschmolzen sein, das Quadrat nicht sichtbar werden, weil sich immer entweder Merkur oder Neptun in der Blindheit des Winkels von 90 Grad verbirgt. Quinkunx aber: Ich sehe es. Dich. Uns. Und ich begreife es doch nicht. Ich weiß es. Ich ahne nicht mehr nur. Ich war mir doch so sicher. Und dann ist es doch: schrill, unpassend, fremd. Das eine mit dem anderen. Merkur mit Neptun. Das Fest-Sprechen mit dem Los-Empfinden. Wahr. Eins wie das andere.

Manchmal sind die besten Lösungen die Träume. Meiner, der den ich hatte, in dieser gesegneten Nacht, nach der ich aufwachte und wußte: Da MUSS etwas sein, etwas, was mein Denken und Fühlen tiefgehend berührt. Merkur schaute in das Astrologie-Programm. Nichts sagt mein Kopf. Nichts sagt das Denken, das Neptun nicht sehen kann. Da ist nichts. Als ich Facebook öffnete, gegen Mittag, hatte ich eine Nachricht aus einer englischen Gruppe.  "Even though Mercury is direct now, do any of you notice communication problems that are in synchronicity with Mercury quincunx Neptune which indicates communications in strain with idealism that can lead to confusion,deception,illusion in communications and require adjustment?" 

So ist Merkur-Neptun-Quinkunx. Das Sichtbare nicht sehen. Aber darauf gestoßen werden. Die Energie dieser Figur wird sich noch halten, bis Merkur aus dem "Schatten" des Neptun wieder auftaucht, dem Punkt, an dem er seinerzeit, am 14. Juli, nach seiner ersten Kollision mit Neptun, am 26. Juni, rückläufig geworden ist. Löwe, 12,5 Grad. Dort steht mein Uranus. Vielleicht schlafe ich deshalb schlecht. Vielleicht bin ich darum so unruhig. Bis ich eine Entscheidung treffe, wenn Denken wieder Denken und Wahrheit wieder Wahrheit ist. Auf dem Boden der Rationalität. Aber ich höre auch andere klagen. Schlaflos im All. Merkur-Neptun-Quinkunx. Es kommt zu Perioden von tiefem, todesähnlichen Baby-Schlaf. Und Phasen wilder, bedeutungsvoller Träume.

In meinem, heute, begegnete ich vielen, vielen weisen, alten Menschen. In einer Art Dom. Alle schliefen. Oder meditierten. Irgendwann schlug einer die Augen auf und sagte eindringlich: "Ihr müsst aufwachen. Wacht endlich alle auf!" Es war ein eigentümlicher Moment. Er hatte keine weitere Bedeutung. Nur die: Ich bin aufgewacht. Merkur-Neptun. 

 

Bilder (bearbeitet): Dvortygirl converted to svg by Amada44, A-bg78 (Own work) via Wikimedia Commons

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