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Diese Seelenzeit der Raben...

samhainwomanStell dir vor, du lebst unter Wasser, unter der Erde, im Reich der Seelen - und nur einmal im Jahr kommst du ans Licht und siehst den Himmel. Diese Zeit ist jetzt. Wo die Erde die Himmel umarmt, wird es richtig plutonisch - die Krähen und Raben fliegen, und heute, nachts, passiert der alte, heidnische Übergang, die Öffnung der Pforten zwischen den Universen. Was man schon vorher spüren konnte: Halloween oder Samhain, das Vereinigungsfest von Unten mit Oben, der Elfennebel. Der dunkle Pol der Welten, der den hellen Pol trifft. Stier-Skorpion, die (Über-) Lebensachse spiegelt das astrologisch. Zwischen Halloween und Allerheiligen, vor Allerseelen, ist vielleicht die wichtigste Phase des 8. Zeichens.

Pluto in jedem von uns mit seinen bekannten Themen taucht in den kommenden, gespenstischen Tagen mi Neptun massiv im Bewusstsein auf - und wenn es gut geht, auch wandelnd. Im Licht dieses ungewöhnlich hellen zunehmenden Mondes am Himmel melden sich jetzt alle noch mal, auch die guten Geister. Das, was uns nicht loslässt, besetzt, drückt und damit erst in die nötigen seelischen Transformationen bringt. Gerade jetzt lohnt es sich hinzusehen, ob in den Umwegen über Hindernisse, die sich seit Neujahr aufgetan haben, nicht auch überraschende Wendungen steckten. Das übersieht man so leicht.

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Die Zeit um den 11. vollen Mond im Jahr schwemmt uns diesmal noch tiefer ins Innere, weil Jupiter schon jetzt so stark im Seelischen und im kollektiven Unbewussten als Erhellung arbeitet. Blinde Flecken werden oft sogar ausradiert. Verdrängung ist jetzt viel, viel schwerer als sonst. Und dann, zu Vollmond, stört ein wunderbares Wasser-Trigon Sonne-Neptun nach Fische mit seinen transzendenten Energien, die letztlich heilsam wirken, doppelt alle tief schlafenden Hunde in uns auf.

Tiere schlafen jetzt manchmal übrigens wirklich nicht gut. Auch unser Traumleben an sich ist mächtiger als sonst, es weckt manchmal sogar sehr alte Traumata. Das kann sich dann anfühlen wie in einer Parallelwelt im Schlaf aufzuwachen, die man schon lange kennt und nur verloren hatte. Als hätte man eine Heimat wiedergefunden, nach der man sich sehr sehnte und die in einem Wimpenschlag wieder verschwinden kann.

Demeter wartet. Es warten die Mütter mächtiger Riesen. Die Nornen, die drei, formen zur Kugel den Blitz im Gewitter, schneiden den Faden nicht. Eiapopei! Geisterzug wiegt sich auf schwankenden Ästen, Tau füllt den Tränenkrug herztotem Kind, aber die Tropfen, schon zitternd am festen Rande - er läuft nicht. Denn Götter: sie sind. (Hollunderzeit, Friederike Langgässer, Fische-Sonne, AC Scorpio Kon Jupiter in 12) 

Einige Neptunier und Plutonier wachen nun morgens tatsächlich mit einer immensen Sehnsucht auf, da die Bewegung vom Skorpion zu den Fischen sehr fließend werden. Im Skorpionischen fühlen wir bloß noch wirklicher, überdeutlich, was unserer Seele fehlt - so passiert dann plutonisches Tiefseetauchen um Halloween mit aller Gier nach irdischer Erfüllung.

Das, was wir dann später in den Fischen so unendlich überhöht ersehnen können, dass man es "göttliche Sehnsucht" nennt. Den Wunsch nach Einssein, das sich irdisch gar nicht erreichen lässt. Skorpions Sehnsüchte sind dagegen stabiler, manchmal wirklich Süchte, die aus emotionaler Frustration entstehen, Besessenheiten, die ein Opfer wollen, um Hunger und Durst zu stillen.

crowDas ist nun auch die Frage: Wie weit sind wir bereit zu gehen, um uns mit unserer Unfertigkeit abzufinden, vom Zorn und Hass aus unseren Täter-Opfer-Geschichten abzulassen? Alles im Skorpion bewegt sich ja auf Schütze zu - die Horizonte, die zu überschreiten sind. Jetzt - wo Wasserwesen, Drachen, Schlangen einem im Schlaf begegnen, finden manchmal die intensiven, psychischen Bilder auch merkbar im Verhalten der Rollenspieler aus der Außenwelt eine Fortsetzung. Dann sehen wir, wie das ganze Horoskop, unsere innere Bühne, in Bewegung gerät und lebt und begegnen klar unserem 3. Quadranten. Wo wir abgeben an andere, was eigentlich uns gehört (über dem Horizont), wo wir ganz wir selbst und entschieden sind (darunter).

