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Ein Heiland des Geldes

Salvator 3Alles Neptun: Sein Bild war ja auch der Fisch, die verborgene Wahrheit des Christentums. Und unter Neptun auf dem Fische-MC (Auktions-Beginn) wurde nun ausgerechnet Jesus, der gemalte Salvator Mundi (links), zur Fake-Frage und einem Symbol von hochkulturellem Reichtum gegenüber der Armut der restlichen Welt. Durch den finanziellen Wahnsinn mutiert dieser Christus, ein angeblicher Da Vinci ("männliche Mona Lisa"), auch zum Salvator Pecuniae, also einem Heiler der Welt, der mit 450 Dollar Verkaufserlös zum Retter des Geldes für die Eliten der Kunst absteigt. Spricht etwas im Horoskop dieser unfassbar grotesken Auktion mehr für Echtheit als für Fälschung des Gemäldes, die immer wieder diskutiert wird? Schwer zu sagen, eben wegen des unendlich neptunischen Touchs. Denn auch Leonardo selbst hatte ja eine Fische-Mond-Jupiter-Konjunktion und einen Neptun am MC samt all dem verbundenen Zauber der Zwischenwelten. Was sich in der Auktion eines seiner Werke fortsetzen und hier darum auf Authentizität hinweisen könnte.

leonardo

Für das nun offiziell teuerste Bild aller Zeiten, das je bei einer Auktion unter den Hammer kam, gibt es aber eben auch eine lange, geheimnisvolle Geschichte des Auf- und Abtauchens. Wobei die Doppeldeutigkeit der beteiligten Symbole in Leonardos Radix (rechts via Astro-Databank, Rodden Rating AA) und der Auktion zeitlos in Neptuns Tiefen passt. Einerseits der eucharistische Fisch des Christentums, andererseits besagter Fische-Neptun am Fische-MC, der es ansonsten an Klarheit darüber mangeln lässt, ob hier die unglaubliche Summe für Authentizität des Genies ausgegeben wurde. Es besteht eben die Möglichkeit der Lüge oder Fälschung. Selbst der Käufer bleibt unbekannt. Sicher ist: Mit seinem Geld, investiert in 66 mal 46 Zentimeter Bildchen, hätte er Tausende hungernder Menschen retten und die Armen mit Brot, Fisch und Kaviar speisen können. Allein das ein Zynismus, der als Wink des Schicksals gern und leicht übersehen wird. 

Verkäufer jedenfalls war der russische Sammler Dmitry Rybolovlev (mit Merkur-Neptun Konjunktion im Skorpion) der vor einigen Jahren den Salvator für knapp über 125 Millionen gekauft hatte. Die neue Auktion jetzt begann um 19 Uhr, der Salvator war "Lot 9B" und der genaue Zeitpunkt, als der Hammer niederging, nicht zu recherchieren. Allerdings steckt im Horoskop des Beginns bereits das ganze Elend zwischen Kultur-Chauvinismus, Bildungs-Arroganz und Hunger anderswo (Saturn-chiron 6-10). Sicher, man muss da nicht auf die Tränendrüse drücken, bzw. macht sich natürlich mit so einer Sicht zum "Spielverderber". Nötig bleibt dieser Blick hinter die Schleier und Spiegel eines 12. Zeichens aber, das hier so stark beteiligt ist. MC in den Fischen legt auch Wert darauf, diesen Jesus in seiner Verbindlichkeit gegenüber anderen ernstzunehmen. Um 1500 soll das Werk gemalt worden sein - damals stand Pluto im Skorpion, Jupiter in den Fischen und Neptun im Steinbock. Ethik, Verantwortung, Transzendenz als Perlenkette, die zu Kunst wird. Auch das eine Variante.

