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Jupiter/Saturn: Die große Unruhe

satAllgemeine Verunsicherung. Viele (unter anderem auch ich selbst) haben gerade wieder dieses ungute Gefühl, als könnte "etwas passieren". Ein großes inneres Weh, Grundnervosität und Vorahnungen. Dabei muss man bedenken, morgen um 19.20 h kommt es zur Jupiter-Saturn-Konjunktion im Wassermann. Besser gesagt, auf 0°, was die Eigenheiten des jeweiligen Zeichens immer noch stärker ans Licht holt. Ein radikaler Wechsel ist seit Tagen im Gang. Die Energien sind plötzlich viel unruhiger, nach so langer Zeit der Steinbock-Dominanz.

Wenn Langsamläufer wechseln, zeigt das fast ausnahmslos deutliche Klima-Veränderungen an, die man gerade in Uranus' Zeichen sofort spürt, und die Notwendigkeit scharfer Einschnitte, die man am besten selbst macht. Mit Saturn im Team aber nicht so eilig und reibungslos wie sonst in Uranus' Zeichen. Zack, weg, das ist jetzt nicht - wird aber immer wieder versucht werden. Und dann kommt irgendein Block.

Saturn lief ja vor rund 2 Tagen voran in die 11. Phase, nach langem Verweilen "zuhause" im Steinbock. Und damit regiert er nun nicht mehr als letzter Dominanzfaktor Jupiter und Pluto von einem soliden Punkt der Durchsetzung aus. Sondern wird nun selbst vom Uranus im Stier regiert. Dessen innerer und äußerer geistiger Aufruhr bekommt zeitklimatisch damit Futter und will nun noch mehr in den "Stoff", sich materialisieren. Seit gestern steht nun auch noch Jupiter im Zeichen der radikalen Brüche und Veränderungen.

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Auch wenn man die davon angezeigten merkwürdigen Empfindungen als offene und sensible Seele schon kennen sollte, vielleicht von einigen der großen Unglücksfälle der letzten Jahrzehnte - das bedeutet erst mal nicht, dass etwas wirklich schiefgeht.

Ja, klar, es können immer auch mal wirkliche Vorahnungen sein, dass etwas ansteht, müssen aber nicht. Möglich ist leider im Wassermann ja alles, er ist grenzenlos. Aber gerade ist eben allgemein auch einfach Wendezeit, und das auch noch im vielleicht abruptesten, chaotischsten Zeichen des Zodiak. Das genügt für viele Ängste (Wassermanns neuralgischer Punkt - Angst vor existenzieller Vernichtung -> Quadrate zu Stier und Skorpion mit ihrer irdischen und seelischen Absicherung). Aber oft ist es dann einfach so, dass zunächst draußen wenig passiert - umso mehr aber drinnen. Oder unter der Oberfläche.

Die Energien sind aufgewühlt, geistig hat man ja selten Grenzen, die auch absichern. Manchmal erfolgt auch tatsächlich in der Welt etwas wie ein großer Knall - aber nur, wenn ein Prozess inhaltlich anders nicht zu kompensieren war. Andere sichtbare Veränderungen laufen ja durchaus schon: Pünktlich zum Wechsel kam natürlich die Nachricht, dass Covid in Großbritannien jetzt eine ansteckendere Mutationsform durchlebt - wie wir ja im Vorfeld schon annahmen. Und dass die Grenzen dort zu gehen. Saturn beschränkt auch die Freiheit des Wassermann und Jupiter überhöht den "karmischen" Aspekt des Saturn. Das ist Brexit wie eine groteske Karikatur - nun ist die Insel geschlossen, und abgegrenzt von der EU. Wie innen so außen: Es ist einfach alles viel im Moment. Und in solchen Zeiten projizieren wir leicht die innere Neuausrichtung der Energie, die noch wild tanzt, als etwas in die Umwelt und nehmen an, dass sich ganz sicher etwas Wirkliches nur negativ ankündigt da draußen. 

Wenn Kräfte sich neu organisieren, ist das aber an sich für einen menschlichen Geist und eine menschliche Seele immer ein Kraftakt. Gerade im Wassermann sind ja schon die Planeten-Begegnungen in ihrer Auswirkung sehr stark merkbar, weil sie schnell im Bewusstsein ankommen (Element Luft = Geist). Man verwechselt unglücklicherweise gerade da ebenso schnell dann auch bestimmte Gedanken, die man nun viel spontaner bewusster wahrnimmt als sonst, mit einer Intuition aus dem Gefühl heraus. Meist ist es bei langsamen Luft-Konjunktionen aber in Wahrheit umgekehrt - erst kommt ein Gedanke, den man kaum als Gedanken bemerkt. Und damit erzeugt man dann in einem "Geschichten-System" eine Empfindung, die man als alarmierend wertet. Kann stimmen. Muss nicht. Wirklich ist nur die Empfindung der großen Unruhe. Die lässt sich nicht abweisen. Und etwas Wirkliches bedeutet: Man akzeptiert es besser. Vor allem, da hierzulande die Konjunktion wieder in 6 stattfindet (grob gesagt, dem Alltags- und Gesundheits-Haus). Covid ist eben noch nicht vorbei und wir stehen jetzt an einem Abzweig, den wir massiv gestalten (müssen). Und zwar mit Uranus Quadrat AC/DC Löwe/Wassermann im Konjunktions-Radix, was eine radikale Balancierung zwischen Einzel- und Gesellschafts-Interessen als wichtig anzeigt. Gegen alle Widerstände (symbolisiert durch das Quadrat). 

