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Über die Liebe zu Wasser

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Woher kommt immer wieder dieser Schmerz? Wasser ist nicht logisch, es verbindet, weicht auf, ist widerstandsloser als andere Elemente. Vielleicht bemühen wir uns darum auch so sehr um Schutz vor der verzweifelten Wunschnatur der eigenen Seele, wo es astrologisch ins Fließen kommt. Vielleicht bringt jeder "Wasserstand" der Planeten deshalb diese völlig mauernlose Verbindung zum Mitgefühl ins Bewusstsein. Die Kosten, denn es tut manchmal weh. Eine Brücke, die man sich oft lieber vom anderen wünscht, als sie selbst zum anderen tief empfunden spannen zu können, wo sie gebraucht wird. Ich liebe dich, weil ich deinen Schmerz kenne und ihn in mir selbst akzeptiere. Venus ist heute nachts also wieder zurück in die Fische gelaufen. All die Empfänglichkeit und Empfindsamkeit bis Empfindlichkeit spürt man sofort. Beziehungen sind wieder näher am Wasser gebaut, oft kommt dieses Talent der Berührung über Frauen oder sehr sensitive Männer herein. Jene andere flüchten, die sich davon geflutet fühlen. In schönere Konzepte. 

Dann bin ich aber flach, nicht da, sondere aus. Dabei ist Fisches Geschenk ja die Verbindung, das atemlose Tauchen im Meer der Emotion, das dann manchmal unendliche Leere wie eine riesige Welle über uns zusammenschlagen lässt. Alles, was man nicht begreifen kann, nur fühlen, jenseits der drei Zeiten. Alle spiegeln wir uns jetzt noch einmal bis zum Oster-Wochenende in unseren eigenen, von Venus' projizierten Wasserbildern, die es uns leichter und schwerer machen können, zu erkennen, was ist. Besonders diejenigen mit Wasser-Monden oder Venus dort oder dem AC, denn durch den kommt unser Grund-Empfinden dann auch emotional in die Welt. Niemand kann so isoliert fühlen (und sich so isoliert fühlen) wie eine Venus in Kontakt zu 12, den Fischen, Neptun. Ob im Radix oder wie jetzt mundan, womit das Klima reich, unscharf, gedämpft wird, wie unterm Wasserspiegel. Diese Venus macht ohnmächtig, auf eine einladende Art.

In ihrer Zeit wird es noch einmal unglaublich lyrisch, zumal Merkur im Stier all das begreifbar nahe bringt, was an Schönheit fehlt oder wegbricht oder gewollt werden will - und diese Schönheit schmerzt dann auch. Niemand kennt so sehr den Aufruhr des Überflutet-Werdens von Verzweiflung, Sehnsucht und dem endlosen, poetischen Glück der Selbst-Auflösung. Das Wollen ohne Namen, Worte, Sätze dafür zu finden. Es tut weh, es tut gut, es ist unendlich lebendig. Ja, manchmal werden wir innen geschmeidig, wie Fische. Und unser Dasein bewegt sich eine Weile wieder wie unter Wasser. Wer glaubt, das sei nur angenehm, ist vermutlich mit seinen Gefühlen noch nicht im Reinen.

Denn das zu sein, heißt auch, ihre "falsche" Seite tief zu empfinden - all die Walfische, Haie, Kraken der Negativität, die astrologisch auch im Neptunischen wohnen. Die Kröten des Lebens, die wir schlucken müssen - und an die uns gerade die traumhafte, mögliche Süße in unseren Beziehungen, Freundschaften, Lieben ernnert. Das, was fehlt. Venus in Wasser bringt auch immer Pluto, das Faß ohne Boden mit, und ruft Mond auf, mit seinen wilden, launischen Bedürfnissen. All das in uns zu lieben, bis hin zum zornigen Hass, so lange, bis es sich in unserer Liebe auflöst, ist Liebe zum Leben selbst. Wasser ist nicht begründbar, unerreichbar durch Logik, Gründe, Rechtfertigungen. Schmerz, Ärger, Liebe, Wasser ist.

