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Buntes

Von der Sicht zur guten Absicht

kalenderWas machen wir denn nun im Rest-Advent mit uns? Die Konstellationen zwischen dem gerade abgelaufenen Neumond im Schützen (mit Mars-Neptun und einem langsamen, unmerklichen Abflauen der allgemeinen Verwirrung) bis zum Vollmond am 22. Dezember um 18.48 h sind gar nicht so schlecht. Dieser Vollmond zu Weihnachten wird dann übrigens auch ganz jung und frisch auf 0° Krebs/Steinbock passieren und kann damit bis zum ersten Neumond 2019 deutlichere Wenden in Domizil- und Gesetzesfragen anstoßen. Aber eben auch eine massive Schere zwischen dramatischem Gefühl und notwendiger Disziplin öffnen - es liegt am Einzelnen, wofür man sich entscheidet. 

Davor gibt es noch einige thematische Wiederholungen: Am 9. Dezember morgens schon wird Chiron erneut vorläufig, der ja bereits in den letzten Wochen so viele bekannte, zehrende Konflikte neu ausgebreitet hat, und er bringt dann eine neue Runde Aufarbeitung der alten Schmerzthemen. Vor allem für Fische-Besetzungen auf den letzten zwei Graden oder für fallende Punkte im großen Aspekt - Jungfrau, Schütze, Zwillinge.

Aber allgemein spürt man es eben auch. Hier geht es u.a. um die Frage, welche Probleme eigentlich all die gedachten Bedeutungen erst verursachen, die wir den Geschehnissen ja im Leben immer wieder zuweisen. Und was das an an Klarheit verhindert. Ein Merkur-Trigon zeigt aber am Tag dieses Chiron-Drehs schon vorsichtig in Richtung auf die Lösung. Welches Feld der Denker da oben dann im jeweiligen Radix aktiviert, ist wegweisend. Hier müssen wir durch's Nadelöhr, um zu Ergebnissen zu kommen, die Schmerz lindern können.

Merkurs Quinkunx zu Uranus weist dann bereits am 11. Dezember darauf hin, dass so ein Prozess trotzdem nicht einfach und schnell erledigt ist. Störungen können auftreten, die uns von Wandlung abhalten. Das macht auch den gefestigten Weihnachtsvorbereiter nervös. Uranus recycelt ja insgesamt vieles an Konflikten auf seiner Rückwärtstour, bevor er endgültig in den Stier wechselt (6. März 2019). Es steigen permanent alle Veränderungs-Wünsche auf, die sich noch nicht gefügt haben zur Umsetzung.

Beim Neumond in 4, zeigt er aber, diese Bewegung bleibt vorerst weiter privat, bzw. seelisch motivierend und motiviert. Was sich da an Druck um unterbrochene Versuche der Absicherung und Stabilisierung aufbaut (Uranus beherrscht hier Wassermann, eingeschlossen in 2), kann aber erst zur Vorläufigkeit Anfang Januar in die Verwirklichung gehen. Das wird einem mit Merkur etwas klarer. Nun können uranisch Betroffene in Situationen, die mit Reiz-Reaktions-Schemata zu tun haben, klären, worum es eigentlich wirklich geht. Abschiede im kardinalen/fixen Aspektbereich) sind momentan nicht klug.

Besser wäre, man entschlösse sich zu mehr Selbst-Distanz und würde damit auch mehr Abstand zu den Lieblings-Problem-Punkten halten und eine Weile nich mehr dauernd um Sicherheit kämpfen. Das ist die eigentliche Lösung, ohne etwas real aufgeben zu müssen. Aber es erfordert wirklich Bewusstsein. Dieser Trend betrifft Endstellungen kardinal und Anfangsbesetzungen fix, besonders Widder/Stier und danach Waage/Skorpion. Eins der Hauptthemen: Wie komme ich mit dem Sog der Veränderung besser klar und bringe das, wofür ich so lange gekämpft habe, im Frühjahr so ins Leben, dass realistisch mehr Selbstwert und Absicherung entstehen? Wer jetzt loslegt, holt sich gern Entwertungen, selten produktiv. Das ist eine Vorbereitungszeit auf die Wende.

