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Erlösung ist auch keine Lösung

Das Gespenst der "Erlösung" ist erfreulicherweise gar keine astrologische Erfindung, sondern stammt aus den tiefen Tälern der ambitionierten, wunscherfüllenden Esologie. Sprich, von den Leuten, die der Ansicht sind, alles sei vermeidbar an Schicksal, wenn man nur ordentlich dafür betet, Bäume umarmt, sich selbst verbessert, russische Energie-Zahlen aufsagt, Herzenskräfte in die Welt ergießt oder sich irgendwie sonst als bewusstes Mitglied der weißen Schafherde zu erkennen gibt. Gute Nachricht: Wer da genau den Geist dieser Retro-Entwicklung bis zur neuen Perfektion des Übermenschen (Paradies-Vorstellungen!) aus der Taufe hob, ist dann auch schon egal. Was sind Namen? Gute Nachricht: Man muss sich, trotz all dieser verständlichen, menschlichen Erlösungs-Sehnsucht ja nicht unbedingt freiwillig in diesen Niederungen des Hochglanz-Bewusstseins aufhalten und damit dann auch in der Astrologie einen Mega-Anspruch an alle stellen, die gerade mal ein paar schlechte Tage haben. Oder einen heftigen Transit. Oder die Nase voll davon, immer nur den Kanon der Selbstverbesserer nachzubeten. Und die wir dann etwa noch widerwillig ins planetare Optimum Richtung Seelenfrieden einwinken müssten.

Müssen muss man nämlich immer noch gar nichts. Mann, Frau oder wer auch immer setzt sich aber auch als Astrologe inzwischen nur allzu leicht in die Nesseln, wenn man es ablehnt, sich dem buchstäblich fein säuberlich ins "spirituelle" Weltbild eingemeindeten und darum ersehnten Erlösungs-Gedanken unterzuordnen. Und dessen Auswüchse nicht doch wenigstens anstandshalber in der Beratung zu erwähnen - ganz am Rande, fast lustig. Hauptsache, die höheren Weihen der Esologen bleiben erkennbar (falls sie etwa doch stimmen sollten - was ja nur die Götter wissen) und der Klient fühlt sich aufgehoben. Wenn er etwa einer der Jünger der Weisen, Besser-Wissenden und selbsternannten Gurus (gern auch aus Lünen) sein sollte. Da fragt man dann vielleicht launig: Na, wie sieht's denn in Sachen Selbst-Erkenntnis so aus? Schon weitgehend erlöst? Oder lebst du etwa noch?

Sei brav oder es kommt die Eso-Polizei!

Im Ernst: Falls man als Normalmensch etwa tatsächlich weiter wie ein bewusstloser Grottenolm vor sich hin vegetiert und seine planetaren Energien immer noch ganz unerleuchtet heraushaut, ist da ja nicht wirklich ein weltverschlechterndes Problem. Nur für die, die glauben, dass es anders funktonieren würde und man durch sein unerlöstes Feld gleich die halbe Umgebung und ihre Entwicklungs-Prozesse mitvergiftet. Natürlich würde aber kein vernünftiger Mensch das seinem Klienten genauso ungeschminkt sagen (dann ist er nämlich eher unvernünftig), sondern allenfalls etwas beschönigender. Aber langsam setzen sich eben auch in Beratungen diese haltlosen Erlösungs-Ideen durch. Vielleicht nur eine Sache von Angebot und Nachfrage. Oder davon, dass man sich zu schnell an Bewusstseins-Kontaminierung, wie sie nach der Erscheinung von esologischen Großhändlern des strahlenden Friedens überall üblich und erwünscht wurde, einfach zu schnell gewöhnt.

Streckt dann beispielsweise der irgendwo Hilfe suchende Skorpion-Betonte seine berüchtigten Fangarme (wie zu erwarten und auch für's System gar nicht falsch!) etwas zu manipulierend aus (statt die ihm eigene Transformationskraft ziviler, d.h. für die Eso-Polizei ordnungsgemäß zu „heben“ und zu bearbeiten, bis sie weg ist), gibt es meist verbale Schläge. Da diese etwas unangenehmere Seite der plutonischen Intensität beim Umfeld nur für beträchtliche Angst-Transpiration sorgt, die bei Esos zuhause nicht vorgesehen ist. Und stört. Und darum als erster Ansatz allgemeiner, drohender, um sich greifender Un-Erlösung von besseren Kreisen ohne Verzug gemaßregelt wird. Besonders gern auch in astrologischen Foren, wo die ansüruchsvolle Idee des zu Lösenden (oder der unerlösten Fratze im Spiegel des immer anderen) oft herrlich bunte Blüten treibt.

Nicht nur unser armer Skorpion wird von daher schnell zum Opfer der vielen Weisen, Wissenden, ihrer Berater und deren Umstände, die heutzutage in Massen los sind und als Bewusstseins-Moden auf die unentwickelte Hälfte des Daseins einströmen. Nein, es trifft alle, die "unreif" sind (Synonym zu unerlöst, festgestellt meist von amtlich bestellten Überreifen). Es ist doch so: Niemand benimmt sich mehr einfach nur schlecht. Sondern man ist entwicklungs--technisch stets herausgefordert.