Da, wo wir versuchen, Formen für das Ungeformte zu finden, das nur derart leidvoll ist, wo wir es festhalten oder aus dem Weg schieben wollen, lehrt uns die Fische-Venus noch einmal zu verlieren, um zu gewinnen. Uns selbst loszulassen mit all den schwerblütigen Bedeutsamkeiten, des "alleinigen" Gefühls. Nie ist die Chance größer als dann, wenn Mond, Pluto oder Neptun im Wasser stehen und Venus uns mit ihnen verbindet. Sie transportiert als praktisch irdische und geistige Mittlerin in jede Begegnung hier, in der Erhöhung, ja auch Neptuns Archetypen in die Welt. Parzivals alte Frage an den Fischerkönig, die dessen ganzes, schweres Schicksal Jupiter, den jungen Gottmenschen, zu lehren versucht: "Was tut dir weh?"

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Was tut dir weh, nicht mir. So leicht, den eigenen Schmerz zu spüren und schwer, ihn auszuhalten, uns in unserer vermeintlichen Schwäche selbst zu ertragen. Und andere Schwächen konfrontieren können wir nur, wenn wir die eigenen respektieren. Sonst werden wir diese und jene nur auch aus unserem Leben verdrängen oder sie - umgekehrt - zu Trostpflastern machen wollen. Ich tröste dich erst, wenn du mich getröstet hast. Venus in den Fischen lehrt etwas anderes: "Was tut dir weh?"

In Beziehungen eine der vielleicht am schwersten zu stellenden Fragen, da sie die Bedingungen des Ich auflöst und am Ende der langen Zyklen von Eigen-Sinn im Verschwimmen der Grenzen ankommt. Weg von meinem Leid (weil ich es selbst erkannt und umsorgt habe), meiner Sorge, meinem Kummer, weil ich mich nun selbst um mich kümmere. Da, wo es not tut. Wenn wir uns dazu durchringen, unter Venus in den Fischen, statt darauf zu warten, dass man uns nach unserem Weh fragt, wird alles lichter, heller, fließender, widerstandloser, leichter.

Eine der größten Prüfungen trotzdem, die man wagen kann - um danach zu sehen, wie der eigene Schmerz weniger und weniger wird. Venus in den Fischen ist die Schönheit und Perfektion von Nichts und Allem. Das Gedicht, das ungesagt bleibt, weil es zu wunderbar ist, um wahr zu sein, die uralte Narbe, die nie aufhört zu schmerzen, außer dann, wenn wir sie akzeptieren und als Teil unserer verwirrend beschämenden Geschichte der Schuld aus der Kindheit begreifen.

Dass es Dinge gibt, die gar keine Dinge sind, damit unlösbar, nur tragbar und die so jenseits von Zeit und Raum immer bleiben. Jenseits von Schutz und Schuldigkeiten. Im Herzen der Not, die wir empfinden und aus der gleichzeitig unser reichstes Geschenk gemacht ist: Fische lässt Venus vergessen, indem sie sich an andere verschenkt. Aus ihr wurden die spröden, dunklen Madonnen-Bilder gemacht, die einst noch unberührbare Mutter der großen Helden und Götter, bevor sie zu zornvollen Geschöpfen wurden, nah am Leben und Tod, Geburt und ihrem Gegenteil, den Großen. Zu Pluto, Lilith, Kali, Durga, Kurukulla (roter Tara), Ekajata. Zu den mondvollen Feen und Frauen aus Fleisch und Blut noch viel später, die wussten, wie es ist, sich im Kosmos zwischen Heiliger und Hure zu schwächen an der Angst davor, ZU weiblich, launisch, anstrengend, hysterisch, stark, weil phasenhaft zu sein.

Wie wir alle dann mit übersüßten Liebenden der Märchen eigenen Mangel beruhigten, damit am Ende alles gut ausginge: Jorinde und Joringel, die einsame kleine Meerjungfrau, die Königskinder, die nicht zusammenkommen können. Wo Neptun mit Venus träumt, wird und muss immer etwas fehlen, da "kein Leid" nur jenseits der Zeiten dauerhaft träumbar, behaltbar, abzusichern ist.

