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2016: Post-faktische Fake-News

FakenewsTitelNoch bin ich mir nicht sicher. Wird das hier schon ein Jahresrückblick oder eine generelle Huldigung an die Astrologie? Die ja wieder einmal Recht hatte, zumindest was ihre Symbolik und die daraus abzuleitenden einfachen Wahrheiten angeht. Denn über die neuen Modewörter post-faktisch und Fake-News haben wir uns hier schon inhaltlich ausgelassen, als noch niemand ahnen konnte (und auch nicht wollte), wie schnell Begriffe wie Wahrheit und Wirklichkeit auf dem ideologischen Scheiterhaufen von Hasspredigern und Wutbürgern landen können.

Würde man es in den Worten der NDW (Neue Deutsche Wahrheit) ausdrücken, dann müsste die Überschrift lauten: Von Lügenfressen und Lügenpressen…

Ja, wir reden immer noch über Neptun. Genauer – über diese seltsame Verbindung der drei größten Planeten in unserem Sonnensystem, ausgedrückt über ein kleines Karma-Quadrat zwischen Jupiter und Neptun (Opposition) mitsamt Saturn (beide im Quadrat dazu). Für alle esologischen Dummies – ein Karmaquadrat ist defacto ein Halbquadrat, dass inhaltlich so angelegt ist, dass eine Reaktion auf den entstehenden Druck in 99 von 100 Fällen fast zwangsweise entsteht. Denn wenn zwei Planeten in Opposition zueinander stehen, kommt zwar zusammen was zusammen gehört (also die Grundenergien der beteiligten Zodiakphasen), allerdings müssen diese mit den Prinzipien der dritten Kraft im Bunde in Einklang gebracht werden.

Anders ausgedrückt: durch die Opposition von Jupiter und Neptun wurde die generelle Verunsicherung der meisten Menschen in Bezug auf eine gesicherte Wirklichkeit wieder aufs Heftigste aufgewirbelt. Und es begab sich just zu der Zeit, als das „bigger, better, faster, more“-Prinzip sich auf die Inhalte des Zeichens Jungfrau bezog (= die Welt möge sich doch bitte nur noch  innerhalb überschaubarer Strukturen bewegen, sie MUSS einfach in ORDNUNG sein), während die Tsunamis der verdrängten, unordentlichen, chaotischen Anteile dieser Welt mittenrein in die guten Stuben schwappten.

FakenewsJupiterWas ja bei einem Großteil der Menschen anfangs tatsächlich zu mehr Empathie und Mitgefühl führte, zu einem sich kümmern um diejenigen, denen es noch schlechter ging. Großartig, dachte man da für einen Moment, es gibt also doch noch Hoffnung für diesen Planeten. Bis dann die Minderheit der Verdränger von geheimen Bits und Bots solange unterstützt wurden, dass der Eindruck entstand, sie wären die Mehrheit. So wie auch jetzt in Amerika, wo heute die Marionetten eines völlig surrealen Wahlsystems scheinbar den demokratischen Willen des Volkes ausführen und deshalb einen Präsidenten ins Amt wählen werden, den nur die Minderheit des amerikanischen Volkes als solchen wollte.

Nein, das ist keine postfaktische Verdrehung von Tatsachen, sondern demokratische Wirklichkeit im Jahre Minus drei vor Null, zumindest im Land der Traumfabriken und unbegrenzten Möglichkeiten. Aber bei allem Verständnis für den momentanen Wunsch, die vergangenen Monate aufzuarbeiten – all das ist ja nichts Neues. Oder nicht plötzlich aus dem Nichts entstanden. Selbst die astro-logische Zeitgeist-Symbolik zeigt ja nur auf, welche Themen ins Bewusstsein rücken. Nicht aber, ob es sich dabei im Einzelnen wirklich um ein Bewusst-Sein handelt. Denn um ein solches zu entwickeln, müsste man/frau sich ja erst einmal mit den Begriffen Wirklichkeit bzw. Wahrheit bzw. Fakten bzw. Realität eingehend beschäftigen und sich zum Beispiel selbst die Frage stellen: Wie wirklich ist meine Wirklichkeit eigentlich?

Ansatzweise haben wir das hier schon 2013 getan und es ist schon erstaunlich, wie mancher Gedankengang ganz trefflich beschreibt, worum es dabei auch heute noch geht. Zum Beispiel anhand unseres Sehens:

Zum einen ist da also ein Objekt, die Welt, zum anderen ein Organ zB das Auge. Die Informationen (wie Licht), die nun über das Auge wahrgenommen werden, müssen aber erst mal verarbeitet werden. Zum Beispiel, in dem aus vielen einzelnen Teilen erkennbare Bilder entstehen. Zudem bildet das Auge diese ersten „Eindrücke“ sowohl seitenverkehrt, wie auch auf den Kopf gestellt ab. Es gibt also noch etwas Drittes in diesem Prozess, nennen wir es mal den Seh-Sinn, der all diese Informationen erst verarbeitet, bevor „in uns“ ein Bild entsteht. Wenn man so will, sind Objekt und Auge die Hardware, der Seh-Sinn die Software.