Somit schon fast-, aber noch nicht ganz erlöst, und hat deshalb entwicklungs-technisch eine Menge Holz vor sich, das es ohne weitere Unentschlossenheit zu spalten gilt. Gern auch mit Hilfe nicht wirklich sehr teurer Seminare derer, die es besser wissen müssen. Weil sie Heilung insoweit erlebt haben, dass sie Seminare darüber abhalten können. Am Ende der Polierung all unserer ungeschlachten astrologischen und sonstigen Anlagen steht dann das Ziel, endlich politisch und esoterisch korrekt mit den verdrängten (und ganz spontan darum auch wieder anderes  und andere verdrängenden) Anlagen umzugehen.

Es sei denn, man wäre nicht nur unerlöst, sondern würde auch der Projektion auf dem Leim gehen. Die andere beliebte Diagnose in astrologischen Foren und hinter vorgehaltener Hand auch in etwas professionelleren Zirkeln, wo dieser Spiegelungs-Vorwurf eigenartigerweise immer nur die anderen trifft. Ein Wunder der Natur. Opfer sind da nun aber beileibe nicht nur der arme Pluto und seine Kinder (auch wenn der sich, schon aus natürlicher Talentierung, wie die Lilith für solche Feststellungen famos anbietet). Auch der Neptunier kriegt ab und zu den großen Gong des esologischen Wissens ab:

Sollte er nämlich - statt still, mädchenhaft und umgänglich im Elfenbeinturm an der fälligen Erleuchtung zu basteln, auffällig werden, ist es Essig mit dem Mitgefühl. Wie es sich für die romantischen Fans des Fischekosmos' gehört, geht es gerade noch durch, wenn der neptunisch Veranlagte heimlich trinkt bis zum Abwinken. Seine Begabung zur versteckten Sucht ist beliebter als offenes Gröhlen oder lästig gelebte Co-Abhängigkeit. Weil für den Sozialkontext einfacher und fällt auch oft ziemlich spät erst der Umwelt auf. Wird Neptun kriminell bis opferhaft bis trügerisch schwächlich (sein anderer Pol), hat ihn in der öffentlichen Eso-Meinung eben nicht nur der Geist des Weines, sondern auch das Unerlöste des Tierkreiszeichens voll im Griff. Schock! Wie kann das sein? Wo bleibt da die Bewusstseins-Arbeit?

Die Grenzen der Schicksals-Bastelei

Geht es nach den eher instant-betonten Lichtarbeitern, muss man doch nur ein bisschen hinsehen, werkeln an seinen Ansichten und schon gibt sich die Unzufriedenheit wie von selbst. Aber das sage mal beispielsweise jemandem, dessen Eltern gerade gestorben oder drei notwendige Jobs soeben gekündigt sind, worauf sich in einem abwärts trudelnden Leben ja erfahrungsgemäß noch mehrere größere und kleinere Katastrophen zusammenrotten. Nicht umsonst überfällt uns das, was die Reihe der Langsamläufer von Saturn bis Pluto beschreibt, meist mit einiger Vehemenz. Auch wenn man vorher gar nicht so negativ gedacht hat. Oder noch schlimmer: nichts Böses ahnte. Denn Astrologie redet nun mal nicht von Plazebos, sondern von beobachtbaren Tendenzen im Rahmen eines unwilligen, schlecht zähmbaren Ereignis-Horizonts. Der wenig geneigt scheint, sich dem Menschen untertan zu machen, so sehr er auch an sich und seinem Bewusstsein arbeitet.

Der Teufel ******* eben immer auf den ausgedehntesten Haufen. Insofern sind die Grenzen der Schicksals-Bastelei auch beliebig. Schön, wenn man immer behaupten kann: Wer nur negativ genug gedacht (geahnt, gefürchtet) hat, erntet eben auch negative Früchte. Wer will das aushebeln? Die Idee des esologischen Menschen als letzte Instanz (um nicht zu sagen als Gott) seiner eigenen Auf- und Untergänge ist damit über sämtliche Kritik erhaben. Sie erhebt aber auch diesen neuen, unverhofft erstandenen Schöpfer des Seins zu einer unendlich drückenden Verantwortung. Wie kann man jemandem, dem man das Prinzip der Eigenkreation des Daseins gerade klar gemacht hat, davon überzeugen, dass er NICHT Schuld hat an allem, was ihm und den Seinen dann etwa an Üblem passiert? Böse Falle. Alles andere wäre leider viel logischer. 

