Jupiter Quadrat Saturn - letztes Kapitel
Am Donnerstag gegen Mittag wird sich ein weiterer Energieträger der gegenwärtigen Zeitgeist-Spannung verabschieden – zum letzten Mal stehen aus unserer Erdsicht die beiden Königs-Planeten Jupiter und Saturn im Quadrat zueinander. Das nächste große Zusammentreffen der beiden Planeten-Giganten findet dann am 21. Dezember 2020 statt. Zuvor aber wird es in jenem Jahr eine große Konjunktion zwischen Mars, Pluto und eben diesen beiden geben. Zwar nicht völlig exakt, aber zumindest in einer so starken Annäherung, wie das in vielen hundert Jahren zuvor nicht mehr vorgekommen ist.
Man darf also davon ausgehen, dass dieses Jahr 2020 ein ganz besonderes werden wird. Und aus astro-logischer Sicht muss in dieser Konjunktion zwischen Jupiter und Saturn auch alles einen Ausdruck finden, was in den Phasen zuvor entstanden ist. Denn diese Phasen ähneln im Prinzip den uns so geläufigen Mondphasen, die kommende Konjunktion ist also durchaus mit einem Neumond vergleichbar, allerdings mit weitaus größeren Auswirkungen.
Einfach ausgedrückt – alles was unter den anderen Hauptaspekten im wirklichen Leben Form und Gestalt angenommen hat, wird die Grundlage für die Er-Neu-erung sein. Auch das was unter dem jetzigen Quadrat entstanden ist. Natürlich gibt es da eine breite Palette, die man mit einbeziehen muss, aber die Erfahrung zeigt, dass alles das, was uns in diesen Tagen besonders bewegt hat, sehr wohl als Orientierung taugt.
Denn das erste Quadrat zwischen Jupiter und Saturn fand bereits am 3. August letzten Jahres statt. Genau also zu der Zeit, als die Flüchtlingswelle zum gefühlten Tsunami wurde. Natürlich sind die Ursachen für die verstärkte Massenflucht vor allem von syrischen Bürgern nicht nur in einzelnen Entscheidungen dieser Zeit begründet, aber trotzdem gibt es zwei Faktoren, die letztendlich „das Faß zum Überlaufen“ brachten.
Zum einen wurden in Syrien verstärkt Einberufungsbescheide vor allem an junge Menschen in die Armee von Diktator Assad verschickt. Während gleichzeitig die Ausgabe von Pässen erleichtert wurde, was nicht wenige Beobachter dazu bewogen hat, eine absichtliche Förderung des Flüchtlingsstroms durch Assad und seine Verbündete, zu vermuten. Gleichzeitig traf die mazedonische Regierung eine weitreichende Entscheidung:
Nach einem neuen Gesetz wurden in dem vormals sehr strengen Land plötzlich Drei-Tage-Visen erteilt, was es Flüchtlingen möglich machte, das Land innerhalb von drei Tagen zu durchqueren. So entstand ein scheinbar kurzer, ungefährlicher Weg per Schleuser-Boot von der türkischen Westküste zur nächstgelegenen griechischen Insel, um dann von dort zur mazedonischen Grenze zu kommen. Der viel längere und gefährlichere Weg zwischen Libyen und Italien hatte eine Alternative, was auch die Kosten für solch eine Flucht um über die Hälfte senkte.
Betrachtet man nun das astro-geografische Chart für den Zeitpunkt der ersten Konjunktion von Jupiter und Saturn, so zeigt sich wieder einmal deutlich, wie effektiv diese Methode abbildet, wo sich die wichtigen Inhalte eines solchen Ereignisses manifestieren werden.
Zur Erinnerung (oder auch zur Einführung für Neueinsteiger): in der Astrogeografie nimmt man einen beliebigen, astrologischen Zeitpunkt und berechnet ihn auf jeden Ort der Erde. Überall dort, wo Planeten dieses Horoskops an den vier Hauptachsen stehen, zeichnet man eine durchgehende Linie ein, die sowohl den Planeten wie auch die entsprechende Achse symbolisieren soll. Auf diese Weise bekommt man schnell einen ungefähren Eindruck davon, in welchen Gegenden und Regionen dieses Ereignis vermutlich eine besondere Bedeutung bekommt. Oder auch umgekehrt – welche Orte für das entsprechende Ereignis besonders bedeutsam werden.
Das Ereignis-Horoskop des ersten Quadrats hat auch eine besonders auffällige Konjunktion, die zwischen Jupiter und Venus. Beide standen damals ja noch im Löwen, während Saturn noch im Skorpion verweilte, insofern war dieser ganze Einstand schon schwierig, da die Lösung des Problems, auf das Quadrate in der Regel ja immer hindeuten, mit Jupiter in der Jungfrau und Saturn im Schützen erfolgen musste. Es wurde also unter bestimmten Voraussetzungen ausgelöst, die aber später keinerlei realen Boden mehr hatten, als es um die Lösung ging.
Diese wichtige Konjunktion von Jupiter mit Venus stand nun ausgerechnet in Syrien am MC, ebenso wie in der Türkei und in Moskau. Hier liegen also gewissermaßen die Wurzeln der Krise, aber eben auch die Lösung. Mit anderen Worten – ohne diese drei Länder kann es keine Änderung des Problems geben.
Manifestiert, für alle sichtbar, hat sich das Ganze entlang der sogenannten Balkan-Route. Und genau dort findet sich die Sonne-MC Linie wieder, angefangen in Griechenland über Mazedonien, Serbien und Ungarn. Genau die Länder also, die auch als erste eine harte, nationalistische Gangart einlegten und die Grenzen sperrten, hatten zum Zeitpunkt des ersten exakten Quadrats allesamt die Sonne am MC stehen. Hinzu kommen noch die Slowakei und Polen, also de facto alle Länder, die sich auch heute noch ganz löwe-haft für nationale Alleingänge aussprechen.
Und in Deutschland, dort wo alle überrascht wurden von dem Ansturm, was zeigte sich da? Dort stand Mars am MC und Uranus gleichzeitig am Deszendent, doppelte Aufregung also und im Sinne dieser beiden Energien auch doppeltes Chaos. Das mag dann auch eine energetische Erklärung sein, warum sich hier bei uns auch Brandanschläge und andere aggressive Handlungen so häuften.
Das alles findet jetzt also seinen Abschluß und die Frage bleibt, an welchen Orten sich denn dieser letzte Akt hauptsächlich zeigen wird. Nun, ganz in Übereinstimmung mit der realen, aktuellen Situation, findet man keine Planeten-Achsen-Übergänge mehr in den Balkanstaaten oder in Deutschland. Nein, ganz Europa ist quasi frei von astro-geographischen Linien.
Bis auf eine einzige Ausnahme: London.
In der englischen Hauptstadt stehen gleich vier Planeten an den vier Hauptachsen: Jupiter am Aszendent, die Sonne in der Nähe der Himmelsmitte, Neptun am Deszendent und Saturn am IC des letzten Quadrat-Horoskops. Das ist in dieser Ansammlung ein ziemlich eindeutiges Zeichen, und weist darauf hin, dass sich das Ergebnis dieser ganzen Entwicklung vor allem auf den britischen Inseln zeigen wird. Bleibt zu hoffen, dass dies nicht schon ein deutlicher Hinweis auf einen kommenden Brexit ist.
Titelbild: Gémes Sándor/SzomSzed [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons