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Astro-Labor

Wenn Astrologen träumen...

Wenn Astrologen träumen, dann unterscheiden sich ihre Träume kaum von denen ihrer Mitmenschen. Weder sprechen kosmische Kräfte zu ihnen (mehr als zu anderen), noch offenbaren sich neue Einsichten am nächtlichen Fließband der inneren Bilderwelten. Nachts also, wenn alle Menschen schlafen, sind ihre Träume genauso bedeutungsvoll oder nichtssagend wie die Träume von "Nicht-Astrologen".

Tagsüber ändert sich das. Dass wir alle auch während unserer Wachstunden innigsten Traumsequenzen verfallen, ist vielen von uns zumindest teilbewusst. Eleganter ausgedrückt – wir verfallen immer wieder in alte Muster und Gewohnheiten, verhalten uns dann entsprechend eines Codex und bestimmter Gesetzmäßigkeiten völlig vorbewußt und bisweilen auch zwanghaft. Es sind diese Momente im Leben, wo sich innere Bilder über die äußeren Umstände stülpen. Die Momente, wo sich im Halbdunkel eines Zimmers plötzlich eine gefährliche Schlange windet, welche sich aber im Schein eines Lichtstrahls in ein simples Seil "verwandelt". Und auch die Momente, in denen uns vertraute Menschen als Monster und Feinde erscheinen, während wir Betrüger und Diebe als weise Ratgeber und beste Freunde empfinden.
Diese Momente eben, wo sich das unbewusst Gewollte oder Abgelehnte in eigener Dynamik Bahn bricht und unser Erleben so durchdringt, dass es traumgleich wird.

Dies ist Teil unser aller Leben, an und für sich nicht weiter erwähnenswert. Und es ist eben auch Teil einer bewussten Entwicklung, dies immer häufigerwahrzunehmen und zu unterscheiden. Von den Momenten, in denen wir wach sind, in Kontakt mit uns und der Welt, beides als interaktive Zweiheit erleben, die nicht zu trennen ist. Wenn sich aber der Traumkokon über die eigenen Vorstellungen und Wirklichkeiten legt, hört der Rest der Welt auf in seinen vielfältigen Möglichkeiten zu existieren. Und zeigt uns scheinbar immer nur ein Gesicht, eine Seite. Gegen die wir dann wehrhaft rebellieren, wie einstmals Don Quichotte, oder sie feiern und zu einem trügerischen Götzen erheben, einem goldenen Kalb, von dem wir all das erwarten, was wir uns schon immer gewünscht haben.
Im Normalfall gibt es dabei aber ein zuverlässiges Regulativ – wenn man nicht zufälligerweise schon als Diktator einer Welt dieselbe erblickt hat und aufgrund unbegrenzter Machtfülle diese Welt ins eigene Bild zwingen kann, wehrt sich das Leben permanent gegen jede Einschränkung der universellen Potentialität. Wann immer wir also dem Leben als Ganzes unsere Projektionen aufträumen, gibt es ein deutliches Feedback. Entweder als Hindernis und Erschwernis, „die Dinge“ wollen sich partout nicht in unser Konzept einfügen (wobei es diesbezüglich auch eine normale Variante von Hindernissen gibt, die sich bei allen Entwicklungen zeigt…). Oder wir benötigen einen enormen Aufwand an Energie und Kraft, um die Anpassung des Seins an den gewünschten Schein zumindest millimeterweise vorwärts zu treiben. Beide Varianten haben eines gemeinsam: sie sind auf Dauer nicht überlebensfähig.

Eine enorme Kraftquelle für die Verwirklichung dieser Träume können aber Weltbilder, Religionen und ähnliche Hintergründe sein, die uns in unserem Traum bestätigen. Im positiven Fall bringen uns die Inhalte dieser geistigen Grundlagen immer wieder auf den Weg zurück zum Leben in seiner ganzen Fülle. In dem sie uns auf vermeidbare Fehler, Fallen und Irrtümer hinweisen.
Aber auch die negative Variante ist möglich und dafür gibt es zahllose Beispiele in der Geschichte. Einseitige Sichtweisen werden dann nicht nur bestätigt, sondern sogar noch überhöht und zu einem Absolutum erklärt.