Womit der neue Teufel mit dem neuen Gott entsteht. Mensch, du hast an allem Schuld. Es gibt keine Bestimmung, außer in deinem Gehirn. Wegen solcher kleiner Unausgereiftheiten ist die Idee des komplett von sich selbst, seinen Fehlern und Anhaftungen erlösten Menschen, der nach genug Arbeit am Selbst dann schon beglückt in der Freiheit des Nur-Noch-Guten ankommt, auch eher ein Pilotprojekt aus den Werkstätten der Oberflächen-Bereinigung von Schicksal. Das ist nämlich wie es ist und muss vermutlich gar nicht bereinigt werden. Und erst recht nicht um seine eine, dunklere Hälfte betrogen, um das, was man allgemein als negativ, unpassend bis ganz, ganz schlimm empfindet. Schattenarbeiter werden insofern heute womöglich genauso gebraucht wie die, die hemmungslos im Lichte ihrer eigenen Überzeugung zu Werke schreiten und die Welt verbessern, wo immer sich eine Lücke im Konzept anbietet, die mit Glanz gestopft werden kann. Irgendwer muss den Job des Ausgleichs ja übernehmen. In Zahlen also: unendlich viele werden negativ denken, wenn unendlich viele positiv denken. Ein völlig unüberschaubares, feines Betätigungsfeld der Esologie.

Das Prinzip der Pole lebt

Das Leben neigt gefährlich zum Ausgleich. Wie auch zur Ansteckung. Und so machen sich eben auch bei uns Astrologen immer wieder Tendenzen breit, die den Plus-Pol des Bedeutungs-Spektrums in unserem Kanon der Tools heiligen und den Negativ-Pol am liebsten endgültig in der Versenkung verschwinden ließen. Nie waren wir so auf das allgemeine Leuchten (und seine vermeintlich grundgute Möglichkeit als ewige Option eines entgrenzten Jupiter) versessen wie heute. Der Trend zum Wegtreten des "Unerlösten" hört ja bei Pluto und Neptun keineswegs auf, sondern gilt auch für uranisch-kindische Störer oder Dauer-Rebellen, die keiner haben will. Sofern sie nicht brav sind und mit der berüchtigt großartigen Abstraktionsfähigkeit (dem erlösten Uranus) von sich reden machen, sondern wieder nur mit Intoleranz, die den Rest der Welt an sich zerschellen lässt, ihre eigenen, befremdeten Ideen in sozialen Schwärmen durchsetzen wollen. Wohingegen sich das Saturnische unerlöst auf andere Weise Bahn bricht, die uns aber nicht minder unangenehm vor- und entgegen kommt. Unter anderem als chronische Aufschieberitis, seelische Erstarrung, Bestimmungswahn oder Leistungszwang.

Du bist bossy? Himmel! Wo bleibt das Bewusstsein? Durch's Raster der Glückseligen gefallen. Und ja - es wäre natürlich sehr schön und feierlich, gäbe es all diese negativen Ausdrucksformen der Planeten als Buchstaben und Symbole der Astrologie erst gar nicht. Aber nein, wenn es all das nicht gäbe, diese verruchte, völlig unbilderbuchhafte, rüde Seite des Alltags, dann wäre dieses Leben auch nicht das Leben, das wir nun mal zu leben haben. Mit all seinen Fallen, Bösewichtern, Verführungen im eigenen Geist und immer wieder durchbrechenden Fehlern. Wir alle sind nun mal nicht dauerhaft rein, sauber, klinisch bewusst und zu einer Sagrotan-Truppe von Geläuterten zu stricken. Oder nur nicht, weil unsere rationale Begrenzung uns den Horizont ins ewige Glück verbaut und versaut? Nun - kann sein. Kann aber auch nicht sein. Letztlich fragt man sich doch: Wie haben wir nur als Gattung überlebt (in Form der dummen, unbewussten Menschheit), als wir all diese esologischen Urteile noch nicht kannten? Gab es da überhaupt eine Welt, die funktional genug war, um nicht beim ersten Problem sang- und klanglos unterzugehen? 

Auf keinen Fall, möchte man fast meinen, wenn man die Mode betrachtet, das Dogma der Selbst-Verantwortung immer nur auf andere anzuwenden. Auch das ist in Beratungen (aber auch Foren) extrem beliebt: Sieh endlich ein, dass du selbst dein Leid verursachst, projizierst oder sogar verschuldest. Und keine Widerrede. Wenn doch, lieferst du einen Beleg, nein, einen bombensicheren Beweis, dass du dich immer noch in den Schmuddelecken des Unerlösten aufhältst. Und offenbar niemals mit dir weiterkommen wirst. (In your face! Oder: Immer auf die Fr****! würde die jüngere Generation zu solchen brutalen Angewohnheiten sagen).

