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Astro-Labor

Schicksalstag der Deutschen?

Selbst auf Wikipedia spricht man mittlerweile vom 9. November als dem Schicksalstag der Deutschen. Thorsten Krawinkel aus Bochum hat sich mit dem astrologischen Hintergrund beschäftigt, seinen Artikel dazu gibt es heute im Astro-Labor als Crosspost.

Astrologisch gesehen ranken sich bemerkenswerte Geschichten um jenes Datum, das  inzwischen als Schicksalstag der Deutschen bekannt ist – den 9. November. Die Nation erhöhende, wie das Land in den Fall ziehende Ereignisse haben sich um diese Zeit herum abgespielt, in der die Sonne über die Mitte des fixen Wasserzeichens Skorpion läuft.

So kam es 1923 an diesem Tag in München zum Putschversuch durch Hitler und 1938 geschahen in der Nacht des 9. November die Pogrome durch die Nationalsozialisten. Weniger bekannt ist folgendes Beispiel: In der Zeit des Kalten Krieges standen nur ein einziges Mal ostdeutsche Flugzeuge mit montierten A-Bomben startklar zum Einsatz bereit – es war in dem Krisenjahr 1983 und zwar am 9. November... Zuletzt war es jedoch der Fall der Mauer von 1989, der den Begriff vom Schicksalstag endgültig prägte.

Kalendarisch gegenüber liegt der 9 Mai. Ein Datum, bei dem es weniger laut in den Ohren klingelt, doch auch dieser Tag ist ein potentieller Kandidat, wenn es um Ereignisse für die Geschichtsbücher geht. So war natürlich etwa der 9. Mai der erste Friedenstag 1945...

Was hat es also aus astrologischer Sicht mit der zentralen Stier/Skorpion-Achse auf sich? Andreas Schmitt, Astrologe aus Karlsruhe, ist in einem ausführlichen Artikel tief in die mythologischen Urgründe dieser Himmelspositionen hinab gestiegen (LINK). Bezüglich der deutschen Staatshoroskope lässt sich ganz schlicht folgendes konstatieren: Im Horoskop der Reichsgründung von 1871 steht Pluto (unentdeckter Weise) auf 16° Stier. Die Gründung der Bundesrepublik 1949 geschah unter Pluto 14° Löwe, also im Quadrat zum Ursprungshoroskop. 

Im gesamtdeutschen Horoskop von 1990 befindet sich Pluto auf 15° Skorpion, also in Opposition zu 1870. Allein diese Fakten sind schon erstaunlich genug - und zudem eigentlich simpel genug auch für jeden Nichtastrologen! Die nächste Veränderung von vergleichbarer Tragweite darf demnach wohl mit einiger Sicherheit um das Jahr 2036 herum erwartet werden...

Doch noch einmal zurück in die Vergangenheit: Es ist geradezu atemberaubend, wenn man verfolgt, wie sich die Betonungen dieser Achse durch die Horoskope des Krieges sowie seiner Protagonisten zieht. So hatte Hitler diese unselige Konjunktion von Mars mit rückläufiger Venus plus Saturn per Spiegelpunkt auf 16° Stier! Im Staatshoroskop von Österreich (1918) liegen die fixen Ankerpunkte genau in der Horizontachse mit dem Aszendenten auf 13° Stier. Es war ja gerade diese Anbindung, die das Drama der Einzelperson Hitler auf die nationale Bühne eines ganzen Landes und darüber hinaus erhoben hat...

Schaut man gemäß den Regeln der mundanen Astrologie nach noch umfassenderen Motiven, so wird man ebenfalls bald fündig: Bekanntlich gelten die Konjunktionen von Jupiter und Saturn als der Moment, in dem, salopp gesagt, der Vorhang aufgeht für das Stück, das in den kommenden 20 Jahren gespielt wird. Den Plot zeigt das entsprechende Horoskop. Und so geschah die Konjunktion vom 8 August 1940 etwa  auf  14° Stier! Man denke sich also den Pluto des Deutschen Reichs, den Aszendenten von Österreich, das Hitler-Stellium und die Markierung der 40er Konjunktion zusammen und man ahnt, auf welche Tragödie die Scheinwerfer der Zeit fielen...

Man kann sogar in der Hierarchie geltender Horoskope noch ein Mal eine Stufe höher steigen. Hierzu muss man jedoch kurz ausholen: Aufgrund der astronomischen Bewegungsverhältnisse am Firmament verschieben sich die alle zwanzig Jahre stattfindenden Konjunktionen von Saturn und Jupiter derart durch den Tierkreis, dass sie jeweils für circa zweihundert Jahre im gleichen Element stattfinden. Die erste Konjunktionen in einem neuen Element bezeichnet man dann als Mutationshoroskop. Dieser Augenblick setzt den Rahmen für die ganz große Strecke der kommenden 200 Jahre und mit der Betrachtung solcher Zyklen lassen sich politische und gesellschaftliche Grundakkorde dieser jeweiligen Zeitabschnitte erfassen. Der Astrologe Dr. Rüdiger Plantiko hat hierzu eine ausführliche Arbeit verfasst.

Im Jahr 1802 kam es zur ersten Konjunktion in einem Erdzeichen, der so genannten Erdmutation und mit ihr wurde in dieser Hinsicht das Industriezeitalter eingeläutet und – so muss man wohl hinzufügen – das Zeitalter der großen Kriege. Der Exil-Mars stand damals genau am Aszendenten und zwar wiederum auf 16° Stier, damit exakt auf dem Stellium des noch lange nicht geborenen Weltzerstörers aus Braunau... In Opposition befindet sich zudem Neptun, ein Planet der heute gern mit Attributen rund um Spiritualität verbunden wird – der aber mundan vor allem mit einem in Verbindung steht: Gewalt und Zerstörung.

