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Wut, Ohnmacht und ein Vollmond

Ein bedrohlicher Schatten scheint über Deutschland zu hängen – gewalttätige, islamistische Demonstrationen prägen die Schlagzeilen, gerade in den letzten Tagen. Kein Wunder, war doch der gestrige Vollmond ein ganz besonderer, da er den großen Spannungsbogen von Pluto und Uranus mit einbezogen hat. Und gleichzeitig das Trigon von Mars, Uranus und Jupiter, den feurigen Elementen in und um uns, einen kräftigen Energieschub verpasste.

Und irgendwo entlädt sich das dann ganz sichtbar, diesmal in Hamburg und Celle am Abend des 7. Oktober. In Hamburg demonstrierte eine kleine Gruppe von Kurden (ca. 400 Personen) anfangs friedlich gegen den Krieg gegen ihre Landsleute in Syrien durch den „Islamischen Staat“. Sie forderten mehr Unterstützung durch den Westen, und gegen 17:03 h endete die offizielle Demonstration. Erst kurz danach kam es zu den Auseinandersetzungen, Teile der Demonstranten zogen vor die Nur-Moschee im Hamburger Stadtteil St. Georg.

Dort trafen sie dann auf eine ebenso große Gruppe von anscheinend gewaltbereiten Jugendlichen, die nun in den Medien wieder den Salafisten zugeordnet wird.

Fast zeitgleich gab es auch in Celle eine Auseinandersetzung zwischen dort ansässigen Eziden und tschetschenischen Muslimen, und in der Türkei kamen bei ähnlichen Krawallen 15 Menschen ums Leben. Auf den ersten Blick also eine klare Eskalation der Gewalt, die nun anscheinend auch bei uns häufiger wird.

Aber eben nur auf den ersten Blick. Das Ereignischart vom Ende der offiziellen Demonstration in Hamburg bebildert anschaulich, warum sich dort erst danach die angestaute Aggressivität entlud. Mars wird ein paar Minuten später vom Ereignis-IC überlaufen, Jupiter steht genau am DC. Und es ist die Nacht des Vollmondes, Sonne und Uranus stehen kurz vor ihrer Opposition und unterstützen die Tendenz zu plötzlichen Ausbrüchen und chaotischen Zuständen. Ein wenig astro-logischer Weitblick hätte bei den zuständigen Behörden ausgereicht, um sich rechtzeitig darauf einzustellen.

Denn unter solchen, mundanen Konstellationen sind Menschen eben grundsätzlich schneller bereit, ihren angestauten Emotionen freien Lauf zu lassen. Und wer die Berichte über die eingeschlossene, kurdische Stadt Kobane in den letzten Tagen verfolgt hat, kann leicht nachvollziehen, wie viel Wut und Ohnmacht sich da weltweit in der kurdischen Bevölkerung angestaut hat.

Der „anderen Seite“, den Muslimen, wird es wohl nicht viel besser ergehen. Alleine der Begriff „Islamischer Staat“, der nun allerorts als Synonym für schrecklichste Greueltaten durch die Medien geistert, verbindet eine Weltreligion mit schlimmsten Albträumen. Anderswo nannte man das Sippenhaft, und wenn jetzt in Wuppertal ein paar verwirrte Jugendliche in Neon-Jacken durch die Straßen laufen und sich selbst als Sharia-Polizei bezeichnen, dann toben die öffentlichen Kommentatoren am nächsten Tag schon gegen die Willkür der Salafisten in Deutschland.

Laut offiziellen Angaben gibt es bei uns ca. 4000 Mitbürger, die dieser speziellen Glaubensrichtung des Islam zugeordnet werden. Von diesen knapp 0,2 % aller in Deutschland lebenden Muslime, werden wiederum nur ca. 100 – 150 als grundsätzlich gewaltbereit eingestuft. In diesem Zusammenhang von einer islamistisch-salafistischen Gefährdung zu sprechen, oder ein eindimensionales Feindbild aller Muslime zu schüren, entspricht in etwa der Aussage, dass alle Deutschen Nazis sind. Denn immerhin gibt es davon bei uns ca. 5000, die als potentielle Gewalttäter eingestuft werden.