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Wenn Fische-Venus herrscht und noch dazu jetzt im Zeichen läuft, wo auch Chiron, der verletzte Heiler steht, erinnern wir uns leicht an alles Schönste, was wir je erwünscht und dem Schicksal abgerungen haben, manchmal nur für Minuten. Dass es fort ist, lehrt Neptun, gehört zum Dasein. Nur wo ich Platz schaffe, kann neues einfließen. So leben wir inmitten vom vielen Unerfüllten. Da ist das Unerfüllbare, Unerlöste, Ungeträumte, was wir doch dauernd unter unseren Füßen an- und ausrollen spüren. Wie Wellen, die sich bewegen, wie Schatten, die uns umgeben und auf deren Wirklichkeit jetzt diese stille, schwimmende Venus zeigt.

Sie sind da. Wir sind da, wo wir unwirklich sind. Es gibt eine Zeit hinter der Zeit, wo wir alle gleich sind und ineinander verwoben. Jegliche Sehnsucht ist hinter den Schleiern der ewigen Wasser über dem Bewusstsein ja immer vorhanden, eine Spur des Unsichtbaren, das lebendiger sein kann als alle Härte der Welt. Ihr Kennzeichen ist die Bezogenheit auf das Nicht-Sein.

Sonst wäre die Sehnsucht tot. Und weitaus weniger Verborgenes im Leben, was sich noch aus dem Schicksal schälen, entschleiern, als Wirklichkeit zeigen kann, wo es einst nur in uns wohnte. Wir alle haben unter dieser Venus berechtigte Träume, weil Träume nie unberechtigt sind. Wir können trauern, um das Verlorene, aber wir können die Sehnsucht, das Wissen, das Glauben darin, dass alles anders gut sein und werden kann, genausogut auch selbst beantworten: Indem wir in uns schweren Zeiten, die uns einhüllen wie ein Bleituch, einem sehr kleinen Kind, einem sehr alten Menschen, einem hilflosen Tier ein Wort, einen Namen, ein Lächeln geben, das wir sonst für uns behalten hätten. Diese kaum sichtbare, aber in uns wie ein Erdbeben spürbare Bewegung machen auf jemanden zu, statt wieder nur stolz von jemandem weg. Die letzte Beleidigung nicht parieren, die Wut nicht vergrößern durch Protest, den Wahnsinn der Vervielfältigung nicht beschleunigen. Nur sehen. Du bist ich.

Wenigstens schweigen. Wenn schon weinen zusammen nicht geht. Wenigstens ruhig werden und die Ruhe irgendwann weitergeben. Nicht verlassen, uns selbst und den anderen nicht, nie allein lassen, die zornigen, armen, bitteren, wehen Herzen. Auch im Schlechten, da bleiben, sich stellen, der eigenen Bitterkeit. Wenigstens nicht weitermachen, sondern sich einigen mit der Situation, nicht gehen, sondern mit dem Feind sein, drinnen, draußen. Und sei es leise, in Gedanken. Du bist ein Mensch wie ich. Gerade der, der uns wütend macht, uns allein fühlen lässt, der es besser hat, sich schöner darstellt, dessen Leben mehr im Fluss und erfüllender zu sein scheint. Wir können ihn anschauen und wie wir uns in dem spiegeln, was ihm fehlt. Und das ist auch schon der Punkt: Leben war nie eine Einbahnstraße. Der Schein in allem, der unter und über den Wellen in uns so viel Chaos anrichtet, findet sich bei Fische-Venus nah an unserem Horizont. Wenn wir in all diesem Schmerz des Nicht-Habens auf andere zugehen, tun wir dasselbe damit ja auch für das Verletzte in uns. Das Weh, dem keiner so begegnete, wie wir es uns wünschen. Weil Welt eben leichter vor Leid wegläuft, statt es zu durchfließen mit Gedanken, Gefühl, Gewissheit. Sieh hin. Ich bin da. Auch wenn du allein bist. Ich war auch dort, wo du heute weinst. Ich werde, an diesem dunklen, stillen Ort über allen Zeiten immer mit denen sein, denen etwas fehlt.

