Loop!

Buntes

"Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!"

Der ESC-Eklat & Watzlawick:

Vielleicht hätte man den Vorentscheid für "unser" Lied für Österreich (wer genau mit "uns" gemeint ist, wäre noch die Frage) besser nicht ausgerechnet bei Vollmond genau auf der Achse 12-6 Jungfrau-Fische beginnen lassen sollen. Das war schon mutig. Denn die ist auch bekannt als "Die mit den Wahrnehmungs-Problemen tanzt". Aber hier wird eben auch Aschenbrödel zur Königin. Wenn diese Zeichen also besetzt sind, passieren auch mal solche merkwürdigen Sachen, wo am Ende alle konfus dastehen und sich fragen: Was war das denn? Die Antwort ist ganz einfach: Da war der Favorit für den deutschen Beitrag zum ESC, Andreas Kümmert, astrologisch ein Austreiber, der auf seinem Mars-Mond im Steinbock gerade den genauen Pluto-Uranus-Transit spuken hat. Also macht er mit, lässt sich erst bei The Voice wählen, dann beim Prä-ESC, um sodann zu sagen: Leute, ich bin doch nur ein kleiner Sänger, das ist alles nix für mich, ich will mal besser einer gewissen Ann Sophie, die keiner kennt, das Ticket nach Wien lassen. Tschüß! Nicht genau zitiert, aber inhaltlich in etwa. Nun hat diese Ann Sophie ausgerechnet auch Steinbock-Mond - nur später als er.

Aber ihren Jupiter direkt da im Radix, wo Andreas Kümmerts ein bisschen verwirrter, rückläufiger und durchaus applaus-hungriger Merkur im Löwen (mit Quadrat zu Pluto im Skorpion = total eigensinnig) sitzt. Also schenkt er ihr was, die Reise und den Sieg, und alle schauen dumm aus der Wäsche. Denn da ist auch seine Angst vor Ablehnung. Venus-Saturn. So kann einen keiner später ausbuhen, falls man doch nicht als Außenseiter zur neuen Conchita Wurst wird. Sprich, das ist prima Prophylaxe gegen überhöhte Erwartungen, wie sie Saturn Schütze heutzutage beschneiden muss. Schlagzeilen macht es auch und alle sind - was am wichtigsten ist für den Lauf der Welt gerade, total aufgeregt. Es lebe das Projektionsland. Da, wo Watzlawicks Hammer einst mit den Worten: "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel" gar nicht erst ausgeliehen wurde. Eine klassische Austreiber-Technik, für die sich einer wie Kümmert einerseits astrologisch famos anbietet. Der dann andererseits mit seinem Mars-Mond das Projektions-Spiel perfekt bedient. Wie man heute Morgen sieht. Denn da ist er, der mit 40° just hoch fieberte, wie man erfuhr, bereits eine Art Schatten-National-Held. Alle finden ihn und seine Aktion irgendwie seltsam, aber toll.

Der berufene SPIEGEL (neuerdings rechtfertigen sich alle ernsten Gazetten für ihre Klatsch-Geschichten mit Trends, die sie ausrufen = guter Versuch des Schütze-Saturn) titelte erst: "Andreas Kümmert definiert Männlichkeit". Was sich dann im Lauf des Vormittags zu einem: "Mann in der Krise" herunterschraubte, vermutlich, weil die schlauen Spiegel-Frauen aufmuckten. Ja, um diesen Vollmond herum geschahen Zeichen, Wunder und viel Blödsinn.

Bei Saturn im Schützen wird der Begriff des Heroentums auch mal auf die sperrigen, saturnischen, echten, harten, kleinen Real-Helden zurückgeschraubt. Siehe Radix des Veranstaltungs-Beginns, rechts, wo Saturn in Hannover auf Spitze 3 im Zeichen der eher menschlichen Götter steht und ihnen mal anders und wirklicher Ausdruck verleiht. In Form des Helden A. Kümmert, bingo. Der ist ja eine perfekte Bugfigur für den Prozess, denn er hat gerade auch Schütze-Saturn-Return und definiert drum nicht nur, wie der Spiegel wähnte, die Männlich- sondern auch Heldlichkeit völlig um. Nun ja. Wenn da mal nicht noch Nachwehen folgen. Falls nicht: Hätte man doch bloß gewusst, dass es so einfach ist, indem man mal eben erst wo mitmacht, dann die Leute neppt, weil man sich irgendwie nicht fühlt. Das Hobby einer mondigen Betonung und Kümmert ist nun mal Krebs-Sonne)!

Dann wäre man selbst vielleicht auch schon auf die Idee gekommen, hoch zu pokern und dann die Karawane weiterziehen zu lassen. Und Applaus. Vor allem aus astrologischer Sicht, denn manchmal ist die Realität wirklich ein zu schönes Bilderbuch für die Konstellationen da oben. Denn Jungfrau- oder Fische-Vollmond eignet sich sowieso gut für so etwas, da dann meist noch mehr verdrängte Schatten als sonst (auch in der Öffentlichkeit) ihr Unwesen treiben. Hier zum Beispiel, nur kurz nach der Opposition der Lichter, als der sogenannte Eklat des ESC-Vor-Ereignisses begann. Der vom Volk so geliebte Mythos der kleinen, unauffälligen bis gräßlichen Helden ging los, all der Aschenputtel-Märchen des 6. Prinzips, die so gar nicht in die Muster passen. Aber als Gegenbilder zum Glanze bei denen von uns, die es bisher noch nicht geschafft haben (also fast allen) geliebt werden.