Dabei wollen wir nicht ungerecht sein - denn in all diesem positivistischen Gehudel, das oft psychisch zu einer Art Gedanken-Bulimie oder ideeller Magersucht führt, die nur noch "saubere" Vorstellungen der Bewusstseinsarbeit zulässt, steckt ein wahrer Kern. Man kennt und nutzt es ja auch astrologisch durchaus, das Prinzip der Pole in allen Ausdrucksformen des Zodiak. Genauso wie das negative Extrem als Option ist das positive nicht aus der Welt zu denken. Jedes Ding hat ja mindestens zwei Seiten, auch die Analogien in der Astrologie. Ploppt also im Radix oder bei Transiten ein dominantes Prinzip massiv an die Oberfläche, zeigt es häufig eben zuerst seine negative Seite, sprich, die berüchtigte „unerlöste“ Form. Das war es denn auch schon, was „Astro light“ mit den esologischen Welten und ihrer Software "Paradies 2.0"  gemeinsam haben sollte:

Eine kleine oder auch große Idee davon, wo etwas zu verbessern wäre - daran ist ja nichts falsch. Allerdings nicht, um etwa ein gleißendes, bewusstseins-triefendes, aber völlig realitäts-fernes Mekka der Lichtarbeit zu erreichen, sondern, um vielleicht etwas aufgeräumter und stressfreier für sich und andere durch ein Leben zu gehen, das ohnehin eins der schwersten ist. Falls man denn nicht etwa doch schon mit einem Fuß in den Juwelen-Ländern weilt, wo die vielen Erlösten aus Esologien bereits zuhause sind. Wir Grottenolme hingegen schlagen uns meist doch noch eher mühsam durch jene reflexhaft negative Ausdrucksform der getriggerten Planeten-Prinzipien, wie sie einem meist einfach begegnet. Auch wenn man das nicht nett findet.

Wer hat versprochen, dass Leben nett sein wird? Außer einem ständig lockenden Jupiter? Das Schwarze macht uns ja überhaupt erst aufmerksam auf das Strahlende im Weiß. Wie die fiesen Ausdrucksformen der Transite uns auf das stoßen, was jetzt stört und einer General-Überholung bedarf. Auch, damit es dann "zum Besseren" verändert werden kann. Möglichst. Wenn wir ihm Sinn geben wollen. Jede „unerlöste“ Form ist so gesehen auch ein nötiger Weckruf. Nichts falsch daran. In der Astrologie geht es ja ohnehin weniger um die jupiterhaft beleibte und beliebte künstliche Erleuchtungs-Bemühung, die nichts mit der Geistesdisziplin aus östlichen religiösen Richtungen zu tun hat (auf die sie sich leider oft beruft, ohne auch nur im Ansatz deren Detailgenauigkeit und Respekt von wahrhaftigen, großen Mustern zu haben). Sondern eher wie eine Art Schaufensterkrankheit des Westens wieder nur das Selbst (die erlaubte und erlauchte Form des Ego) in den Mittelpunkt stellt.

Ja, wir hier wollen auch durchdrungen sein. Perfekt, transzendent, luzide. Wir wollen auch nicht mehr leiden. Adieu, Christus am Kreuz, auch wenn wir beim Ausstieg aus dem Drama-Dreieck in der Tradition christlicher Opferrollen wieder nur in die Opferrolle derjenigen verfallen, die aus dem Dramadreieck aussteigen müssen. Und - oh! - wie fällt das schwer! So entstehen dann halbgare Gebäude mit mantrahaftem Wiederholen eingeübter Überzeugungen. Du hast die Macht. Verändere die Sicht. Die Welt ist dein Spiegel. Das mag ja alles sein, aber ohne einen traditionell hart übenden und an sich wirklich arbeitenden Unterboden (Frag einfach die Mönche in einem tibetischen Kloster!), der diese Art innerer Veränderung auch in den schwierigsten Lebens-Situationen halten und nicht als einzelnen Spitzenmoment enden lässt (auch wenn der Gotteslohn ausbleiben sollte, was häufiger passiert!), lebt die Leerstelle und das inhaltliche Loch. Was einem Uranus ohne Venus entspricht.

Wie passt die Anlage besser zur Ausübung?

Kopf ohne Wurzeln. Nichts wird sich dann wirklich ändern. Esologische Pop-Thesen mit ihren übermenschlichen Bewusstseins-Spaltungen sind aber letztlich auch gar nicht astrologisches Metier, selbst wenn wir als Astrologen in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihnen gefordert werden, noch abgegrenzter dazu wahr und klar zu sein. Sondern die Frage, wie man Anlage besser zur Ausübung passend bekommt. Damit möglichst wenig dramatische Aufrufe aus dem Außen erfolgen, um eine nötige, neue Ausrichtung anzuzeigen. Ja, auch darin steckt eine Idee des Eingreifens. Aber in dieser Sicht auf Prozesse (die man weitestgehend demokratisch auch einfach "das normale Leben" nennt) sind Fehler wie der des Unerlöst-Seins schlicht gute Übungsfelder.

Nur Schuld hat dort nichts, aber auch gar nichts zu suchen. Denn es gibt ihn einfach nicht, "den" perfektionierten, konfektionierten Weg zur Erkenntnis. Entwicklung passiert immer auf vielen Ebenen. Jedes Zeichen, Haus, jeder Herrscher, sprich: Jedes Prinzip im Zodiak hat seine Bandbreite. Dennoch sind alle Kategorien ja auch in der Astrologie spezifisch und abgrenzbar durch ihr Gegenteil im ganz eigenen Spektrum, das sie abbilden und besetzen. Als Gesamtkunstwerk werden dann alle dazugehörigen Außen- wie Innen-Geschehnisse noch einmal sinnhaft lesbar, einzuordnen in den Anlage- oder Ausübungs-Kontext. Und wenn man will, kann man sogar ein bisschen esologisch mit zaubern - indem man bewusst und spielerisch zwischen Negativ- und Positiv-Pol experimentiert und bei Transiten den "Sog" des jeweiligen Prinzips (in jeder Ausformung) zunächst einmal nur wahrnimmt. Dann kann man versuchen, den Pluspol der "Botschaft" bewusst selbst zu übernehmen und in die Wirklichkeit zu übertragen, ohne dass man sich dazu schubsen lassen muss. Was klassische Transit-Probleme tatsächlich im Alltag stark erleichtern kann. Wie geht das? 