mermaidyDiese Venus lehrt den Schutz der Verwobenheit und die Scham des Teilens und die Poesie des Mitgefühls. Gerade in diesen unendlich unübersichtlichen Neptun-Zeiten, in denen zwischen Wahrheit und Wahrheiten Universen klaffen. Bemühen wir uns weniger um Grenzen, denn das ist die Botschaft. Bemühen wir uns um Verstehen, Erspüren, miteinander Sein. Da, wo wir zwar sozial mechanisch vernetzer sind als jemals, aber auch dogmatischer als je auf das Positive eines öffentlich glanzvoll demonstrierten Alltags festgelegt.

Da wird Normalität des Versagens zu einer Nische, die man lieber versteckt. Unser Mangel, was wir mehr als alles andere wünschen und nicht bekommen, wo wir lückenhaft sind. Besonders zu treffen, wo wir uns überwinden und das Schwerste tun. Uns veräußern in unserem Unglück. Und den Menschen finden, dem es noch schlechter geht als uns. Gegen unsere vielen, gut geübten Rechtfertigungen, dass das gar nicht sein kann. Ja, da ist immer jemand. Du. Neben mir. Dich zu sehen, zu berühren, nicht einfach weiterzugehen, mich nicht festzubeißen in meinem kleinen Schmerz.

Dem größeren Schmerz dieser Welt einen Ort zu bieten. Dann sind wir schon zwei, die das wagen. Weil all das ein momentan zwar ungern erlebter, aber unendlich wichtiger Teil der Welt ist. Und darum weder entfernbar, noch isolierbar. Da bist du, du kennst mich, weil du denselben Schmerz, die gleichen Ängste hast, wie ich. Abgelehnt, übersehen, kleinegemacht werden, nicht gespiegelt in allem, was so einen großen Raum einnimmt, die unglücklichen Erfahrungen. Diese Fische-Venus zeigt einen der Wege nicht nur in die Ästhetik, sondern auch in all den Schmutz, den wir zusammen, kollektiv spiegelbar, mit uns durch die Welt schleppen. Die Archetypen all dessen, was wir am Liebsten nie erlebten. Alles Leid. Weil Venus auch Ungreifbares denk- und berührbar macht - als Luft- und Erd-Herrscherin. Sie führt uns paradoxerweise in den Fischen ins eigene und fremde Leid herein und auch wieder heraus.

Sie erinnert, dass wir alle Menschen sind. Echt, weil wir alle genau dieses Weh kennen. Sie leuchtet uns aus der Konfusion des Unverstandenseins hinaus, genau dann, wenn wir jemanden verstehen. Du bist nicht allein, können wir anderen sagen. Wie wir es uns sagen, wenn es uns niemand sagt. Uns dann erlauben, eine kleine Weile zu weinen, bis sich die Wellen glätten, seidig und ruhig unser Leben wiegen, in diesem stillen Kern, wo wir immer größer als all die Wünsche, Illusionen, Träume, Schmerzen waren. Wasser lässt sich an diesen Orten ein- und ausatmen. Wir sind Menschen, wo wir verbunden sind, wo wir das mit genau dieser Venus auch fühlen. Die Liebe zu Wasser im Horoskop und im Leben ist auch die Liebe zum Nichts und zum eigenen und fremden Schmerz. Man kann das feiern, weil nur das vergeht, was man willkommen heißt. In solchen Zeiten der Venus und des Neptun ist alles möglich und das Ferne, die Unwirklichkeit des Märchenhaften, Losen, wirklich nah, immer näher als wir träumen.

Venus 29°59´59´´ Fische 03.02.2017 15:50:36 GMT
Venus 29°59´59´´ Fische 03.04.2017 01:26:07 WET/S
Venus 29°59´59´´ Fische 28.04.2017 14:12:25 WET/S

Venus direktläufig 15.04.2017, 12:18 MEZ/S 26°54´34 Fische, am Umkehrpunkt: 18.05.2017

Schöne Bilder (bearbeitet): Danke, Pixabay!

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