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Ukraine: Die Geiseln von Slowjansk

Was dieser Tage in der Ukraine geschieht, ist beängstigend. Ein Land gerät ins Chaos und zerfällt, wird zwischen den „Kalten Kriegern“ von einst zerrieben. Aber nicht minder erschreckend sind die Propaganda-Kriege, die mittlerweile auch bei uns in den öffentlich-rechtlichen Medien zu „Tagesthemen“ werden. Es war zwar zu erwarten, dass durch die Einbindung von Mars ins abflauende Große Quadrat nochmal gehörige Aufregung in diesen Konflikt kommt, vor allem Ende des Monats April. Aber wer hätte gedacht, dass sich die marsischen Elemente vor allem in der Berichterstattung der Medien wieder finden, selbst wenn am Schauplatz selbst noch relative Ruhe herrscht.

Relative Ruhe. Natürlich ist die Entwicklung in der Ost-Ukraine erschreckend. Marodierende und schwer bewaffnete Kräfte kontrollieren mittlerweile die wichtigsten Städte, es gibt fast täglich Entführungen, Menschen werden verletzt oder sogar ermordet. Das scheint Fakt zu sein, kaum jemand bestreitet dies. Und immer häufiger taucht ein neues Gesicht stellvertretend für die neuen Herren in der Ost-Ukraine auf: Wjatscheslaw Ponomarjow. Woher er kommt ist nicht wirklich klar, was er will genauso wenig. Bei seinen zahlreichen Auftritten vor den Medien blitzen seine beiden Gold-Eckzähne auf, der Mann ist einfach wie gemacht, um dem "Bösen" ein Gesicht zu geben.

Sofern die Daten, die uns vorliegen, richtig sind (Quelle Wikipedia), passen leider auch seine astrologischen Anlagen hervorragend in dieses Bild. Eine Mars-Uranus-Pluto Konjunktion (in Opposition zu Saturn) prädestinieren in gerade dazu, ein Sinnbild für das mundane Quadrat zu werden. Er vereint energetisch all das, was aktuell miteinander im Streit liegt, so funktioniert Welt und Zeitgeist im Schulterschluss fast immer. Und Herr Ponomarjow tut eben das, was man mit solch einer Anlage gut kann. Angst und Schrecken verbreiten, unberechenbar bleiben, klar positioniert als Kämpfer, für was auch immer. Er soll bis 1992 in der sowjetischen Armee gedient und eine Haftstrafe abgesessen haben, ansonsten ist er ein Geist. Jemand der zuvor kaum in Erscheinung getreten ist.

Seine besondere Rolle als „Sprecher“ der Separatisten und Pro-Russland Milizen zeigt sich auch durch seine Merkur-Stellung auf 15° Widder, er ist ganz direkt eingebunden in das Hauptthema des Zeitgeists. Bis hierhin alles halbwegs nachvollziehbar, offensichtlich handelt es sich bei Ponomarjow um jemanden, dem man weder nachts noch tagsüber begegnen möchte, schon gar nicht im Konfliktfall.

Jetzt hat das selbsternannte Oberhaupt der Stadt Slowjansk aber auch noch deutsche Geiseln genommen. OSZE-Beobachter, die angeblich im Auftrag der Organisation für Zusammenarbeit und Sicherheit in Europa unterwegs waren, im Einvernehmen und nach Absprache mit allen Seiten in diesem Konflikt. Ponomarjow hat sich demnach über das letzte bisschen Recht hinweg gesetzt, das bis dahin noch in diesen Landesteilen Gültigkeit hatte. Denn, nach Angaben des Vizechef des OSZE-Krisenpräventions-Zentrums, Claus Neukirch, hat die OSZE dort mittlerweile über 125 Beobachter in eigener Mission. Und bisher wurde niemand von ihnen bedroht oder gar gefangen genommen.

Bis zum 25. April eben, als sieben Offiziere aus EU-Staaten, zusammen mit fünf Kollegen aus der Ukraine und einem Dolmetscher von bewaffneten Milizen entführt würden. Und hier bekommt die ganze Geschichte einen seltsamen Beigeschmack. Der Spiegel beispielsweise titelte noch am Tag der „Entführung“: Separatisten halten deutsche OSZE-Beobachter fest (Link). Nur um im Artikel ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass dem nicht so ist, denn (Zitat): „Ihre Tätigkeit hat nichts mit dem Einsatz der diplomatischen OSZE-Beobachter zu tun, der parallel dazu stattfindet, sondern beruht auf dem Wiener Abkommen von 2011 über militärische Transparenz.“

Das ist in Teilen richtig, denn die deutschen Offiziere waren im Auftrag des „Zentrums für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr“ unterwegs. Dies hat auch der Leiter der Gruppe, Oberst Axel Schneider, in einem Interview mit dem Bayrischen Rundfunk am 23. April bestätigt. Auf die Frage, warum denn die Mission aus Soldaten der Bundeswehr bestehen würde und nicht aus hauptberuflichen Diplomaten, antwortete Schulz sehr ausweichend. Wie es dazu gekommen sei, dass man den Auftrag in die „Hände der Bundeswehr gegeben habe“, könne er jetzt nicht klar sagen. Es wäre aber so, dass man sich in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt befände und man so voneinander lernen würde, "wie Diplomatie und militärische Planung gut zusammen laufen können. (Link zum Interview).