Auf der konstruktiven Seite:

  • Saturn verlangt immer Selbst-Disziplin, Organisation, dauerhaften Einsatz, langfristige Perspektiv-Entwicklung, Arbeit, Regelhaftigkeit, klare Maßstäbe, Pünktlichkeit, eine sichere Orientierung in Zeit und Raum, einen gewissen Ernst. Legt man das und andere "Opfer" während seiner Überläufe früh von sich aus an den Tag, verlaufen sie oft viel sachter und manchmal sogar bereichernd.
  • Uranus verlangt immer Selbständigkeit, Unterbrechungen, Abschiede, mehr Unstetigkeiten, Unverbindlichkeiten, Brüche von Routinen.
  • Auch Extravaganzen, kleine und große Befreiungen, Plötzlichkeiten, unvermittelte Aktionen, Altruismus, Humor, Narreteien. Bringt man das alles von selbst in seine Kreise ein, wenn er über wichtige persönliche Punkte transitiert, macht man sich das Leben oft bedeutend leichter.
  • Neptun verlangt immer Hingabe, manchmal Isolation, oft den Bau eines kleinen Elfenbeinturms, Durchlässigkeit, ein gewisses Chaos und das Ende zu starker Anpassung an Dienste, die von anderen bestimmt werden. Er ist mit Rückzug, der Suche nach Wahrheit und dem Üben von Versenkung freundlicher und entgegenkommend zu stimmen. Wenn er zu unheimlich wird und Süchte ausruft, kann man ihn mit viel Wasser ausleiten.
  • Pluto verlangt immer Opferungen, Strukturierung, deutliche Vorstellungen, Wandlung, Loyalität, Überprüfung der Verpflichtungen und der eigenen Absichten sowie eine enge, intensive Verbindung an etwas, was einem verborgenen inneren Prinzip entspricht. Man kann seine Manipulationen und Kontroll-Mechanismen manchmal puffern, wenn man den tiefsten Ängsten und Traumata von vornherein selbst große Aufmerksamkeit schenkt. Dann kann es sein, dass auch unter schwierigen Transiten sehr schnell weitgehende Wandlungs-Prozesse einsetzen statt befürchteter Schicksalsschläge. 

Die Vernetzung: Alles spiegelt alles - ein Beispiel

Neptun steht im Radix eines Klienten in 12 stark, als Synonym für das Verdrängte, Unbewusste, Spirituelle, Familientabu. Als er in das 4. Haus transitiert (Ursprungs-Familie, Domizil, Gefühle), kommt es zu mehreren Wasserrohrbrüchen im Geburts-Haus, in dem der Mann mittlerweile wieder wohnt. Logisch, denn Neptun bezeichnet den großen Bereich der Gewässer, das Nasse, bis hin zu illusionären Zuständen, suchthaften Opfer-Szenarien, Geheimnissen, Betrug und Diffusität. Passend ist der Klient in dieser Zeit nicht nur vom vielen auslaufenden Wasser verwirrt (natürlich wird das immer zu spät entdeckt = Neptun = verborgen). Als dazu Neptun seinen Jungfrau-Pluto im 10. Feld oppositionär berührt, treten plötzlich Blasen- und Nierenprobleme auf. Das weist auf Venus-Beteiligung (steht über Beziehungs-Organen), die wegen ihrer Erhöhung in den Fischen an sich schon Neptun-Bezug hat und bei dem Mann außerdem das 12. Haus beherrscht. Irgendwo geht es hier also auch um Begegnung, Beziehung. Selbst wenn dem Astrologen an dem Punkt die Verbindung noch völlig unklar ist. Er kann ja fragen - wodurch dann u.U. auch den Klienten bislang unbemerkte Zusammenhänge klar werden. Beim 5. Wasserrohrbruch in Folge stellt sich schließlich heraus, dass seit Monaten „versteckt und unbemerkt“ (Neptun) der Boden eines gesamten Zimmers von unten geflutet wird, was verdeckt zu Schimmelbefall (Auflösung = Neptun) geführt hat und auf ein Anbranden unbewusster Beziehungs-Themen schließen lässt.

