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Den anderen ihr Los lassen

0000000lionGreif: Ein Wesen aus Vogel und Löwe mit magischen Kräften.

Der Vollmond heute Abend geht auch archetypisch wieder in die Vollen: Die "Verausgabungsachse" des 5. und 11. Zeichens köchelt jetzt in jedem Horoskop. Viel dreht sich um "meine Welt" (Döbereiner wies Löwe den "Savannenblick" zu), wie sie sich an den entfernten und leider oft so "anderen Anderen" bricht. Wie immer bringt der besondere Mondzyklus seine Themen auf, die dann in angeschlossenen Radix-Bildern losticken.

Wenn nun das Prinzip Wassermann genau da, wo immer es sich im eigenen Geburtsbild befindet), thematisch manchmal kein Herz hat (weil es sich dort selbst nicht in den Mittelpunkt stellen will, da es eben nicht Löwe ist), bekommt man unter Umständen auch genau damit ein Problem, was sich jetzt zeigt.

Gern auch über Stolpersteine. Wir sind berührbarer und leichter verschließbar als sonst. Wenn man etwa in diesem einen Bereich nicht wahrgenommen wird, wie man es braucht - oder auch, wenn man sich selbst dort nicht als wesentlich wahrnimmt. Das eine bedingt das andere und das flammt nun auf. Aber auch dem Prinzip Löwen andererseits fehlt isoliert etwas. Zum Beispiel völlig dieser unbestechliche Vogelflug-Blick von oben über die Dinge, eine weite, horizontlose Perspektive aus Wassermanns Greifvogel-Augen.

0000klimaUm die Extreme zusammenzubringen, bietet ein Wassermann-Vollmond wie der heutige dann manchmal plötzlich eine Lösung. Zumal als partielle Finsternis. Mit etwas Glück und innigem Wunsch danach (auch 11) schenkt er dann vielleicht kurz eine besondere Einsicht, blitzartige Erkenntnis, die Dasein eben nicht mehr nur als Ganzes in Form der Summe splitternder Einzelteile wahrnimmt. Wassermanns "Begnadung" also - auch ein Döbereiner-Begriff - schafft ja vor allem eins: Sie entpolarisiert, was bisher unbeugsam starr schien. Uranus bricht dazu immer den zu gesettelten Saturn auf - dazu braucht er manchmal auch brachiale Rücksichtslosigkeit, wenn die Zinnsoldaten zu gerade hinter ihre Scheuklappen marschieren. Wie wir alle das manchmal machen.

Soviel dazu, wieso uranische Veränderungen dann oft doch so weh tun. Etwas anderes war zu versteinert in uns und lieferte zu viel Widerstand, wo wir hätten mitgehen müssen. Änderung fordert das Mondklima ab heute auch mit dieser "kleinen" Finsternis als Vorlauf der größeren Sonnenfinsternis am 21. August. Wieder geht es jetzt darum, den eigenen Anteil am Himmel zu entdecken, das, was wir steuern können. Statt dass wir uns am anderen abarbeiten. Aber eben auch draum, nicht immer nur die eigene Lebenskraft schmerzlos umsetzen zu wollen, was dann gegenüber, bei den Vielen, logisch Widerstand hervorruft. An zeitlichen Kreuzungen wie heute spürt man stark sowohl die eigene Komfortzone, als auch die Störbarkeit dann, wenn andere einen nicht sofort ins Herz schließen und Uranus eine befremdlich fremde Sicht ausgleichend in unseren Kokon einschleust.