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Der Neumond (in 12), der ja jetzt bis zum 22. noch die Inhalte tönt, zeigt generell, dass man vermutlich immer wieder versuchen wird, unter den eigentlichen Notwendigkeiten (das heißt auch, ihren Möglichkeiten) wegzutauchen und vieles doch noch sehr unbewusst abläuft. Mars/Neptun von 2 nach 3 gibt Tarnungs-Tendenzen dazu - man drückt auch leider nicht immer wirklich aus, was man fühlt, aus Angst vor "Enteignung" oder Verlusten. Letztlich ist das aber der falsche Weg. Absolute Ehrlichkeit, unverletzend und sanft an den Tag gelegt, bringt weitaus bessere Chancen, die Wirklichkeit zu benennen und die Lage zu verbessern, ohne etwas zu verlieren.

Am 13. Dezember läuft Merkur dann wieder in den Schützen. Kurzfristig kann eine Art inneres Kino aufkommen. Es denkt sich vielleicht freier so, aber man könnte eben vor lauter feuerig empfundener Inspiration auch überziehen und viel mehr versprechen, als dann wirklich haltbar ist. Das scheint mir gerade vor Weihnachten für viele ungünstig, da man im Merkur-Jupiter-Elan einerseits feierlich alles Mögliche vorhat und abmacht. Und andererseits die Verwirklichung noch nicht so ganz mitkommt. Mars befindet sich ja immer noch im Traumland des Neptun. So dreht sich der Alltag dann leichter in den Stress, falls man sich selbst den Terminkalender vollpackt, weil man es so gut meint und alles gleichzeitig umsetzen will. Erschöpfung tritt allerdings bei Fische-Mars leichter ein als sonst.

Am 16. Dezember sehen wir ein Venus-Saturn-Sextil. Das fängt unnötig harte Brüche (aus innerem Druck wegen Uranus' letzter Rückläufigkeit im Widder) möglicherweise noch mal anders ab und zeigt, worauf es ankommt: Jede Veränderung, die man vorhat, sollte diesmal besser geplant werden als sonst. Augenmaß ist hier absolut notwendig, damit man - immer noch in Widder-Agitation und wahnwitziger Geschwindigkeit bei sich wiederholenden Prozessen - nicht mit Temperament und ärgerlichem Schwung doch wieder nur ins Leere zielt und anschließend mit weniger dasteht, als man wollte. Wichtig wäre, jetzt zu überprüfen, was Substanz und noch genug Wert für's eigene Leben hat, um es zu erhalten. Das betrifft vor allem Beziehungen. Vor Wut wird ausdrücklich gewarnt. Momentan sollte man jeden Ärger sowieso lieber in Handlungen umsetzen - Bewegung, Motivation. Jede Verneinung lässt sich auch als Bejahung sagen - selbst wenn das wie ein Trick klingt (es ist einer), es verändert das Klima. Unter Venus-Saturn lohnt sich Bindung mehr als Lösung. Verbindlichkeit ist auch nicht schlecht.

Am Tag danach (17. Dezember) kommt sonst vielleicht mit Mars im Sextil zum Pluto ein ganzes Bündel an Bereuen, zwischen tiefen Verlustängsten bis Opferdenken auf. Wer vorher aber gemäßigt das angegangen ist, was zu tun war (auch bestimmend - Pluto im Steinbock), kann andererseits die Kraft nutzen, die ja dieser geerdete Pluto auch allgemeiner freigibt - für reale Planungen und Weichenstellungen für bisher diffuse Vorhaben, die der zur Zeit neblige Mars nicht so recht nach vorn gebracht hat.

voll1218Am 19. Dezember steht Sonne im Quinkunx zum Nordknoten und es wird einigen bewusst werden, welcher Graben noch zwischen Wunsch und Wirklichkeit im Umgang mit emotionalen Triggern und dem Versuch klafft, sich als verletzend empfundenen Situationen durch Härte zu entziehen. Das wäre eine gute Gelegenheit, nicht etwa stur, unbeweglich oder egoistisch auf kühles Steinbock-Verhalten zu bestehen. Man kann sich ja auch emotional und verwundbar ausdrücken, ohne völlig auszuflippen oder im Wundenkosmos verlorenzugehen. Das Gefühl zu zeigen, das man hat, macht nicht verletzlicher als unter einer Maske und verbindet oft über individuelle Unterschiede hinweg.

