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Astro-Labor

Transite: Warnung oder nicht?

Über den Sinn von astrologischen Prognosen: An einem diesigen Novembertag 1970 entstand eine schwierige und brisante Situation in meinem Leben, ohne dass ich das wußte. Mars lief im genauen Quadrat zu meinem Mars, die rückläufige Venus hockte mitten auf meinem Aszendenten, Chiron machte ein Quadrat zu Geburts-Saturn, Saturn stand auf Sonne und der Drachenkopf auf Chiron/IC im Wassermann meines Radix', Uranus auf meinem eigenen Drachenkopf.

Es gab aber nirgendwo einen Astrologen, der mich angesichts dieser Ballungen von Transiten hätte warnen können. Ich war erst elf Jahre alt und hatte Schul-Schwimmen. Wir sollten Kopfsprung im tieferen Teil des Nichtschwimmerbeckens üben. Ich war die einzige, die "aufkam", so hieß später, als alle entsetzt waren, die Sprachregelung. Dass es tief in meinem Nacken zweimal knackte, als ich den Beckenboden berührte, hörte ich wie eine Explosion. Dass ich den Kopf nicht mehr drehen konnte, vermeldete ich, als ich aus dem Wasser taumelte. Alles war grau und verschwommen. Neptun lief damals das Quadrat zu meinem AC-Herrn Pluto an, wie eine ständige Unterströmung zu allem, was ich bis dahin klar gesehen und gelebt hatte und was sich dann auflösen sollte. Tagelang hatte ich von großen, grauen Walen geträumt. Ich weiß noch, wie meine Lehrerin sagte: "Stell dich nicht so an! Jetzt springen wir alle noch vom Drei-Meter-Brett da oben."

Ich war ein sehr braves elfjähriges Mädchen. Aber Jupiter stand an dem Tag auch im genauen Trigon zu meinem Mars. Etwas hat mich dann dazu gebracht, mich zu weigern, diesen zweiten, mit Sicherheit tödlichen Sprung auch noch zu tun. Das rettete mir das Leben, wie die Ärzte später nie müde wurden zu betonen. Ich habe Neptun in 12 und zum ersten Mal überkam mich ein untrügliches Gefühl von äußerster Bedrohung. Zu Recht. Denn zu dem Zeitpunkt waren die beiden Halswirbel, direkt über meinem Genick, bereits gebrochen und die Splitter nur noch Bruchteile von Millimetern davon entfernt, das Rückenmark zu durchtrennen.

Eine ganze Woche lief ich mit mehrfach gebrochenem Hals durch mein Leben. Skorpion-Ac, äußerste Kontrolle. Bis ich meine Mutter überredete, erneut zum Arzt zu gehen und dort endlich geröngt wurde. Niemand hatte das bis dahin für nötig gehalten. Das Kind stand ja auf zwei Beinen. Es konnte nur nichts sein. Neptuns trügerische Wirklichkeiten. Aber für mich fühlte sich alles seit dem Sturz eigenartig, fremd, tot und fern an. Unter Wasser hatte ich Gestalten gesehen, Licht. Menschen, die mich riefen. Aber "ES" holte mich nicht. Die Panik war groß, als man begriff, was wirklich passiert war. Seither fühlte ich mich manchmal unwirklich, wie von Engeln umgeben, obwohl ich niemals an sie geglaubt habe. Astrologisch war die Sache klar. Das elfjährige Mädchen brachte einen buchstäblichen Bruch in eine Familiensituation, in der Verdrängung Alltag war. Vieles löste sich darüber. Weil niemand es bewusst lösen wollte. 

Manche Aspekte sind tatsächlich fast schicksalshaft und für Astrologen eine nicht zu unterschätzende Warnung. Die Frage ist nur: Wie geht man damit um? Kann Astrologie, die beispielsweise solche harten Überläufe sieht, mit Mahnungen oder einem Etagenwechsel hin zum Seelischen ein Schicksal verhindern? Oder macht man damit alles nur noch schlimmer, im Sinne einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung? Ich möchte einige Menschen vorstellen, die es viel, viel schlimmer getroffen hat, als damals mich. Mit ihnen teilte ich zwar ähnliche Zeit-Aspekte und dieselbe Unfall-Folge, aber sie waren danach komplett gelähmt. Ihre Geschichten treffen in die Mitte der Dinge, die Grundfrage der Astrologie. Die Form eines Schicksals, das solche Transite andeuten, lässt sich, daran glaube ich fest, willentlich beeinflussen. Oder anders: Man kann den archetypischen Prinzipien der alten Götter, die Langsamläufer nicht umsonst symbolisieren, bewusst opfern. In den vielen Jahren, in denen ich nun astrologisch arbeite, habe ich seltener das Risiko der Astrologie als "self fulfilling prophecy" durch Prognose erfahren. Sondern viel häufiger die Notwendigkeit, schwierige Transite als genau die mögliche Sollbruchstelle für körperliche Schädigung zu benennen, die sie manchmal sind. Selbst wenn die, die es nicht besser wissen, dann von mittelalterliche Methoden reden. Schuldig fühlt man sich allein, falls man geahnt, aber nicht gesagt hat.