Vor allem immer dann, wenn göttliche Kräfte oder der Schöpfer selbst in den Dienst einer Sache und Überzeugung gestellt werden, ist höchste Vorsicht geboten. Denn zumeist spricht dann ja nicht Gott selbst klar und deutlich und für alle Wesen vernehmbar, sondern einzelne Individuen werden plötzlich zu einem Sprachrohr, zu einem verlängerten Arm des Höchsten, Richtigen und Wahren.
Dies mag ein Grund sein, warum sich viele Religionen immer gegen die Vertreter der Astrologie gewendet haben. Hier herrscht quasi eine natürliche Konkurrenz um die Vorherrschaft dieser himmlischen Alleinvertretung. Es ging dabei eben zumeist nicht um Inhalte, sondern wie so oft "nur" um Macht und Einfluss.

Und es ist wahr, Astrologen umgeben sich mit dem Nimbus, die Sprache und somit die Botschaft des Kosmos zu verstehen und entsprechend zu vermitteln. In unserer heutigen Zeit hat dies aber viel von seiner Faszination verloren, seit simple Roboter Farbbilder vom Mars zur Erde funken, sind Sterne und Planeten in der kollektiven Wahrnehmung mehr zu technischen Abenteuerspielplätzen geworden, die nichts wirklich Geheimnisvolles an sich haben. Ihnen dann Wirkungen zu zuschreiben, die man anscheinend weder messen noch nachweisen kann, erscheint vielen Menschen mehr als kosmisches Teebeutelpendeln, als eine hilfreiche Erkenntnistheorie. Was der Astrologie selbst und ihrem subtilen Hintergrund natürlich nicht gerecht wird.
Aber ihren Vertretern zum Teil sehr wohl. Denn Astrologen besitzen in 99,9% keineswegs die Gabe, die Sprache des Universums zu verstehen. Allenfalls verfügen sie über die menschliche Gabe der Assoziation, der Intelligenz und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit, um das was sie „in den Sternen“ lesen, publikumswirksam in die Welt zu bringen. Im Idealfall mit einem großen Nutzen für ihre Klienten und sie selbst.

Im Zweifelsfall liegt der Nutzen aber nur bei ihnen. Dann nämlich, wenn sie das Modell der Astrologie hauptsächlich anwenden, um ihre eigenen Vorstellungen von Welt und wie sie sein sollte, anderen Wesen aufzuträumen. Von denen, die nur ein ausschließlich monetäres Interesse haben, soll hier nicht weiter die Rede sein, diese Gattung der Händler und Trickbetrüger gibt es in jedem menschlichen Bereich, Astrologie hat hier leider auch nicht mehr Selbstschutz als andere Geschäftszweige.

Ist der Anspruch aber wirklich der, eine beratende Dienstleistung zu erbringen, dann kann es eben trotz bester Absichten zu dem oben genannten Effekt kommen. Die Welt wird zur Leinwand der eigenen Wach- und Wahrträume, der Ratsuchende wird ins eigene Weltbild eingepasst, solange bis dieses Bild sich wieder einmal selbst bestätigt. Astrologisches Know-How als Instrument die Anderen zu überzeugen, wie diese eigentlich sind oder sein sollten.

Das klingt auf den ersten Blick böse und weit hergeholt, aber sehen wir uns einfach die Fakten an. Zum jetzigen Zeitpunkt kann man der Astrologie keinesfalls den Status einer abgesicherten Wissenschaft zugestehen. Sie ist ein Modell der Überzeugungen, günstigenfalls der eigenen Erfahrung. Ansonsten gibt es fast nur Aussagen, die sich zumeist, so wie sie gemacht werden, nicht bestätigen lassen.
Woran erkennt der Nicht-Astrologe bitte das Prinzip Widder in einem Menschen? Haben alle mars-betonten Wesen eine Hakennase, sind kurzsichtig oder grundaggressiv? Sind sie immer kopflose Macher mit naivem Charme, die nie etwas zuende bringen? Oder fantastische Liebhaber, glorreiche Helden im Krieg oder Zweikampf? Das mag sich hin und wieder so zeigen, aber jedwede statistische Untersuchung darüber hat bis heute keine oder allenfalls widersprüchliche Ergebnisse gebracht.

