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Buntes

Möge die Macht mit uns sein

"Furcht ist der Pfad zur dunklen Seite.
Furcht führt zu Wut,
Wut führt zu Hass,
Hass führt zu unsäglichem Leid."

Yedimeister Yoda in Star Wars I – Die dunkle Bedrohung

Als an einem unscheinbaren Mittwoch im Jahre 1977 die allererste Vorstellung eines neuen Science-Fiction-Films namens „Star Wars“ in New York  stattfand, hatte selbst der Schöpfer des Zukunfts-Epos, George Lucas, große Zweifel am Erfolg seines Projekts. Denn seine Art sich mit den Sternen zu beschäftigen, umfasste eben kein astrologisches Denken, deswegen konnte er auch nicht wissen, wie klug der Zeitpunkt der ersten Aufführung gewählt war.

Denn an diesem 25. Mai 1977 stand Jupiter nur noch ein paar Stunden vor dem exakten Trigon zu Pluto – was in aller Regel als Erfolgsaspekt kaum zu toppen ist. Dass dieser dann auch nachhaltig bleibt, dafür sorgte das ebenso exakte Sextil zu Saturn. Und – last not least – die genaue Konjunktion von Mars und Venus auf 21° Widder, die zu allem Überfluss (ein Wortspiel…) auch noch genau am MC stand, als die ersten Klänge der Filmmusik durch das Premierenkino dröhnten. Damit aber noch nicht genug, auch die Sonne war gerade auf dem Weg in die Symbiose mit Jupiter und wie es sich für einen Science-Fiction Film gehört, standen Merkur und Uranus auch noch in Opposition zueinander.

Für Lucas selbst hätte der Zeitpunkt ebenfalls kaum besser sein können. Denn in das damalige, mundane Trigon zwischen Jupiter und Uranus, das am Tage der Uraufführung exakt wird, reiht sich auch noch sein Mond ein. Der steht auf 11° im Wassermann und wird dementsprechend sowohl von Jupiter wie auch von Pluto gleichzeitig äußerst positiv „bestrahlt“ und somit kann die Erfolgsgeschichte ihren Lauf nehmen. Denn auch hier spielt Saturn eine wichtige Rolle, seine Opposition zu Lucas Mond gibt dem ganzen erst den „Wirklichkeits-Touch“, den gerade solch ein ambitioniertes Projekt braucht. Also die harte Arbeit, die Genauigkeit und Präzession mit der das alles umgesetzt wurde. Zweifel und Angst vor Zurückweisung gehören bei Saturn-Transiten mit dazu, deswegen dann auch die große Erleichterung bei Lucas und seinen Geldgebern, als der Film innerhalb von Tagen schon Kultstatus bekam.

Ganz wie sich der Regisseur das gewünscht hatte, wurde der Krieg der Sterne ein modernes Märchen, eine zeitgemäße Adaption des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse. Teilweise drastisch verkürzt auf absolut einfachste Botschaften und Klischees, mit denen Lucas aber nie besondere Berührungsängste hatte. „Versuch nicht Klischees zu vermeiden, sie sind dazu geworden, weil sie funktionieren“, sagte er einmal in einem Gespräch mit Walt Disneys Marty Sklar.

Nun also war gestern Weltpremiere für den siebten Teil der Saga: Star Wars – Das Erwachen der Macht. Aus dem Imperium von Darth Vader wurde die „erste Ordnung“, die vormaligen Rebellen heißen jetzt Resistance, es gibt neue Helden und neue Schurken. Ansonsten bleibt alles beim alten und wer sich nicht an den Klischees stört hat vermutlich jede Menge Spaß beim Zusehen.

Ich als alter Trekkie bin ehrlich gesagt mit dem Sternenkrieg nie sonderlich warm geworden. Wären da nicht die Jedis und ihre offensichtliche Anlehnung an östliche Weisheitslehren gewesen. Die sie dann ähnlich verkürzt und überzeichnet, wie das gesamte Konzept, immer wieder mal als herrlich einfache Lebensweisheiten eingestreut haben. Wie zum Beispiel der große Jedi Ritter Qui-Gon Jinn (aus Star Wars Episode I), der seinem Schüler und späteren Super-Bösewicht einmal mitteilte: "Denk immer daran, deine Wahrnehmung bestimmt deine Realität."

Bleibt zu hoffen, dass diese Einsicht auch im neuen Teil noch eine Rolle spielt und die Macht immer mit denen ist, die nur Gutes im Sinn haben.

Titelbild: By The Conmunity - Pop Culture Geek from Los Angeles, CA, USA [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Der Trailer zum Film:

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Montag, 14. Oktober 2019

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