Nicht lange nach dem großen Glockenschlag von 1802 kam es 1813 zu einem Ereignis, dessen 200-jähriges Jubiläum gerade begangen wurde, der Völkerschlacht bei Leipzig. Die Nachinszenierung der Kämpfe mit Hunderten von Darstellern geschah gerade am 20. Oktober, unter Merkur/Saturn-HS (Kommunikation von Historie...) auf exakt 15° Skorpion! Zudem lief der Mond in Opposition über 15° Stier! Ebertin gibt für diese Konstellation unter anderem an: reiche Erfahrungen sammeln, vielfältige Eindrücke verarbeiten. Mehr als erstaunlich ist ebenfalls die Wiederkehr der Mars-Neptun-Opposition.

Das monumentale Ringen selbst begann am 16. Oktober 1813 wie es heißt gegen 9.00 Uhr. Mit dem sehr exakten Mond/Pluto-Trigon an diesem Morgen scheint das spätere Signum Völkerschlacht schon regelrecht vor-programmiert. Mars bildet auf 15° Wassermann diesmal ein Sextil zu Neptun mit Saturn in der Halbsumme der beiden. Nach Ebertin: Haltlosigkeit, Minderwertigkeitsgefühl, fehlgeleitete Energie – welch treffende psychologische Kurzanalyse für die allgemeine Gemütslage der beteiligten Parteien... Entscheidend für diese Betrachtung jedoch, der Spiegelpunkt von Mars fällt exakt auf 15° Skorpion!

Bekanntermaßen sind Zeitangaben für Ereignisse oft aufgerundet. Betrachtet man vor diesem Hintergrund etwa das Radixbild für 8.45 Uhr, so findet sich Exil-Jupiter in sehr treffender Weise exakt am MC ein und der aufgehende Grad am Horizont ist ein weiteres Mal 15° Skorpion! Bedenkt man, dass die Ereignisse dieses Tages einen gewissen Ruf als deutscher Gründungsmythos haben, liegt die Frage nahe, ob dieses Kosmogramm nicht noch viel weit reichender zu deuten wäre, ob hier nicht zumindest ein Ursprung der gesamten Skorpion/Stier-Thematik liegen könnte...

Abschließend möchte ich das Augenmerk jedoch auf ein Geschehen richten, das sich erst vor einigen Jahren abspielte und das doch wie ein aus seiner Zeit gefallenes Kriegsereignis anmutet  – und sich auf fast erschütternde Weise in die ausgeführten Gedanken einfügt.

Am 1. Juni 2010 kam es in Göttingen bei dem Versuch eine Kriegsbombe zu entschärfen zu  einem tragischen Unglück, bei dem drei Menschen starben und sechs weitere verletzt wurden. Der Sprengsatz detonierte unerwartet, kurz bevor die Entschärfung beginnen sollte. Das Radix für den Augenblick der Explosion zeigt eine ganz außerordentliche Ballung von Spannungsmotiven. So stehen im Zentrum zwei Oppositionen in benachbarten Zeichen die sich zu einem Reizviereck verbinden. In  den Texten zu dieser Konstellation wird der Vergleich  zum sprichwörtlichen Pulverfass gezogen...

Abermals ist eine enge Mars-Neptun-Achse aktiv! Die Saturn/Jupiter-Achse erfährt außerdem zusätzliche Aufladungen, einerseits durch die bekanntermaßen mit Unglücken in Verbindung stehenden Fixsterne Alkaid (Saturn) und Scheat (Jupiter), anderseits durch Uranus, dessen Spiegelpunkt sich bei Saturn befindet. Zu alle dem steht Saturn an diesem Tag nun auch noch exakt still in seiner zweiten Station und ist damit extrem geschwächt! Schließlich ist hier die Situation von Saturn und Pluto bemerkenswert, denn ihr gemeinsamer Halbsummenpunkt liegt bei 14° Skorpion! Seine Auslösung erfährt er am Abend durch die AC/MC-Halbsumme, als diese um 21.37 ebenfalls 14° Skorpion berührt...

Folgende Aspekte dieser tragischen Geschichte lösen zudem größtes Staunen aus: Die Bombe lag ganz in der Nähe des Hauptbahnhofs und Saturn/Uranus/Jupiter besetzen die Achse 3/9! Zum Zeitpunkt der Explosion geht Schütze mit Pluto im 1. Haus auf – und Fundort des Blindgängers war der  S c h ü t z e n platz...

Gibt es nun zum Schicksalstag eine entsprechende Schicksalsachse der Deutschen? Man sollte hier mit einem abschließenden Urteil sicher sehr vorsichtig sein. Das Phänomen jedenfalls bleibt hoch spannend und sollte natürlich weiter intensiv erforscht und beobachtet werden...

Anmerkung: Natürlich gibt es auch Horoskope bedeutender Persönlichkeiten der deutschen Geschichte, die keine oder zumindest keine offensichtliche Anbindung an die Stier/Skorpion-Achse aufweisen. Immerhin sei hier jedoch angemerkt, das solche Verknüpfungen auch subtilerer Natur sein können, etwa in der Form, dass eine progressiver Planetenstand zum Zeitpunkt eines Amtsantritts die entsprechende Position erreicht oder auch nur in Aspekt dazu läuft...

Thorsten Krawinkel ist Diplom-Chemiker und Autor philosophisch pointierter Gedichte. Seit einigen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit Astrologie. Im Mittelpunkt seiner Praxis stehen die klassischen Lehren nach W. Lilly. Mehr von ihm finden Sie auf seiner WEBSEITE,

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Sonntag, 21. Juli 2019

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