Die finstren Skorpione, die liebevollen Waagen, die visionären Schützen, die gemütlichen Stiere – all das sind innere Abziehbilder mit denen sich von Zeit zu Zeit fast jeder und jede von uns identifizieren kann. Es sind sicherlich Archetypen, die aus der gesammelten Menschheitsgeschichte ihre Daseinsberechtigung beziehen. Aber beziehen sie sich auch wirklich auf den Stand von Sonne, Mond und Planeten?
Wer immer ehrlich mit diesem Thema umgeht, kann dies nicht euphorisch und uneingeschränkt bejahen. Nein, es gibt in diesem Sinne keine Beweise. Und ja, auch Schwerkraft und Gravitation sind noch nicht im wissenschaftlichen Sinne ein Tatbestand, als Ursache für Wirkungen bewiesen. Trotzdem fällt der Newton´sche Apfel in 99,99% aller Beobachtungen von scheinbar oben nach scheinbar unten. Das nennt man dann einen Fakt. Bei Zwillingen, Löwen, Jungfrauen und Wassermännern gibt es diesen Fakt nicht. Und das ist auch einer.

Wer also Astrologie als Beratungsmedium nutzt, muss wissen, dass er oder sie letztendlich immer den eigenen geistigen Hintergrund, die eigene Lebensvision in Zeichen, Planeten und Aspekten wieder finden wird. Und nicht eine absolute, unverrückbare Wahrheit, die für alle Menschen dieselbe Gültigkeit besitzen muss. Das astrologische Modell bietet einen wunderbaren, universellen Urgrund, um die eigene Inspiration und Intuition wachzurufen. Mit ihrer Hilfe entstehen Bilder und Assoziationen, und wenn alles Gute zusammen kommt, können diese Bilder tatsächlich für das ratsuchende Gegenüber eine Hilfe werden. Orientierung geben und der Selbstfindung dienen. Zu mehr Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten führen und mehr Verständnis für die Andersheit der Anderen erzeugen. All das ist möglich.

Wann immer aber beratende Astrologen glauben, sie wüssten in letzter Konsequenz, wie es um ihr Gegenüber bestellt sei (denn schließlich kann ein Mond im Skorpion ja nur so und nicht anders empfinden und ein Mars im Löwen nicht anders handeln), dann irren sie, müssen sie irren. Weil sie eine zu kleine Vorstellungs-Form über viel zu große, universelle Prinzipen stülpen. Was weder dem astrologischen System gerecht wird, noch einem ratsuchenden Gegenüber. Jede Beratung kann nur ein vorsichtiges Herantasten an die Wirklichkeit des Anderen sein, des Menschen, der leibhaftig in all seinen An- und Widersprüchen vor einem steht oder sitzt.

Die eigentliche Anpassung muss innerhalb des Systems erfolgen, das System bedarf einer Optimierung im Sinne des Menschen und niemals umgekehrt.

Wenn also der Wassermann vor mir wider Erwarten einfühlsam, emphatisch und als Persönlichkeit authentisch ist, obwohl sich kaum Wasseranteile im Radix finden lassen, dann haben wir einen Fakt. Und wenn unser eigenes Modell diesen Fakt nicht erklären kann, dann haben wir eine neue Aufgabe. Zu Forschen und Herauszufinden, wo wir in unserer Sichtweise irren und fehl gehen.
Niemals kann es sein, dass wir dem Menschen sein Sternzeichen mitsamt den angedachten Ausdrucksformen schmackhaft machen, einreden oder überstülpen, und dies als Bewusstseins-Entwicklung darstellen. Und wann immer sich Widerspruch seitens der Anderen dagegen regt, ist dieser fast immer berechtigt.
Denn selbst die Besten der besten Astrologen können allenfalls von sich behaupten, einen bestimmten Zugang, eine von unzähligen Türen zu einem von unzähligen Räumen entdeckt zu haben. Und es wird sicher viele Menschen geben, die sich in der Beschreibung dieser Ausdrucksformen wieder finden können. Aber ebenso viele andere, die dies nicht tun. Nicht etwa, weil sie bockig, trotzig, uneinsichtig oder dumm wären, sondern weil die beschriebenen Ausdrucksformen nicht mit ihrer eigenen Erfahrung übereinstimmen.