Die absolute Voraussetzung für Prognosen, die keine Angst machen und trotzdem klar sind, ist natürlich Deutungs-Sicherheit. Man muss lange mit Horoskopen, insbesondere denen von Unfällen, gearbeitet haben. Und man muss die Anlagen im Chart erkennen können, die sich physisch zeigen, wenn ein dominanter Überlauf ansteht. Man darf sich als Astrologe nicht ängstlich verheben, indem man aus jedem Floh einen Elefanten macht, aber noch weniger den Elefanten im Floh nicht erkennen. Das ist sehr, sehr schwierig, ein Ritt auf der Rasierklinge. Ich habe ausnahmslos beobachtet, dass sich die wirklich heftigen "Schicksals-Wendungen" auch in den verschiedenen Methoden der Astrologie spiegeln. Darum sollte man bereit sein, jede Volte zur Aussage-Absicherung anzuwenden, die man kennt, wenn eine spezielle Technik das Risiko eines ernsthaften Schadens für jemanden anzeigt. Häufig sind es Transite von und über den Geburts-Mars (oder Herrn 1), die Leib und Leben in bislang unbekanntem Maß einzuschränken können. Aber manchmal traut sich auch die moderne Astrologie mit ihren zweifellos wichtigen psyychologischen Wandelsternen nicht mehr, die Klassiker (oder "Bösewichter" der alten Astrologie wie Mars und Saturn) auch in ihrer negativen Aussage wahrzunehmen. In esoterischen Zeiten, in denen wir alle gelernt haben, durch "Arbeit am Selbst" den Kosmos in "erlöst" oder "unerlöst" zu teilen, wird der ausschließlich psychologische Ansatz manchmal gefährlich. Wenn alles nur noch eine Frage dessen ist, ob wir "unsere Themen" auch genug beackern, sind schicksalshafte, physische Auswirkungen leicht verdrängbar.

Aber auch das ist ein zweischneidiges Schwert: Denn es gibt ja tatsächlich die Möglichkeit (jedenfalls zeigt sich das in der astrologischen Arbeit immer wieder), selbst die erfahrungsgemäß eher körperlichen Transite wie Mars-Saturn oder Mars-Uranus mit ihren möglichen Schrecken "umzuleben". Saturn über Mars zeigt zum Beispiel immer eine Blockade. Wer zu dem Zeitpunkt uranisch sein will, wird zur Not eben auch körperlich gestoppt. Mars-Uranus zeigt die plötzliche Schädigung, wenn Dinge nicht bewusst geändert werden (je nach Stellung des Mars im Radix im jeweiligen Bereich). Ob sich ein Überlauf eher seelisch, geistig oder körperlich auswirkt, ist im Radix sichtbar. Wenn nicht, lassen sich zumindest die ersten ganz praktischen Ausläufer solcher Transite als "Erfahrungsbilder" (oder Initiationen ins gerade aktuelle Thema) auswerten und man kann auf die weitere Entwicklung rückschließen. Aber eben nur, wenn man das lange genug geübt hat. Und das ist manchmal saturnisch = müshselig, weil es schnell langweilig wird. Deshalb - das als Sidekick - brauchen wir auch mehr wirklich stabile Empirie in der Astrologie.