Das Ergebnis dieses Zusammenwirkens von Hardware und Software zeigt sich dann als ein Eindruck, als Bild. Und wo? Aussen? In der Welt??? Jenseits von „Innen“? Oder „Innen“, innerhalb dessen was wir "Geist" oder Bewusstsein nennen??

Erster Eindruck – natürlich „innen“, wo sonst? Im Klartext heißt das aber – die gesamte „äußere“ Welt existiert für uns nur als „innerer“ Eindruck, ist also Teil unseres Bewusstseins und Wahrnehmungs-Stroms. Die Vorstellung, dass diese Welt irgendwo dort „draußen“ außerhalb unseres „Geistes“ existiert ist wiederum nur eine Vorstellung, faktisch existiert das, was wir von „Welt“ kennen, nur „in uns“.

Nicht schlimm, könnte man jetzt denken, ändert ja nichts daran, dass es das Objekt „Welt“ ja gibt, wird über Hardware „Auge“ eben gesehen und dann über die Software „Sehen“ einfach als Bild übertragen. Eins zu eins. Ja, vielleicht, aber wie wir aus unserer täglichen Erfahrung wissen, ist ausgerechnet Software etwas, das sehr anfällig für "Fehler" ist. Selbst die Wissenschaft ist sich heute einig – die eigentlichen Bilder, die wir am Ende dieses Prozesses sehen, sind nur Interpretationen von Bruchstücken unserer Wahrnehmung. Unsere Seh-Software entscheidet quasi selbstständig, was von den ganzen „Reizen“ wichtig oder unwichtig ist.

aus Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Loop - 5.September 2013

Diese „Verinnerlichung der Welt“, die wir dann anschließend wieder in den scheinbar äußeren, freien Raum projizieren und Menschen, Dingen und anderen, meist fremden Universen zu ordnen, umschreibt das neptunische Prinzip der zwölften Phase ziemlich treffend. Am Ende kehrt also alles wieder dorthin zurück, wo es her kam. Zum Schöpfer selbst, der zwar häufig vorübergehend ebenfalls in den Himmel über uns transferiert wurde, von dem wir aber auch laut den meisten religiösen Überlieferungen zumindest ein identischer Teil sind. Wenn wir aber selbst die Schöpfer unserer eigenen, auch der scheinbar faktischen Wirklichkeit sind, wie wollen wir dann wissen, was im üblichen Sinne wahr und was unwahr ist. Gibt es denn überhaupt solche Fakten, die für alle Menschen die selbe Gültigkeit und Bedeutung haben?

Hinzu kommt, dass diese Software offensichtlich mit anderen „Bewertungs-Zentralen“ verbunden ist, denn wie sonst könnte es sein, dass beim Betrachten ein-und-der-selben Farbe, zwei unterschiedliche Menschen sehr unterschiedliche Reaktionen zeigen. Der eine findet Rot anregend und bekommt beim Betrachten dieser Farbe beste Stimmung, der andere findet sie abstoßend und bekommt schlechte Laune.

Wir gehen meistens davon aus, dass der Prozess der Wahrnehmung etwas „Reines“ und „Objektives“ wäre, wir nehmen also einfach nur ROT wahr. Und erst sehr viel später, kommt vielleicht dann noch eine Beurteilung hinzu, aber alles auf dem Boden von bewusster Haltung. Ist das so?
Oder ist es vielleicht eher so, dass jede Art von Wahrnehmung schon bei der Vorauswahl automatisch in einer von drei Grund-Kategorien landet? Entweder ist etwas anziehend = gut = sympathisch = mehr davon, oder abstoßend = schlecht = "pfui Deibel" = weg damit, oder weder das eine noch das andere = momentan absolut uninteressant = wird eigentlich gar nicht wahrgenommen = spielt keine Rolle.


