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Im Zentrum des Großen Quadrats

Jetzt ist es also soweit – das Räderwerk des Großen Quadrats dreht seine wichtigste Runde, es quietscht und knirscht im Weltgetriebe.

Heute, kurz nach dem Übergang der Sonne ins Zeichen Stier (5:55 h MESZ), stand Jupiter im Quadrat zu Uranus (9:28 h). Nach Mitternacht kommt dann die Opposition zu Pluto (21.04. - 01:26 h), fast genau 20 Stunden später wird Uranus ins Quadrat zum Skorpion-Herrscher wandern (21.04. - 21:20 h). Damit wäre das Große Quadrat, zumindest was die Langsamläufer angeht, endlich Geschichte. Allerdings wird der vierte im Bunde, der rückläufige Mars, ab Dienstag innerhalb von 13 Stunden alle drei Grundthemen nochmals aufwirbeln (Quadrat zu Jupiter um 21:27 h; Opposition Uranus am Mittwoch um 9:08 h; Quadrat Pluto um 15:37 h).

Nichts für schwache Nerven also, der energetische Druck ist immens und zeigt sich auf allen Ebenen. Wer zusätzlich noch Radix-Planeten auf den angetickten 13° – 14° in den Kardinalzeichen stehen hat, wird vermutlich nur zwei Erfahrungsoptionen haben.

Entweder befinden sich die eigenen Radix-Planeten schon im „Auge des Sturms“. Gemeint ist der Zeitraum kurz vor der Exaktheit eines Transits, hier tritt oft das Phänomen einer absoluten Beruhigung der inneren und äußeren Winde auf, ähnlich wie im Zentrum eines Zyklons.

Oder der Transit ist noch nicht im entsprechenden Orbis (je nach Planet zwischen 3° und 15° Bogenminuten vor der Exaktheit), dann dürfte die Unruhe gewaltig sein. Aber auch hier gibt es wieder zwei Varianten – entweder hat man sich mit den Umständen noch nicht arrangiert, ist noch nicht eingeschwungen, dann dürfte man meistens schwer zu kämpfen haben und diesen Kampf auch ganz bewusst als solchen erleben, emotional und mental. Oder es hat schon die berüchtigte Transit-Trance eingesetzt. Ein innerer Zustand, in dem man sich meist nicht mal mehr daran erinnern kann, dass es ja auch noch ein Leben vor dieser Auslösung gab. Der innere Blick nimmt nur noch bestimmte Inhalte wahr, die dem Thema entsprechen, das eigene Verhalten ist zum Teil extrem widersinnig (im Verhältnis zum „Normalmodus“), aber man registriert dies in keinster Weise mehr. Das ist von allen möglichen Varianten die Gefährlichste, denn hier können tatsächlich Konsequenzen scheinbar aus dem Nichts entstehen. Ein falsches Wort, eine falsche Bewegung, eine kleine Unachtsamkeit und schon ist eine langjährige Freundschaft schwerstens beschädigt, die Bandscheibe aus dem Rahmen gesprungen oder das Auto in den Graben gefahren.

Das alles hat aber dann rein gar nichts mit Schicksal zu tun, sondern ist einzig dem Umstand geschuldet, daß die menschliche Leidensfähigkeit im Umgang mit hochenergetischen Strömungen begrenzt ist, jedenfalls ohne entsprechendes Training im Vorfeld solcher Auslösungen.

Und natürlich gibt es Alternativen zu den negativen Erscheinungsformen.  Die liegen allerdings weniger im äußeren Machen und Tun. Da ist es schwierig, Strukturen aufzubauen, die auch nachhaltig bleiben. Es sind eher Kartenhäuser, die genauso schnell und unvermittelt wieder einstürzen, wie sie entstanden sind. Das ist letztendlich Neptun zu verdanken, der am Ende fast aller Dispositorenketten steht. Mit ihm als obersten Herrscher sind Versuche einer Befriedung der aufgewühlten Energien durch äußere Rahmenbedinungen wenig erfolgversprechend, denn Festigkeit und Sicherheiten zu erschaffen, gehört nicht unbedingt zu Neptuns größten Stärken.

