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Astro-Labor

Prognose: Alles nur Zufall?

Wer unsere astrologischen Berichte und Analysen zu aktuellen Ereignissen aufmerksam verfolgt, wird feststellen, dass wir eben nicht nur Ereignisse meta-gnostisch kommentieren, sondern das auch durchaus vorher tun. Pro-Gnose eben. Allerdings finden sich dabei immer astro-logische Begründungen und Hinweise auf Zusammenhänge, die für die meisten Leser mit dem entsprechenden Hintergrundwissen nachvollziehbar sind. Trotzdem tauchen auch immer wieder Fragen dazu auf, so wie jetzt anlässlich der Artikel über die Vorkommnisse in den USA.

Eine Leserin äußert sich in einem Kommentar wie folgt: „Ich verstehe trotzdem nicht, wie man, wo doch Mars/Sonne auf der ganzen Welt aktiv war/ist, auf genau den jeweiligen Ort, die Zeit und das Land kommen soll, in dem man dann vor einer Katastrophe warnen könnte.“

Nun, zumindest das kann man, bezogen auf die Vorgehensweise klären.

Nehmen wir die zurückliegende Woche und die angesprochene Sonne-Mars Konjunktion als Beispiel. Natürlich ist es richtig, dass diese Konjunktion zum Zeitpunkt ihrer Exaktheit globale Gültigkeit hat. Das Zusammentreffen von Sonne und Mars fand rechnerisch am 18.04.2013 um 00:20 h Greenwich Mean Time (GMT) oder auch Universal Time (UT) statt. Unabhängig wie spät es in den unterschiedlichen Ländern der Erde in diesem Moment bezogen auf ihre eigene Zeitzone war, gab es keinen Unterschied bezüglich der Planetenstände (sofern man die Zeitunterschiede korrekt umrechnet).

Boston zum Beispiel liegt zeitlich gerade vier Stunden vor Greenwich, dort fand die Konjunktion noch am 17. April gegen 20:20 h statt, in Berlin (da wir zwei Stunden voraus zur UT liegen), war es der 18. April gegen 02:20 h. Berechnet man nun für beide Orte auf den jeweiligen Zeitpunkt bezogen ein Radix, findet man exakt dieselben Planetenstände. Allerdings in unterschiedlichen Häusern, da die Häuserachsen und –abschnitte immer abhängig vom Ort selbst sind. Schließlich geht die Sonne in Boston und Berlin nie zum selben Zeitpunkt auf oder unter, dementsprechend muss sich auch die Planetenstellung in den Häusern zeigen (AC = Osten, DC = Westen, MC = Süden, IC = Norden des jeweiligen Ortes).

Schritt für Schritt 

Der energetische Hintergrund ist also tatsächlich überall auf der Welt gleich (=der Stand der Planeten in den Zeichen und im Zodiakraster inklusive möglicher Aspekte untereinander), der Rahmen und die Lebensbereiche, in denen sich dieser Hintergrund zeigen und ausdrücken kann, ist aber verschieden (Stand der Planeten in den Häusern bzw. ihre Aspekte zu den Hauptachsen und Häuserspitzen).
Um nun die Orte zu finden, die zum Zeitpunkt der Konjunktion besondere Auffälligkeiten zeigen, gibt es zwei Wege – einen einfach und einen aufwendigen. Beim aufwendigen Weg errechnet man quasi „per Hand“ für jeden Ort der Welt zum angegebenen Zeitpunkt ein mundanes Horoskop (Ereignischart). Hat man es lieber einfach, benutzt man das Prinzip der Astrogeographie (oder auch der Astrokartographie) und ein entsprechendes Programm.

Denn was sind Auffälligkeiten, wenn man von der Konjunktion der Planeten selbst einmal absieht. Auffälligkeiten müssen sich durch eine starke Verbindung der Planeten in Bezug auf die Häuser zeigen. Für ein entsprechendes Feintuning kann man also theoretisch jeden Aspekt nehmen, den irgendein Planet zum Zeitpunkt der Konjunktion mit einer signifikanten Häuserspitze hat. Bezogen auf Berlin, Boston, Paris, Rio oder jeden anderen Ort den man untersuchen möchte.

Aber wirklich signifikant und bedeutend sind hauptsächlich Stellungen der Planeten an den vier Achsenpunkten AC-DC und MC-IC. Warum nun ausgerechnet dort?

