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Astro-Labor

Fallen: Ballon-Abstürze und Sonne in 12

Mit Ballon-Unglücken würde man Neptun kaum spontan in Verbindung bringen, auch wenn der Gasriese generell ja schon Bezüge zu Propan hat und die Fische überhaupt als letztes Zeichen weit "über den Himmeln" des Wassermanns zuständig sind. Bei der Untersuchung des tragischen neuen Heißluft-Unfalls in Texas und einer Liste ähnlicher schwerer Tragödien mit Ballons findet man aber weltweit allein unter den zehn schwersten Crashs einen Großteil, nänlich 10, mit Sonne in Neptuns "natürlichem" Haus 12. Auffallend viele bei 21 Daten insgesamt.

Eine statistische Falle, da letztlich eine nicht ganz überraschende Ballung, wenn man weiß, dass (häufig im Sommer) Ballons sehr früh oder sehr spät starten, um den gefährlichen Thermik-Winden zu entgehen. Also scheint ebenso logisch, dass dann auch viele um die Zeit abstürzen - wobei es viel weniger vorm auch gut beflogenen Sonnenuntergang sind. Gleichzeitig beschreibt das Neptunische ja auch tatsächlich eine Art "Flucht" oder Umgehung vor/von etwas (wenigstens den Wetterbedingungen) und die Entgrenzung des Schwebens. Was wieder Belangen des 12. Hauses entspricht. Egal, welche rationale Erklärung es auch für Entsprechungen gibt, sie müssen astrologisch so oder so in der Symbolik den Vorgängen angemessen bleiben. Das letzte Feld nun steht systemisch für Bereiche, wo sich Funktionen (oder Dysfunktionen) des Neptunischen ganz praktisch am deutlichsten zeigen können. Nicht umsonst hat Neptun, der auch das Nichts symbolisiert, als Icon ja den griechischen Buchstaben Psi. Das symbolisiert Zwielicht, goldene Winkel, Wellenfunktionen, Psychologie und alles Rätselhafte oberhalb, unterhalb, abseits der üblichen Wahrnehmung und begreifbaren Welten.

Unter anderem dann auch das, was hinter der uranischen Technik liegt. Hier gehen stoffliche Dinge leichter verloren, kaputt oder lösen sich anders einfach auf. Mit Unfällen bringt man Neptun sonst hinsichtlich der beteiligten Häuser-Position nicht sofort in Verbindung, sondern kennt eher seine beiden Nachbarn Uranus und Mars und deren Häuser oder den Pluto und 8 als beteiligte Zerstörer. Die astrologisch leicht diskriminierte Statistik kann aber ausgleichen, wo man zu schnelle Schlüsse zieht oder aus Gewohnheit beliebig zuweist. 

Eine Liste mit 21 Horoskopen schwerer Heißluft-Unglücke wie dem aktuellen bei Maxwell/Lockhart (rechts Radix), wo 16 Menschen umkamen, beleuchtet solche Gemeinsamkeiten im Kleinen. Die Häufung des Sonnenstandes im letzten Haus bei Frühstarts macht nur einen Teil aus. Fast die Hälfte der Abstürze haben Sonne in 12, fünf andere in Haus 7. Bei den Spät-Starts vor Sonnen-Untergang, wird also insgesamt doch seltener verunglückt.

Ganz rar sind dagegen Mittags-Abstürze - denn es wird ja durchaus auch tagsüber noch recht häufig geflogen. Eine weitere Auffälligkeit findet sich beim Merkur, der sonnennah vor- oder nachläuft. Er steht 8mal im ursprünglichen "Unfall"- oder Himmels-Haus 11. Bei den Aszendenten der Tragödien stößt man dann auf eine Fix-Ballung: Fünfmal stürzen die Ballons bei Löwe aufsteigend ab, viermal beim Skorpion-AC, aber das ist ein Ergebnis am Rande, was isoliert nichts zu sagen hat. Wenn es auch Aufstieg und Fall nah Sonne und Phoenix ausdrückt.