Als absolute Anfängerin hatte ich von all dem keine Ahnung. Man kennt die Prinzipien, man kennt mögliche Ausdrucksformen, man will im neuen Eifer nicht Angst und Schrecken unter den Menschen verbreiten, die sich für ernsthafte Astrologie zu interessieren beginnen. Ich hatte einen Bekannten, Mars im Steinbock in Konjunktion zu Saturn (einer klassischen Anlage zu "großen" Unfällen, die Bewegungseinschränkungen mit sich bringen, falls sie sich in Bezug zum 1., dem körperlichen Quadranten, befindet). Dieser Mann lebte das Ganze allerdings in seinem Alltag schon, da er zunehmend an der Glasknochen-Krankheit litt (dem Hawking-Desaster). Als er ausgerechnet mich als halbe Laiin fragte, wie denn wohl "die Zukunft so wird", sah ich, dass er in den Saturn-Return mit angeschlossenem Neptun-Transit kam und Uranus danach die Konjunktion kreuzen würde. Ich nahm einfach an, es ginge dabei um die Phase der Vernebelung und Unsicherheit, in der er sich gerade befand. So lernte man es damals: Alles psychologisch. Ging es auch - aber nicht nur. Der Mann nämlich fand einfach keine Lösung und war es leid, einfach nur durchzustehen. In solchen Phasen kommt es dann öfter zu "Ereigniswünschen", also der Tendenz, sich passiv in gefährliche Lagen zu begeben, wenn man aktiv das zugrunde liegende Problem nicht lösen will oder kann oder möglicherweise vor lauter Wald die Bäume nicht sieht, vor die man gerade läuft. Der typische blinde Fleck bei Eigenbeiteiligung. Bei Saturn und Uranus ist das fast immer eine Unvereinbarkeit, die man seelisch aushalten muss, statt entweder in die Aktion oder die Erstarrung zu gehen.

Dieser Mann nun war genug geschlagen durch seine Grunderkrankung (nahm ich in meiner grandiosen astrologischen Unbelecktheit an) und es würde wohl kaum mehr passieren als ein weiterer Knochenbruch. Natürlich vermerkte ich für ihn, wann die Transite auf dem Höhepunkt waren und er vorsichtig sein müsse, sich nicht innerlich festzufressen. Die äußerlichen Ausdrucksformen hatte ich schlicht nur als überholten Gut-Böse-Wahn auf der Festplatte. Die angedachten Zeiten passten dann tatsächlich auch wunderbar. Nur der Ausdruck nicht: Saturn-Neptun auf Mars-Saturn erwischte ihn als Beifahrer in einem Auto auf der Autobahn kalt, bei Regen und Schneematsch. Der Klassiker hatte zugeschlagen. Anlage passte zur Ausübung durch Transite. Seitdem saß er komplett gelähmt im Rollstuhl.

Diesen Vorgang habe ich nicht vergessen und später nie mehr die psychologischen Masken eines Mars, Saturn und Konsorten überbewerten mögen. Seither warne ich grundsätzlich, wenn ich eine derartige Anlage mit Transiten sehe, die passen wie der Schlüssel ins Schloss. Es besteht stets die Möglichkeit körperlicher Beeinträchtigung, wenn die körperlichen Planeten oder Häuser betroffen sind. Denn kein Astrologe ist in der Lage zu überblicken, wie "weit" ein Klient seelisch bereits in seiner Auseinandersetzung mit den Transitthemen ist. Das wäre Arroganz und - nebenbei - auch Leichtsinn.

Hier eine weitere Geschichte - ähnliche planetare Protagonisten, gleiche Folge (Bild oben rechts, innen Radix Mittags-Stand, außen Transite): Eine Frau mit Mars-Saturn-Quadrat im Geburtsbild, die im Standort wegen einer Sonne-Mars-Venus Konjunktion extrem auf körperliche Bewegung als Ventil für sämtliche inneren Bewegungen fixiert ist, hat zunehmend physische Probleme. Pluto und Saturn laufen auf ihre Chiron-Jupiter-Opposition und auf den Radix-Mars zu. Sie verlangsamt ihr Leben nicht, obwohl sie eine Hüftoperation über sich ergehen lassen muss. Als Saturn und Drachenkopf exakt den Geburts-Chiron (Anführer der Konjunktion mit Mars-Venus-Sonne) erreichen, hat sie einen Unfall auf der Autobahn. Ein Lkw schert aus, weil ein Reifen platzt, der Laster schleudert auf die Beifahrerseite des Wagens, wo die Frau sitzt. Sie verliert nicht nur einen Arm, sondern das Rückgrat bricht und sie wird zur Tetraphlebikerin, kann sich also zeitlebens ab dem Hals nicht mehr bewegen. Dieses Schicksal betrifft die ganze Familie. Mann und Sohn haben den Mars an exakt derselben Stelle wie sie und tragen ihr Los ab diesem Tag mit. Ihr Zeit-Combin weist ein Sonne-Pluto-Quadrat (im schlimmsten Fall Zerstörung des Lebens) und einen rückläufigen Schütze-Mars in Opposition zu Merkur auf. Außerdem eine Konjunktion des Jupiter mit dem Drachenschwanz. Die Knoten sind bei schicksalsträchtigen Ereignissen extrem häufig in dieser Art beteiligt und fast immer ein Hinweis auf buchstäblich einschneidende Erfahrungen.           