SalvatorRadix

Das Radix der Eröffnung jetzt (rechts) lässt mit dem gradgenauen Sextil des Herrn 2, Mond, zum Herrn 8, Saturn, schon ahnen, dass hier beträchliche Summen über den Tresen gehen werden. Das Geld der anderen (8) kommt mit den Werten (2 - die sind hier im Krebs aber eher emotional) flüssig zusammen. Aber in Opposition zu Uranus und weiter Konjunktion zum Mars (mit Pluto) stark angreifbar. Was für eine Fälschung sprechen würde. Generell aber ist Saturn neben Pluto oft bei den ganz großen Transaktionen beteiligt. Auch Skorpion-Venus (Herrscherin 12 - weiterer Anlass für Misstrauen gegenüber der Echtheit) mit Jupiter und im Trigon zu Neptun am MC belegt zusätzlich als Archetyp der Wertmaßstäbe in ihrem bloßen Stand schon die hohen Optionen. Merkur-Neptun-Quadrat (Mitherr 12/Herr 10) macht nicht nur Illusionen zum Anpassungs-Prinzip des Visionären (von 6 aus), sondern auch einen Neptun-Saturn, der nicht an den Tag kommt = einen unterschwelligen Konkurs.

Das Thema aber bleibt in der Welt: Neben dem angeblichen Leonardo ging auch noch ein Warhol (Sixty Last Suppers) für 60 Millionen weg. Noch mal also das Abendmahl und Fische, da sich die Auktion ja nicht nur auf den Salvator bezieht. Das Thema bleibt aber dominant - Täuschung (auch Merkur-Neptun) versus Wucht des Erschaffen(d)en = Vielfachbesetzung in 5, dem Kreativ-Haus. All die Hinweise aus dem neptunischen Bereich sind aber nun mal genau das: neptunisch. Hier ist niemals aufzuklären, was wahr und was Lüge ist, da die Faktenwelt mit ihren Zeiten und Orten dort keine Gültigkeit mehr hat. Denn die Absolutheit des Namenlosen spielt jenseits von Begriffen.

 "Christie’s Global President brought the hammer down on Lot 9 after an extraordinary bidding battle that lasted just under 20 minutes." (Christies via Forbes)

salvator 1

Dass hier Zeiten, Orte, Ursachen, Urheber, Maßstäbe, Wahrheit und Lügen immer schon verschwimmen, zeigt aber nicht nur das Zeichen des Ergebnisses Fische, das ja stets die realisierten Folgen eines Ereignisses skizziert. Schon die Geschichte des Bildes und seiner Zuordnungen ist unheimlich un neptunisch: Besessen von Königen bis hin zu einfachen Händlern, soll es einst als Werk eines Leonardo-Schülers gehandelt, überpinselt, herumgereicht worden sein. 1958 geriet es bereits unter den Hammer, als absolutes Schnäppchen: Einer Textilhändler-Familie wurden genau 45 Pfund dafür bezahlt.

Hochinteressant: Auch damals standen Neptun und Jupiter im Skorpion und Saturn ebenfalls nah dem Galaktischen Zentrum im Schützen, wie heute. Betrachtet man die Geste der Segnung, die der Salvator auf der winzigen Walnusstafel macht, auf die ihn wer auch immer malte, finden wir auch hier die neptunische Doppeldeutigkeit: Nicht nur das Kreuzzeichen des Christentums, sondern auch die "gekreuzten Finger", mit denen man einen Schwur für ungültig erklärt. Was sich davon herleitet, dass man mit ihr versuchte, nicht völlig aus der Gnade zu fallen, wenn man eine falschen Eid leistete. Was sagt das über das Bild. Nichts = Neptun. Und Alles = Neptun. Die Glaskugel, die Jesus in der rechten Hand trägt, steht für einen sauberen Merkur-Neptun. Wie er auch 

Das Geheimnis wird wohl nie gelüftet werden: Wer der Maler war, wieso jemand so viel Geld dafür zahlt, statt Sinnvolleres damit zu machen, und wo eigentlich das gelebte Erbarmen und Mitgefühl bleibt, das nun über Umwege das Christus-Portrait in eine wirtschaftsbesessene Welt trägt, die ihn und andere neptunische Wesen wie Buddha sonst mit leichter Hand und Gewissen abwehrt. Wie gesagt: Alles Neptun. Größte Liebe. Höchster Nihilismus. Stärkste Lüge. Unendliche Leere. So leuchtet es jetzt irgendwo im Dunkeln einer Tresorkammer, das Bild des mitfühlenden Weisen welcher Religion auch iimmer, das lebendig verwirklicht in die Welt gehört.

Quellen Bild (bearbeitet)/Zitat/Zeit: Wikimedia Commons + Forbes + Christies

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Donnerstag, 14. November 2019

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