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Monkey-Mind Merkur + die Pause

monkey"Je mehr du dich mit deinem Affengeist und Pferdewillen befasst, desto verrückter wird dieser Affen- und Pferde-Geist im Kreis herumspringen und seinen Spaß mit dir treiben." (Sawaki Roshi). 

Damit ist gemeint: Der Geist findet immer etwas zu meckern, weil Merkur uns einredet, dass alles, was wir denken, unglaublich wichtig und vor allem "wahr" ist. Monkey-Mind eben. Korrekter wäre: Ein Großteil des Tages betreiben wir, je nach Stand unseres Radix-Merkur, mentale Gymnastik, die aus lauter Beurteilungen unserer Wahrnehmung besteht. Das hier ist übel, jenes da super. Dauerschleifen.

Was meist zu gar nichts führt. Außer zu mehr Aufregung. Es ist einfach eine lästige Angewohnheit, die nur mit uns zu tun hat, nicht mit "Fakten". Aber wenn wir es lassen und versuchen, den Geist zur Ruhe zu zwingen, fühlt es sich  erst recht falsch an und funktioniert auch nicht. Denk nicht an den blauen Elefanten.

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Jetzt, da Merkur wieder rückläufig ist, wird begreifbar, dass man ihn einfach nicht aus dem Horoskop tilgen kann. Er nervt. Hängt sich an alten Themen auf. Da er ja eine Einrichtung zur Erleichterung des Lebens durch Erkennen von Mustern beinhaltet. Was andererseits leider zu klemmenden inneren Schubladen führt, weil wir alles und noch mehr nur durch die Brlle der Erfahrung sehen. Und nicht genau wissen, welches eigentlich das wirkliche Problem ist, wenn wir mit immer derselben Brille auch immer gleiche Szenarien installieren.

Da bietet sich als ganz brauchbare Frage an, wie man sich beim Festbeißen in die eigenen, aber speziell auch Angelegenheiten anderer (die wir gern auf's Korn nehmen, wenn wir uns von unseren Dingen ablenken wollen), behutsam etwas lockern könnte. Denn wir haben ausgerechnet jetzt, da Pluto im Steinbock steht und beherrscht wird von Saturn in seinem Zeichen bald auch noch Pluto-Jupiter-Sextil. Das kann die ganzen eingemachten Konzepte und Vorstellungswelten klären. Es drückt auch und zieht, denn am 14.4. um 10.58 h GMT ist es soweit, dass auch ein Thema der Skorpion-Schütze-Steinbock-Trias doppelt druckvoll aufkommt: Kritik an Konzept, Vision und Wirklichkeit (und wie man sie äußert oder konstruktiv nimmt). Kritik bedeutet ja ursprünglich "Trennen" und bezieht sich auf viele Urteile, die Pluto häufig gegen etwas fällt, was "noch nicht richtig" ist. Subjektive Fantasien also.

Während Jupiter eine Stufe weiter einfach darüber wegfunkt und Saturn dann als harter Lehrer dazu neigt, seine Weltsicht im Steinbock über alles zu stellen, was unpraktikabel ist. Deshalb wird er die Projekte der anderen Jungs einfach canceln, wenn es ihm zuviel wird und diszipliniert nur Realvarianten umsetzen. Sein Werkzeug: Merkur (Steinbock spiegelt sich nach Zwillinge und beauftragt dessen Herrn mit Tun). Der dann aber nicht nur mit guten Ideen, sondern mit seiner Dauerbeschallung durch Reden und Denken nur noch mehr unkaputtbaren, unendlichen Gedankenterror in einem selbst erzeugt, der sich nicht abstellen lässt. Man muss sich all die Blasen, die da sekündlich unsere Geschichte über das Leben wiederholen, drum nicht glauben. Jede Wiederholung bestärkt auch Irrtümer über uns selbst. Dann sitzen wir in problematischsten Job zwischen den Zeichen der Konzepte, Selbstüberzeugtheit und Verwirklichung: Gleichmaß und Ausgewogenheit entwickeln und nur soviel denken, dass es uns  und anderen nützt. Gegen den arbeitsamen Merkur, der im Hamsterrad kaum ermüdet. Willkommen im Club, es lebe der schnatternde Affengeist!