Ganz ähnlich war damals der Fall von Christopher Reeve gelagert, dem Schauspieler, der mit Schütze-Mond und Mars Superman sehr real verkörperte. Allerdings ist Mars mit der Konjunktion von Mond als Herr 12 immer dann stark von unbewussten Strömungen belastet, wenn er zu 5.häusig wird, das heisst, zu sehr das Feuer des Feuers darstellt und die "Ahnungen" weglebt oder Verdrängungen der eigenen Empfindlichkeit für sich abfeiert.

Spät in seinem Leben fängt er - passend zum Jupiterzeichen - an zu reiten. Bei einer doppelten Jupiter-Mond-Konjunktion (Herr 12 und Herr 5) auf dem Boden eines langen Transits von Saturn Quadrat Mars (der erste Durchlauf hat bereits stattgefunden) und dem rückläufigen Merkur Opposition Mars passiert es. Reeve nimmt an einem Turnier teil, das Pferd scheut vor einem Hindernis und wirft ihn ab. Er bricht sich die Halswirbel knapp unterhalb des Schädels, wird zum Tetraphlebiker und bewegungslos ab dem Kinn. Sein Hengst, das Unglückspferd, wurde übrigens "Buck" gerufen, was unter anderem "abstürzen" oder "bocken" bedeutet. Im Zeit-Combin findet sich wieder eine Beteiligung des Südknotens, der in Konjunktion zu Saturn steht.  

Im Zeit-Combin des Turners Ronny Ziesmer (weites Mars Quadrat Saturn im Radix) befinden sich Mars, Nordknoten, Merkur, Uranus und Neptun in einem Stellium im Steinbock, als er beim Training für die Olympischen Spiele nach einem Doppelsalto auf den Kopf fällt und sich den Rücken bricht. Im Transit läuft Mars gerade genau auf seinen rückläufigen Merkur und Saturn macht ein Quadrat zum Pluto. Eine Unachtsamkeit oder Unkonzentriertheit genügt, um abzurutschen und ernsthafte gesundheitliche Schäden davonzutragen.

Bei Samuel Koch (Zeit-Combin oben rechts) ist es wieder der transitierende Drachenkopf in Konjunktion mit Uranus im Wassermann, der am Tag seines Unfalls bei "Wetten dass..?" darauf hinweist, dass etwas "Karmisches" geschehen kann, das der bewussten Ausrichtung des bisherigen Lebens eine völlig andere Wende gibt. Jeder kennt die Tragödie. 

Koch hat im Radix Mond, Saturn und Uranus in 1 im Schützen, durch den AC im selben Zeichen außerdem eine Mars-Jupiter-Analogie und Mars selbst in 9 in Jungfrau. Die Optimierung und Maßlosigkeit in der Durchsetzung, Energie oder Bewegung. Die gefederten Schuhe, die er trägt, als er in Gottschalks Show mehrere Autos überspringen will, sind ein fast schon zu plakatives Bild für seine Anlage. Höher hinaus.

Jupiter-Uranus-Konjunktion mundan steht in Opposition zu seinem Mars rund um den Event. Die Übertreibung wird zu groß. Hybris nennt man das, in der Anlage und wiederum Ausübung. Saturn genau auf Venus blockiert auf der anderen Seite den überaus heftigen Antrieb. Im Geburtsbild hat Koch das Uranus-Quadrat zum Mars, das wie Saturn-Mars das Risiko heftigerer Brüche im "Schicksal" irgendwann im Laufe des Lebens bebildert. Als der Wagen kommt,  in dem sein Vater am Steuer sitzt, schafft der Junge den Sprung nicht. Er bleibt mit gebrochenem Rückgrat am Boden liegen. Einer der dramatischsten Fälle der Blockierung, des Brechens in einem seelischen Gebrochen-Sein, die sich in den letzten Jahren in aller Öffentlichkeit abspielten. 