Eine Mission also, unter der Federführung der Bundeswehr, in enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt. Von einem OSZE Auftrag spricht Schneider nicht. Im Gegenteil, selbst in der Ankündigung des Interviews auf der Webseite des BR steht immer noch: "..die deutsche Bundesregierung...hat eine Gruppe der Bundeswehr in die Ost-Ukraine gesandt." Und auch in der Anmoderation weist die Sprecherin ausdrücklich daraufhin, dass zwar eine Mission der OSZE dort schon unterwegs wäre, "aber seit Montag auch eine Delegation der Bundeswehr..." Das Interview fand zwei Tage vor der Festsetzung von Oberst Schneider statt. Der sich auch sonst in manchen Teilen merkwürdig umständlich ausdrückt, aber das mag seinem momentanen Quadrat zwischen dem aktuellen Neptun und seiner Schütze-Sonne geschuldet sein. Wenn dann noch Saturn hinzu kommt (als Transit-Konjunktion zu einer Mars-Merkur-Mond Stellung), dann gerät man bei solchen Unternehmungen auch schnell mal in den Verdacht, zum Beispiel ein Spion zu sein. Auch weil das eigene Verhalten im seltsamen Widerspruch zu üblichen Vorgehensweisen steht. Militärische Beobachter, die unter dem Dach der OSZE agieren, müssen sich im Normalfall auch als solche zeigen auf ihren Missionen. Also in voller Uniform mitsamt Rangabzeichen unterwegs sein. Schneiders Gruppe war das nicht, alle waren zivil gekleidet.

Dazu passt eine andere Aussage des schon genannten Claus Neukirch: bei den festgehaltenen Personen handle es sich genau genommen nicht um Mitarbeiter der OSZE, sondern um MILITÄRBEOBACHTER, die dort BILATERAL unter einem OSZE-Dokument tätig sind.

Bilateral bedeutet – es gab eine Absprache zwischen zwei Partnern sprich Staaten über dieses Vorgehen. Und Neukirch stellt an anderer Stelle klar, dass die OSZE nicht über die Freilassung der Festgesetzten verhandle. Denn, es handle sich eben um eine bilaterale Mission unter der Führung des Zentrums für Verifikationsaufgaben der Deutschen Bundeswehr. Und wäre daher in erster Linie eine Sache der Bundesrepublik und der Ukraine, auf deren Einladung hin die Mission erfolgte.

Eine Sache der Bundesrepublik also, in dem Fall unter der Federführung von Ursula von der Leyen (Verteidigungsminister) in enger Absprache mit Frank-Walter Steinmeier (Aussenminister). Auf Einladung einer Regierung, die mit ähnlichen Aktionen an die Macht kam, wie sie jetzt in der Ost-Ukraine verdammt werden. Das jedenfalls wäre ein alternatives Bild der Situation und würde, zumindest aus astrologischer Sicht, ganz gut passen. Denn beide, Steinmeier und Von der Leyen, sind ja gerade auch sehr intensiv in das Große Quadrat eingebunden. Und Auslösungen durch Pluto, Uranus, Jupiter und Mars sind kein Zuckerschlecken, vor allem wenn sie fast gleichzeitig stattfinden. Da kann es dem normalen Menschen durchaus passieren, dass er Fehler macht. Zum Beispiel Situationen falsch einschätzt. Weil es ja auch schwer zu verstehen ist, das solche Zeiten im Leben des Einzelnen ein Umdenken erfordern. Das was gestern noch problemlos machbar war, gelingt plötzlich nicht mehr. Nur äußerste Einsicht und Umsicht hilft dann weiter, vor allem muss man aus den eigenen, bereits gemachten Fehlern lernen. Statt die Schuld dafür an andere zu delegieren.

Ansonsten wiederholt man diese Fehler solange, bis die Situation gänzlich unüberschaubar wird und nur noch harte Einschnitte etwas ändern können.

Bezogen auf die Geiseln in Slowjansk bleiben angesichts der Aussagen von Oberst Schneider und OSZE-Vizechef Neukirch mehr Fragen offen, als die offizielle Berichterstattung das vermittelt. Auch die Frage, warum solchen Informationen nicht nachgegangen wird. Wohl aus diesem Grund hat ein ehemaliger ARD-Redakteur jetzt beim NDR-Presserat offiziell Beschwerde gegen die „desinformierende Ukraine-Berichterstattung des NDR resp. der Redaktion ARD-aktuell“ (LINK zum Text) eingereicht und dies auch ausführlich begründet. Man darf gespannt auf die Reaktion sein.

Alle Links im Überblick:

Interview mit Claus Neukirch (OSZE)
Transkript des Interviews
Radiointerview mit Oberst Axel Schneider (BR)

Titelbild: By Aleksandr Sirota (Александр Сирота) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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