Herr Kümmert und die Abziehbilder

Und es ist ja so - der junge Herr Kümmert als optischer Widerpart zu all den schönen, aber flachen Jungs vom Fernsehen, diesen eher schlappen Abziehbildern, auf die man sich demokratisch als idol-verdächtig so einigt, ist ein rechtschaffener Eigner von Merkur-Pluto- Er erlebt diese Spannung immer als aus dem Hinterhalt kommend (Quadrat), und fällt wohl auch deshalb gern durch gezieltes Dagegen auf. Somit ist er eine Hoffnung für die Vielen, die sich wünschen, dass Talent nicht immer mit tollem Aussehen verwechselt wird und doch die Idole unterfüttern. Als Austreiber wird der Sänger auch selbst anfällig für all die Projektionen, mit denen sein Leben da nicht nur jetzt Ping-Pong spielt, vor allem, wenn dann noch der Allmächtige (Pluto im Zeichen des Gesetzgebers Saturn) einem das Gottes-Etikett (Mars-Pluto) kurzfristig aufdrückt. Da benimmt man sich schon mal schlecht und findet das großartig und das finden dann alle wieder großartig, die sich immer schon mal schlecht benehmen wollten und es nicht wagten. Insofern wird Kümmert also wirklich zum Anführer der Aschenputtels aller Länder.

Wie kann das geschehen? Was für eine Radix-Vorlage braucht man? Nun, befänden sich Transite nun schon in den statistischen Manualen der Ärzteschaft, hätte dieser "kleine Sänger" (mit der großen Stimme, würden jetzt Mainstream-Medien schreiben) ohnehin das Attest in der Tasche. Denn Uranus-Pluto auf einem Mars-Mond ist und bleibt nun mal ein eher intensiver und irre machender Ritt auf der Rasierklinge. Hätte man uns Astrologen gefragt, wir hätten gesagt: "Auf den Kümmert, ja, da müsst ihr aufpassen!"

Schade, dass man keine Geburtszeit hat. Aber wenn man sein Geburtsbild (links, Mittag) genauer unter die Lupe nimmt, sieht man auch so grob in der Anlage schon in etwa, woran es denn fehlt, momentan. Oder was es zuviel hat. Kümmert ist weich und trotzdem ein Bestimmer - aber eher in der Nachhaltigkeit des Steinbock. Sozusagen Kandidat einer Metamorphose, seit Uranus-Pluto sich trafen (bislang sechsmal), ein Mundan-Konflikt, der zunehmend näher auf seinen Mars vorrückte (ebenfalls introvertiert, rückläufig, aber gut gestellt, weil erhöht). Der steht (wie eng genau weiß man wegen der mangelnden Zeitangabe nicht - aber gewährleistet) in der genannten Konjunktion mit Mond.

Sowie im allerengsten Fokus der letzten Begegnung der Giganten, jetzt im März, am 17. An einem wie ihm bricht sich denn auch gern übergangsweise viel, was frei an Verdrängtem in der Welt kreucht und fleucht und sonst übersehen wird. Der Hunger, dass der Kleinere gewinne, Saturns Lektionen im 9. Prinzip, dass Substanz manchmal besser ist als Riesenwuchs, und die Erfahrung, dass sich gute Stimmen und ein starkes Empfinden, das sich in ihnen Bahn bricht, einfach schöner und rührender anhören. All das bringt der Kümmert mit und wird so zum Hase- und Igel-Mythos. „Ick bün al dor!“. Ich bin schon da, wo ihr niemals hinkommt, weil ich talentierter und bescheidener und schlauer bin, zu klug, bei euren Spielen der Publicity mitzumachen. Und gerade deshalb Publicity zu bekommen. Taktisch ist das eher nicht, nur zutiefst plutonisch ärgerlich, wütend, und ein Beleg für viele Traumata, die der Sänger wahrscheinlich schon erlebt hat in seinem Leben und einer Welt, die das schöne Klischee meist mehr ehrt, als ihre Begabten.

Die Rächer des Verdrängten

Das geht so lange auf, wie man wirklich nicht mitspielt. Das Quadrat auf seinem Mars bringt aber Kümmert dazu, den Pfad seiner Prinzipien eine Weile zu verlassen. Er macht Voice und er macht ESC, die Vorwahl. Denn Mars ist einer, der Neptun hochholt (sein Spiegel, der Rächer des Verdrängten), ein Austreiber, mit Mond (Neptun oder Pluto) sowieso - da alle Wasser-Herrscher auch das Versteckte (von privat bis heimlich) symbolisieren. Er hebt auch eine gewisse Eitelkeit aus dem Löwe-Merkur, die immer mitkommt. Wo auch was wieder beschränkt wurde im Leben dieses Mannes. An Leute, die wie Kümmert sind, heften sich von daher auch nur allzu gern sämtliche ähnliche Delegations-Probleme an (ob gut oder schlecht), die so im Dasein herumschwirren. Paul Watzlawicks berüchtige Geschichte mit dem Hammer bebildert das alles ziemlich gut.