Die schier endlosen Nierenprobleme des Mannes enden schlagartig mit der Entdeckung dieses neuen Vorfalls, während gleichzeitig ein Erbstreit mit seinem Bruder eskaliert. Der bewohnte ursprünglich das Schimmel-Zimmer und hat durch einen Umbau, wie sich erst jetzt herausstellt, schon vor dem Kontakt-Abbruch der Geschwister unbewusst und ungewollt (Neptun) die Grundlagen für den akuten Schaden gelegt. Bislang blieben die Probleme der Geschwister unter dem Teppich. Hier wird nun etwas schleichend immer wieder undicht (Neptun).

Bei scheinbarem Verlust jeder Kontrolle (Pluto) über die Vorgänge, wie die verdrängten Prozesse nicht ins Bewusstsein fließen. Venus (Herrin 12) des Klienten steht im Radix in Haus 8, was den Wert oder das Geld (Erbe) der anderen bezeichnet. Und tatsächlich: Er hat nicht nur den unentdeckten, eskalierenden Wasserschaden vom Bruder geerbt, der vor Jahren im Bruch mit der Familie ausgezogen ist, sondern auch die Mutter, die der Klient nun allein versorgt. Die Überforderung durch "Wasser-Schäden" der Nieren und der physischen Umräume weisen ihn hin jetzt auf eine nötige Aufhebung (Fische-Neptun) seiner Anpassung und des damit verbundenen Zwangs (Jungfrau-Pluto) zum Dienst an der alten Ordnung hin. Als die Nierenprobleme allein nicht dazu führen, dass er sich auf sich selbst zurückbesinnt und als Sozialdiener des hinterlassenen Elternteils ein Stück "zurücktritt", folgt Rohrbruch auf Rohrbruch.

Mit Erkennen der baulichen und seelischen Altlast fängt auch der Klient wieder an, sich mit den immens verdrängten und tabuisierten Gefühlen gegenüber dem „illoyalen“ Bruder zu konfrontieren. Denn erst bei der Total-Sanierung nach der letzten schleichenden Überschwemmung wird auch eine alte, aus Versehen nicht abgeklemmte Gasleitung hinter einer Schein-Wand (Neptun) entdeckt. Nicht nur die symbolische Explosion der Verhältnisse stand an (Venus als Herrin 12 steht in 8 = Todesgefahr), für den Fall, dass der familiäre Prozess selbst jetzt nicht akut geworden wäre. Die gesamte Situation wäre, so die Aussage des Handwerkers, in Kürze "hochgegangen".

Mit der Reparatur wird wie durch Zauberhand auch plötzlich der Erbstreit formal beigelegt - ob die Überforderung des Klienten dazu führt, dass er durchlässiger (Neptun) wird, bleibt unklar. Sicher liegen die Wunden beider Seiten nun endlich offen. Der Klient erhält eine finanzielle Sicherheit zum Ausgleich für den Sozialdienst, nichts befindet sich nun mehr unter dem (durchfeuchteten) Teppich. Eine systemische Erleichterung für die nächste Generation: Das besagte "gefährliche" Schimmel-Zimmer bewohnte der pubertierende Sohn des Klienten, im Radix mit exaktem Sonne-Neptun als Träger des Familien-Verdrängten (Anpassung/Gemeinnützigkeit versus Loslösung vom Auftrag des funktionalen Selbst). Er litt bis zu dieser Klärung unter massiver Migräne, die er durch süchtigen Tabletten-Konsum bekämpfte. Die Schmerzen verschwinden "magisch" kurz danach. Das System ordnet sich fast wie von selbst, als die unbewussten Themen hinter den Wasserschäden zum Vorschein kommen. Manchmal greifen die vielen Ebenen, auf denen sich Planeten-Analogien zeigen, noch viel feiner ineinander. Etwas kommt buchstäblich und im übertragenen Sinne immer ins Fließen, wenn man die Hinweise nachverfolgt.

Man wisse, dass man nicht weiß

Dieses Beispiel zeigt, wie schön und wie vielfältig Planeten-Prinzipien „funktionieren“ können, sich ineinander verflechten und wie ein Gemälde Wirklichkeiten und Wahrheiten abbilden. Wie in Lexika, deren Links nicht nur für sich ausgelesen werden können, sondern auch auf jedem Niveau der Verknüpfung eine neue Bedeutung schaffen. Daraus ergeben sich dann manchmal regelrechte Mosaike der „Realität“, die nach dem Zwiebelschalen-Prinzip weitere Interpretations-Schichten eröffnen kann. Solange man bei all dem weiß, dass man eigentlich nichts weiß und astrologisch auch nur mit Wasser kocht, kommt man damit öfter einmal auch an die sonst übersehenen, hintergründigen Verständnis-Zweige. Manchmal stimmt gerade der besondere Ansatz (wie hier bei Neptuns tiefem Wasser) auf einer sehr direkten Ebene und es kommen später die eher metaphorischen Deutungen wie zur Auffächerung hinzu. All das erzählt dann in sehr breiten Ausdrucksformen und vielen Seitensträngen die zugrunde liegende Geschichte. Wie ein Puzzle.

