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Astro-Labor

Etwas Statistik: Wenn die Erde bebt

Aus aktuellem Anlass hier noch einmal ein Artikel vom 4.8.2014 über astrologische Statistik bei Erdbeben: Wann immer die Erde bebt, ist man als Astrologe leicht geneigt, nach den üblichen Verdächtigen zu suchen. Etwas Uranus, eine Portion Mars, ein Happen Pluto. Erlaubt ist, was am besten passt und sich bewährt hat. Meist fehlt aber Zeit, in der Alltags-Arbeit auch noch das alte Problem der Statistik unterzubringen. Dabei lohnt sich immer wieder ein genauerer Blick in Stichproben von Ereignissen und die neue Suche nach Gemeinsamkeiten, die Wunsch und Wirklichkeit überein bringen. 

Auch aus der nicht-irdischen, sonnenhaften (heliozentrischen) Sicht auf das Geschehen lassen sich gerade bei Erdbeben Marker ableiten. Schon im schnellen Überblick zeigen sich noch einmal neue astrologische Kennzeichen solcher heftiger Erd-Bewegungen, die weltweit Menschen den Boden unter den Füßen wegziehen und astrologisch auf's Glatteis führen. Untersucht man nicht diejenigen Beben mit den höchsten Werten auf der Richter-Skala (die sich zuweilen unterirdisch abspielen und kaum greifbare Folgen haben), sondern die, bei denen tatsächlich in den letzten Jahrhunderten am meisten Schaden angerichtet wurde - durch extrem viele Todesopfer und eklatante Zerstörungen - erlebt man Überraschungen. Wir haben 22 solcher Größt-Beben analysiert und einiges bestätigt gefunden, was man erwartet hätte, während anderes erstaunt.

Die beteiligten Planeten

Es fängt mit den auffälligen Planeten-Faktoren an. Bei den problematischsten und im wahrsten Sinne des Worte erschütterndsten Erd-Bewegungen wurde hier ganz schlicht eine Wikipedia-Liste abgearbeitet (siehe oben, in der rechten Spalte einige der gefundenen Konstellationen) und geo- sowie heliozentrisch die Stellungen verglichen. Und siehe da: Mars und Venus boomen, auch, wenn man engere Orben anwendet. Damit rechnet man als Astrologe bei so aufrüttelnden Vorkommnissen nicht unbedingt. Dass die chronifizierenden mundanen Aspekte der Langsamläufer bei Erdbeben als Unterlage (wie Stundenzeiger einer Uhr) eine Rolle spielen, ist ja erwartbar. Anders der „kleinere“, aber offenbar wichtige Auslöser der persönlichen Planeten, die man hier gern gegenüber den transpersonalen vernachlässigt. Sie kommen über die Tageskonstellationen zur Bedeutung, wirken wie Minutenzeiger und werden durch die Sekundenzeiger der Achsen häufig ausgelöst. Wie beim plakativen Schmetterlingsflügel, der einen Schneeball-Effekt erzeugt. Meist denkt man sich jedoch die „passenden Konstellationen“ aus der astrologischen Bedeutung der Faktoren vorher zusammen,   

Vielleicht am Eindrücklichsten, weil zunächst paradox, ist die Rolle der populär als so „harmonisch“ bekannten Venus. Eine „Kraft“, die man nicht unbedingt sofort mit Zerstörung zusammenbringt. Wieso eigentlich nicht? Denn Venus steht als Herrin des 2. Prinzips doch für die Substanz, die aus Mars‘ Energiefunken wird und später eben auch vergeht. Sie erst bezeichnet das Körperliche, Irdische, das, was auch wirklich sichtbar wird in der Welt, was sich umsetzt.Sowohl im Stier, als auch in der Waage muss sie außerdem Dinge austarieren, die (durch Schattenpartner Uranus/Wassermann des Stiers) aus der Form geworfen wurden. Deshalb gehört die Dysbalance auch als Herausforderung zu ihrem Grundsetting. Ohne vorheriges Schwanken oder Polarisierung (eins von Venus‘ großen Stichworten) auch kein Einpendeln. Ihre wichtigste Aufgabe, physisch (im Stier) oder geistig (Waage), ist es auch, Dinge zu stabilisieren. Vielleicht handelt es sich mit um einen der größten Irrtümer der oberflächlichen Pop-Astrologie (neben der Überschätzung Jupiters als Gönners, der nur Gutes bringt), dass Venus oder ihre Zeichen etwa von vornherein ausgeglichen wären oder agierten. Nein, sie sollen es ja erst werden. Venus-Neptun bedeutet auch: Auflösung der Materie und bringt eben unter Umständen neben dem eigenen Schwefel-Anteil auch - im Negativen - Hoffnunglosigkeit und Verzweiflung des Gasriesen mit.   