Diese untere Radix-Hälfte geht nun stark in Resonanz mit der Zeit, allerdings mit dem 12. Haus als Brücke zwischen Innen und Außen. Alles sehr mag. Immer wieder fliegen auch beim zulaufenden, letzten Saturn-Chiron-Quadrat auf dem Höhepunkt nun aber auch die großen, schwarzen Vögel des Schmerze aus ihren Käfigen. Ein Reinigungs-Prozess, der die Reste des Unverarbeiteten ausschwemmt. 

Nach dem Mythos ist der Schleier zwischen der Oberwelt und den Unterwelten gerade heute Nacht dünner, durchsichtiger, bewegter als irgendwann sonst. Rechnerisch wird Vollmond am 4. November dazu am Ende der alten verbrannten Straße (Via Combusta) stehen, zwischen 15° Waage und 15° Skorpion, die eben auch der Jupiter beleuchtet. Da brennt die Luft vor Archetypen, Symbolen und bedeutungsvollen Ahnungen. Wir feiern das, was uns heilig ist und bald auch die Toten, auf deren Knochen wir gehen, weil sie uns das Leben geschenkt haben. Das fixe Kreuz erinnert sich an seine Themen: Binden und lösen, erlauben und verbieten, anknüpfen und entknoten. Da ist es - meint auch Saturn am GZ - am besten, verlorene Versprechen loszulassen, hinzuschauen, was übrig blieb und neue Verbindlichkeiten anderswo zu suchen. 

vollmond1117Da, wo es still ist, findet man sie übrigens am Leichtesten. Nicht da, wo wir darum kämpfen müssen und immer wieder mit dem Klebstoff des Skorpions versuchen, doch noch bitte endlich unsere Nägel einzuschlagen, damit wir gehalten sind. In Beziehungen, Familie, bei der Arbeit. Das geht oft genau in dem Maße schief, wie wir Kraft dafür gegen Widerstände einsetzen. Wasser, selbst fixes im Skorpion, bewegt nur gut, wo es fließen oder stehen darf, wie es will.

In diesem Jahr verwurzelt sich ja außerdem in der Skorpionzeit die graue, endlose, ruhige Phase von Saturn-Chiron, der seit einem Jahr fast herrschte und immer wieder sehr, sehr alte Erlebnisse des Ungenügens aktivierte. Am 2.11 (Donnerstag um 22.55 h) haben wir das dritte und letzte Quadrat seit Ende 2016, wo Herrscher der drei Zeiten und Herr des Schmerzes kollidieren. Was eine große Empfindlichkeit nahlegt und das Gefühl, einfach nie genug Trost zu bekommen. Eine Phase, die wir an dem Tag auch noch mal mit einem ausführlichen Artikel über Herleitung und Folgen dieser "Untröstlichkeit" mundan und im Radix beleuchten werden.

Danach kommt das Erwachen aber umso fließender in Gang und in die Zeit und zwar aus einer konstruktiven Konfrontation mit dem Erlebten heraus. Der positive Abstieg in die eigenen Untiefen wird bald umso leichter, müheloser, auch wenn er nicht an Wehmut verliert, was sich im Vollmond-Horoskop schon spiegelt. Wie ein Aus- und Aufatmen bringt die Sonne-Jupiter-Konstellation vom AC aus die Verbindung zu den Fischen. Eine Chance für größeres Mitgefühl aktiv und passiv.