In diesem Umstand findet sich der Fluch und auch der Segen des astrologischen Modells.

Ein Fluch deshalb, weil das astrologische Modell eben mehr mit den Prinzipien der Quantenphysik übereinstimmt, als mit den lokal-wirksamen Kräften des Newton´schen Weltbildes. Und deswegen in ihren Teilen nicht absolut festgelegt werden kann, auf eine Bedeutung und einen Ausdruck. Es ist das Zusammenspiel aller Faktoren, die als Ganzes gesehen innerhalb eines bestimmten Zeitfensters einen energetischen Hintergrund spiegeln. Aber genau so, wie ein Fisch oder ein Vogel, diesen Hintergrund komplett anders erleben wird als ein Mensch, genauso können unterschiedliche Menschen mit dem gleichen Hintergrund auch unterschiedliche Erfahrungen machen.

Wäre dem nicht so, dann dürfte es in der Welt und im Universum nur zwölf verschiedene Ausdrucksformen geben. Wenn man aber die Möglichkeiten der Kombinationen in Betracht zieht, dann sollte man eher von 1212 verschiedenen Ausdruckformen ausgehen, was in etwa  8.916.100.448.256 Möglichkeiten entspräche. Nimmt man dazu noch die Anzahl der möglichen Planetenstellungen und Aspekte, sowie die Grauzone der noch unentdeckten, aber wirkungsvollen Faktoren, darf man sich getrost von einem astrologischen Raster verabschieden, dass die Welt zwar überschaubar machen würde, aber auch totlangweilig.

Darin liegt nun der Segen. Einerseits die schier unermessliche Vielfalt, die sich in jedem einzelnen Radix zeigt, zum anderen aber trotzdem viele rote Fäden, die vieles sichtbar und begreifbar machen, was sich sonst einem bewussten Verständnis entziehen würde. Das astrologische Modell bietet klare Strukturen und Ansätze, um sich an die Wirklichkeit des Erlebten heranzutasten. Aber es beschreibt auf seine Art eben auch letztendliche Realität, ist ein universelles Gleichnis für Leben und Erfahrung an und für sich.
Und wird immer dort hilfreich und stimmig, wo Methode und Erfahrung im Einklang sind. Der Rest ist Mutmaßung, Interpretation und Teil der eigenen Traumsequenzen.

Ein Segen also, weil somit jedes Wesen und jede Erfahrung sich darin wiederfinden kann. Aber eben nur, wenn die eigenen Sichtweisen und Anlagen nicht dem Modell angepasst werden, sondern das Modell dem eigenen Verständnis. Was in der Konsequenz dazu führt, dass Jeder und Jede sich selbst ein guter Astrologe sein müsste und sollte. Während die anderen Weggefährten sind, deren Sichtweisen und Ansätze immer wieder das enge Korsett des eigenen aufgeträumten Weltbildes erweitern. Eben gerade durch ihre Andersheit, selbst wenn diese im Widerspruch zur eigenen Seinsanlage zu stehen scheint.
Aber je weiter man auf diesem selbstbestimmten Weg voran schreitet, desto fließender werden die Übergänge zwischen dem scheinbar Unvereinbaren werden. Und am Ende mag eine Ein-Sicht stehen, die alles andere als Ein-Fältig ist, obwohl sie jede Polarität aufgehoben hat.

