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Astro-Labor

Astro-Design: Himmlisches Kaleidoskop

Debatte um Zugang der Astrologie

Letzter Teil unserer Serie "Frische Sterne" von Eva-Christiane Wetterer:

Seit Oktober 2005 saust VANILLA durchs Weltall und mit dieser fliegenden Eistüte auch die Hoffnung des Entdeckers, HANS-WERNER WOLTERS, dass die Astrologie durch seine Erfindung in neuem Licht erscheinen möge.

Er sah die Möglichkeit, ganz neue Wege zu gehen, indem nun wunschgemäß funktionierende Faktoren designt werden konnten. Und er war sich sicher, dass sich daraus kein Widerspruch zur Astrologie und auch kein Widerspruch zur Naturwissenschaft ergeben würde. Ein paar grundsätzliche Regeln nannte er für künftige Entdecker dennoch:

„Dies zu tun, heißt natürlich, dass es überaus ratsam ist, sich mit Dingen wie Ephemeriden-Rechung und Bahnelementen zu befassen. Das kann aufwendig und mühselig sein. Diese Entdeckung ändert nämlich nichts daran, dass nicht alles, was einem in den Kopf kommt, funktionieren wird und jeder beliebig verfahren kann, weil 'ja alles irgendwie passt'. Hier zeigte sich der Forschergeist, der einerseits begeistert war von der neuen Möglichkeit, andererseits klar genug im Kopf, um zu wissen, dass man die Astrologie nicht mal eben zwischen Mittagessen und Abendspaziergang revolutioniert. Die Debatte im Fachforum ASTROLOGIX hatte seinerzeit vielerlei Ansätze und warf tiefgreifende Fragen auf.


Der Rückwärtsgang von Vanilla, der durch keinerlei Direktläufigkeit durchbrochen wird, ließ einen Vergleich mit den Mondknoten zu, so die Vermutung von RICHARD VETTER.  Außerdem wies er darauf hin, dass wir den Planeten ihre Bedeutung sowieso unbewusst zuschreiben, sprich, die diversen Inhalte auf sie projizieren. Er ging schlicht davon aus, dass z. B. die Bahnelemente objektiv keinerlei Bedeutung haben. 

Es wurde eine kritische Stimme laut, die Wolters bezichtigte, sich über das Paradestück der Hamburger Schule, die Transneptuner (acht immaterielle Energiezentren bzw. Wirkpunkte) lustig zu machen. Was der Schreiber nicht wusste, war, dass HWW jahrelang mit den Transneptunern gearbeitet hatte und die Arbeit der Hamburger Schule sehr schätzte. Er blieb unbeirrt in seiner Spur: „Mein Forschungsthema ist die Mustererkennung. Jetzt ist durch diese Vanilla-Geschichte noch ein weiteres hinzugekommen, nämlich der möglicherweise fraktale Charakter unseres Kosmos!“

HWW hätte sich eine spannende Forscher-Entdeckungsgeschichte statt der heiteren Schöpfungsstory ausdenken können, doch er sah es trocken: „Wer die Vanilla Geschichte gelesen hat, der wird feststellen, dass sich genau in diesen Begleitumständen die Bedeutung Vanillas spiegelt. Exakt darum ging es. Erkennen wir daran doch, dass alles zu seiner Zeit geschieht.“ Davon war er zutiefst überzeugt und auch das stand unverrückbar fest: Für ihn wurden die Informationen von den Himmelslichtern überlichtschnell zu uns auf die Erde transportiert, daher so schwor er auf die wahren Positionen der Gestirne.

Wolters (links im Bild) konnte wenig anfangen mit Mythen, die auf Gestirne projiziert wurden oder mit psychologisch astrologischen Inhalten. Doch auch er war auf der Suche, seit er begonnen hatte, sich mit der Astrologie zu beschäftigen. „Wie weit es den Menschen jemals möglich sein wird das Ganze zu begreifen, sei dahingestellt. Ich bleibe bei meiner Aussage, dass jede n-dimensionale Daseinsform die n plus erste Dimension als Zeit erlebt und daher nur einzelne und in gewissem Sinne verzerrte Fragmente des Ganzen durch die zeitliche Abfolge mehr oder weniger deutlich erkennen kann.“

Für HWW war logisch: Um das Ganze in seiner Gesamtheit klar erkennen zu können, würde der Beobachter einen Standpunkt übergeordnet seiner jetzigen Dimensionalität erreichen müssen. „Sofern dies einem lebenden Menschen gelingt, würde er das, was er dort wahrgenommen hat, nicht mehr in einer irdischen Sprache beschreiben können. Denn auch Worte folgen zeitlich aufeinander, Inhalte und Bedeutungen können nur im nacheinander transportiert und erfasst werden.“ Damit neigte sich der Forscher unwillkürlich dem göttlich Numinosen zu, denn dieser Gedanke wies weit über das menschliche Hier und Jetzt hinaus.

Eine wunderbar ergänzende Sicht zum Geschehen kam von WERNER LANG, der im Kontext der unendlichen Rückbezüglichkeit auch Vanilla und Konsorten betrachtet hatte. „Teilaspekte des Seins entstehen dadurch, dass die ungeteilte Ganzheit sich selbst betrachtet. Unendlich rückbezüglich: der Blick ins Kaleidoskop. Schau ich in den rechten Spiegel, sieht der rote Splitter länglich aus, schau ich in den linken, gleicht der rote Splitter einer Spirale. Jeder Blickwinkel hat recht und ist richtig. Jede (Planeten-)Bahn, die man errechnen kann und die den Gesetzen der Physik genügt, dürfte die Ganzheit aus einem speziellen Blickwinkel zeigen.“

Für Lang existierte ganz klar eine Hierarchie der Himmelskörper. Dabei unterschied er nicht nach real und virtuell. In seiner Sicht sammelten sich die vorhandenen Planeten bzw. ihre Bahnen dort, wo bereits wichtige Kraftlinien existierten. Der versammelten Materie selbst schrieb er keinerlei Einfluss im astrologischen Sinn zu. Für ihn war eine physikalisch denkbare Bahn ein Kommentar des Seins über sich selbst und die wichtigsten Bahnen waren demzufolge so stark, dass sich dort sogar die Materie versammelt hatte.

Bei der Wirkungsweise der Himmelskörper schieden sich also die Geister. Darin zeigte sich auf vielfältige Weise das ungebrochene Faszinosum der Gestirne, die uns so unendlich viel zu erzählen und zu vermitteln haben, dass wir wohl niemals den einen Stein der Erkenntnis finden können. Vermutlich erschafft die Menschheit sich das astrologische Universum seit jeher selbst und die Entdeckung von Vanilla fügt sich nahtlos ein in diese lange Entdeckungsreise.

Manchmal erahnen wir durch solche Ereignisse ein kleines Stück der Schöpfung, doch von diesem Teilchen auf das große Ganze zu schließen, mündet weniger in Wissen, als in Staunen. Und so bleibt hier unten nur der Blick nach oben, wo sich momentan Venus und Jupiter sichtbar nah sind. Und was außerdem dort oben noch bedeutungsschwanger kreist, wissen die Götter oder die, die Lust haben, frische Sterne zu entdecken!

 (Eva-Christiane Wetterer - 25.3.2012 - 11.33 h) 

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