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AfD: Neuer Vorstand, alte Parolen

Nun ist es also amtlich – die Alternative für Deutschland möchte jetzt gerne auf den Pegida-Zug aufspringen und auch offiziell als deren politisches Sprachrohr anerkannt werden. Kurz vor der Opposition zwischen Sonne und Pluto hat die AfD einen neuen Vorstand gewählt, dazu gehört jetzt auch die Vorsitzende Frauke Petry alias „Pegidas Brigida“. Und die hatte in der Vergangenheit keinen Zweifel daran gelassen, wessen Geistes Kind sie ist. Eigentlich sollte man darüber einfach den Mantel des Schweigens ausbreiten, denn die neuen Krawallbürger, vor allem aus der ehemaligen "Deutschen Denunzianten Republik", haben bei mir schon fast den Status eines rezeptfreien Brechmittels. Es reicht wenn sie den Mund aufmachen und anfangen, ihre dümmlich-dreisten Parolen zum Besten zu geben. Am liebsten über Ausländer, Schwule, Linke und jetzt auch Griechen.

Aber so ist das eben in einer Demokratie – jeder darf sagen, was er oder sie möchte, solange er das allen  anderen auch zu gesteht und die Basis dafür nicht in Frage stellt oder gar bekämpft. Und das ist auch gut so, selbst wenn man dann Parteien wie die AfD mit Steuergeldern indirekt bezuschusst und damit auch Pleite-Unternehmerinnen wie Frauke Petry. Was beide eint, ist ihr Hang zum Neptunischen, leider bisher nur in Bezug auf die Schattenseiten des Fische-Herrn.

Bei der AfD zeigt sich das als eine sehr seltene Konjunktion von Mars, Merkur und Neptun. Zu allem Überfluss auch noch auf den Anfangsgraden der Fische. Wie wirksam das Gründungschart der Partei ist, zeigte sich in den vergangenen Monaten, als Saturn zum ersten Mal ins Quadrat zu den drei Archetypen wanderte. Es gab eigentlich nur noch Meldungen über Konflikte und Auseinandersetzungen, die Umfragewerte sackten ab. Das macht natürlich Hoffnung auf die nächste Wiederkehr dieser mundanen Herausforderung, vor allem weil dann auch noch Jupiter (in Opposition dazu) eingebunden sein wird.

Bis dahin kann die Partei und ihre neue Vorsitzende aber jetzt erst mal einen Aspekt dieser Ballung zum Besten geben – endloses Geschwurbel, viel Gerede um Nichts. Denn eine der Stärken einer solchen Konjunktion besteht darin, dass man niemals konkret werden muss.

Da ist dieser Unmut, den man nicht wirklich nur an einer einzigen, konkreten Sache festmachen kann, es ist eher so eine Art ungutes Bauchgefühl. Das sich dann auf alles Mögliche setzen kann, wie zum Beispiel den Euro oder den Islam. Würde man beides abschaffen, wäre die Welt wieder in Ordnung – solche einfachen Ideen werden dann zu Stammtisch-Parolen, mit denen neue Bewegungen wie Pegida gefüttert werden.
Aber Mars-Merkur-Neptun ist zwar hervorragend geeignet, um zum Beispiel ein kämpferisches Fantasy-Epos zu verfassen, in dem Brüssel zu Mordors Schattenreich mutiert ist, während die wackeren Kämpen um Lucke (und jetzt Petry) endlich wieder wahre Werte installieren, Gold statt Geld sozusagen.

aus AfD + FDP: Rechts von der Mitte?

In diesem Fantasy-Epos mutiert Petry jetzt zur kämpferischen Walküre Brigida, die sich endlich an die Spitze aller Nichtwähler und aufrechten Krawall-Bürger stellen und die Republik im Sturm erobern wird. Denn Petry hat ja auch eine Sonne-Neptun-Opposition, kann sich also über sich selbst jedes X für irgendein U vormachen, genauso wie ihr das bei anderen erst mal gelingen mag.

Auf Dauer ist das dann aber unhaltbar und man bemerkt hinter den wabernden Nebelschleiern ihre Mars-Pluto Opposition, die vor Wut bei dem Gedanken schäumen mag, dass sie mindestens noch 2 Jahre warten muss, bevor sie Angela Merkel als Kanzlerin ablösen kann.

So oder so ähnlich zumindest, mag man das in den Hinterzimmern der Partei schon geplant haben, doch leider hat man da die Rechnung ohne den Wirt sprich den Zeitgeist gemacht. Denn auch Petry bekommt demnächst die Segnungen von Saturn zu spüren, als Konjunktion mit ihrem Neptun und dementsprechend auch als Opposition zu ihrer Sonne. Kleiner Tipp – am Besten die Finger von Drogen aller Art lassen und niemals betrunken Auto fahren, so etwas rächt sich immer unter solch einem Transit. Aber damit ist es auch schon gut mit den guten Ratschlägen, denn die muss man sich irgendwie auch verdienen.

Und mein Mitgefühl mit Leuten, die die Not anderer ausnützen, um sich selbst zu erhöhen, hält sich in engen Grenzen. Insofern werde ich beiden, der AfD wie auch ihrer Vorsitzenden, keine Träne nachweinen, wenn sie spätestens nächstes Jahr wieder in der politischen Versenkung verschwunden sind.  

Titelbild: By Olaf Kosinsky (Own work) [CC BY-SA 3.0 de (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

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