Ein Stellium Jupiter-Mars-Lilith-Saturn hat der holländische Rennfahrer Wouter van Eeuwijk in der Jungfrau. Er ist gerade mal zwanzig Jahre alt, als er sich bei einem Unfall auf dem Nürburgring drei Halswirbel bricht und von den Schultern abwärts gelähmt bleibt. An dem Tag steht Mars im Skorpion auf seinem Uranus. Pluto-Lilith laufen im Quadrat in Richtung auf seine Mars-Jupiter-Konjunktion zu. Merkur-Südknoten und Uranus-Nordknoten stehen vermutlich außerdem im Quadrat zu seinem Mond. 

Ein empfindliches, nervöses Mars-Uranus-Quadrat von Löwe nach Skorpion plus Saturn am Mars bringt der Ringer Martin Kittner mit in den Sport und damit auch die entsprechende Gefährdung. Über die Grenzen hinausgehen, sich befreien von dem Fluss der natürlichen Energie, überziehen, hart abstoppen, hin und hergerissen sein zwischen Struktur und Distanz zum eigenen Kräfte-Haushalt. Im Herbst 2006 fällt er bei einem Wurf so unglücklich, dass er vom 6. Halswirbel abwärts gelähmt bleibt. Mars steht am Unglückstag exakt an seinem Pluto, Neptun in Opposition und Saturn in der Transit-Konjunktion zu Mars-Saturn. Wieder die Endgültigkeit:

Es gibt Dinge, Situationen, die nicht rückholbar, nicht zu korrigieren sind. Auch Andrea Szabadi-Heine, Outdoor-Trainerin, hat eine Mars-Jupiter-Opposition. Mars mundan steht im Quadrat, Uranus in Konjunktion zum Geburts-Merkur, Pluto im engen Quadrat zu Mars, als sie an einem Berg mit einer Bekannten "Späßchen" macht. In einer Doppelrolle, Hand zu Fuß, Fuß zu Hand, fliegen sie den Abhang hinunter. Ihr Rücken bricht. Ein weiteres dramatisches Beispiel: Maria Kühn, Sportlerin und Rollstuhlfahrerin hat den eisernen Willen einer Mars-Saturn-Pluto-Konjunktion in der Waage zu verdanken. Mit 20 Jahren fällt sie unter Uranus auf Wassermann-Sonne bei einem Austausch in Amerika vom Pferd und ist seitdem vom 5. Brustwirbel an gelähmt. Heute spielt sie Rollstuhl-Basketball und trainiert für die Paralympics. Ihr Leben ist dennoch für immer verändert.

Der Nachteil der Astrologie besteht ja darin, dass man nicht nachher, wenn nichts passiert ist, sagen kann, was passiert wäre, hätte man Menschen nicht auf solche problematischen Zeitfenster hingewiesen, die bei kritischer Anlage kritische Auslösungen nahlegen. Insofern bewegen wir uns mit der Frage danach, was zu verhindern wäre oder nicht, immer im Bereich der Mutmaßungen. Wenn man aber die Charts derjenigen analysiert, die unter Transiten (bei entsprechender Disposition) schwerwiegende Lebens-Einschnitte erlitten haben, dürfte klar sein, worauf ich hinauswill: Lieber einmal zuviel als einmal zuwenig AUCH auf die Möglichkeit hinweisen, dass sich ein Überlauf der transpersonalen Planeten als ein Symbol eines wirklich harten "Schicksals", das einen trifft, outen könnte. Dass es vor allem dann passiert, wenn die Transite, die alle Menschen haben, Bereiche des eigenen Lebens betreffen, mit denen man sich nur allzu ungern auseinandersetzt. Eben dann, wenn Widerstände da sind. Eben dann, wenn alles in einem Leben nach Lösung drängt, der sich von der anderen Seite aus Blockaden entgegenstellen. Auch das sieht man oftmals im Chart, auch das ist nicht prioritärdie Garantie dafür, dass man sich nur psychologisch noch mehr für Erkenntnisgewinne anstrengen muss. Manchmal bringt auch zuviel Anstrengung den Bruch, zum Beispiel, wenn Uranus im Spiel ist. 

Wenn Mars, Venus oder Merkur die transitierten Planeten sind oder Haus 1, 2 oder 3 die betroffenen Häuser im Radix, wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich auch körper-schädigende Folgen im Sinne energetischer Einbrüche ergeben können, astrologisch größer. Und ja - nach meiner Auffassung sind tatsächlich die aller schlimmsten Konsequenzen vermeidbar, nicht aber die Begleiterscheinungen der Transite. Denn schmerzen tun sie allemal. Wenn man aber die Themen der Transite frühzeitig angeht und ganz bewusst und in mühevoller Kleinarbeit zuvor "zu sich nimmt", sie quasi kaut, schluckt und integriert, bevor "Bösewichter" wie Mars, Saturn, aber auch Uranus und Pluto ihre zersetzende, negative Form von Transformation entfalten, kann es gut gehen. Die heftigsten Wendungen, wie in den obigen Fällen, passieren meist dann, wenn man die Vorboten der notwendigen neuen inneren Entwicklung, nicht begreifen, hören oder sehen kann. Wenn man den alten Göttern nicht lauscht, in dem, was sie zu sagen haben. Das zu tun, ist schwer. Das nicht zu tun wird manchmal schwerer.