Dieser Hintergrund macht auch verständlicher, wieso in den vorliegenden 22 Radix-Bildern gerade heliozentrisch die Venus einen unverhofft auftauchenden Lauf und große Bedeutung für Erdbeben zu haben scheint. Insgesamt 7mal kommt der sehr spezifische Aspekt Venus-Neptun aus Sonnensicht vor, 4mal auch ein Venus-Mars. Das ist übrigens eine Melange, die bei viel kleineren Beben ebenfalls überzufällig häufig angetroffen wird und möglicherweise das Prinzip der Polarität (neben Uranus) in der Zweiheit bebildert. Gegensätze, die bei Beben in höchste Anspannung geratent. Astronomisch laufen sie als Nachbarn um die Sonne und nehmen immerhin 4 Zeichen in der Zodiak-Herrschaft ein. Davon zwei passend im Überlebens- und Existenz-Quadranten. Geozentrisch ist Venus auf dem Erdbeben-Sektor hier mit ihren Aspekten aber in dieser Gruppe der untersuchten Bilder klar zu vernachlässigen.

Aber ihre heliozentrische Stellung bringt eine echte Option für die Annäherung an genauere Prognosen. Bei ihrer Rolle geht es auch um ein Problem der  eigenen Verarbeitung bei Forschungs-Versuchen: Während einem beim Überfliegen des einen oder anderen Charts eine Venus-Betonung mit Blick auf Erdbeben leicht entgeht, da man Aspekte wie Venus-Neptun schon rein unbewusst mit angenehmen irdischen Ernten zusammenbringt, sieht das beim Mars ganz anders aus. Nicht nur speziell „sonnenhaft“ schlägt auf dem Erdbeben-Sektor ebenfalls seine große Stunde. Auch üblich betrachtet, spielt er deutlich mit. Über 10 große, heliozentrische Mars-Aspekte finden sich in der obigen Liste. Sie gehören nicht durchgängig zu den typischeren, die man klassisch mit der Astrologie dieser Natur-Ereignisse verbinden würde. 4mal allein Mars-Saturn, dreimal Mars-Neptun, dreimal aber auch der zündende (und oft so positiv übersetzte) Mars-Jupiter (siehe auch: DIE VIELEN GESICHTER EINES QUADRATS). Im Gegensatz zu fast jedem anderen Faktor wird hier der Impulsgeber, analog zu dem, was auf der Erde passiert, wenn sie rumort, auch geozentrisch, also im üblichen Sinn, vielfach dominant maßgeblich. 3mal als Mars-Uranus, einer Kipp-Konstellation, 3mal in Form eines Mars-Chiron und seinen verletzenden Wunden, 2mal als Mars-Neptun, einmal als Mars-Pluto. Das passt. 

Die brisanten Quadrate 

Betrachtet man nun nicht etwa, wer da einen Aspekt miteinander eingeht, sondern fängt beim kleinen Einmaleins der Differenzierung der Aspekte selbst an, ergibt sich eine weitere, schon auf den ersten Blick "logische" Erkenntnis: Geozetrisch und heliozentrisch eindeutig vorn an den „großen“ Erdbeben-Tagen sind die Quadrate („Man hat es nicht kommen sehen“ = das Quadrat ist meist blind. Insgesamt rund 40 mal tritt es bei den 22 untersuchten Horoskopen helio- und geozentrisch auf. Das ist viel. Konjunktionen und Oppositionen teilen sich dagegen die jeweils verbleibende andere Hälfte der großen Aspekte. Statistisch wäre das vorher nicht unbedingt als derart auffällig anzunehmen (eine Drittelung plus/minus Schwankungen im Schnitt vorausgesetzt). Deshalb scheint das Quadrat nun tatsächlich auch für die Prognose der zerstörerischsten Erdbeben-Ereignisse relevanter zu sein als seine Geschwister aus der Spannungs-Fraktion.