So gesehen mag das Modell der astrologischen Berater ein Auslaufmodell sein. Eine Wandlung von den  Herrschafts-Wissenden, die den Himmeln näher sind, hin zu gleichberechtigten Weggefährten, die mit ihrer Erfahrung zur Verfügung stehen. Und diese Wandlung ist wünschenswert und notwendig, soll Astrologie auch noch in einigen hundert Jahren als Lebenshilfe verfügbar sein.

Das was dann Astrologen als Ratgeber auszeichnet, ist die eigene Erfahrung. Wie oft habe ich selbst schon Übergänge von Saturn, Uranus, Neptun und Pluto erlebt? Welche Wege habe ich persönlich im Umgang damit gefunden, die hilfreich und konstruktiv waren? Was davon ist vielleicht übertragbar, was wird nur mir in meiner Eigenheit gerecht?
Und vor allem – was weiß ich über meine Trigger, meine Auslöser für meine eigenen Traum- und Trauma-Sequenzen. Bietet mir mein Gegenüber solche an? Einfach durch sein Sein, seine individuellen Konstellationen? Woran erkenne ich das, wie verändert sich mein inneres Setting, wenn diese Auslösungen stattfinden?
Die Beantwortung all dieser Fragen setzt zwingend eigene Erfahrungen voraus. Es reicht also nicht, wenn ich als astrologischer Berater und Supervisor mir theoretisches Deutungswissen angeeignet habe. Ich muss diesen theoretischen Hintergrund auch in Übereinstimmung mit meinem eigenen, astrologischem Erleben bringen können.

Hier taucht dann vielleicht ein Problem auf, ein Problem der Methodik. Denn in der urklassischen Astrologie wird und wurde hauptsächlich mit theoretischen Zeitschienen gearbeitet. Progressionen und Direktionen sind aber nur schwer direkt erfahrbar, ihre Auswirkung zeigt sich oft nur in der Nachbetrachtung, bietet aber keine Möglichkeit der direkten zeitnahen Erfahrung. Wie soll man aber mit einem Wissenshintergrund energetisch arbeiten, der nur abstrakt ist?
Es geht nicht und aus meiner Sicht bietet sich nur ein Weg an.

Die Wahrnehmung der Eigenheit im Augenblick des Jetzt.

Das mag eher nach Meditation klingen, als nach astrologischer Arbeit und ja, es ist richtig, beides zusammen ergibt erst einen tiefer gehenden Sinn. Jenseits von abstrakter Interpretation und Deutung.
Wenn ich mein eigenes Radix als Ausdruck meiner individuellen Anlage nehme und ständig den aktuellen Stand der Planeten damit abgleiche, werde ich in kürzester Zeit feststellen, wann sich meine „energetischen Traumsequenzen“, im Guten wie im Schlechten, selbst aktivieren. Ich kann das astrologische Modell quasi im Sekundentakt überprüfen, bezogen auf seine Übereinstimmung mit meiner eigenen Erfahrung.

Die Wanderung von AC, MC und den Häuserspitzen bietet innerhalb eines Tages schon erste Möglichkeiten der Orientierung.
Ich werde weiter erleben, dass ich unter bestimmten Mondstellungen immer und immer wieder ähnliche Erfahrungen mache. Selbst wenn Ort, Zeit und Umstände vollständig anders und nicht vergleichbar sind. Ich werde erfahren, wie sich mein Traum von Venus-Welten im Erleben zeigt, wie Gesichter sich verwandeln in meiner Sicht unter dem Einfluss von Merkur oder Mars. Wie sich meine Lebenskraft scheinbar hebt und senkt unter den Übergängen von Sonne. Und wie sich Gefühle und Emotionen gleich dem Ozean in beständigen Euphoriefluten und Stimmungstiefs abwechseln.

Ich muss dazu nicht einmal mehr astrologisches Wissen besitzen, als die meisten Menschen dies ohnehin haben. Zwölf Zeichen, zehn Planeten und den 24-Stunden-Kreis der Häuser. Ansonsten benötige ich nur die richtig berechneten Zeitpunkte für Übergänge und Auslösungen.