Das astrologische Analogie-Netz ent-wickelt dabei seine ganz eigene Bedeutung, wie der Zauberfaden der Ariadne. Sowohl die seelische Ladung (Wasser) der unstrittigen Fakten (Erde) hat dabei ihren Platz, wie auch ein interpretierbarer Sinngehalt (Feuer) und die Logistik der reinen Information oder Veränderung (Luft). Klar wird dabei meist, wie sich umgekehrt Realität kompliziert ver-wickelt hat. Manchmal kann man zunächst nur mit einer einzelnen „Übersetzung“ der Treppenstruktur solcher Analogien etwas anfangen. Im obigen Beispiel spricht sehr grob das Wasser davon, dass hier mindestens eine 2. Ebene getarnt und unbewusst vorliegt. Dazu kommt, dass jedes Chart speziell auch „seine“ Sprache spricht, die sich individuell – bei Transiten – in ihrer Bildlichkeit oder Symbolik aber gern wiederholt. Immer wieder erscheinen dann ähnliche Rollenspieler oder Szenarien. 

Das komplizierte Gewebe, der Stoff eines Menschen, der unter Transiten steht, lässt sich aber von jedem Packende aus entrollen. Im Beispiel wäre ein erster Ansatz gewesen, dem Klienten zu raten, auf physischer Ebene mehr zu trinken und seine Abwehr zu beobachten, die seelische Abwehr eines Inhaltes spiegelt. Hilfreich ist es deshalb auch immer, bei akuten Übergängen noch einmal die letzten ähnlichen Transit-Aspekte zu untersuchen. Man kann so herausfinden,  welche Bilder, Themen, Protagonisten und unerledigte Angelegenheiten wiederkehren könnten. Womit wir wieder beim Gespenst der Erlösung und den Ansprüchen der leuchtenden, sich ständig an anderen abarbeitenden Eso-Polizei wären. Natürlich gehören auch wir Astrologen genau besehen in die Schublade der Besserwisser und Weltverbesserer. Grundsätzlich existiert ja auch bei uns in der in jedem Planeten- oder Zeichen-Prinzip eine Art destruktiver Bodensatz einerseits - und andererseits höchste Schöpfungs-Höhe, bzw. Verwirklichungs-Möglichkeit. Das Spannungs-Feld zwischen Saturn und Jupiter sozusagen. Über allem treibt uns immer auch die Hoffnung auf den guten Ausgang, die Veränderung.

Pluto kann in unserem bescheidenen Rahmen (der die ganze Welt umfasst) dann ebenso gut der tollwütige, schwarze Hund sein, aber auch der rettende Engel. Einmal wird er ethische Macht, ein anderes Mal üblen Zwang bringen. Je nachdem, ob man bewusst in das Thema des Planeten oder Zeichens eintaucht und es auch versuchsweise freiwillig übernimmt, weil man die Botschaft der eigenen Radix-Symbole ein bisschen verstanden hat. Oder eben doch abwehrt, was - nach astrologischem Ermessen - doch auf- und eintreten wird. Wenn wir aber eines wissen, dann, dass es einen Unterschied zwischen Zucker und Salz gibt.

  • Saturn wird auch bei viel freiwilligem Eintauchen in seinen Kontext stets eher mühevolle Verantwortung bedeuten, wo er sonst Behinderung bringt, bis Verantwortung übernommen wird. 
  • Uranus führt den über schmerzhafte Abspaltung zur Vogelperspektive, der die abstraktere Sicht nicht freiwillig einnimmt.
  • Neptun schafft größte Verwirrung oder Chaos, wenn man sich den eigenen Fluchten, der Sehnsucht nach oder Notwendigkeit von innerer Stille nicht stellt.

Hinweise, Ampeln, Wegweiser, zu dem, was Mensch gerade in seinem speziellen Sein dringend braucht. Immer umreissen diese Pole der Langsamläufer reale Spannungsfelder von Archetypen, die überall innen und außen leben, ob nun mit oder ohne Astrologie. Sie haben mehr mit Lösungen zu tun, als mit Erlösung im esologischen Sinn. Wir alle sind ja chronologisch lebende Wesen und unsere Erfahrungen beziehen sich immer auch auf die Brillen, die wir uns durch vergangene Erlebnisse aufgesetzt haben. Gerade hier kann die Astrologie unterstützend erneuernd sein. Zeigt sich innerhalb ihres natürlichen Spielraums nämlich eine  spezielle, komplizierte Ausdrucksform der Anlage, ist es nicht dumm, sich zu einer schlichteren zu entschließen oder umgekehrt.

Im obigen Wasserrohr-Beispiel hätte man an jeder beliebigen Stelle einsteigen können, bevor sich das ganze Muster hätte entfalten "müssen". Für einen besseren Überblick ist es angebracht, den gesamten Komplex der Aussagen, die bei einzelnen zodiakalen Stellungen vorkommen, von A bis Z zu kennen, bevor man sich auf die nächstbeste Interpretation versteift, wie das Anfänger manchmal tun. Es kann auch hilfreich sein, die sehr einfachen, ersten Ausdrucksformen dabei nicht völlig zu vernachlässigen.