In der Spitzengruppe der 90 Grad-Aspekte liegt das fixe Quadrat wiederum helio- und geozentrisch beinah doppelt so oft vor, wie kardinale und fallende Winkel zusammen. Ohne Unterschied, ob man nun von Erde oder Sonne aus auf die Vorgänge schaut. Insgesamt hat auch das seinen Sinn im System, denn auch die fixen Zeichen beziehen sich ja gern auf Irdisches (erstes Fix-Zeichen ist Stier und gibt damit die Substanz des ganzen Kreuzes vor), das in seinem Prozess vom Sein zur Befreiung vom Körperlichen über die vier Qualitäten (physisch, energetisch, emotional und geistig) durchwandert wird. Sieht man sich dann diese fixen Quadrate auch noch einmal genauer an, steht sehr klar Löwe-Skorpion an ihrer Spitze. Als Planeten-Prinzip übersetzt sich das in Sonne-Pluto, also den Kampf des Hades oder noch passender, der buchstäblichen Unterwelt, gegen Licht und Wachstum, bzw: Lebensenergie. Eine Kollision des Lichts als Lebensymbols mit Pluto bezeichnet immer stärkstens angespannte Umwälzungen. Danach folgt mit kleinem Abstand das Quadrat Wassermann-Stier (Venus-Uranus = stürzende Systeme), gleichauf mit dem kardinalem Widder-Steinbock (Mars-Saturn = Initial-Widerstand) und Schütze-Jungfrau (Merkur-Jupiter = erweiterte Anpassung) und genauso oft Waage-Steinbock (Venus-Saturn, ebenfalls ein „umsetzender“, materieller Blockade-Aspekt). Schütze-Fische fällt als sehr schwach auf, wie überhaupt die fallenden Quadrate. 

Die Oppositionen und Konjunktionen 

Anspannung über Oppositionen sind in der Verteilung bei diesen großen Erdbeben eher unauffällig und stehen mit den Konjunktionen ungefähr gleichauf. Im Vergleich zum deutlich hervorstechenden Quadrat ist ihr Auftauchen durchschnittlich. Die beteiligten Zeichen sind dabei auch recht ausgeglichen auf die sechs Achsen verteilt. Allenfalls mit einem kleinen sehr kleinen Vorsprung kardinal - bei Widder-Waage und Krebs-Steinbock. Auch die Konjunktionen kommen mtt einer eher üblich verteilten Streuung und ganz leichtem Vorsprung in kardinalen Zeichen. Das heisst, keine Signifikanz. Was allerdings nicht bedeutet, dass nicht der Klassiker, ein typischer Angleichungs-Effekt, den C.G Jung bei seinen astrologischen Experimenten schon feststellte, bei viel genaueren, weitaus größeren Untersuchungen doch noch eintritt. Oft nivellieren sich solche typischerweise gerade in der Astrologie immer wieder eindeutigen Ergebnisse später, wenn mit höherer Anzahl der analysierten Radix-Bilder nämlich Stück für Stück eine statistisch ungewöhnliche Abflachung eintritt. Ein Paradox, das Jung ins Grübeln brachte und das bis heute nicht wirklich erklärt wurde, zumal meist die Gemeinsamkeiten zuvor sehr speziell und wiederholbar sind. Er vermutete als Hintergrund ein Phänomen der seelischen Ladung auch des astrologisch Untersuchenden selbst, die einen großen Einfluß haben und gleichzeitig in sich eine Analogie darstellen könnte.    .  

Eine grobmaschiger Überblick wie dieser, anhand der nur 22 Horoskope, in kurzer Zeit zusammengestellt, kann ohnehin bloß eine sehr kleine und halbwertige Anregung sein, sich immer wieder selbst in der astrologischen Arbeit zu überprüfen. Ein solcher erster Ansatz bildet bestenfalls einen Trend ab, der viel weiträumigere Netze und doppelten Boden benötigt. Analysen schlichter Daten, noch ganz ohne Detail-Fokus auf direkt auslösende Faktoren, können und müssen um viele Fragen erweitert werden. Zum Beispiel: Welche Haupt-Konstellationen werden immer wieder parallel über die Achsen getriggert? Wie wirkt sich was dann hierarchisch aus? Welche Verbindungen der wichtigen Häuser-Herrscher wiederholen sich wie genau? Ohne das ist alles nichts. Natürlich wird es niemals die eine und einzige Konstellation des Erkennens geben, die völlig unvernetzt ein Erdbeben oder auch nur die Stimmung des nächsten Tags voraussagen wird. Aber es kommt eben doch oft zu Verdichtungen mit ähnlichen Zügen. Ein Plädoyer dafür, auch gemeinsam wieder mehr zu forschen - mit größerer Gründlichkeit und einem weiteren Blick, als sie dieser kleine Anriß auch nur ansatzweise bieten will oder kann. Astrologie ist eben nicht nur Analogie, auch wenn aus der Arbeit mit Synchronizitäten ihr Zauber gewirkt wird. Wir alle brauchen besonders in Hinsicht auf die Katastrophen der Realität eine stabilere Unterlage, für sichere, bessere Prognosen.  

Daten: Wikipedia, Bilder (bearbeitet): NASA und Wikimedia Commons

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