Im nächsten Schritt halte ich meine Erfahrungen in diesen Zeiten fest, ohne Beurteilung und Interpretation, pure Beschreibung. Nach einigen Wochen kann ich anfangen, dies mit den herkömmlichen astrologischen Bedeutungszuschreibungen abzugleichen. Und werde erstaunt feststellen, dass vieles davon sehr treffend mein jeweiliges Erleben beschreibt, solange ich mich nur darauf beziehe und nicht die äußeren Umstände als Ursachen betrachte.
Aber ich werde genauso feststellen, dass manche Beschreibungen eben nicht zutreffend sind. Und hier kann ich persönlich anfangen, dem großen Astrologie-Buch der gesammelten Menschheitserfahrungen ein neues Wort, einen neuen Satz, einen neuen Abschnitt oder gar ein neues Kapitel hinzuzufügen.
Ein Netzwerk aus Erfahrungen, die wir heute leichter und schneller teilen könnten, als je zuvor.
Diese Erfahrungen werden im Laufe der Zeit zu einem Wissen, zu einem Fels in der Brandung der Veränderlichkeit. Sie weisen den Weg hin zu neuen Ufern, zu neuen Erfahrungen, zum Sprengen der Ketten alter Muster und Gewohnheiten.

Aber eben nur sie. Kein Astrologe, so gut er auch immer seine Arbeit tun mag, kann einem anderen Menschen diese Erfahrung vermitteln. Er oder sie kann ihn oder sie nur anleiten, wie diese Erfahrung Teil des eigenen Seins werden kann. Den Weg dahin aufzeigen, anfangs als bestenfalls weiser Coach, später als gleichberechtigter Supervisor und schließlich auch selbst als Lernender von der Einzigartigkeit des vormals Lernenden.
Im Austausch und der gleichberechtigten Existenz der vielen Sehenden und Erfahrungen wird sich dann Zug um Zug die eigentliche Tiefe und Weisheit des astrologischen Modells zeigen. Das was scheinbar nicht möglich sein kann, wird Wirklichkeit bestimmen. Alles ist mit allem verbunden, bedingt sich gegenseitig und braucht kein Entweder-Oder. Entweder-Oder ist dann nur noch ein geschicktes Mittel der Orientierung und Entscheidungshilfe, wo es aber um die Vielfalt des Lebens geht, darf eben auch sein, was sowieso immer war und ist.

Das Kleinste wird groß im Verhältnis zu etwas Kleinerem, das Größte wird klein im Verhältnis zu etwas Größerem. Und der plutonische Empfindungsanteil kann sich eben sowohl als Neurose, wie auch als Weisheit zeigen. In ein und demselben Augenblick, an zwei verschiedenen Wesen.

Es könnte dann die Zeit sein, in der sich Menschen abends treffen und fragen: „Hei wie war denn heute dein Marstransit? Gabs Fortschritte oder hat dich dein Wuttrauma wieder mal kalt erwischt?“ Und man tauscht sich aus über Möglichkeiten und Verhaltensweisen, Erfahrungen und Erlebnisse. Nicht mehr bezogen auf äußere Zwänge, sondern bezogen auf die innere Freiheit zur Veränderung.
Und diejenigen, die diesen Weg schön länger gehen, werden natürlicherweise dann auch gefragt werden. Um Rat, der auf ihren Erfahrungen beruht. In diesem Sinne werden sie auch weiterhin Berater sein, ein energetischer persönlicher Trainer, der einem die Arbeit mit den Hanteln eines Saturn-Transits nahebringt.

Mag sein, dass auch das nur ein Traum ist und bleibt. Aber in der Geschichte der Menschheit ist schon vieles passiert, was so niemand für möglich gehalten hätte. Warum also sollte das älteste Wissen der Menschheit nicht zu neuen Ehren kommen, angepasst an die Bedürfnisse der Menschen von heute, ohne ihre Tiefe und Universalität zu verlieren?

Ein Traum und ein Wunsch, all denen gewidmet, die sich im Laufe vieler Jahrtausende auf diesen Weg gemacht haben. Und all denen, die ihn hier, heute und jetzt immer noch gehen.

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