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Im Outback ist die Hölle los

TitelbildStartDC2018Heute Abend ist es wieder soweit – das Dschungelcamp 2018 öffnet seine Pforten. Und wir sind, wie fast jedes Jahr, wieder mit dabei. Bei unseren Lesern ruft das häufig ähnlich zwiespältige Gefühle hervor, wie beim Rest der Republik. Die einen finden es schrecklich, dass hier zwölf arme Menschen 14 Tage lang zu Narren und Närrinnen der Nation gemacht werden. Die anderen finden es großartig, dass zwölf selbsternannte Pseudo-Promis endlich einmal die Erfahrung machen, dass Ruhm und Geld nicht alles im Leben ist. Und der Rest wundert sich und versteht diese Welt überhaupt nicht.

Aber genau das ist der Grund, warum wir hier wieder einmal versuchen werden, eine vierte Variante aufzuzeigen. Denn aus astrologischer Sicht ist das Dschungelcamp nach wie vor eine Fundgrube, wenn es darum geht zu verstehen, warum manche Kandidaten ziemlich locker mit den anstrengenden Herausforderungen im australischen Busch umgehen, während andere fast verzweifeln, wieder andere zur Zickenkönigin oder zum Buschbuhmann mutieren und am Ende meistens jemand gewinnt, den niemand auf der Rechnung hatte.

StartDC2004DeUnd dann gibt es da noch die Freund- und Feindschaften zwischen den Teilnehmern. Auch hier zeigt sich meistens schnell, die die üblichen astrologischen 08/15 Weisheiten selten bis nie stimmig sind, während der genauere Blick auf Planetenstellungen, Häuserbetonungen und Zeichenherrscher bisweilen fast täglich „kosmische Aha-Erlebnisse“ auslösen kann.

Begonnen hat das ganze Outback-Drama am 09. Januar 2004 und selbst ein kurzer Blick auf die Horoskope der ersten Sendung beweist die astrologische  Stimmigkeit.

  • Sonne stand wie bei fast jeder Staffel im Steinbock, doch damals im Trigon zu Jupiter, welcher wiederum, exakt auf dem Aszendent der ersten Ausstrahlung ruhte. (bezogen auf Köln den Heimatort des Senders RTL). Eine deutlichere Erfolgskonstellation ist kaum vorstellbar
  • Der Mond stand im Löwen in Haus 11 in Opposition zu Neptun. Der berüchtigte Hauch von Unergründlichem, durch den selbst die banalsten Ereignisse etwas Geheimnisvolles bekommen. Eine grandiose Gelegenheit für Projektionen aller Art, denn dieser Mond in 11 erschafft gerade durch die Egotrips der Camp-Bewohner auch ein Spiegelbild des Kollektiven, der Gesellschaft als Ganzes. Jeder Gefühlsausbruch, jede Charakterschwäche, aber auch alle Tugenden werden assimiliert, projiziert und genüsslich auseinander genommen, denn sowohl die Identifikationsbereitschaft mit wie auch die Ablehnung von bestimmten Teilnehmern ist hoch (der Beauty vs. Beast-Effekt).
  • Widder-Mars Haus acht: es geht um Mut zum Abenteuer, die Herausforderungen und Aufgaben verlangen viel von den Teilnehmern. Sie werden sprichwörtlich durch Höllenwelten geschickt und müssen sich mit so ziemlich allen Ängsten auseinander setzen, die auch der Zuschauer von sich kennt.
  • Venus-Uranus in Haus sechs: immer wieder kommt es zu überraschenden und chaotischen Beziehungskonstellationen, die aber selten einen echten emotionalen Hintergrund haben, sondern meist durch strategische Absichten entstanden sind. Gleichzeitig geht es immer auch um den Dienst an der Gemeinschaft, Nachtwachen müssen organisiert werden, Sauberkeit und Ordnung sind wichtige Prinzipien im Camp, will man nicht zu einem verlockenden Ziel für die eigentlichen Urwaldbewohner werden.
  • Merkur in fast exakter Konjunktion mit dem GZ: in der Kommunikation zwischen den und über die Teilnehmer ist fast alles erlaubt, die Essenz dieser ungewollten Gruppentherapie zeigt sich meistens in den schwärzesten Momenten einzelner Teilnehmer.

StartDC2004AusDas aber gilt hauptsächlich für das Erscheinungsbild der Sendung hier bei uns. Denn ein weiteres Phänomen ist die Gleichzeitigkeit des Dschungelcamps in zwei völlig unterschiedlichen Zeitzonen. Zeitlich von uns aus gesehen „liegt Australien in der Zukunft“, wenn heute Abend die erste Sendung um 21:15 Uhr mitteleuropäischer Zeit hier in Deutschland ausgestrahlt wird, geht in Australien schon die Sonne des nächsten Tages auf.

Deshalb zeigt auch das Ursprungschart des Dschungelcamps erstellt auf Dungay/Australien ein völlig anderes (Häuser-) Bild:

  • Sonne in Haus 12: die Teilnehmer leben tatsächlich in einer Art Isolierstation, fernab von jeglicher Normalität. Im besten Fall befinden sich die zwölf Medienyogis auf dem Weg zu spiritueller Erleuchtung und Selbstüberwindung, im schlimmsten Fall kann die Teilnahme am Dschungelcamp den Abstieg in völlige Bedeutungslosigkeit mit sich bringen. Und auch danach in schwere psychische Krisen führen.
  • Pluto in Haus 11 zusammen mit Merkur/GZ: Es geht jeden Tag um geheime Ängste und Höllenvisionen, das Camp gleicht häufig einer Irrenanstalt. Merkur in 12 erweckt bei den Teilnehmer oft den Eindruck, alles Geflüsterte würde im Verborgenen bleiben, bis sie dann am Ende feststellen müssen, dass selbst der leiseste Pubs auf dem Plumps-Klo live in die deutschen Wohnzimmer übertragen wurde. Böses Erwachen aus einer neptunischen Scheinwelt ist vorprogrammiert.
  • Mond auf Spitze sieben im Löwen: jede Staffel erzeugt eine Art „Super-Zicke“, meistens geht es dabei um Pluto-betonte Starlets mit zwanghaften Jungfrau-Attitüden. Aber es sind diese Menschen, die am meisten Aufmerksamkeit bekommen und um die sich fast alles dreht.

Was sicherlich auch für den lang anhaltenden Erfolg der Serie ausschlaggebend war, ist die Ansetzung der ersten Sendung fast genau zum Wechsel des Uranus ins Zeichen Fische. Damit wurde „Ich bin ein Star holt mich hier raus“ zumindest in Deutschland zur Projektionsfläche für einen bestimmten Aspekt des damaligen Zeitgeists.

Umso bedauerlicher ist die diesjährige Wahl des ersten Sendetermins. Denn sowohl Sonne wie auch Mond stehen auf den allerletzten Graden und Bogenminuten ihres jeweiligen Zeichens (Steinbock und Wassermann), was normalerweise wenig Dynamik erzeugt, selbst wenn beide dann den Wechsel in die nächste Phase vollziehen. Es wird also dieses Jahr vor allem an den Kandidaten liegen, ob die Erfolgsstory weiter geht. Und deren Charts betrachten wir dann in den nächsten Tagen ausführlicher.

Titelbild: © MG RTL D / Arya Shirazi; 'Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html

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Kommentare

Danke schön, lieber Mytho, das ist aber aufmerksam! Herzlich zurück,
sri
hab auch überlegt, ob das "glücksschweinchen" im sextil den mars-überlauf noch mal gemäßigt hat. bei lilith bin ich mir immer nicht so ganz sicher. di...

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