Hier kann man anknüpfen an eine offenere Weltsicht. Das Ego von Sonne-Mars Löwe trifft den ausgleichenden, verändernden, letztlich umstürzlerischen Wassermann-Mond gegenüber. Empfehlung: Die Felder untersuchen im Radix, in die jetzt der Vollmond mit beiden Lichtern fällt. Dort befinden sich die Themen, die bis Neumond wichtig bleiben - für uns persönlich. Sie sind nun eher ausgleichbar durch den Versuch, etwas stärker von außen auf sich selbst zu schauen und sich nicht weiter dauernd im Dampfdrucktopf des Innenblicks zu zerkochen. Damit stehen die Chancen auch ab heute ziemlich gut, eine andere, zentralere Perspektive vom eigenen Leben zu entwickeln. Was eine gewisse Selbstdistanz beinhaltet. Wirkliche Wandlung (Pluto UND Uranus, Skorpion und Wassermann) heißt eben nicht: Alles bleibt nach einer famosen uranischen Einsicht vorsichtshalber doch beim Alten (Saturn), sondern im radikalen Schnitt und Bruch mit den inneren Gewohnheiten des Selbst (Sonne) lassen wir keinen Stein mehr auf dem anderen. Wo also Veränderung nötig ist, funktioniert das Gewohnte nicht mehr, und wenn wir nicht selbst die Geburtshelfer der Wandlung werden, die wir astrologisch ja so gut als notwendig erkennen können, wird sie sich eben selbst Bahn brechen. Was dann schmerzhafter sein kann, als ein bewusster, eigener Zugriff, der jetzt auch ausgefallener als sonst ausfallen darf.

vollmond817

Diese letzte Mondfinsternis des Jahres (links die Vollmond-Grafik) befindet sich gegen 20.20 h hiesiger Zeit auf dem Höhepunkt, fällt aber leider noch in den hellen Abendhimmel. Pluto am AC (für Greenwich als generalisierbare Symbolik) zeigt die große Bedeutung, den Druck und die Forderungen der Phase und ihre Wandlungs-Chancen, da er im Steinbock immer noch Umsetzer ist. Was wir jetzt aber als Handlungsimpuls erleben (Feuer), schafft schneller als sonst Fakten (Erde, da Merkur im natürlichen Zeichen Jungfrau auch umsetzt). Diese Realität prägen unser Denken (Luft) und was wir denken, wird wiederum mit derselben Färbung zum Gefühl (Wasser).

So läuft der Elemente-Prozess mit einer inneren Logik immer neu ab, den die einen Karma nennen und die anderen Gewohnheitsmuster. In Wahrheit sind es geliebte Gedanken-Techniken und Sichtweisen, die sich immer neu verstärken. An uns liegt es einzugreifen, wenn wir wegwollen von unseren Lieblings-Problemen. Loslassen bedeutet auch, den anderen ihr eigenes Los zu lassen. Und zu begreifen, wo unser eigenes "Schicksal" genauso eben nur uns geschickt und auch nur durch uns zu verändern ist. Statt die Konflikte immer wieder auf andere zu verlagern. Eine Distanzierung von der Weltmacht mit 3 Buchstaben (Ich!), im Erkennen, dass jeder sich wichtig und oft auch im Recht fühlt, schafft Erleichterung.

Im Vorfeld der größeren, stark wirksamen und einflussreichen Eklipse später, zu Neumond auf dem letzten Löwegrad, lohnt es sich, jetzt schon die Blickwinkel ab und zu zu verändern. Wie sehr wir selbst doch unsere Konflikte durch eine schwierige Zentriertheit oder zu große Distanzierung andererseits prägen und immer wieder neu aufrufen, ist auch immer wieder eine Überraschung. Dann, wenn man hinschaut und es auch wagt, das zu sehen. Sonne-Mars in 7 stellt da jetzt ein gutes Experimentierfeld auf. Diese Konstellation besorgt hier die gerade sowieso locker sitzende Munitionierung, um "den anderen" immer wieder wie im Reflex Schuld zuzuschieben. Wir sind überhaupt ärgerlicher als sonst, aber dadurch auch aktiver. Denn hinter jeder Wut steht ein ungelöster Bewegungsdrang. Mond in 1 eingeschlossen zeigt im Zeichen jedoch auch, dass wir uns der Kraft der eigenen Gefühle, bei jeder Wandlung mitzuhelfen und Ausgleich selbst zu schaffen, gar nicht so bewusst sind. 