Allerdings spürt man ja schon die Hintergründe, denn es droht Sonne Quadrat Chiron Schütze/Fische am späten Abend ja - gespürt - den ganzen Tag über schon damit, den versammelten Weltschmerz der letzten Jahre auf den Tisch zu bringen. Sehnsucht beißt sich mit bestimmender Vision. Was unglücklicherweise wie im Reflex manchmal dazu führt, dass man die eigene Verletzlichkeit lieber gleich im Voraus schützt, abwehrt und insgesamt Schmerz fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Das ist aber gar nicht nötig, wenn man sich seiner Trigger bewusst bleibt und dessen, dass auch der andere ein empfindliches Ego hat und sich genauso Frieden wünscht, bis seine Knöpfe gedrückt werden. Das ist es, was heilt, im Fische-Kontext - Vernetzungen sehen und irgendwann auch spüren. Und Chiron, der ja heilen kann, steht gerade in den Fischen, nicht Sonne. Vertrauen statt Kolonialisieren wäre auch eine gute Maßnahme.

Aber ein Lichtblick naht sowieso: Am 20. Dezember schiebt das Sonne-Uranus-Trigon ganz angenehm fließend sämtliche Aktivitäten und mehr Flexibilität an und legt energetisch einen deutlich schnelleren Gang ein. Das ist wie ein frischer Wind für anderes Verhalten, was positivere Ergebnisse bringt, für letzte Erledigungen von Aufgeschobenem oder die besser gelaunten Blicke mitten ins Wesentliche. Den Aspekt sollte man nutzen, genau wie die Konstellationen vom nächsten Tag, wo sich noch mal die Atmosphäre erweitert. 

Am 22. Dezember nämlich bereits geht die noch leicht drängende Tempo-Strömung des r-Uranus mit ihren beträchtigen Rückstößen elegant in den Großkampftag vor Weihnachten über: Gleich drei kosmische Ereignisse beflügeln kurz vor Ladenschluss (obwohl ich sonst nichts von den megapositiven Deutungen halte). Venus Trigon Neptun, Merkur Konjunktion Jupiter und der Eintritt von Sonne in den Steinbock. Stimmung trifft Vision trifft Bodenhaftung. Wer jetzt keinen Weihnachtsbaum hat, kauft sich keinen mehr. Und wer jetzt allein ist, könnte sich zumindest Perspektiven überlegen und sich an seine alten Verbindungen erinnern. Heute ist immer der Tag für einen neuen Anfang. Es ist etwas ganz Schönes in der Luft, mit dem man aber durchaus umsetzend arbeiten kann.

Der Vollmond am Abend gibt das Motto aus: Besinnung auf die Wurzeln und das, was wir an ihnen lieben. Bevor das Fest doch wieder in Geschäften und Hektik verloren geht. Danach ist so oder so Weihnachten und das findet auch ohne Rücksicht auf Konstellationen immer wehmütig bis sehr, sehr fröhlich statt. Und am besten ohne Streit. Auch wenn Sonne langsam auf Saturn und Mars auf Chiron zugeht - alle größeren Stolperfallen für verletzte Gefühle und Hindernisse inbegriffen. Aber das kann auch warten bis Silvester (da könnte es knirschen). Wir sind allerdings immer der Boss für unsere Wahrnehmung. Wenn wir es nur wollen. Alles eine Frage der Sicht und der Absicht. 

Bild: Oskar Herrfurth  via Wikimedia Commons

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