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Woher kommt nun dieses schwierige Gefühl, das viele gerade haben? Uranus in Erde (Stier), der nun den Hut für die Zeit aufhat, in der Saturn durch Wassermann läuft (bis Anfang 2023), "will" ja immer Realisierung, Materialisierung. Er zeigt eine Wendemarke auch im Begreifbaren an. Es muss und wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach wirklich auf längere Sicht in dieser Phase faktisch viel verändern. Aber wir haben alle in der Hand, was das ist. Das kann ich gar nicht oft genug betonen. Man glaubt aber gerade am Anfang, kurz vor und nach den Wechseln, noch stärker, etwas tun oder festnageln zu müssen, da Saturn - wo auch immer - weiter Weichen stellen möchte.

Es liegt einfach in seiner Natur und hat auch etwas mit Begrenzung von möglichen Schäden oder Risiken zu tun. Nur ist zu Beginn des Uranischen eben selbst sein Ordnungsprinzip im Chaos. Und unser aller Struktur mit. Noch mehr Druck, den man sich macht oder innerlich nachgibt, hilft da keinem. Auch nicht das Forschen: Was kommt? Auch das ist nur eine Art von Kontrolle. Wassermann ist einfach die Phase im Tierkreis, in der zunächst eben eher eine geistige Abnabelung von alten, sich selbst überlebenden Mechanismen passieren muss.#

Bevor dann in Fische deren Auflösung kommt und in Widder der richtige Impuls für etwas Neues. Dazu dient der Denkdruck jetzt. Das ist wie eine einspitzige Konzentration, mit der ein radikaler Sortierungs-Prozess für alle Menschen (findet statt im transpersonalen Zeichen!) beginnt: Wo muss etwas weg? Was ist reif dafür, endlich losgelassen oder besser noch, abgeschnitten zu werden? Diesem Prozess sind wir nun alle - auch im persönlichen Leben - stärker unterworfen. Manchmal kann sich das wie Auslieferung anfühlen - Druck, Sog, Zäsur, alle seher schnell und im Uranischen eben unberechenbar. Das sollte man auch akzeptieren und mitfliegen, so gut man kann. Wichtig ist jetzt der Prozess, dem wir nur folgen können. Ohne zuviel festnageln zu wollen, zu erklären oder vorauszusehen.

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Abgesehen davon waren die großen Konjunktionen ja tatsächlich oft Anzeiger äußerer Eckpunkte. Deshalb ist zum Beispiel auch das Attentats-Risiko (wir benannten es ja schon für die USA) noch nicht vorbei. Auch die Mutationsgefahr von Viren bleibt weiter hoch - sie haben umso mehr Möglichkeit dazu, jeweiter sie gestreut werden. Unsere Körper sind ihr Entwicklungsfeld. Saturn im Wassermann verordnet da weiter Grenzen, aber die Gefahr ist auch noch höher, dass sich viele einfach darüber hinwegsetzen. 

Denn falsch verstanden, hält man die 11. Phase leicht für ein Ticket in absolute PERSÖNLICHE Freiheit. Was sie absolut nicht ist. Im Wassermann wird ja auch ausbalanciert, was Löwe gegenüber nur für sich tut. Freiheit bedeutet damit auch die Freiheit des Andersdenkenden. Von wo auch immer man da kommt, was einen auch beschäftigt: Alle Prozesse versuchen sich eben jetzt bald intrinsisch noch mehr zu beschleunigen - das ist wie ein Reflex. Diese Tendenz bringt - zusammen mit Mars, der gerade ja immer noch im Quadrat zum Pluto (und zum Punkt der Konjunktion Sat/Plu vom Januar läuft) - ein Aufbauschen von geistiger Energie, damit viele potenzielle Reibungspunkte, und seelische Erschöpfung und Verluste, wenn man nur für sich kämpft.

