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Finsternis: Schlüssel zum Radix?

Cory Braverman: Die pränatale Eklipse als besonderer Faktor im Chart

Ein Schlüssel-Indikator für jedes individuelle Chart ist die pränatale Ektlipse. Damit ist die solare Finsternis vor dem jeweiligen Geburtstag gemeint. Ihr Haus ist immer ein Bereich, der im späteren Leben ausgeweitet werden muß. Das Zeichen an der Spitze und sein Element zeigen, wie diese Erweiterung passieren soll und auf welcher Ebene: Feuer bezieht sich auf Spirituelles, Erde auf Körperliches, Luft auf Geistiges und Wasser auf Emotionales. Dieses Haus der pränatalen Eklipse wird während des ganzen Lebens dauerhaft betont. Selbst wenn es von keinem anderen Chart-Faktor besetzt wird. Planeten, die zum Grad der Eklipse in Konjunktion oder Opposition stehen (bei einem Orbis von fünf Grad) werden genauso herausgestellt und wichtiger.

Beobachtet die Transite auf und von diesen Planeten. Dann könnt ihr die Prinzipien jedes Planeten in einer Konjunktion zum Eklipsen-Grad dazu benutzen, um die Angelegenheiten eures Eklipsen-Hauses zu entwickeln. Schaut euch auch die Konjunktionen von allen transitierenden Planeten zum pränatalen Eklipsen-Grad an. Er ist genauso so wichtig wie ein Planet. Die Eklipse spielt sich immer in den sechs Monaten vor der Geburt ab und fällt oft in das selbe Haus wie Nord- oder Südknoten – aber nicht notwendiger Weise.

Transitierende Eklipsen auf Radix-Sonne oder -Mond sind in ihren Auswirkungen stärker als die, die auf andere Planeten fallen. Oft signalisieren sie deutliche Wendepunkte des Lebens. Andere Aspekte als Konjunktionen oder Oppositionen sind weniger interessant, sie wirken zu subtil, als dass man sie generell wahrnehmen würde. Solche Aspekte zu anderen Faktoren als den Lichtern können eine gewisse Wichtigkeit entwickeln, aber sind nie so stark, wie die zu Sonne oder Mond.

 

Auch die Rückkehr einer pränatalen Eklipse hat eine Schlüssel-Bedeutung. So etwas passiert etwa alle 19 Jahre, ungefähr dann, wenn auch die transitierenden Knoten zu ihrer Geburts-Position zurückkehren (um die 18-1/2 Jahre später). Diese pränatalen Eklipsen-Returns stehen häufig für eine symbolische Krise, den Bruch mit der Vergangenheit. Sie leiten neue Arten, Dinge zu tun, ein – ein wenig wie ein Uranus-Transit, nur ohne Uranus‘ Forcieren der jeweiligen Angelegenheiten. Die zweite Rückkehr der pränatalen Eklipse mit etwa 36 fällt in eine Zeit, wenn Quintil-Aspekte erstmalig prominent werden.

Ein wichtiger Unterschied zwischen Solar- und Lunar-Eklipsen ist der, dass es keine partielle lunare Eklipse gibt. Sie sind immer total. Das liegt daran, dass die Erde einen größeren Schatten hat, als der Mond dauerhaft bilden kann. Wenn der Mond näher an der Erde steht, kann das eine totale Solar-Eklipse erzeugen, aber wenn er sich weiter weg aufhält, ist sein Schatten nicht groß genug und die Eklipse wird partiell. Auch wenn sich eine Eklipse weit entfernt vom Äquator abspielt, kann sie nicht total sein. Es ist möglich, eine alleinige Solar-Eklipse ohne lunare zu haben, nie aber umgekehrt.

Generell gibt es zwei Sorten sich wiederholender Eklipsen-Zyklen. Einer ist der Meton-Zyklus, bei dem Grad und Zeichen der Finsternis sich 19 Jahre danach wiederholen. Es gibt zwei bis fünf Ereignisse in einer Serie. Der andere Typ ist der Saros-Zyklus, der aus einem 1260jährigen Muster besteht – jedes beinhaltet 70 bis 71 Finsternisse in 19jährigen Intervallen pro Serie, deren Schatten auf der Erde von Pol zu Pol “wandern”. Jede Eklipse passiert rund ein Erd-Drittel weiter westlich, relativ zur vorherigen, und verschiebt sich – von der Länge her – zu dem Pol, auf dessen Richtung der Zyklus zusteuert.

Der wichtige Fakt aus dem Blickwinkel einer Interpretation ist, dass Grad und Zeichen der ersten Finsternis einer Serie quasi ihren Abdruck für die ganze Folge hinterlässt – auch wenn Grade und Zeichen der folgenden Eklipsen nicht reproduzierbar sind, wie in den Meton-Zyklen. Es gibt aber keine Möglichkeit, irgendwo in einer Ephemeride die erste Finsternis der Saros-Serie nachzuschlagen. Wenn ihr also innerhalb der Saros-Serie als Startposition eure pränatale Eklipse nehmt (oder jede andere, die euer Radix stark berührt), könnt ihr ein paar Extra-Erkenntnisse bekommen. Durch ihr Haus und Zeichen versteht ihr, was die pränatale (oder andere starke) Finsternis bei euch bewirkt.

In jedem Jahr gibt es zwei Eklipsen-Phasen, annähernd sechs Monate voneinander enternt. In der einen wird eine solare Finsternis in der Nachbarschaft des Nordknotens stattfinden, die andere liegt in der Umgebung des Südknotens. Das kann in der gleichen Saros-Nummer-Serie passieren. Aber der Nordknoten-Part wird einen Anfangs-Grad haben und die Südknoten-Eklipse wiederum einen anderen. Sie schöpfen aus unterschiedlicher Quelle.  

Autorin CORY BRAVERMAN, ist Astrologin in New York.

Bilder (bearbeitet): EKLIPSE (Gemälde) by Washington Iza (colección privada), Cory Braverman - Portrait

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