  • Saturn bedeutet, übersetzt, häufig: Mach langsamer und zieh Konsequenzen aus den Entscheidungen, dessen Ergebnis deine jetzige Lebenssituation nun mal ist. Tue das langfristig und bleib vor allem dran! Schaffe Strukturen und organisiere das, was dich sonst auffrisst! Bringe alle Hierarchien in deinem Leben in die ihnen zukommende Bedeutung. Sei verantwortlich. Akzeptiere Mühen und Arbeit, sie gehören momentan zu deinem Prozess!
  • Uranus: Beschleunige oder verändere die Dinge selbst und sei dabei so radikal, wie es mit deinem Sein (nicht Leben!) gerade noch verträglich ist! Brich mit deinen Gewohnheiten. Tue Dinge komplett anders als sonst (wie immer du sie auch bislang getan hast). Sei mutig genug, dich dagegen zu stellen.
  • Neptun: Finde das Versteckte, Verdeckte, Verdrängte, den unbewussten Zusammenhang. Sei absolut wahr, lüge nicht und leiste dir keinerlei heimliche Seiten-Ausfahrten. Suche das, wonach du dich sehnst und was es hell macht in dir, nicht das, was dir real erscheint. Hab Mitgefühl und folge unbedingt dem, was sich nicht sagen lässt! 
  • Pluto: Finde deine existenzielle Quelle! Transformiere Machtstrukturen in deinem Leben so lange und ethisch korrekt, bis du dich nicht mehr ohnmächtig fühlst oder andere in die Ohnmacht bringst. Geh über deine Denksysteme und Schatten hinaus! Misstraue jeder Fixierung und sei ehrlich mit deinen eigenen Manipulationen.

Wahr ist: Wir alle können weder Transite umgehen, noch sind diese Überläufe verantwortlich für das, was sie in unserem Dasein bebildern. Sie zeigen wie eine Uhr lediglich die momentane Lage an. Während die Symbolik bleibt, hat jeder Mensch den Spielraum und Freiheit, das im Ausdruck zu beeinflussen, was ihr Thema ist. Transite des Saturn bleiben dennoch mühevoll, die des Uranus bringen Plötzlichkeit mit, die des Neptun Chaos und die des Pluto eine manchmal unglaubliche Tiefe und Gefährung. Konfrontation damit hin oder her. Ich glaube also nicht, dass sich etwa ein problematischer Saturn-Mars-Überlauf je in eine zuckersüße spontan befreiende Erweiterung der Durchsetzung verwandeln lässt. Aber es muss keineswegs eine Unfall-Situation entstehen, wenn man in der Lage ist, vorher die Zeichen zu lesen, deuten und selbst mit viel Aufwand - zur Not auch jahrelang - zu verlangsamen, was ohnehin verlangsamt werden wird.

Astrologie ist nun mal das einzige System, das ich kenne, das solche Voraussicht wenigstens in Ansätzen möglich macht. Und dem Schicksal eben nicht die Entscheidung überlässt, sondern wegen der Deutlichkeit der Anzeiger letztlich doch immer wieder dem Menschen. Es macht dabei keinen Sinn, mit den astrologischen Aussagen zu kämpfen oder mit den Göttern etwa zu schachern. Man bekommt, was dran ist, wenn man Bereitwilligkeit an den Tag legt, auch ohne den Wink mit dem Zaunpfahl. Jenen bösen Ereignissen also, das, was als Nächstes kommt, mit allem, was es auch nach einem Schicksalsschlag an Mühen brächte, anders abzuarbeiten. Das heisst: wir alle können den Zeichen folgen, mit allen Opfern, die sie fordern. Oder es eben darauf ankommen lassen, dass sie ihren langen Arm nach uns ausstrecken, während wir noch versuchen, unser Leben weiter unverändert zu leben und eines Besseren belehrt werden. Astrologie ist eine Chance, und Warnungen sind sinnvoll. Das ist es, was ich damit sagen will. 

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