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Einer der größten Irrtümer von uns Westlern ist vielleicht die Annahme, man könnte das Gezerre und Geziepe, den Lärm des Denkens, abstellen. Zum Beispiel durch Meditation. Wenn man nur genug übt. Nein, sagen die Weisen aus dem Osten - kann man nicht, muss man auch nicht. Man kann den Geist aber beobachten, sprich, ihn einfach mal mit seinem Problem-Bewusstsein vor sich hinreden lassen und währenddessen Gutes, Schönes und Wahres tun. Machen. Umsetzen. Ohne sich mit den 1000 Wahrheiten, die Merkur produziert, zu identifizieren. Dazu kommt nun mit Jupiter-Pluto eine schöne Konstellation. Deren "Rückseite" (Spiegelung) ist ja Saturn-Sonne (über 0° Waage). Die Selbstdisziplin.

Denn: Hätte, könnte, sollte sind keine guten Rezepte. Im Jupiter, der sich noch mal mit Pluto verbindet, sitzen auch die sehr sinnvollen Träume von einer besseren Welt und alles könnte ja wirklich so schön sein, wenn er dann einfach Toleranz ausspuckte und Pluto Ethik. Was auch eine (noch unerfüllte) Option dieser Zeit ist. Im Zyklus der beiden machen besonders Quadrate und Oppositionen klar, wie schwer es sein kann, sich von den inneren Glaubenskriegen zu lösen. Die Sextile, Trigone und zum Teil Konjunktionen legen Lösungen nah, die fließender sind. Drum: Nutzen wir den Tag (sprich, die zwei Wochen bis zum Sextil) und beschäftigen wir uns ab und zu damit, was in uns die äußeren, großen Meinungs-Konflikte so gut spiegelt. Bevor "alles gut wird", wie Jupiter es sich zu Recht wünscht, muss Pluto arbeiten, indem er sein knallhartes ethisches Konzept sich selbst überhebt. Bevor er es bei anderen anwendet. Sonst nennt man das Schuld-Verschiebung.

Leider ist es aber so: Alle drei planetaren Beteiligten Pluto, Jupiter und Saturn (als momentaner Chef des Ganzes Systems) bauen mit Merkur als Boten immense Power auf, die nur eins will: Eingriff auf Wirkliches nehmen. Da kommt es dann auch mal zu Explosionen. Pluto/Skorpion ist nun mal Klebstoff, der alle Schachteln festpappt, in die wir emotional unser gesamtes Leben packen, um es dann mindestens für "wiklich richtig" oder sogar zum Optimum zu erklären. Die Brille der Selbst-Ermächtigung, die eine gute Hilfe für's Sein werden kann, aber in Fehltönungen ziemlich lästig (für andere).

Da, wo wir beginnen unser gesamtes Umfeld mit "Wissen" zu kolonialisieren und zu terrorisieren, weil wir denken, unsere Sicht wäre die einzige - wobei sie ja nicht mal die einzige in unserem Kopf ist. Kommt der "Pferdewillen" dazu, aus Skorpion-Jupiter, da, wo man noch plutonisch versucht, alles zu manipulieren, einschließlich des eigenen Geistes (schützehaft aber zum spirituellen Wohl aller, dessen Güte man meist auch selbst bestimmt), wird es noch komplizierter. Wenn man sich gerade jetzt (vorm Sextil) anschaut, wie wir gutgemeinte Rat-Schläge und Kritik verteilen, wird man feststellen, dass es oft bloß Reiz-Reaktion ist. Mechanisch-ritualistisch geprägt. Alles Merkur.

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Stelle ich einen Angriff fest (weil ich das immer so getan habe, wenn xy passiert)? Sofort erfolgt Gegenangriff oder Mauer. So wird einem auf einmal auch klar, wie Kriege anfangen. Fremde Kritik, gerade ungebeten, ist  für viele Menschen (mich eingeschlossen) manchmal kaum aushaltbar, denn sie symbolisiert: Du bist nicht wie ich! Die Stier-Skorpion-Achse tillt aus Angst vor Vernichtung, die sich leicht in Hass verwandelt. Antwort erfolgt ungebremst, weil feurig aus Schütze-Zwillinge: Mal sehen, wer größer ist, wenn du schon nicht glaubst, dass Einknicken besser für dich wäre! Ich habe da eine Idee..!