Dabei wird momentan selbst der höchste IQ nicht für wirkliche Änderungen sorgen, sondern wir benötigen die Power der Emotionen, die wir für Wünsche und Ziele begeistern und dann mit ins Team holen müssen. Forschungen zeigen: Zieht das Unbewusste nicht mit und lassen wir "Gegen-Gefühle" verdrängt, ist jedes Projekt für den Papierkorb angelegt. Dann werden wir uns nur selbst blockieren und wieder bloß im selben Ego-Sumpf landen. Was sich genauso "gerecht" anfühlen kann, wie es destruktiv bleibt. Wie also sind in meinem Horoskop jetzt die Löwe-Wassermann-Themen auszugleichen, lautet die Frage. Wo mache ich mich immer wieder zum Narren, ohne dabei kreativ zu sein (wenn beides der Fall ist, kein Problem)? Wie und wo zeigt sich meine Egozentrik? In welchen Themen-Feldern spüre ich gerade die Spannung?

"Löwe, das zweite Zeichen des emotionalen Quadranten, zeigt ja, wie die Empfindungen des Krebses tatsächlich im Leben umgesetzt werden und das Herz des eigenen Seins in der Welt prägen. Wassermann, zweites Zeichen des kollektiven Quadranten, trägt aus den Normen des Gesellschaftlichen wieder heraus, wie sie der Steinbock davor beschrieb, in den Bereich der Allgemeinheit, die neue, andere, frische Ansätze braucht. Einer für alle oder alle für einen?Oder: Wie verschaffe ich meinem Anteil am Himmel (Wassermann) Umsetzung in einer hierarchischen, weil individuellen, handelnden Welt (Löwe)?" (Loop! SELBST DER HIMMEL LIEBT SEINE NARREN)

Mein Radix-Haus, durch das aktuell die Sonne läuft, zeigt, wo ich jetzt zu narzisstisch handele. Da, wo Mond zur Zeit steht, habe ich dagegen eine geradezu blind benutzbare Ausgleichsmöglichkeit. Sehe ich hier, in genau dem Haus, das er beleuchtet, die Distanzierung als Talent, entwickeln sich die Dinge eleganter als vorher. Wo also kann ich bewusst ansetzen, etwas zu verändern?

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Als inneres Symbol für die Wandlung sehen wir den magischen Greif, mit uranischem Vogelkopf und Löwe-Körper (rechts), ein Zaubertier der Goldsucher und, moderner, der Selbst-Ent-Wicklungen. Wie ein wunderbares Bild, mit dem man arbeiten kann. Das man gerade heute hilfreich in sich trägt und lebendig werden lässt. Manchmal entwickeln sich daraus die schönen Lösungen einer integrierten Achse, wie in einem Spiel. Wo auch immer Mond tätig wird, beginnt ja das Unbewusste seine "Arbeit" und man ist sehr sensitiv für solche starken Archetypen. Dies ist und bleibt, wie wir vielfach geschrieben haben, eine besondere Achse, die der Königinnen und Narren, die beide die Höhen und den Himmel suchen. Die einen mitten in der Welt, indem sie sich als Radnabe sehen. Die anderen eher im Ideal, der geistigen Weite, da, wo wir eine "bessere Welt" vermuten, wo der Himmel hinter den Wolken - blau wird und bleibt. 

Dieser Vollmond legt nah, dass beide Varianten für sich allein nicht die Goldader ausmachen, die der Greif schützt und die bei Sonne-Uranus mit seinen Bedrohtheits-Gefühlen aus Stier-Skorpion mit dem ganzen Druck im Quadrat oft tatsächlich irgendwo im Hintergrund wirkt und wartet. Worum es jetzt geht, ist Integration der ganzen Achsen-Themen. Und nicht nur Durchsetzung eines ihrer Teile. Die Vollmond-Achse kreist wie eine DNA-Spirale um die Einzelnen und die Vielen, Nähe und Distanz, subjektive und objektive Sicht - und all das klirrt und quietscht und knirscht verwirrend und scheint sich so lange auszuschließen, bis im Eigenen das Andere erkannt wird. Dann löst sich auch die Bedrohung. 