Sobald es aber anfängt eine Rolle zu spielen, ist es wiederum gut oder schlecht. Das mag zwar durchaus wechseln, aber in der Regel kann es das nur zeitlich nacheinander, nicht gleichzeitig. Wir können also jemand hassen, den wir einmal geliebt haben (und umgekehrt). Nur in dem Augenblick, in dem wir ihn oder sie lieben, können wir ihn oder sie nicht gleichzeitig hassen (und umgekehrt). Wenn wir lieben oder hassen jetzt nicht als jupiterhafte Höchstdramatik verstehen, sondern auch die kleinen und unscheinbaren Facetten gelten lassen, dann zeigt sich eigentlich schnell, dass unsere Wahrnehmungs-Software ähnlich funktioniert wie ein Computer. Auch der kann nur zwischen Ja und Nein, Eins oder Null unterscheiden. Aber äußerst komplexe Welten auf dieser Grundlage erschaffen.

Mein persönliches Fazit: Selbst wenn die Aufteilung in „Innen-“ und „Außen-“ Welten wahr wäre, bleibt die Tatsache, dass wir die „Aussenwelt“ immer nur im „Innen“-Spiegel betrachten können. Die Software, die die „Welt-Information“ für uns übersetzt, hat aber eine sehr persönliche Komponente. Und ist somit kaum in der Lage, das „Außenbild“ von Welt objektiv im Sinne von "Wahr" zu übertragen.

Wenn ich also wirklich wissen möchte, "wie wirklich die Wirklichkeit ist“, wäre wohl der erste Schritt, an der Verbesserung der eigenen Software zu arbeiten. Dazu muss ich diese Software in ihrer Eigenheit erst einmal kennen lernen, muss wissen, welche Parameter zu einer Einschätzung von „gut“ oder „schlecht“ führen, um diese dann in einer Art „korrekten Vermutung“ aus meinen Welt-Bildern zu filtern. Erst dann hätte ich die Möglichkeit herauszufinden, was „Welt“ denn „wirklich“ sein könnte. Zumindest wäre eine schrittweise Annäherung möglich.

Bis dahin kann ich getrost davon ausgehen, dass mein Bild von Welt weder objektiv noch umfassend ist. Und sollte dem im Umgang mit dieser „Welt“ Rechnung tragen.

aus Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Loop - 5.September 2013

FakenewsTruthBetrachtet man unser jetziges, postfaktisches Zeitalter unter diesen Gesichtspunkten, dann erstaunt es einen kaum noch, dass massive Bewusstseins-Trübungen im Zusammenhang mit dem aktuellen  Überangebot an Informationen auftreten. Denn es ist ja nicht nur Neptun, der durch seine starke Stellung in den Fischen jeder Sehnsucht und jedem Glauben Vorschub leistet. Der aufrichtige Wunsch vieler Menschen nach einer Welt, deren Gesetzmäßigkeiten und Strukturen wieder einfach, klar und nach vollziehbar sind, wird ja auch von Pluto „torpediert“, der während seines Durchlaufs durch den Steinbock dafür sorgt, dass im wahrsten Sinne kein Stein auf dem anderen mehr bleibt. Am Ende dieser Phase wird auch nur das weiter bestehen können, was wirklich Substanz hat, bis dahin aber kann natürlich jede Interessensgruppe und jeder Einzelnarzisst sich öffentlich machen und behaupten, man hätte den Stein der Weisen gefunden, mit dem man alle Uhren wieder zurückdrehen könnte.

Und nicht wenige werden ihren falschen Versprechungen Glauben schenken, in der Hoffnung, dass nicht sie sich verändern müssten, sondern die Welt und alle anderen sich so ändern werden, dass man weiter bequem zuhause im alten Saft schmoren kann und sich ausschließlich auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse konzentrieren darf.

FakenewsApoAuf die leichte Schulter darf man das trotz allem nicht nehmen. Natürlich sollte man auch Mitgefühl mit denen entwickeln, die ihren eigenen saturnalen Ängsten und neptunischen Unsicherheiten soweit aufgesessen sind, dass sie plutonischen Hass für eine Lösung ihrer Probleme halten. Denn sie müssen ja schließlich inmitten dieser Ansammlung ihrer eigenen Düsternis und Ignoranz permanent und ohne Atempause leben.

Und trotzdem darf man sich nicht mit denen gemein machen, die selbst das Leiden von Kindern als Kollateralschaden betrachten, wenn es um die Durchsetzung ihrer Interessen geht. Dafür muss niemand Verständnis entwickeln, denn bei aller Bedeutung von Fakten und überprüfbarer Wirklichkeit – neptunische Transformation umfasst mehr als unseren Verstand und unsere Fähigkeit, Situationen richtig einzuschätzen.

Es geht vor allem um die tiefempfundene Erkenntnis, dass jeder von uns nur ein winziger Teil des Ganzen ist, der ohne das Andere und auch das scheinbar Fremde, niemals existieren würde.

Dies ist ein universeller Fakt, leicht zu überprüfen und durch nichts zu widerlegen.

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