Was die Felder angeht, ist die neptunische Auflösungs-Tendenz unübertroffen und auch sonst kommt immer wieder Neptun ins Spiel, vielleicht auch wegen des Themas der Ausdehnung, Leichtigkeit und Körperlosigkeit. Beim Absturz von Luxor 2013 (links), dem schlimmsten, den es je gab, bei dem 19 Menschen starben, zeigt sich, dass diese Entsprechungen nicht immer nur übers Haus laufen, sprich, mit dem frühen Start-Zeitpunkt als Erklärung. Neptunisches ist auch das Verschwimmen des Dinglichen, was die menschlichen Versuche, sich über die Götter zu erheben (Schütze) und die Unbeugsamkeit des Verstandes (Merkur) im Quadrat der Zeichen generell aushebelt. Beim Drama in Ägypten seinerzeit standen neben Sonne also noch fünf weitere Faktoren in 12 und in den Fischen. Unter anderem Neptun als Herr des Fische-AC in 12 stark im eigenen Zeichen und Venus erhöht auf 0°. Was dann als Ereignis - nicht unlogisch in der Übersetzung eines per AC ausgelösten Merkur-Mars gradgenau - wohl durch einen gerissenen Schlauch mit Gasaustritt verursacht wurde. Trotz aller Gemeinsamkeiten des Struktur-Skeletts in Horoskopen sind die Umstände aber immer individuell gespiegelt und verhalten sich - trotz Mustern - in der Besetzung von Zeichen und Häusern anders. 

Wie beim aktuellen Absturz in Texas finden sich jedoch meist über die Achsen oder Felderspitzen mindestens ein engerer Mundan-Auslöser im Unfall-Horoskop. Noch ganz ohne Bezugs-Größen. Diesmal war es auch wieder der Neptun mit Knoten, der von Spitze 8 überlaufen (und damit aktiviert) wurde, als morgens über Maxwell der Ballon in Brand geriet und mit einer Hochspannungs-Leitung kollidierte. Das spricht aber auch als Begleitumstand für zugrunde liegende Wahrnehmungs-Fehler. Dem Piloten wurde dann im Nachhinein eine Vergangenheit mit Bezügen zu Alkohol und/oder Drogen zugeschrieben, was die neptunische Beteiligung zusätzlich erklären mag. Bei beiden Schwerst-Unfällen der Statistik sitzt auch der AC-Herr in 12, wohl als weiterer Anzeiger von unterliegenden verdeckten Zusammenhängen und begleitender "Verständnislosigkeit".

Schaut man sich die gesamte Liste der direkten Auslösungen der Horoskope links an, sind in vielen Fällen direkte Aktivierungen von Faktoren durch AC und DC (häufig mit Skorpion-Beteiligung = dem Zerstörungs-Aspekt per Achse oder Herrscher) zu sehen. Überhaupt kommen auch die Herrscher oder direkt die Zeichen des Begegnungs-Quadranten (man "stößt" vielfach auf etwas - wie Leitungen oder Radare) beteiligt stark vor.  

Generell ist es aber so: Wenn man öfter mit Gruppen von Horoskopen statistisch arbeitet und nicht nur psychologisch deutet (was sich gegenseitig wunderbar ergänzt), lernt man, dass sich oft nach ersten Auffälligkeiten und vermeintlichen Treffern ganz einfach Erklärungen für Häufungen finden können. Wie im "Pferdebeispiel" - berühmte Rennpferde haben gern ähnliche Sonnenstände, da es bestimmte, gleiche "Fohlenzeiten" gibt. Dazu kommt, dass sich auch sonst auffällige Ergebnisse bei zunehmender Anzahl der ausgewerteten Horoskope häufig "verschleifen". Wenn man seine Dateien dann noch - wie es oft Zeitknappheit nötig macht - immer mal wieder nur oberflächlich durchgeht, scheinen einem immer wieder massive Ballungen von Konstellationen, Aspekten, Zeichen-Besetzungen aufzufallen. Was sich dann jedoch oft bei genauerer Untersuchung (und vor allem schriftlicher Festlegung) als ein blanker Irrtum herausstellt. Das ist auch der Haken des Themas Statistik. Generell widerstrebt es ja möglicherweise, ausgerechnet an die 'zauberhafte' Astrologie derart detailversessen heranzugehen und sie in die Niederungen des Wissenschaftlichen festzunageln. Deshalb: Gerade genug, aber nicht zu viel davon.