Drum sagt Saturn im 11. Zeichen der Brüche ja jetzt eben auch: Langsam, bitte, auch in der Veränderung. Jupiter und Saturn zeigen generell Verwirklichung von Visionen an - die "Neuen Könige", die alte herrschende Formen irgendwann ablösen müssen und dann in ihre eigene komplizierte Entwicklung von Versuch und Irrtum gehen. Es bedeutet also nicht einfach: Hier wird etwas leuchtend zugebunden und dann wird alles schön. Als Erkenntnis für die jetzige "Wackelzeit" im Uranischen bleibt: Passt am besten gut auf, dass durch den Jupiter-Einfluss die nächsten Monate (er bleibt bis Ende 2021 im Wassermann) nicht gleich wieder ein Zuviel im Leben konstelliert wird, auf vielen Ebenen. Vor allem im extrem hohen mentalen Anspruch. Denn die Auswirkungen dessen, was passiert, wenn schützehafte Übertreibungen schmerzhaft beschnitten werden müssen, haben wir gesellschaftlich und privat alle 2020 zur Genüge erlebt. Die gesamte Folge der Konjunktion Saturn/Pluto mit Covid-19 war so ein Kompensations-Prozess der Schütze-Überblähungen von Jahrzehnten davor. Maß halten wurde überlebenswichtig. Alte Fehler muss man ja nicht unbedingt wieder befeuern - auch wenn alles jetzt an Energie in den Reflex drängt.

00000satvecDenn Jupiter und Saturn in ihrer Giganten-Begegnung im Wassermann bedeuten jetzt ja auch einen Spagat: Geistiger Fort-Schritt trifft Bodenhaftung in allen unvermittelt auf einen einstürmenden, ideologischen und progressiven Antriebswünschen. Es wird nun leider auch nicht an einem Tag das verändert, was einem so wichtig scheint, dass man am liebsten sofort die berüchtigten Nägel mit Köpfen machen würde. Nur - gleichzeitig tönt Saturn ja auch alle Veränderungsprozesse generell mit seiner typischen Verlangsamung. Zur Erschaffung von Nachhaltigkeit. Das ist ein Schutz vor zu heftigen Brüchen, keine Blockade. Auch daher, weil man das spürt, können diese durckvollen Wehgefühle stammen. Viel Ambivalenz kommt zwischen den Zeichen und ihren Zeiten auf. Besonders jetzt.

Wir empfehlen weiter gelebte Distanz - sprich, von sich selbst und anderen öfter mal (auch physisch - Uranus im Stier) einen Schritt beiseite zu treten. Denn auch das beschreibt Wassermann. Ob es einem gefällt oder nicht. Ob es für einen selbst politisch in Ordnung ist oder nicht. Ohne diese Selbst- und Fremd-Distanz kippt Wassermann zu leicht. Dann entstehen Rebellionen, die auch jetzt keinem nützen werden. Die konstruktivere Form ist eine deutliche, aber verwurzelnde, nachhaltige Transformation und ein klarer, eindeutiger, gescharfer Sinn für notwendige Veränderung. Für alle. Nicht nur Einzelne. Das ist eine der wichtigsten Ebenen der überpersönlichen drei Zeichen und ihrer Herrscher. 

Wenn ihr euch also jetzt so fühlt, als sei etwas im Anzug - ist es auch. Die Konjunktion. Und mit ihr herausfordernde, andere Zeiten mit einem Klima, bei dem einen Gang höher geschaltet wird und Ausgleichsbewegungen immer schneller erfolgen. Bitte weder zu viel, noch zu wenig von ihr erwarten. Gerade bei solchen Begegnungen im Wassermann sollte man bewusst offener werden für ungewöhnliche Interpretationen und Erfahrungs-Möglichkeiten. Oft liegt man auch nicht richtig mit seinem "Gefühl", was Schlimmes oder Großartiges passieren könnte. Was aber, wie gesagt, meist darunter nur ein Gedanke ist. Nur manchmal hat man sie dann wirklich, diese blitzartigen, "wahren" Eingebungen des Uranischen. Wobei die dann aber völlig fraglos sind. Und man sie "weiß". Das zu unterscheiden, kostet bloß im Alltag viel Achtsamkeit.

Denn manchmal ist es ja sogar so, dass sehr viele Menschen mit sehr vielen festgelegten Erwartungen sich so verhalten, dass eine gesammelte Energie entsteht, die dann Dinge wirklich konstelliert. Das nennt man dann selbsterfüllende Prophezeiung, die in nichts magisch ist - sondern als Ursache-Wirkung herleitbar. Insofern: Mutig und neugierig vorwärts, dankbar rückwärts, denn so bauen wir unsere Erfahrungen mit Fehlern aus der Vergangenheit in weit gesteckte, spannende, neue Planungen ein - die letzten Endes dann konstruktiver für uns und andere werden, weil sie der Realität entsprechen. Und einfach dran sind.

Bilder (bearbeitet): Pixabay

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Samstag, 23. Januar 2021

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