In Phasen von Jupiter-Pluto kommt man sich dann leicht vor, als wäre sämtliche Toleranz vom Erdboden verschluckt. Wenn man genau hinsieht, ist man es aber selbst, dem die Toleranz fehlt. Der Balken im Auge des anderen ist astrologisch stets da sichtbarer, wo Feuer sich heftig und rührend als gut empfinden möchte und Belege dafür findet. Oder wo fixes Wasser um emotionales Überleben kämpft.

Aber Jupiter und Pluto treffen sich bald konstruktiv. In dieser Zeichen-Konstellation wird bei den großen schwierigen Aspekten eher der positive Ausdruck hinten stehen, während nach vorn der harte Anspruch an andere eingesetzt. Beide sind Delegations-Kandidaten, aus dem Quadranten "der anderen", des Du. Nun, beim Sextil, haben wir eine reelle Chance, toleranter zu denken und dann zu sein. Gerade Menschen mit Betonungen im 8. und 9. Prinzip, bei denen diese Konstellation eine Saite ins SChwingen bringt, sind so verletzbar. Denn sie siedeln derart nah bei anderen, dass sie, vom Gegenüber völlig durchtränkt, sich dann im eigenen Standort wieder festkrallen. Um so wichtiger ist ein klares Feeback darauf. Kritik - die man sich zu nehmen traut. Dadurch ist es möglich, sich seiner Wirkung auf andere besser bewusst zu werden. Nicht umsonst ist Schütze ja die Folge des Skorpion, Jupiter Nachfolger des Pluto: Lernen, das aus Tiefsinn (und Verletzung) entsteht.

Früher habe ich Kritik gehasst, weil meine Kritik sofort in dem Maß skorpionisch tödlich wurde, wie ich die Kritik anderer empfand. Scharf wie japanische Messer, bedrohlich wie alles Fixe. Absolut überdimensional, als Jupiter-Aspekt des Urteilens: Ich ganz klein, die anderen ganz, ganz groß. Eine Mama-Kind-Sache. Krebs spiegelt sich auf Schütze, ist also dessen "geheimer Schattenanteil" und der Narzissmus des Löwen übrigens dann im Skorpion genauso verdeckt wirksam. 

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In beiden Zeichen zeigen sich die groß gewordenen, aber nicht geheilten, noch unreifen Kids in uns, die so viel mitgemacht haben, wenn es schlecht kommt. Wenn einen dann jemand kritisiert, geht das wie ein Hammer durch Butter bis auf den Seelen-Grund (IC, wo unsere privatesten Empfindlichkeiten sitzen). Meine "Notwehr"-Person, die fremder Kritik ständig antwortete oder prophylaktisch vorgriff (die Folge Skorpion-Schütze kann das am besten) nannte ich früher "die Staatsanwältin", als ich von inneren Repräsentanten der schwierigen Eltern-Erfahrungen noch gar nichts wusste.

Skorpion-Schütze, negativ ausgedrückt, entsteht vor dem (auch nicht wirklich positiven) Scherbengericht im Steinbock. Die Staatsanwältin als Dame aus meiner astrologischen Justiz-Clique von Saturn und Steinbock hatte dementsprechend einst einen 24-Stunden-Job:

 

Klage führen, dann ab zum Angriff und danach alles wieder schön sicher machen. Unsere Weltbilder (meist aus unseren Gottesbildern bestehend = sitzend in unserem Jupiter, 9. Haus und dem Feld im Radix, wo Schütze steht). Hier können wir am besten lernen, aber auch andere überrollen. Hier fühlen wir den Reiz der Ausweitung - in die Welt hinaus. Dabei ist unser 9. Prinzip immer auch das 3. = die Funktion der anderen. Die von uns beeinträchtigt wird, wenn wir unseren Horizont zu weit in deren Angelegenheiten verschieben. So drücken dann bei einer Jupiter-Pluto-Lagerung - ob mundan wie jetzt oder im Radix (8.-9. Feld besetzt oder auch Skorpion-Schütze) - die traumatisierten Skorpion-Anteile das Schützehafte oft von hinten durch. Aber meist nur, wenn man bei seinen Feldzügen für die Wahrheit (oder das, was man dafür hält = das, woran man glaubt) im geheimen Kind-Modus steckengeblieben ist.

Traumata, die man als Kind in handliche kleine Denk-Päckchen stecken musste. Die da wieder hoch gehen, wo man heute kritisiert wird. Oder wo "etwas anderes anders ist". Was man leicht als Anklage empfindet und dann gar nicht mehr merkt, wie übergrifflich man selbst dabei wird. Innen fühlt sich ja Skorpion leicht als gedemütigter König (Löwe) und Schütze als Hänschen klein (Krebs). Danach schlägt Steinbock allem Übertriebenen auf die Finger. Heißt: Jedem Ausschlag des Pendels zu weit folgt ein anderer als Ausgleich.