Aber manchmal, zum Beispiel, wenn man ganz konventionell etwa "sichere" Reisezeitpunkte sucht, ist es einfach nötig zu wissen, wonach sich da dann eigentlich schauen lässt. Ein "irgendwie" gelagerter Mars-Saturn (auch wenn einem bei dem tatsächlich gern  - unversichert - Unfälle zustoßen) nützt da gar nichts, wenn er nicht belegt ist. Sinnvoller findet man metagnostisch vor der Prognose zuerst heraus, welches Muster ineinander greifender Konstellationen (nein, noch mal, es gibt sie tatsächlich nicht, DIE eine gefährliche Einzel-Konstellation) dazu tendiert, bei entsprechendem Ankern im Radix als Bezugsgröße auch ein persönliches Risiko anzuzeigen.

Betrachtet man nun die hier analysierte Gruppe von Zeitpunkten noch einmal behutsam, lässt sich zumindest sagen: Früher Flug ist ungünstiger als später, wenn man von den schweren Unfällen ausgeht. Auch wenn natürlich sonst sehr viele Flüge unfallfrei bleiben. Weitere astrologische Muster, bei deren Auftreten man ganz vorsichtig annehmen könnte, dass es nicht unbedingt völlig risikofrei ist, zu solchen Zeitpunkten eine Ballonfahrt anzutreten, bestehen wiederum aus mehreren Komponenten. Aufgeführt sind hier im Folgenden nur die Merkmale, die bei der Größenordnung dieser Bezugsgruppe und entsprechender Vergleichgruppen willkürlich gewählter Horoskope tatsächlich auffällig waren.

Von 21 Charts steht bei den Ballon-Abstürzen... 

  • Sonne 10mal in Haus 12 und 5mal in Haus 7, 4mal im Löwen und 4mal in Jungfrau.
  • Merkur 8mal in 11 (nebst 4mal in Löwe und 4mal in Waage)
  • Venus findet sich 6mal in 11, Mars 5mal in Feld 1 (4mal in Jungfrau und 4mal in Waage)
  • Uranus kommt 5mal in 5 zu stehen, Neptun 6mal in Haus 2 (stoffliche Auflösungen!) und 5mal in 5.
  • Der AC stand 5mal in Löwe und 4mal im Skorpion.
  • Herr 1 steht 6mal in 12, (was wirklich eine Überraschung der zusätzlich neptunischen Betonung ist) und Herr 2 findet sich dazu 5mal in 10, Herr 11 steht 6mal in 11 und 6mal in 8.

Beim ersten "richtigen" öffentlichen Start eines Ballons (er blieb nach einem schwächeren Erstversuch im Winter dann um die 10 Minuten oben) der Brüder Jacques-Etienne und Joseph-Michel Montgolfier im Städtchen Annonay 1783 (siehe links, es kursiert die Angabe, es sei Mittag gewesen) stand Neptun übrigens damit auch wieder in 1, nah Spitze 2, wo er die Grenzen aufhebt (mit weitem Sonnen-Trigon) und Mars in den Fischen. Merkur mit Uranus geht in die Luft und Saturn gegenüber zeigt den Sog der Schwerkraft mit Unfall-Risiken (Sonne-Mars-Quadrat, nun auch wieder durch Saturn-Neptun ausgelöst). Es muss schon alles ein bisschen körperlos sein, was fliegen kann. Sprach Neptun, der ja zu Uranus hinleitet.

Am 19. September 1783 dann soll unter dem Beifall von fast 150 000 Zuschauern und bei anwesendem König eine Passagier-Flug-Premiere stattgefunden haben. Den Himmel stürmten als erste Gäste übrigens ein Hammel, eine Ente und ein Hahn. Aber der soll sich, so heißt es, dann bei der Landung schon ein Bein gebrochen haben. Merkwürdiges Omen. Dennoch: Danach war der Ballon als irdischer Bote da oben in den Wolken wohl nicht mehr aufzuhalten. Und die Luftfahrt auch nicht. Die Brüder Montgolfier waren astrologisch schon ein fein passendes, buchstäblich irdisches Team: Eine Jungfrau-Sonne mit einer Neptun-Jupiter-Konjunktion im Horoskop. Und eine Steinbock-Sonne-Neptun Opposition mit Merkur-Uranus im Wassermann. Viel Erdhaftung als Unterlage muss eben wohl doch astrologisch ganz nützlich sein, besonders, wenn man in den Himmeln dann stabil fliegen will... 

Bilder (bearbeitet): Pixabay

Daten-Quellen unter anderem: Aviation Safety Net, Liste Wikipedia + verschiedene offizielle Untersuchungsberichte und Medien

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