Ohne deshalb gleich in die Nähe eines „islamistischen Sympathisanten“ gerückt zu werden, darf man dann doch die Frage stellen, ob das alles noch verhältnismäßig ist? Natürlich, Jupiter im Löwen hat schon seit jeher die Tendenz bei Menschen verstärkt, ihre eigenen Weltbilder besonders zu betonen. „Ich glaube, also bin ich…“, auf jeden Fall Verbündeter und treuer Gefolgsmann eines allerhöchsten Prinzips. Für die einen ist das Gott, für die anderen die „freiheitlich, rechtliche Grundordnung“ und für wieder andere der eigene Nutzen als Selbstzweck. Und wenn dann verschiedene dieser Glaubensrichtungen aufeinander prallen, dann zeigt sich schnell wie bizarr und in Teilen auch verlogen dieser ganze Tanz um das goldene Kalb von Richtig und Falsch letztendlich ist.

Wer dabei Gewalt als Mittel wählt, um eigene Interessen durchzusetzen, zeigt vor allem, dass er kein religiöser oder spiritueller Mensch sein kann. Denn wenn man schon glaubt, dass es ein allmächtiges Schöpferwesen gibt, das alles erschaffen hat, wie kommt man dann auf die Idee, dessen Schöpfungen ungefragt zu zerstören? Und auch noch zu behaupten, dass dies in „seinem Sinne“ wäre? Gibt es dafür Belege, aufgezeichnete Gespräche oder schriftliche Einverständniserklärungen? Wohl kaum. Nur immer wieder einige Selbst-Auserwählte, die von sich behaupten im Sinne des Höchsten unterwegs zu sein und alles richtig zu machen.

Das Ich, der Löwe-Archetyp, erhöht sich selbst zum Göttervater Zeus-Jupiter, direkt oder indirekt. Das Ergebnis ist fast immer das gleiche. Menschen leiden, Menschen sterben und über Generationen hinweg werden Feindschaften zementiert, die den Gewaltkreislauf in Gang halten.

Nur gilt auch hier die alte Regel, wenn du mit einem Finger auf jemand zeigst, deuten vier andere auf dich selbst. Der „freie Westen“ macht nichts wirklich besser, behauptet aber steif und fest, dass man diesen Krieg gegen IS führen muss, um das „Gute und Richtige“ zu bewahren und um Unschuldige zu schützen. Aber da Drohnen und Bomben bis heute nicht zwischen terroristischen Kämpfern und unschuldigen Kindern unterscheiden können, und das Verhalten der neuen Alliierten im Fall von Kobane ziemlich planlos wirkt, darf man sich ruhig fragen, was denn die eigentlichen Absichten hinter diesen "humanitären Ansprüchen" sind.

Gewalt erzeugt immer Gewalt und die wiederum neue Gewalt. Und gerade bei einem Trigon zwischen Mars, Uranus und Jupiter kann man davon ausgehen, dass sich diese Spirale jetzt besonders gut und schnell drehen wird. Alles andere wäre ein echtes Wunder. Wundern darf man sich auch, wie schnell „das Böse“ von gestern durch „das Böse“ von heute ersetzt wird, fast übergangslos und ohne eine Lücke zu hinterlassen. War nicht gestern noch Wladimir Putin und Russland der Inbegriff einer neuen Bedrohung? Vor der wir uns unter allen Umständen schützen mussten, mit Sanktionen und Säbelgerassel? Und jetzt? Entsteht quasi aus dem Nichts das noch viel Bösere, vermummte Gestalten, die Kinder, Frauen und unschuldige Amerikaner, Engländer und Franzosen köpfen. Skorpionische Ängste in ihrer reinsten Form, nur kommen sie eben nicht aus dem Nichts. IS besteht aus genau diejenigen, die nach Amerikas Krieg im Irak zu den Verlierern gehörten. Und sich nun mit Teilen der „aufrechten“ Rebellen in Syrien zusammen getan haben, die seit Jahren von westlichen Regierungen mit Waffen beliefert werden (siehe auch Venus' Terror: Fallen der neuen ISIS).

IS ist die logische Konsequenz einer globalen Politik, die keine Ziele mehr hat, außer dem Erhalt des eigenen wirtschaftlichen Status Quo. Und die statt auf die Erneuerung verkrusteter Strukturen und Denkweisen, die unter dem Quadrat von Pluto und Uranus dringend angesagt wären, lieber auf Chaos und Angst-Szenarien setzt.

Da kommt dann so ein Vollmond-Spektakel wie in Hamburg und Celle genau richtig, um uns klar zu machen, wie gefährdet wir durch die Andersgläubigen in unserem eigenen Land schon jetzt sind. Keine Rede davon, dass zur selben Zeit Abertausende Demonstranten in ganz Deutschland friedlich für ihre Forderungen auf die Straße gingen und es kaum zu nennenswerten Auseinandersetzungen kam.

Titelbild: By Bernd Schwabe in Hannover (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons 

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