Wohl aber eine innere Haltung, die man landläufig gerne einfach als „Loslassen“ bezeichnet. Was nun nicht zu verwechseln ist mit einer apathischen Haltung nach dem Motto „ist doch eh alles egal“. Es geht eher um eine bewusste Akzeptanz der eigenen beschränkten Möglichkeiten von Kontrolle. Denn genau das ist ein wichtiger Teilaspekt des Großen Quadrats. Jupiter-Pluto Verbindungen finden sich häufig dort, wo es um das Erleben von Macht und Ohnmacht geht. Macht ist der Versuch, den eigenen Wirkungsbereich auszuweiten (Jupiter), auch über natürliche Grenzen und Horizonte hinweg. Dies mag hier und dort für eine gewisse Zeit gelingen, doch dann kommt Saturn und verlangt, dass man die neugewonnenen Bereiche auch strukturiert. Und somit kontrolliert. Gelingt das nicht, (und unter Jupiter-Pluto Spannungsaspekten ist das fast die Regel bzw. wird das so erlebt), dann kommt das Empfinden von absoluter Ohnmacht. Man fühlt sich ausgeliefert, abhängig, in der eigenen Selbstwirksamkeit und –bestimmtheit übergangen, bis hin zum Punkt der Demütigung. Als natürliche Bewegung sucht jetzt das Jupiterhafte in uns wieder nach einem Ausgleich dazu, dehnt den eigenen Einflussbereich aus Angst vor einem erneuten Scheitern noch weiter aus. Und erlebt genau dadurch auch das Scheitern als Ohnmacht noch nachdrücklicher.

Eine Spirale, die nur dann an Eigendynamik verliert, wenn man den Feuer-Anteil (Jupiter) in andere Bahnen lenkt. Die Einfluss-Sphäre nicht auf die äußeren Phänomene ausgeweitet wird, sondern nach innen, ins eigene Erleben. Wenn man also dem Gefühl von Beengtheit nicht dadurch entgegen wirkt, in dem man sich äußerlich ausdehnt, und dabei auch oft die natürlichen Grenzen von Dritten überschreitet, sondern die Kräfte des Jupiter-Archetyps nutzt, um die eigene Vision von Leben zu erweitern. Da reicht oft schon eine kleine Verschiebung der Perspektive, um wieder mehr Raum wahrzunehmen. Raum, der nur durch die eigene Selbstbegrenzung beschränkt werden kann.

Damit kann dann auch ein kreativer Prozess in Gang gebracht werden, der vielleicht nicht unmittelbar zu einer erdhaften Manifestation führt, aber, nachdem die Dynamik solcher Jupiter-Pluto Phasen abgeklungen ist, viel Stoff für zukünftige Umsetzungen bietet.

Auch die Einbindung von Uranus wird jetzt häufig nur noch als dauerstörender Beep-Ton empfunden, der immer wieder neue Wendungen ins Spiel bringt, nachdem man sich gerade mit den vorherigen einigermaßen arrangiert hatte. Und die Reaktion darauf kann sich ebenfalls im Pendeln zwischen Macht (Anspruchsdenken) und Ohnmacht (Enttäuschung der eigenen Erwartungen) erschöpfen. Oder aber man nimmt jede Wendung als eine willkommene Gelegenheit wahr, etwas Neues über sich und die Welt zu erfahren, begreift das scheinbare Chaos als eine Erweiterung des eigenen Erlebens.

Allerdings klingt das netter und einfacher als es umzusetzen ist. Vor allem, wenn sich dann noch Mars hinzugesellt und es kaum mehr möglich ist, innerlich zur Ruhe zu kommen. Das ist dann der Stoff aus dem Kriege aller Art gemacht sind, eine Vermischung von Hochpotenzen, deren Einbindung in bestehende Strukturen fast unmöglich scheint. Denn irgendwo gibt es in jedem System ein schwächstes Glied, das dem Dauerdruck nicht mehr stand halten kann oder will. Die Schleusen öffnen sich, die Handlungen verselbstständigen sich und kurze Zeit später findet man sich in einer Welt wieder, in der das scheinbare Übel zwar seine alte Form verloren hat und der Druck langsam nachlässt. Aber die Themen, die sich auf einen selbst beziehen, weiter erhalten bleiben. Und früher oder später eben wieder neue Formen finden, an denen man sich abarbeiten kann.

Was bleibt als Rat in diesen Tagen? Die Empfehlung eines tibetischen Lehrers:

Wenn sich deine Welt in Aufruhr und Chaos befindet, triff keine weitreichenden Entscheidungen. Versuche in solchen Zeiten so freundlich wie möglich mit der Welt umzugehen, vor allem auch mit dir. Gönne dir all das, was dir wirklich gut tut, sofern es anderen nicht schadet. Wenn sich dann die inneren Winde wieder beruhigt haben, wird sich der richtige Weg von selbst zeigen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Betroffenen (und das sind wir alle mehr oder weniger intensiv und direkt), viel Glück und nachhaltige Einsichten in den kommenden Tagen. Und nie vergessen, wenn es kurzfristig mal wieder richtig schwer wird:

Alles hat ein Ende, auch das Große Quadrat…

Mehr zum Thema:

2014: Das Jahr mit dem Paukenschlag ; 2014: Marmor, Stein und Eisen bricht… ; Die Quadratur des Augenblicks ; Jupiter im Krebs: Am Ende Wird Alles Gut 

Titelbild (Loop-Collage): Erde By Grebenkov (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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