Die "Zeichen der Verausgabung" unter Vollmond-Einfluss zeigen auch, wie oft wir eher an uns und der Ausschließlichkeit der Selbst-Vorstellung als an unseren Gegenspielern scheitern. Obwohl wir uns das Gegenteil am allerliebsten vormachen. Vor lauter Überzeugung, Recht zu haben (kommt saturnisch vor uranischem Zusammenbruch) vergißt man den Wert der Außenrollen-Spieler. Sie treten auch oft als Bewohner des 7., 8. und 9. Felds auf und ärgern einen dann mit ewig gleichen Konflikten. Es fällt schwer zu begreifen, dass auch solche Gegenspieler, die im Alltag als Störer (Uranus-Abkömmlinge) auftauchen, ausnahmslos Wegweiser sind. Störungen dienen immer einer Distanzierung von einem zu besessenen Tanz um irgendein inneres oder äußeres goldenes Kalb. Sie begegnen einem auch genau da, wo man selbst die nötigen Schritte nicht unternommen hat, sich aus dem löwehaften Kreisen um ein Zentrum, Lieblingsprojekt, Problem, Thema auch wieder hinaus zu bewegen. Und wahrzunehmen: Hui, es gibt noch eine andere Welt, die nicht mit "dieser Sache" (unserem Löwethema) zu tun hat.

Insofern ist alles Uranische ein toller Lehrer (wenn auch meistens nicht ganz so beliebt). Am Ende müssen sich doch der Eigensinnige und der Exzentriker in uns die Hand geben und eine neue, gemeinsame Schnittmenge suchen. Das fixe Kreuz will Realitäten bewältigen, die hier aktuell vom Ich des Löwen zum Wir des Wassermann führen. Der König braucht den Gaukler. Der Gaukler den König. Auch das kann man sich nicht oft genug betonen. Wer den anderen in sich selbst erkennt, hat deshalb gerade die besten Karten. So löst sich jede Projektion. Wir können uns aber wenigstens, wenn wir soweit nicht gehen wollen, einen Schritt von unserem Stand-Punkt entfernen und fünf Minuten in den Schuhen der anderen gehen. Und wem das auch zuviel ist, der darf sich ruhig ein paar Stunden vom inneren Fight selbst lossagen, der sich nur scheinbar nicht bewältigen lässt. Wir haben die anderen nicht gemacht, wir sind für ihre Aktionen nur verantwortlich, wenn es sich um unsere Kinder handelt, wir werden sie nicht ändern. Uns können wir ändern. Und diese Art von Kreativität war nie das Problem, sondern die einzige Lösung.

Bilder (bearbeitet): Pixabay - Mehr zu Löwe-Wassermann und Mondphasen bei Loop!:

  • "Der König braucht den Gaukler. Der Gaukler den König." Eine Quintessenz so einfach und erhaben wie auf eine Wolke einen Thron stellen zu wollen, um noch näher an der Sonne zu sein ;). Mit der Achse Wassermann/ Löwe beschäftigte ich mich in letzter Zeit schon öfters und ich bin so froh, daß Du meine abgestandenen Gedanken dazu mit so vielen Querbezügen und Analogien bereichert hast, liebe Susanne. Selbst-Distanz und Über-Sich-Stehen sind in diesen Tagen des ICH<=FIRST (Fürst auf dem First?) weiter weg von einem Einfluss für den Seelenfrieden eines immer größer werdenden Anteils der Bewohner des Planeten, der gestern den Mond beschattet hat. Wie rasch aus dem fehlenden Mut, sich selbst zu sehen, sein erhöhtes Selbstbild zu überdenken, Verachtung wird, gewandet in die Uniform von Überheblichkeit und Chauvinismus im Hochnebel der Sehnsucht, zu einer "Elite" gehören zu wollen. Zusammen mit dem Jupiter/Pluto kein so gutes Gemisch, fürchte ich für diesen Zyklusabschnitt.

    "Die Vollmond-Achse kreist wie eine DNA-Spirale um die Einzelnen und die Vielen, Nähe und Distanz, subjektive und objektive Sicht - und all das klirrt und quietscht und knirscht verwirrend und scheint sich so lange auszuschließen, bis im Eigenen das Andere erkannt wird. Dann löst sich auch die Bedrohung"

    Einer von so vielen Sätzen für die Ewigkeit. Leider ist "Voyager" schon lange weg. Aber mit der nächsten Kutsche sollte eine Dose LOOP! uranisch schockgefroren (taut durch Euer Herzblut aber schnell wieder auf) mit in ein schwarzes Loch (ungefähr) geschickt werden, damit' s da mal hell wird.

    Liebe Grüße von Christoph

    08.08.2017, 11:37
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Freitag, 15. Dezember 2017

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