Schicksal wirkt beileibe nicht nur wie ein Bleigewicht, sondern manchmal auch wie ein Traum, der zwar nicht absolut frei interpretierbar ist, aber doch zum begeisterten Rätseln einlädt. Wer z.B. die sehr schlichte Wasser-Analogie Neptuns unterschätzt (bei seinen Transiten oder schwierigen 12. Prinzip-Anlagen unbedingt viel trinken), wird simple, frühe Lösungen blockieren, die manchmal sogar sehr beeindruckende Änderungen oder Beschleunigungen eines Transit-Prozesses bewirken können. Erklärung dafür, warum "es" so funktioniert, wie es funktioniert, gibt es zahllose. Eine wichtige ist die Synchronizität, die von C.G. Jung in der Diskussion mit Physiker Wolfgang Pauli "erarbeitet" wurde. Eine andere ist zum verkürzten Schlagwort verkommen: Wie oben, so unten, das Prinzip des "Corpus Hermeticum":

Dasjenige, welches unten ist, ist gleich demjenigen, welches oben ist: Und dasjenige, welches oben ist, ist gleich demjenigen, welches unten ist, um zu vollbringen die Wunderwerke eines einzigen Dinges.

Wie auch immer sich was verquickt, wer auch wo viel oder wenig an dem Konstrukt Wirklichkeit arbeitet - den "Göttern", die von den Planeten symbolisiert werden, muss so oder so geopfert werden. Eine bestimmte Mühe bei der Beschäftigung mit dem eigenen Weg lässt sich nicht vermeiden. Die schwarze Seite des Lebens ist ein Garant dafür, dass es auch eine weiße gibt. Was kommen soll, kommt. Manchmal ist der verbohrte Skorpion genau das, was ein System gerade braucht, während sich dessen "bewusste" Mitglieder aus besseren Luft- oder Feuer-Kreisen immer nur um sich selbst drehen. Aber auch das gehört ins Spiel. 

Die Schwere der Entwicklung, die es für ihre Dauerhaftigkeit (Saturn) nun mal braucht, kann und soll vermutlich keiner verhindern. Die Plötzlichkeit des Lebens, der Abschiede und des Uranus', die alle zur Befreiung führen, ist ebenso Teil des menschlichen Schicksals, wie der Nebel des ewig nächsten Schritts (Neptun). Auch dessen Chaos wird sich nicht von allein, sondern nur durch bedingungslose Hingabe an die eigenen Prozesse lichten. Und die Transformation schließlich, die nach Fixierung auf extreme Positionen entsteht (Pluto), kann sich nur entwickeln, wenn man in die Tiefen steigt, statt sie chronisch zu umschiffen. Die Arbeit, die so ein Zugang mitbringt, hat einen Nenner: Sie tut weh. Ihre Früchte halten sich dafür auch ziemlich lange. 

  • Uranus legt nah, dass entweder der Alltag mit überraschenden, sehr schnellen Wendungen und plötzlichen Beschleunigungen (auch durch Unfälle oder Brüche) daherkommt. Oder man selbst die notwendigen Befreiungen, Objektivierungen bzw. Ausgleichsbewegungen von Gegensätzen (die nicht allein auf individuellen, sondern altruistischen Maßstäben beruhen) vornimmt. 
  • Neptun mag einen mit Einsamkeit oder flüchtigen Umständen quälen, will man nicht selbst beschließen, dass man festgefahrene Situationen auflöst, sich dem widmet, was noch nicht direkt sichtbar ist (also auch, aber nicht nur, spirituellen Zugängen) und überhaupt das Ganze achtet, statt in Details zu schmoren.
  • Analog wird Pluto so lange bohren, bis man begreift: Es wird Zeit, den ewigen Untergrund des existenziellen Dramas zu verlassen und stattdessen entscheidet, jetzt, unbedingt, klar für eine Weile bewusster Katalysator für ethisch fraglose, verbindliche Grundsätze zu sein.

Und manchmal ist auch alles ganz anders. Astrologie ist für die Mutigen. Einige Überwindung kostet es, möglichst viel daraus für das eigene Drehbuch zu lernen und auch tatsächlich auf sich anzuwenden. Allem Stolz und aller Scham zum Trotz, über die eigenen Fehler. In diesem Leben, nicht danach oder in unserer schönen Vorstellung davon, wo dann vielleicht (aber auch nur vielleicht) jene berüchtigte, dogmatische Erlösung auftaucht. Ein Gespenst, mit dem die weisen und wissenden Esologen heute schon so sehr auf Du und Du sind, dass sie keine Astrologie mehr nötig haben. Sondern nur den Glauben an ein funktionierendes Ego als Gott der großen Umbrüche. Um das kleine, langwierige und oft gar nicht so strahlende Dasein zu bewältigen, das so viel Hoffnung auf ein bestes aller besten Enden immer noch so dringend braucht, dass es sie immer wieder ins Leben nagelt wie ein Stück Stahl in eine butterweiche Wand. 

Bilder (bearbeitet): Gustave le Gray, Joseph Vernet, Gustave Dore, Jagadeesh. S (Own work), Amitjain80 (Own work) and Peter Trimming via Wikimedia Commons

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