Geschwätzige Neuronen

Yongey Mingyur Rinpoche, ein buddhistischer Lehrer, hat das, was bei all dem passiert im Kopf einmal schön beschrieben. Die Funktion des terrorisierenden Monkey Mind, des hyperaktiven Denkers in jedem, der dann auch im Dienst der zu rächenden Größe loslegt und selbst als reifer Geist doch wieder nur Ideen ausspuckt, die uns rechtfertigen. Am überraschendsten war für mich seine Aussage, dass die Annahme, es gäbe schlechte und gute Gedanken, auch bloß Einbildung des innerne Affen ist. Weshalb man nichts dringend ausräumen muss und alles Nette stehenlassen dürfe.

Nein, selbst völlig unspirituelle Gedanken sind aus dieser Sicht einfach nur Gedanken und sie werden weiterspuken, wenn man sie kontrollieren will. Dürfen sie. Nur für wahr halten muss man sie nicht. Dem Affengeist bei der Betrachtung des Affengeistes zu glauben, wie wir es gerade in Schütze-Bereichen des gereiften Selbst positiv finden, mag sich zwar selbstkritisch anfühlen, ist aber auch nur die alte Mechanik: Zeug, das aufsteigt wie Blasen vom Grund des Ozeans. Durch und durch subjektiv, so spirituell es sich auch anhört.  

"Sobald ein Haufen geschwätziger Neuronen mit dem Erzeugen von Signalen anfängt, beginnt eine andere Gruppe von Neuronen ihren Kommentar abzugeben: "Oh, das war ein rachsüchtiger Gedanke. Was für ein schlechter Mensch du bist!" Oder: "Du hast ja wirklich Angst, du bist wohl wirklich unfähig!" [...] Die meisten von uns glauben, dass etwas gut ist, wenn wir es für gut halten und schlecht, wenn wir es für schlecht halten." (Yongey Mingyur Rinpoche: Buddha und die Wissenschaft vom Glück, Goldmann)

Mit der Welt der Beurteilung von Skorpion nach Schütze, die unmöglich komplett wahr sein kann, wo sie wie der Nil durch unseren Schädel strömt und mit jedem neuen geglaubten Gedanken von Sekunde zu Sekunde breiter wird, stülpen wir uns der Welt über. Besonders, wenn die anderen unwillig sind, uns mit positiven "Strokes" zu versorgen, Dann konstruiert man sich leicht negative Aufmerksamkeit als Ersatz für Streicheln. Man kritisiert, man weist Kritik ab (Skorpion spontan ersteres, Schütze letzteres), was sich im Ergebnis ähnelt. Was für ein Affentheater.

Wir können unser Austeilen und Einstecken von Kritik darum gerade bei Jupiter-Pluto gut üben. Danach üben wir irgendwann vielleicht auch konstruktiver als bislang Kritik., so dass der andere sich nicht gleich wie Venus (polar zu Pluto) vernichtet fühlt oder wie Merkur (polar zu Jupiter) berufen, die fiese Welt wegzuerklären. Wenn ich selbst auf Kritik absolut und wirklich massiv reagiere, selbst wenn sie nur andere an anderen üben und ich gar nicht im Spiel bin, werde ich mir unheimlich. Das ganze Thema erinnerte mich an die große "Mama-Angst" der Krebs-Planeten im Spiegel zum Schützen. Erst waren wir Kinder, die alles herein ließen (Du bist falsch!). Nun sind wir metaphorisch die Mutti geworden, die bestimmt, wer was darf (Kritisier mich nicht!). Oder was gut und schön und wahr ist. Kritik dringt umso widerstandsloser in einen ungeschützten Stelle jedes Bewusstseins ein, je mehr Widerstand man dagegen entwickelt. Oder sie aus vermeintlich "reifem Jupiter" als Topos zum unwillkommenen Gast erklärt. Wollten wir nicht in Giraffensprache reden? Was sollen dann all die Wölfe hier?

"Der darf das nicht, der soll das nicht, der hat kein Recht, mir, der Königin meines Reiches dies das und blubb zu sagen."