Steht zum Beispiel die Sonne im Osten genau auf dem AC, haben wir das Prinzip des Sonnenaufgangs, der Tag beginnt. Steht sie am MC, haben wir den höchsten Mittagsstand, den Zeitpunkt der größten Kraft also. Ihr Stand am DC kennzeichnet das Ende des Tages und den Beginn der Nacht, und dementsprechend verlagern sich auch die Aktivitäten in unserem Leben. Steht Sonne dann schließlich am IC, ist es Mitternacht am entsprechenden Ort. Die meisten Aktivitäten ruhen also, die Welt der Erscheinungen bleibt eher im Dunkeln, also im Hintergrund. Generell kennzeichnen diese vier Zeitpunkte die wichtigsten Phasen innerhalb unserer Zeitorientierung. Es sind im weitesten Sinne Knotenpunkte, an denen neue Entwicklungen beginnen und alte gleichzeitig angeschlossen werden.

Übersetzen wir dies in eine einfache Bildersprache. Planeten die am AC und MC stehen, haben dementsprechend die stärkste Ausdruckskraft, zeigen sich am deutlichsten innerhalb unserer Wahrnehmung bezogen auf die Außenwelt. Planeten am DC und IC verlagern diese Wahrnehmung und damit verbundene Erfahrungen eher auf den inneren Bereich, symbolisieren Hintergründe, die sich nicht sofort zeigen müssen, aber trotzdem eine wichtige Rolle spielen können.

In der Praxis hat sich gezeigt, dass hauptsächlich die Bereiche und Regionen von entsprechenden Ereignissen betroffen sind, wo sich mehrere Achsenverbindungen mit Planeten kreuzen.
Zurück zu unserem Beispiel der Sonne-Mars Konjunktion. Erstellt man jetzt ein astrogeografisches Raster auf den exakten Zeitpunkt dieses Aspekts findet sich auf Anhieb etwas sehr Verblüffendes. Eine der stärksten Verbindungen mit den Achsen findet sich in Bischkek, der Hauptstadt Kirgisistans. Dort stehen Sonne und Mars exakt auf dem AC, und exakt bedeutet in diesem Fall fast bogenminutengenau.

Zumindest der jüngere der beiden Attentäter stammt aus dieser Region. Blickt man auf Boston, den Schauplatz des Attentats, dort wo sich die letztendliche Wirkung dieser Konjunktion tragischer weise über den Verlust von Menschenleben und zahlreichen Verletzten am deutlichsten zeigte, findet sich Saturn exakt am AC.

Einschränkungen

Natürlich erscheint das auf den ersten Blick außergewöhnlich, allerdings beziehen sich beide Stellungen nicht nur auf einen Ort, sondern eben, bildlich gesprochen, auf eine Linie, die auch andere Regionen betrifft. Dieselbe Linie (Sonne-Mars AC) durchläuft auch einen schmalen Abschnitt in Russland, durchschneidet Kalkutta und weite Teile des Indischen Ozeans. Die Saturn-AC Linie findet sich auch noch in Kuba und Guatemala. Überall dort also, wo zum exakten Zeitpunkt der Konjunktion signifikante Planeten auf einer der Hauptachsen standen, können sich theoretisch entsprechende Wirkungen zeigen. Wir haben durch dieses Vorgehen zwar ca. 90% aller Regionen ausgeschlossen, können also den harten Wirkungsorbis regional einschränken, aber auch nicht mehr.

Erweiterungen

Die Sonne-Mars Konjunktion stellt nun aber nur einen Zeitpunkt innerhalb des Raum-Zeit Gefüges dar, der eine besondere Bedeutung hat. Und zudem, betrachtet man Astrologie als ein dynamisches Modell, ist dieser Zeitpunkt nur das Ende, der Höhepunkt einer Entwicklung, bei der sehr viele andere Faktoren ebenso berücksichtigt werden müssten. Zum Beispiel den Wechsel der betroffenen Planeten in das zugrunde liegende Zeichen Widder. Denn gerade diese Konjunktion vor diesem zodiakalen Hintergrund hat eine besondere Brisanz, Mars als Herrscher des Widders bekommt in seiner Eigenheit zusätzliche Dominanz und Ausdruckskraft.

Die Sonne wechselte in diesem Jahr am 20.März um 11:01 UT in das Zeichen Widder. Erstellen wir für Boston darauf ein Ereignischart finden sich gleich drei Planeten am AC wieder. Sonne, Mars und Uranus, auch Venus noch in einem etwas weiteren Abstand. Im Prinzip können wir das jetzt mit jedem Zeichenwechsel eines Planeten machen. Nehmen wir den Wechsel Plutos in den Steinbock finden wir beim letzten Wechsel (dem endgültigen) eine Venus-Pluto Konjunktion am IC des Boston-Charts. Beim letzten Wechsel von Uranus in den Widder (2011) findet sich Saturn genau am AC, beim letzten Wechsel von Neptun steht Pluto am DC und Mars am IC. Beim Wechsel von Saturn in den Skorpion steht Neptun am AC, sowie Mond und Jupiter am IC usw. usw.