Dennoch können wir uns nachts allein fühlen zwischen bedrohlichen Schatten, die aber immer nur unsere plutonische und neptunische Lagerung astrologisch widerspiegeln. In der großes Heilungs-Potenzial liegt. Immer, überall, wirft diese Zeit ihre konzentrischen Kreise wie Lassos nach Unbewältigten im Inneren aus. Da, wo wir unseren Verletzungen so nah sind und gleichzeitig gerade durch Hinsehen geschützt vor negativen Auswirkungen. Samhain, Halloween, Allerheiligen ist die Wende nicht nur im keltischen Jahr - Abschied als Bedingung jedes Anfangs.

Zwischen Herbst-Äquinoktium und Winter-Sonnenwende sinkt die Welt nach innen, stirbt aber nicht. Ein Trost, wenn man das leise, wehe Ziehen im Herzen spürt, das mit jeder Heilung einhergeht. Wir verbinden uns nun auch systemisch wieder mit den Ahnen in den Geisternächten, wenn die Erde in die Dunkelhälfte abtaucht. In vielen Kulturen durch die besonderen Mondphasen abgebildet. Das Gegenstück im Jahr ist Beltane, das Stierfest am 1. Mai, wo irdische Fruchtbarkeit aufbricht. Samhain, auf der anderen Seite des Kreises, bringt jetzt in die alten Bräuchen die Opferung (Skorpion) des Stiers ein. Wenn wir etwas abgeben, werden wir anderswo bereichert. Der Kern der Vergänglichkeit. Seelisch überfliegen uns die Raben, auf ihren weiten Schwingen reiten die Seelen derer, die wir geliebt haben und vermissen. Deshalb erinnert man sich vielleicht so gut an alles Schmerzhafte aus der Vergangenheit. Es ist hilfreich, heute und morgen Abend zumindest eine Kerze anzuzünden, die für sie brennt. Das Spinnrad des Lebens flüstert, der tiefschwarze Holunder vergiftet und heilt, Jupiters Feuer erhellt Skorpions tiefe, düstere Nächte und erinnert daran, wie alles begann im Frühjahr und Sommer:

Der dem Hollunder die Sterne zu Tellern schmiedete und sie mit Süßem gefüllt: Juni! in elbischer Haut, von dem hellern Mantel der Nächte ekstatisch umhüllt - Hör deinen Liebling, den bläulichen, dichten Ammenbusch, rieselnd von Rätsel und Reim und bis ins milchige Mark voll Geschichten: „Töchterchen! Söhnchen! Zu träumen, kommt heim!“ (Hollunderzeit, Friederike Langgässer, Fische-Sonne, AC Scorpio Kon Jupiter in 12 (RADIX), aus: „Metamorphosen“, 1951)

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Das Radix von dieser Samhain-Nacht, auf den Nullmeridian Greenwich erstellt, trägt das große Kreuz der Fixzeichen. Löwe im Aufgang mit der Sonne nah dem tiefsten Punkt, dem IC: Hier ist Zuhause, woher wir kamen, wo wir sind. In uns. Nigredo, die Schwärzung des Plutonisch-Saturnischen, mit dem Symbol des Raben, führt alchemistisch zum Stein der Weisen, vergraben im Bauch der Erde. Im Abstieg des Moments steigen wir zu uns selbst auf. Bei Saturn, der sich jetzt dem Galaktischen Zentrum nähert und dessen Sog in den Dienst seiner Strukturen stellt, spürt man geradezu physisch an Spitze 5, wie wichtig es ist, sich zu erden. Wurzeln zu haben, und wenn nicht das, sich an die, die man hatte, wenigstens zu erinnern.

Wo steht unser eigener Saturn, in welchem Haus? Welchem Zeichen? Er ist die Er-Lösung für viele unserer plutonischen Probleme und wird im kommenden Jahr das Leuchtfeuer sein, das jede unserer Visionen nach Hause holt, in die Verwirklichung. Kurz vor Weihnachten kommt er zum ersten Mal nach Hause, in den Steinbock. Sein Stand jetzt besagt: Leben wir an ihm vorbei, geht mit ihm auch die Vision unter. Mit den Winterkrähen fliegt oben, im Widder in 9 Uranus dann aber immer noch energetisch ungeduldig ins Freie, in die Veränderung durch Neues.