Na ja, wieso eigentlich nicht? Gedanken sind frei, Meinungen sind frei, gerade beim Jupiter. Wenn ich mit Kritik nicht umgehen kann, ist es nicht Problem des anderen. Keiner hat zwar ein Recht mich zu demontieren, aber ich dann auch keins, ihn damit zu demontieren, dass ich ihn darin beurteile, wieso er Kritik an mir wichtig findet.

Wenn man beginnt, sich langsam mit der Notwendigkeit (und den Chancen) eines annehmenden Jupiter-Pluto auseinanderzusetzen, wird all das ein bisschen einfacher. Aber nicht viel. Man kann sich damit arrangieren, dass Kritik stattfindet, nicht zu verhindern ist. Dass sie viel über andere sagt, genauso wie über mich. Dannach gelingt es vielleicht mehr, sich auch mit den kritisierten Inhalten auseinandersetzen, statt skorpionisch daurhaft zu bekämpfen, was einen daran schmerzt.

Manchmal bedeutet es bloß, dass für andere mein Verhalten anders ankommt, als ich es einschätze. Oder dass es für sie auch problematisch ist. Und wer möchte das schon? Wo der andere ob aus 7, 8 oder 9 eben nicht mehr meine Mama ist, ist Kritik auch halb so schlimm. So lange wir im Erwachsenen-Status bleiben, bei Saturn, zu dem einen Prinzip 7, 8 und 9 führen, wird Kritik zum wichtigen sozialen Instrument. Eine Anpassung an andere, unbekannte Universen neben meinem.

Wenn ich Kritik weghaben will, zeigt mir das nun immer, wo ich zurück ins Trauma der Wiederholung switche, in den Skorpion, ins endlose Festbeißen in mein Konzept. Letztlich ist Kritik (samt ihrer Sicht darauf, dass andere Dinge anders machen als wir, ohne uns damit gleich als Existenzberechtigte in Frage zu stellen) der beste Grundkurs im Aushalten fremder Meinung, den Mensch bekommen kann. Schwierig. Schmerzhaft bis unerträglich. Wichtig.

Jupiter-Pluto ist auch die Größe, die Traumata der anderen zu verstehen - ihre Ethik, ihre Exzentrik, ihre Ohnmacht, sobald wir uns ihnen überheben. Wenn man auf dieser Schiene bewusst operiert, ist viel gewonnen. Man kann davon lernen, dass sich Kriege vermeiden lassen. Darum setze man sich doch manchmal bewusst Menschen aus, die Kritik brutal üben. Auch das verleiht dem Skorpionischen die Idee von ein bisschen Kontrolle. Und auch im gemeinsten Vorwurf steckt ein Körnchen Wahrheit. Man lernt so auch, dass Schützehaftes, das kompensierend, im halb-göttlichen Forderungs-Profil, so überbläht wirkt, zutiefst menschlich und freundlich wird, wenn man es achtet (ihm zuhört!). Holt man umgekehrt Skorpionisches durch Bestands-Versicherungen aus der Lava der Panik heraus, findet sich darin die größte Ausdauer, Beistand und Kraft für Prozesse, bei denen anderen längst nicht mehr an unserer Seite stünden. Der 'Crazy Monkey Mind", der verrückte Affengeist, hat natürlich weiter an allem viel zu meckern.

Auch wenn wir das Beste aus Skorpion und Schütze herausholen und versuchen, uns so zu wandeln, dass wir wir selbst bleiben und dennoch den vielen nützen und wenigen schaden. Kritik ist nie nur Projektion, sondern immer AUCH das Bild dessen, wie ich mich in einer anderen Welt aufführe. Das hat nicht nur mit dem Gegenüber, sondern auch mit meinen Signalen zu tun. Verhalten, das ich daran dann behutsam, sanft und angemessen korrigieren kann, wo ich nicht mehr allein auf mein Konzept bestehe, sondern das der anderen wirklich gelten lasse. Im Wissen: Affengeist und Pferdewillen flüstern mir nur halbe Wahrheiten ein. Ich jedenfalls nehme mir wieder mit besserem Gefühl das Recht zu kritisieren, seit ich umgekehrt auch etwas mehr Kritik an mir zulasse. Da sein lasse. Andere haben das Recht auf ihre Welt. Ich auch. Zusammen macht das Saturn, die Wirklichkeit, die sich überschneidet und in der man handlungsfähig bleibt.

Bilder (bearbeitet): Pixabay

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