Was Wunder, denn er war selbst Austreiber und verstand das Prinzip mit Widder-Mond in Rezeption zum Krebs-Mars allerbestens. Um nicht zu sagen, bebilderte und entdeckte es erst richtig. Wenn ich selbst Ablehnung erwarte, lehne ich ab. Und da kommt auch schon, als wäre all das Erwähnte für den armen A. Kümmert und sein Nervenkostüm nicht schon genug Aufregung, gott-ähnliche Entscheidung, uns mit dem ESC allein zu lassen und Gesellschafts-Kritik in einem gewesen, noch sein virulentes Quadrat Venus-Saturn daher.

Das bedeutet in jedem großen Aspekt tatsächlich auch: die schon genannte, große Angst vor Ablehnung (unter anderem, wie jeder Betroffene weiß, ein echter Fluch, sich dauernd damit auseinander zu setzen). Wobei es einem gleichzeitig das stabile Talent zur Bedeutsamkeit mitgibt, wenn man die Panik durchsteht und im wahrsten Sinne über-geht. Und dieses Quadrat (schwierigster der drei großen Aspekte) ist nun beim armen Kümmert außerdem noch richtig angetickt. Neptun wabert gegenüber Venus herum. Saturn läuft in all das hinein. Da wird die Spannung leicht so groß, dass man das ganze Problem an eine nun völlig konfuse, bisher Namenlose namens Ann Sophie (rechts Radix) - und ihren Song "Black Smoke" = wahrlich ein Neptun-Saturn-Stück! - abgibt. Reglement egal, Schütze beinflusst halt auch Saturn, nicht nur Saturn Schütze.

Ann Sophie ist eher keine Anti-Heldin, nur kommt sie ihm gerade recht, mit einer Jungfrau-Sonne auf Kümmerts Venus, geeignet daher als hübscher Blitzableiter des von ihm so heftig abgewiesenen Saturnischen, der Verantwortung. Denn sie selbst steht auch unter dessen und Neptuns fallenden Transiten). Ende gut, alles gut? Nein, nein! Denn einerseits kann man aus seinen Transiten ja nicht  flüchten, sie holen einen ein, auch wenn man den Venus-Saturn-Druck leid ist. Und solange der Hammer noch kreist, sprich das vorstellungs-hämmernde Konzept des wackeligen Pluto (von Uranus angeschlagen) und das Rebellentum des Uranus (von Pluto behämmert) nicht wirklich seinem letzten Kapitel, der letzten Exaktheit, zugeführt wurde, kann man ja auch noch wetten. Ob sich nicht etwa doch der viel besser ins Zeit-Muster passende Andreas Kümmert beknien ieße. Und seinen vorübergehenden Gott-Status vielleicht, eventuell (könnte es nicht netter sein?) in Wien vor der Welt als Schatten-Helden-Figur abzusingen und so seine Venus-Saturn-Panik vorm Versagen wieder und wieder in den Griff zu bekommen. Für seine Entwicklung wäre es besser, für das Niveau des Wettbewerbs auch. Aber unter Pluto-Uranus-Mars sind die Distanzierungen gern schockierend heftig und manchmal bleiben sie es auch.

Möglich also, dass "wir" wieder vor halb Europa blass und verhärmt dastehen, mit einer Ann-Sophie, die nicht gerade kosmische Kontur des Erfolges mitbringt und überhaupt, als Opfer von Vollmond, ja auch gar nicht richtig gefragt wurde, ob sie nun den Kümmert spielen mag. Oder nicht. Der schwankt zwischen Feigling und Held in der öffentlichen Wahrnehmung. Auch die ZEIT textet schon Kommentare (sonst eher politischen Wichtigkeiten vorbehalten) unter dem doch übertriebenen Titel: "Dieser Mensch gehört euch nicht". Was für ein Theater, das einen Andreas Kümmert zum König der Nicht-Angepassten hoch schreibt, dem Vogel im Käfig, Uranus-Pluto, der dann die Gitterstäbe - für uns alle womöglich noch! - durchbricht. 

In einem Land, in dem fast als ein Drittel der Menschen ihren Bundestag nicht wählt und sich nicht mal die Hälfte für die Europawahl interessiert, gibt es Riesenalarm, wenn der per Zuhörer- und Zuschauervoting bestimmte Singvogel plötzlich den Käfig verlässt."

Der Spiegel-Titel ist inzwischen auch noch mal mutiert, zum bombastischen "Neue Form von Männlichkeit". Da muss man gar nichts von Astrologie wissen, die Archetypen tanzen auch so, wenn Ereignis Protagonisten findet. Absurdes Theater, zu dem der junge Herr Kümmert nichts kann. Der kann und will einfach singen. Hoffentlich auch weiter, in sich gefestigter, wo auch immer. 

Bild (bearbeitet): Animagus (Own work) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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