Wer löst also das, was bindet? Welche Verbindlichkeit hat Lösung, wenn sie nicht zur Umsetzung führt? Das sind die Inhalte des Fixen, hier mit dem Stier in der Himmelsmitte, der Feier der Erde. Materialisierung bleibt auch jetzt, kurz vor November-Mond, ein stoffliches Ziel. Wer auch nächstes Jahr um diese Zeit kein Haus hat, baut sich keines mehr. In dieser Zeit wird ja immer wieder das Erschaffende innerlich als neues Ziel festgelegt. Das Prinzip der Vorrats-Haltung, das uns durch innere und äußere Winter bringt. Darum wird der Stoff, auf den wir als Ergebnis = MC blicken, jetzt auch so wichtig. Materia Magna als Schutz. 

Wir haben alle, jeder auf seine Weise, so viel hinter uns in den letzten Jahren - die unendliche Zerreißprobe eines langen Uranus-Pluto, dem Quadrat, aus dem der Uranus als Erster fortlief, während Pluto die daraus entstehenden Prozesse der Rebellion wieder maßregeln muss später. Das war eine nervliches Stahlbad. Auch wenn die Raben am IC, da, wo auch Saturn längst nicht mehr ist, uns nun vor weiterer Ausdehnung warnen: Uranus zerrt und zieht ja trotzdem, wir wollen Luft, und er wird erst vom Stier ein bisschen gefestigt werden. Samhain, Halloween, Allerheiligen ist darum auch eine Mahnung: Messzeit, Maßnehmen, Feststellung.

Nigredo, die Schwärzung, ist mit der Transformation der Prima Materia in den Stein der Weisen, die als Bild im Skorpion-Schützen steckt (wie jeder weiß, der die beiden Zeichen im Radix dominant hat oder einen Jupiter-Pluto!) immer ein schmerzhafter, rückwegloser, mutiger Prozess. Skorpion fragt in der Tiefe der emotionalen Erkenntnis: Wer bist du dahinter? Wie kontrollierst du deine emotionalen Lecks und das, was ir fehlt, wenn Schmerz dich bestimmt? Bindung, antwortet Steinbock-Pluto als Fortsetzung der Saturn-Pluto-Rezeption, ist der Boden jeder Lösung. Ohne Ketten keine Freiheit dahinter. Jede Option speist sich aus ihrem Gegenteil. Schwarz wird zu weiß, Rabe zu Taube. Anders geht Leben nicht und darum bleibt uns wenig, außer, solche tiefgehenden Transformationen in uns zu begrüßen.

Es sei denn, wir wollten unendlich unglücklich sein, weil wir versuchen, Leben, das sich gegen unsere Allmachts-Fantasien sträubt, weiter in unsere Konzepte zu pressen (die Klebstoffseite des transformierenden Pluto). Wenn die Erde zu schlafen beginnt, führt die Treppe der Wahrnehmung genau dahin, wo wir das noch tun. Frau Holle, die im Hollerbusch lebt, macht sich zum Schütteln der Kissen bereit. Es riecht überall schon nach Schnee, der wie eine kühle Decke die Tiefen schützt. 

Zu Samhain, Halloween, Allerheiligen haben Saturn und Pluto große Bedeutung und man kann viel für seine eigenen Prozesse tun, indem man sie im Horoskop noch einmal anschaut, auslegt, neu bewertet. Jetzt steigt Persephone zu ihrem schwarzen Bräutigam Hades-Pluto tief in die Unterwelt. Sonnen-Lichtjahr ist, wenn sie oben, bei Mutter Ceres-Demeter, auf Erden lebt, Sonnen-Schattenjahr, wo sie die inneren Prozesse regiert. Auch Lilith als schwarze Madonna tanzt sich ja nun kurz hinter dem GZ im Schützen ins Leben ein - auf Saturns Zeichen der Verwirklichung zu. Wo Jupiter-Pluto oder Schütze Skorpion (die Visions-Fessel) einen in die Beliebigkeit rasenden Visionierens drängt, taucht immer irgendwo ein Venus-Saturn auf (Waage und Steinbock rahmen Skorpion-Schütze ein). Es ist wie ein Versprechen: Noch herrscht Chaos. Aber Ordnung muss folgen. Und sorgst du nicht selbst für Erdung, bringt dich dein Leben eben dazu. Das ist das einzige Geheimnis des Drucks von Saturn und Pluto, den wir nun so klar empfinden können.