Kurz und gut: würde man dieses Prinzip systematisch für alle relevanten astrologischen Figuren und Entwicklungen auf jeden Ort der Erde erstellen, würde sich mit größter Wahrscheinlichkeit „die Spreu vom Weizen“ trennen. Viele Regionen hätten kaum bis wenig relevante Datenverbindungen, bei anderen wie im Fall von Boston würden sich diese summieren.

Die Zukunft?

Das zumindest ist die These. Denn mehr kann es im Moment auch nicht sein, da die Mittel für solch eine Untersuchung nicht vorhanden sind. Man brauchte entsprechende Programme, die Prozesse selbstständig berechnen und signifikante Daten vorab auswerten. Diese müssten dann von erfahrenen und geschulten Fachkräften (ich wage das Wort Astrologen nicht zu benutzen) nochmals im Detail ausgewertet werden. Zudem müssten diese Daten laufend an die aktuellen und mundanen Auslösungen angepasst, jeder Zeichenwechsel, jeder wichtige Aspekt muss hinzugefügt werden.
Das mag auf den ersten Blick unmöglich erscheinen, ist es aber sicher nicht. Betrachtet man die Mittel, die anderen Forschungsprojekten zugewiesen werden, deren Ergebnisse oftmals keine bis wenige relevante und alltagstaugliche Ergebnisse bringen, würde ein Bruchteil davon ausreichen, um in ca. 1-2 Jahren ein sinnvolles System zu entwickeln.

Allerdings hätte man dann nur eine Art Landkarte mit möglichen Orten, an denen sich bestimmte Entwicklungen und Ereignisse zeigen könnten. Den Zeitpunkt selbst muss man über aktuelle, mundane Verbindungen kennzeichnen, wie in diesem Fall, dem dynamischen Ablauf der Sonne-Mars Konjunktion als einem Indikator. Größere (=zeitlich umfassendere) Aspektfiguren wie das aktuelle Uranus-Pluto Quadrat müssen dabei besonders beachtet werden. Und selbstverständlich, wie sich das für vernünftige Forschung gehört, sollten vorab umfangreiche Studien erstellt werden, die anhand von vergangenen Ereignissen neue Muster entdecken, denen man vielleicht anfangs wenig bis keine Aufmerksamkeit geschenkt hat.

Am Ende hätte man dann vielleicht einen Ort wie Boston im Wahrscheinlichkeitsraster und müsste nun das gesamte Bild mit der Realität abgleichen. Im Falle einer Warnung wäre dann natürlich die Frage, welche Veranstaltungen finden in den relevanten Zeiträumen statt, könnte sich dort etwas zeigen, was dem Raster entspricht. Und wenn ja, gibt es die Möglichkeit für eine besondere Sicherung dieser Veranstaltung oder die Möglichkeit sie zeitlich so weit zu verschieben, dass sich die aktuellen Auslösungen (Transite auf Gründungscharts, wichtige Personen etc.) abmildern würden.

Aber um dem ganzen einmal den Beigeschmack von Katastrophen-Orakeln zu nehmen – man könnte und sollte dieses Prinzip natürlich auch im positivsten Sinne anwenden. Denn dieses Muster würde ja nicht nur Gefahren aufzeigen, sondern auch Potentiale für schöpferische und kreative Prozesse. Wann und an welchem Ort man zB Verhandlungen mit Nordkorea beginnen sollte, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen, welche Projekte in welchen Regionen zu bestimmten Zeiten besonders gefördert werden könnten, da sich dann auch entsprechende Ergebnisse schneller einstellen könnten. Soziale und politische Strukturen könnten der erforderlichen Aktualität schneller und effektiver angepasst werden und so vieles mehr.

Ich bin mir bewusst, dass solch ein Szenario für viele, auch astrologisch interessierte Menschen wie Science-Fiction oder einfach Blödsinn klingen kann. Vor allem dann, wenn über den Zusammenhang der astrologischen Symbolik (wahlweise auch Formeln) und dem direkten Erleben, noch Zweifel herrschen. All denen kann man nur raten, sich anhand des eigenen Charts in Verbindung mit aktuellen Auslösungen selbst ein Bild zu machen. Und Achtung - hier kommt eine Prognose: auch ein eingefleischter Skeptiker wird nach wenigen Wochen und Monaten verblüfft feststellen, dass es zwischen den errechneten Zeitpunkten und dem eigenen Erleben zu viele Übereinstimmungen gibt, um noch von Zufällen zu sprechen.

Am Ende bleibt dann nur ein Satz von Novalis: Auch der Zufall ist nicht unergründlich.

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Donnerstag, 18. Juli 2019

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