samFantasieren ist aber durchaus erlaubt: Ab jetzt geht es für jeden einzelnen von uns auch schon um die Vision dessen, was im Frühjahr Wirklichkeit werden soll. Wir planen und reisen in Gedanken über unsere Möglichkeiten. Zu Samhain, Halloween, Allerheiligen, können daher manche von uns mit einem starken Neptun in Wasserhäusern oder großen Aspekten zu persönlichen Planeten hellfühlig oder hellsichtig sein und einfach "wissen", was es braucht, um das Leben davor wieder von Innen nach Außen in Fluss zu bringen. Es liegt auch darum eine so große und rührende Würde auf dieser Zeit. Skorpion mit Jupiter, die wichtige Entscheidung. Binde, füge, lebe, löse. Die Werkzeuge von Macht, Ohnmacht, Erschaffung, Umsetzung und Veränderung.

Der Kreis des seelischen Erlebens ist es, der sich wie ein Test jetzt, schon vor den Fischen, öffnet und schließt. Skorpionisches war immer der Probelauf des Sich-Verabschiedens. Unser Umgang damit lässt ahnen, wie wir mit allen Toden umgehen werden, die uns begegnen. Ob wir davor fortlaufen wollen (dann wird es wehtun) oder die Arme ausbreiten und dem begegnen, was unvermeidlich ist. Eine gute Übung. Skorpion bietet wirklich immer wieder, jedes Jahr unseres Lebens, eine neue Chance: Wir lernen im Dunkeln unseres Schmerzes, Vermissens und der Schuldigkeiten, die alle mit dem Skorpionischen verbunden sind, das wir alle im Radix haben (selbst wenn wir es so gern nur den Skorpionen überwürfen), mit uns selbst umzugehen. Da, wo wir nicht windschnittig sind und gegen das Weh derjenigen ankämpfen, die um uns herum genauso leiden an sich und anderen, wie wir.

Auch uns deckt der Schnee zu, auch wir werden unter der Decke bald neu. Für uns, die wir Menschen gehasst und geliebt, uns schuldig gemacht, reingewaschen, verloren und gesiegt haben, heisst der Abstieg in den Schatten der Sonne: Hoffnung. Nicht blind, nicht beschönigend, sondern weit und groß, TROTZ oder WEGEN allem, was schmerzt. Gerade jetzt, im Zyklus von Saturn-Chiron unabwendbar. Wir werden heilen, so oder so. Zu Samhain, Halloween, Allerheiligen ist Neptun - die Anderswelt - umhüllend, fütternd, sichernd nah.

Schwebe des Jahres. Hollunder und Rose halten einander voll Freude verschränkt. Leise lacht Holla. Heute wurde die große Hoffnung all ihren Geburten geschenkt. Einfaches Liedchen. Die Sternbilder ziehen, Rosenblatt, Hollerbaum duften verwandt. Schlafe du, träume du! Beide Marien binden und lösen dir Windel und Band. (Hollunderzeit, Friederike Langgässer, Fische-Sonne, AC Scorpio Kon Jupiter in 12 (RADIX), aus: „Metamorphosen“, 1951) 

Was uns heute begegnet, kann ein Zeichen sein, Für das Wesentliche in uns, das sich mit dem Wesen derer, auf deren Schultern wir stehen, verbindet. Wer immer uns heute um etwas bittet, uns etwas abschlägt oder uns etwas schenkt, kann eine Botschaft für uns haben. Wie auch immer wir heute reagieren, wir legen damit einen kleinen, privaten Samen in die abkühlende, nie tote, nur ruhende Erde und bestellen den Boden unserer Veränderung. Irgendwann wird aus jeder Wunde, jedem Mangel (Pluto) ein Opfer für die Befreiung (Uranus) werden. Irgendwo wird jemand eine Kerze für uns anzünden. Selbst Saturn ist ja im Schützen hell. Das können wir tun: Wir stecken im Dunkeln das Licht an, denn wir brauchen das Dunkel, um es leuchten zu sehen. Irgendwann kommt die Zeit, in der wir uns um die Geister, die wir gerufen haben, verantwortlich, ernst und mit Respekt kümmern. Vielleicht ist gerade ein guter Tag. In Raben- und Krähenzeiten. Zu Samhain, Halloween oder Allerheiligen, wo uns die guten Geister im Sein begleiten. 

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Bilder (bearbeitet): Toni Frissell, Hubble, Pixabay & Public domain via Wikimedia Commons

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